Friday, November 28. 2008PfandfragenTrackbacks
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Besten Dank für die Beantwortung meiner Fragen.
#1
on
2008-11-28 11:02
Zur Einwegseite:
Die Aufgabe der Clearingstelle besteht genau darin, dass jeder der bepfandete Einwegartikel annimmt und dadurch Geld an seine Kunden auszahlen muss, dieses Geld erstattet bekommt. Gleichzeitig muss derjenige, der die Flaschen ausgegeben und das Pfand eingenommen hat, den Betrag für jede seiner anderenorts angenommenen Flaschen an die Clearingstelle zahlen. Dazu kommt ein gewisser Prozentsatz für die gesamte Abwicklung, den die Clearingstelle einbehält - dadurch wird es interessant, seine Eigenmarken von den Fremdflaschen getrennt abzuwickeln, denn das reduziert den Betrag von dem der prozentuale Anteil berechnet wird. Wirklich interessant ist aber, dass an die Clearingstelle nur für die irgendwo angenommenen Pfandflaschen gezahlt wird - Das Pfand für alle Flaschen, die nicht wieder zurückgegeben werden (=Pfandschlupf) bleibt als zusätzliche Einnahme beim Verkäufer des Einweggebindes. Und dabei kommen beachtliche Beträge zusammen...
#2
on
2008-11-28 11:09
*grübel* Aber der Verkäufer zahlt doch schon das Pfand an den Hersteller - und die Kunden beim Kauf an den Verkäufer - so gesehen sollte da doch nichts beim Verkäufer / Hersteller übrig bleiben, wenn die Pfandflasche versemmelt wird?
Die einzigen, bei denen der Pfandschlupf bleiben könnte, ist doch die DPG?
#2.1
on
2008-11-28 11:17
Der Unterschied liegt bei der Beziehung Handel-Hersteller.
Bei normalen Marken bekommt der Hersteller den Pfandschluf. Nur bei Handelsmarken, die ein Hersteller im Auftrag eines Handelsunternehmen produziert, "gehört" das Pfand auch erst einmal dem Handel. Dadurch werden im Discount die Handelsmarken über den Pfandschlupf quersubventioniert. Die DPG behält keinen Pfandschlupf. Wie #3 schreibt, ist der erste der die Getränke verkauft, der Profiteur von nicht zurückgebrachten Flaschen. Bei normalen Getränken werden die Flaschen ja noch über Zwischenhändler vertrieben, beim Discount gibt es diese Stufe nicht.
#2.1.1
on
2008-11-28 12:05
Danke, dass ihr endlich die Frage gelöst habt, wieso Plus die Flaschen nach Eigenmarken / Fremd trennt. Das frage ich mich schojn seit jahren.
Dann noch eine Frage an Björn: Wie ist das mit der Herstellererknnung bei den immer mehr werdenden eigenes für bestimmte Hersteller produzierten Mehrwegflaschen, also z.B. die neuen Bitburger 0,5er. Da müsste dann doch eine Zuordnung möglich sein. Und: Werden diese Flaschen dann nach Bitburg bzw. zur nöchsten Abfüllanlage von Bitburger verschifft? Sowas sollte in den Ökobilanzen von Mehrweg mal mehr mit einberechnet werden, denn anders als normale NRW oder Longneck-Flaschen lassen sich diese Spezialgebinde ja nicht beliebig von anderen Herstellern befüllen.
#2.1.1.1
on
2008-11-28 15:33
@Björn:
Es ist eben gerade nicht so, dass der Getränkehersteller bereits bei der PRoduktion der Flasche an das System zahlt, da fällt nur eine geringfügige Lizenzgebühr für die Logos und die Systemteilnahme an. Die Zahlungspflicht an die DPG bzw. Clearingstelle entsteht erst dann, wenn die leere Flasche in das System zurückkehrt. Nur so macht Einwegverkauf im Discount wirklich Spaß. Oder glaubt irgendwer wirklich, man könne Mineralwasser für 9 Cent/Liter produzieren?
#3
on
2008-11-28 11:16
Vielen Dank für die frage und auch für die Antwort, das ist etwas das wollte ich schon immer mal wissen.
Dieser Blog ist echt gut
#4
on
2008-11-28 12:35
nur fürs Verstädniss... Je mehr Flaschen in einen Landen zurückgebracht werden, die nicht dort gekauft wurden, desto mehr Geld bekommt der Händler/Verkäufer, welches er aber nie investiert hat? Oder hab ich was falsch verstanden?
Also macht er Gewinn mit Flaschen die nicht er verkauft hat.. Da sollten sich also alle Händler über Flaschensammler freuen die leere Flaschen in den Laden tragen, oder?
#5
on
2008-11-28 13:03
Der, der die Flaschen annimmt, bekommt zwar Geld von der Clearingstelle, er hat dieses Geld aber bereits an den Überbringer der leeren Flasche ausgezahlt.
Alles war er davon hat ist also ein Zinsverlust für die Zeit zwichen Auszahlung an den Pfandkunden und Überweisung der DPG. Es gab eine Zeitlang eine Variante, in der Tankstellen für die 25Cent die sie an den Kiunden ausgezahlt haben 29Cent (inkl. MwSt.) überwiesen bekamen, das hat sich dann aber als Fehler im System herausgestellt.
#5.1
on
2008-11-28 13:56
Den Fehler gibts es weiterhin bzw. ist der Fehler absichtlich im System eingebaut.
Es gibt sogar Geschäftsmodelle von Automatenbetreibern, die durch das Auftstellen von Einweg-Rückgabeautomaten an publikumsreichen Plätzen (z.B. Bahnhöfen) diesen "Fehler" ausnutzen und damit Geld verdienen sollen. Das stand zumindest in der Lebensmittelzeitung.
#5.1.1
on
2008-11-28 15:09
... außer für statistische Zwecke keinen Sinn ... aber diese Statistik in den falschen Händen kann böse Folgen haben.
Ich sag nur Kreditabhängigkeit vom jeweiligen Wohnviertel oder so. Wäre doch gut denkbar daß Wohnviertel mit hoher Anzahl von Billigbiereinwegflaschen dann auch schlechter gestellt werden.
#6
on
2008-11-28 13:41
Ist eigentlich alle Welt paranoid???
#6.1
on
2008-11-28 13:51
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