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Der nachhaltige Präsentkorb

Eine Frau hatte während meiner Abwesenheit bei einem meiner Mitarbeiter einen Präsentkorb in Auftrag gegeben. Die Sachen lagen am nächsten Tag allesamt in einem Einkaufswagen im Lager, zusammen mit der Info, dass das alles bitte als Präsentkorb eingepackt werden soll. Die Information, dass der fertige Korb ausdrücklich nicht in Kunststofffolie eingepackt werden soll, fehlte leider und so richteten wir den Korb in gewohnter Art und Weise her.

Als die Frau den Präsentkorb abholen wollte, gab es ein großes Drama deswegen. Sie wollte den Korb ausdrücklich ohne die Folie, da schon (Zitat) genug Plastik in den Meeren schwimmen würde. Ich bat um Entschuldigung und erklärte wahrheitsgemäß, dass das ein internes Kommunikationsproblem war und bot an, die Folie wieder zu entfernen. Das wollte sie nun aber auch nicht, denn das Material wäre ja nun ohnehin schon verschwendet und würde auch von uns nur weggeworfen werden. Sie bezahlte den Korb demonstrativ zähneknirschend und nahm ihn mit.

Zwei Sachen möchte ich dazu anmerken:

1. Ja, es schwimmt unglaublich viel Plastik in den Meeren. Das werden wir Menschen auch vermutlich nie wieder rückgängig machen können. Aber nicht jedes entsorgte Kunststoffprodukt landet automatisch im Ozean, auch wenn viele Leute das ernsthaft zu glauben scheinen. (Was natürlich nicht heißen soll, dass die Vermeidung von Plastik, alleine auch aufgrund der dafür benötigten Rohstoffe, kein erstrebenswertes Ziel ist!)

2. Auf dem Foto seht ihr den (noch nicht eingepackten) Präsentkorb in der Originalausstattung. So viel zum Thema Kunststoffvermeidung und Nachhaltigkeit …


Fleischkühlregalneugestaltung

Seit unserem großen Umbau war unser Fleischkühlregal eine erst halbfertige Bauruine. Ein Problem war, dass wir damals nicht die richtigen Fachböden bekommen hatten und das Regal erstmal mit dem Material, das wir hatten, zusammenbauen mussten. Ein weiteres Problem bestand darin, dass wir die Fachböden schräg stellen wollten, damit die Ware besser zu sehen ist, wir aber keine brauchbare Möglichkeit hatten, die Ware vorm Herunterfallen zu sichern. Dafür hatten wir Mitte März die Plexiglas-Streifen bestellt, welche letzte Woche geliefert wurden.
Heute haben wir frische Ware bekommen und die Gelegenheit genutzt, das Regal umzubauen und erstmal und zum ersten Mal darin eine halbwegs vernünftige Platzierung zu bauen.

Auf dem oberen Bild seht ihr die beiden Teile des Kühlregals mit der neuen Gestaltung und dem bisherigen Innenleben mit den falschen Fachböden. Die Plexiglas-Scheiben sind hier noch mit der Schutzfolie versehen:



Fertig bestückt sieht das Regal dann folgendermaßen aus. Es fehlen zwar noch die Preisschilder (aber nicht die Preisauszeichnung, die sich bei fast allen Artikeln an der Ware befindet), aber prinzipiell ist es so schon ganz brauchbar:


Kammbeh!

Eine Frau sprach mich mitten im Laden an, was häufiger vorkommt, und fragte nach "Kammbeh!". Bitte was sucht die? Ich überlegte schnell und das einzige Produkt, das mir dazu in den Sinn kam, war "Camembert", was sich, je nach Frankophonität, sehr unterschiedlich aussprechen lässt und bei dem einen oder anderen bestimmt auch zu "Kammbeh" wird.

"Sie meinen den Käse, oder?"

Ich hatte auf eine Zustimmung gehofft, aber sie antwortete: "Nein, kein Käse!"

Uff …

"Was genau suchen Sie denn nun?"

"Kammbeh, dabei malte sie mit den Fingern ein Rechteck in die Luft. Ich hatte keine Idee und rief eine Kollegin zu dem Gespräch dazu, die gerade in der Nähe stand.

"Kammbeh!", wiederholte die Frau lauter, und meine Mitarbeiterin rief erfreut darüber, dass sie das Wort richtig gedeutet hatte, aus: "Camembert. Sie meinen den Käse, oder?".

"Kammbeh, kein Käse.". Ein Rechteck malend wiederholte sie: "Kammbeh!"

Inzwischen war Ines dazugestoßen, die ebenfalls ihr Glück versuchte, den Begriff und die Geste zu deuten: "Den runden Käse Camembert meinen Sie nicht?"

"Nein, kein Käse."

"Oder Backcamembert vielleicht? Der ist in eckigen Schachteln verpackt."

Die Frau verneinte wiederum. Da Ines aber auch keine weiteren Ideen hatte, lief sie mit der Frau zur entsprechenden Tiefkühltruhe und zeigte ihr den gefrorenen Backcamembert.

"Oh, ja, genau den habe ich gesucht."

"Das ist aber auch Käse", erklärte Ines.

"Das weiß ich, der ist für meinen Bruder", nahm erfreut zwei Packungen und machte sich auf den Weg zur Kasse.

"Nicht aufregen, kleiner Hamster", sagte sie noch im Vorbeigehen zu mir, meine nach oben verdrehten Augen haben wohl Bände gesprochen. :-)

Kaum Neuigkeiten aus Achim

Durch diesen Kommentar vor ein paar Tagen wurde ich wieder an unser Projekt "Achim" erinnert und bin nach nun etwas mehr als zwei Jahren einfach mal wieder hingefahren und habe mir den aktuellen Stand angesehen.

Das kleine Einkaufszentrum steht noch, aber außer Frisör, Blumenladen und Imbiss ist da augenscheinlich kein Leben mehr drin. Unser alter Laden sieht noch so aus wie Anfang 2017, nur dass die "Zu vermieten"-Schilder mittlerweile alle im Gebäude auf einem Haufen liegen …



Der Blick durch die Fenster offenbart den schlimmen Zustand der Immobilie: Der Schimmel in den Wänden bestätigt, was der Dreck auf dem Fußboden schon verrät: Hier gab es in der Zwischenzeit mindestens ein größeres Problem mit eindringendem Wasser, von wo auch immer. Jetzt bin ich mir sogar noch ein wenig sicherer, dass der nächste große Schritt an dieser Stelle ein Abriss der alten Gebäude sein dürfte. Ich bleibe aber dran und werde ab und zu mal dort vorbeisehen. Auch wenn das Kapitel nun schon seit fast 13 Jahren (!) abgeschlossen ist, war es doch ein bedeutender (zeitweise aufgrund der roten Zahlen sogar ein existenzbedrohender!) Abschnitt in der Geschichte meiner Selbstständigkeit und damit natürlich meines Lebens.





Apropos Abriss: Der Betreiber des Comet-Marktes, den es zu unserer Zeit in der Gegend gab, hatte ja noch während unseres Bestehens und schon kurz nach seiner Renovierung den Geschäftsbetrieb eingestellt. Danach stand das Gebäude eine Weile leer, dann war ein Raiffeisen-Markt darin. Inzwischen hat sich das auch erledigt, demnächst entsteht dort eine Anlage für betreutes Wohnen.


Pinnwand, Klebewand

Den Hinweis "keine Aushänge aufkleben" übersehen die Leute auf unserer Pinnwand-Anleitung ganz gerne. Oder sie beziehen das tatsächlich nur auf die Korkplatte und nicht auf den Rest der Wand drumherum. Aber selbst wenn nicht, sollte es einem doch schon der gesunde Menschenverstand sagen, dass man nicht einfach etwas auf fremde, gestrichene Wände klebt. Die Thematik hatten wir ja hier schon einmal.


Bauschaumfüllung

So sieht unsere alte Außensirene (aka "Optisch-Akustischer Signalgeber") übrigens von innen aus. Das Ding ist nicht nur "ein bisschen" mit Bauschaum besudelt, wie man ursprünglich hätte vermuten können – nein, das Gehäuse ist ungelogen vollständig (!) mit dem Schaum verfüllt. Das Gerät war sogar so extrem mit dem Schaum zugekleistert, dass unser Alarmanlagentechniker sehr große Mühe hatte, das Gehäuse überhaupt von der an der Wand festgeschraubten Grundplatte zu lösen!


Spinnweben in der Kistenannahme

Ein Ort, den man eher selten sieht, ist innerhalb des Leergutautomaten der obere Bereich der Kistenannahme, in dem sich in einem trapezförmigen Kasten mehrere Kameras und Spiegel befinden. Steht man genau vor dem Gerät, guckt man dort nicht hin, aber aus der Entfernung betrachtet fallen einem die Spinnweben auch nicht auf.

Mit der Kamera dort hineingeknipst, um einfach nur ein Memo für die eigentlich allgemeine Reinigung der Kistenannahme zu schaffen, offenbarte dann die Spinngewebe. Durften dann gleich mit entfernt werden. :-P


Aber Alfredo!

Eine Kundin erkundigte sich, ob wir die vegane Pizza von Alfredo aus dem Steinofen bekommen können. Ein sicherlich interesanter Artikel, aber um diese Frage beantworten zu können, brauchte es nicht mal einen Blick in unser Warenwirtschaftssystem. Die Verpackung der Pizza verriet bereits alles, was ich wissen musste und die Antwort lautete …



Nein. :-)


Sydney(s) in Findorff

Unsere beiden alten Sydney-Truhen, die nun seit September unter einer Folie hier auf dem Hof standen, haben wir nun nach Findorff gebracht. Dort haben wir einerseits ohnehin eine defekte Kühltruhe und etwas mehr Fläche für Tiefkühlkost kann dort ebenfalls nicht schaden. Somit haben wir auf dem Hof wieder einen Kfz-Stellplatz für die Moschee-Besucher etwas mehr Platz und Ordnung geschaffen und vor allem sind die wertvollen Truhen endlich wieder sicher untergebracht.

Den Transport hatten wir deshalb so lange vor uns hergeschoben, weil die Truhen einerseits sehr groß und mit deutlich über 200kg auch nicht gerade leicht sind. Die bewegt man nicht mal eben zu zweit und stellt sie auf den Anhänger, der ohnehin etwas zu kurz dafür ist. Aber ich wollte die Baustelle erledigt wissen und so haben wir mit sechs starken Leuten die Truhen auf den Anhänger gestellt, gegen Verrutschen und Herausfallen gesichert und in Findorff wieder abgeladen. Erst die eine, dann die andere. War zwar etwas Fahrerei, aber unterm Strich hat es doch relativ zügig geklappt und war deutlich weniger mühsam, als ich zunächst befürchtet hatte.



Hier noch vor dem Haushaltswarenregal etwas deplatziert, aber das ist ja nur ein Zwischenlager, bis sie an ihrem endgültigen Aufstellort stehen werden. :-)


Letzter SPAR in Bremen (Nord)

Pierre hatte mir im Herbst unmittelbar vor unserem Umbau dieses Foto geschickt.

Dazu schrieb er:

Mitten im Umbau wirst du dafür sicher keine Zeit haben, aber ich wollt dir mal die Bilder schicken vom demnächst wohl endgültig letzten SPAR „taskin“ in Bremen, genauer in St. Magnus.
Schräg gegenüber eine Grundschule, rundherum überwiegend nur Einfamilienhäuser auf freien Grundstücken. Die nächste Lebensmittel-Einkaufsmöglichkeit ist rund 2,5km entfernt in Lesum. In ganz St. Magnus gibt es keinen anderen Händler, keine Kette, nichts.
Eine gewisse Ähnlichkeit mit unserem Geschäft vor dem Umbau kann ich nicht leugnen. Aus heutiger Sicht kommt mir diese Optik ganz schön schranzig vor. :-)


Johannisbeerstreuselschnecken

Johannisbeer-Streuselschnecken sind einer der Artikel bei uns im Brotregal, die wir eher selten mal da haben. Wir probieren sie zwar immer wieder mal aus, aber gut laufen tun sie nicht bei uns. Selbst ich mag sie nicht gerne. Die Teile sehen zwar lecker fruchtig, saftig aus, sind aber unterhalb der roten Beeren lediglich ein dröger Teigflatschen. (Außerdem sind sie rundherum unglaublich klebrig, so dass es kaum ein Vergnügen ist, sie mit bloßen Fingern anzufassen und zu essen.)

Aber wir haben ja auch viele andere leckere Alternativen im Sortiment. :-)