Friday, April 15. 2005NachmittagsschichtTrackbacks
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Als Arbeitnehmer habe ich zur Maßnahme der "vollendeten Tatsachen" (nicht kommen und dann erst anrufen, wenn es zu spät ist) immer erst dann gegriffen, wenn ich die Erfahrung machen musste, dass mein Chef vorher nie bereit war mir freizugeben wenn ich was zu einer Behörde, Bank o.ä. ohne lange Öffnungszeiten musste. Oder ich nach der Arbeit nicht wegelassen wurde, weil noch irgendwas zu besprechen war, ich aber dadurch unverschuldet und ohne Not in Zeitdruck kam.
schlechter stil, so was im blog zu veröffentlichen.
#5
on
2005-04-15 17:11
Es ist auch schlechter Stil keinen Namen zu nennen, sowie Groß- und Kleinschreibung einfach zu ignorieren. Sachliche Kritik kann man auch anders vorbringen.
Berechtigte Kritik bleibt berechtigte Kritik, trotz Rechtschreibfehlern und (quasi-)anonym ist sowieso jeder hier, der sich einen Nick ausdenken kann. Bleib ma locker...
#5.1.1
on
2005-04-15 20:04
Bitte entschuldigt! Ich meinte:
"Ich halte es für schlechten Stil, so etwas in einem Blog zu veröffentlichen."
Also errm in 15 Jahren Arbeitsleben bisher habe ich, wenn ich krank war, morgens als ERstes meinen AG angerufen und bin DANN zum Arzt.
Das wurd und wird auch so erwartet. Errm und seit wann muss der Chef den/die Angestellte(n) anrufen ? Also ich finds schon ein wenig heftig, grad wenn das Klima ansonsten gut ist, sollte es umso mehr selbstverstaendlich sein, dass man die Leute nicht im "Regen" stehen laesst. Mal vom allem anderen abgesehen, macht man sich ja eventuell auch ein paar Gedanken/Sorgen.
#7
on
2005-04-15 17:15
Hmmm. Warum ruft der Chef seine Mitarbeiterinnen an? 45 Minuten bevor sie eintreffen sollen? Techtelmechtel?
Der gute Chef rief eine Dreiviertelstunde nach Arbeitsbeginn an, also hätte die Mitarbeiterin eigentlich schon lange da sein müsssen, wenn ich das richtig verstanden habe.
Also ich hab ja schon von Mitarbeitern gehört, die ihren Job verloren haben, weil sie Betriebsinterna in ihren Blogs veröffentlicht haben...
Aber Mitarbeiter-Bashing durch einen Chef in seinem Blog... das ist neu... und ehrlichgesagt auch noch unsouveräner! Was man dann von dem "lockeren Umgangston" halten darf, den der gleiche Chef sich selbst attestiert...
#9
on
2005-04-15 20:48
Es ist ja weder Name, Alter oder Stellung im Unternehmen veröffentlicht worden und bei einem Unternehmen mit 2x Mitarbeiter/in bleibt die Betreffende auch recht anonym...so, das ist meine Meinung!
#9.1.1
on
2005-04-16 18:58
Klar! Ihre kollegen werden kaum wissen wer gemeint ist - wahrscheinlich waren ja auch midestens 3 Mitarbeiterinnen an dem Tag krank... tztztz
und die Leute die durch bloggen den Job verloren haben, die hatten auch keine Namen genannt...
#9.1.2
on
2005-04-17 13:47
Naja, ich vermute mal, dass der Chef auch rumgefragt hat, wo denn die Mitarbeiterin bleibt oder ob jemand was weiß.
Und nachdem sie angerufen hat, hat er nach einer Vertretung suchen müssen - meistens spricht man dazu die anderen Mitarbeiter an. Und womöglich sagt er es nochmal laut für alle, dass so verspätet anrufen nächstes Mal Ärger gibt. Also betriebsintern ist das so oder so rum.
Wenn Chfes von lockerem Umgangston reden, ist das meist einseitig gemeint. Da sollte man doch besser bei den Angestellten nachfragen.
Hatte mal einen Vorgesetzten, der ordnungsgemäß krank gemeldete Mitarbeiter anrief und fragte, ob sie denn wirklich krank wären.
So lange Björn keine Namen nennt, finde ich es nicht schlimm, so etwas im Blog zu veröffentlichen.
Und der lockere Umgangston ist keineswegs einseitig, sondern durchaus von seinen Angestellten bestätigt und nach meinen flüchtigen Erfahrungen kann ich dem nur zustimmen.
#12
on
2005-04-16 13:12
Lisatschka - "Bestellte" Beifallklatscher sind auch ziemlich plump.
Was bitte meinst du mit "bestellt"?
Nur weil ich einen Angestellten von Björn kenne und deshalb gelegentlich da bin, hat er mich noch lange nicht "bestellt", um ihm "Beifall zu klatschen". Ganz abgesehen davon finde ich es von der Kollegin auch nicht richtig, sich nicht abzumelden. Wenn man krank ist, weiß man es doch eigentlich vor Arbeitsbeginn, oder nicht?
#13.1
on
2005-04-16 18:49
Trotzdem fände ich es sehr befremdlich, wen ein Chef mich zu Hause anruft. Ich würde eher dazu neigen, in so einem Fall nicht ans Telefon zu gehen. Ich rufe auch meist erst an, wenn ich vom Arzt zurück bin, weil wenn der Arzt öffnet stehe ich schon da auf der Matte. Und da hatte einer meiner Ex-Arbeitgeber noch nicht auf.
Man geht als Chef davon aus dass alle Mitarbeiter zum Arbeitsbeginn da sind. Wenn dann nach Abzug einer akzeptablen Frist für Staus oder kurze Wecker-Aussetzer noch immer jemand fehlt, kann man das nicht einfach so abhaken wenn man die Leute nicht nur als Nummer auf der Lohnliste sieht sondern ein gutes Verhältnis zu ihnen hat. Man denkt also dass sie total verschlafen haben und mit dem Anruf geweckt und vor Nacharbeit bzw. Lohneinbussen gerettet werden könnten. Wie man das als befremdlich empfinden kann verstehe ich nicht so ganz, es sei denn man kennt nur Grossbetriebe in denen man den Chef nur zur Weihnachtsfeier mal von weitem sieht.
#15
on
2005-04-17 14:37
Ich finds auch nicht befremdlich und hab auch keine Probleme damit, daß ich ab und an von meinem Chefchen Anrufe oder SMS bekomme (letztere z. B., wenn er freitags, wenn ich bereits mittags weg bin, erfährt, daß meine Montagmorgen-Kollegin krank ist, und nun gerne wüßte, ob ich mir vorstellen kann, einzuspringen).
Befremdlich fand ich dann eher, als ich in der vorhergehenden Kanzlei nach einem Unfall und dem einhergehenden KH-Aufenthalt zwischen den Zeilen des Lügens bezichtigt wurde, und das trotz Attest über stationären KH-Aufenthalt... aber in jenem Laden läufts eh so unrund, daß kaum jemand länger als ein halbes Jahr bleibt.
#16
on
2005-04-17 19:40
Wenn du regelmäßig Sonntag Nachts um 3 Uhr von deinem Chef angerufen wirst, weil er noch was für Montag "vergessen" hat, dann hört der Spaß auf. Seit dieser Zeit bin ich privat für meinen Chef nicht mehr erreichbar. Sein Problem, nicht meins.
#16.1
on
2005-04-18 07:21
Das hat dann aber m. E. nichts mehr damit zu tun, ob das mein Chef ist oder nicht, sondern schlicht und ergreifend mit einem anscheinend grundsätzlich unhöflichen Zeitgenossen, der die Axt im Walde spielt und die Privatsphäre anderer nicht achtet. Egal bei wem, nachts um 3 gehe ich nicht ans Telefon.
#16.1.1
on
2005-04-18 11:12
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