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Scary Shopping 2021 – Trailer 2

Am 30. Oktober 2021 gibt es bei uns wieder ein kauflustiges Gruselvergnügen, aka Scary Shopping. Ich weiß, dass das noch eine Weile hin ist. Hier eine kleine Diashow mit Fotos der vergangenen Veranstaltungen, die einfach Lust auf Mehr machen soll. Das Video habe ich in den vergangenen zwei Wochen aus einem Archiv von über 700 (aufgrund der Dunkelheit meist unbrauchbaren oder totgeblitzten) Fotos zusammengestellt und wie die neun Fledermäuse hier in den Laden gekommen sind, weiß ich bis heute nicht. ;-)


Bake-Off-Ware in den Tiefkühltruhen

Der Platz in unserem Tiefkühlschrank in der Backstube reicht schon lange nicht mehr aus. Inzwischen ist unser Sortiment größer geworden. Meistens bekommen wir es irgendwie hin, so genau zu bestellen, dass zwar immer mal ein paar Artikel für ein oder zwei Tage nicht da sind, aber das Regal nicht nach DDR 2.0 aussieht.

Manchmal holt einen aber das Phänomen ein, dass sich so viele Artikel gleichzeitig dem Ende nähern, dass die Bestellung unumgänglich etwas größer ausfällt. So einen Fall hatten wir vor ein paar Tagen erst und das ist der Grund, warum sich einige Kartons mit den Aufback-Rohlingen in den Tiefkühltruhen im Laden unter und zwischen der anderen Ware tummeln. Geht nicht anders, wir haben nur diese beiden Lagermöglichkeiten.

Noch, wohlgemerkt! Wenn alles klappt und nichts mehr dazwischen kommt, haben wir in zwei Wochen nämlich endlich die beiden Kühlräume wieder. :-)


Mauswasser-Crash

Am Abend haben zwei junge Frauen irgendwie die Kontrolle über ihr Gleichgewicht verloren. Ob sie betrunken oder anderweitig benebelt waren, ließ sich anhand der Videoaufzeichnung nicht genau sagen, jedoch hat sich zuerst die eine und dann die andere gegen den Aufsteller mit dem "Mauswasser" gelehnt, bzw. sogar halb auf die Ware draufgesetzt.

Das aus welchen Beweggründen auch immer erfolgte Wegdrängeln der zweiten durch die "Erstbesetzerin" sorgte dann dafür, dass die Pappen in dem Aufsteller zerrissen und dadurch vor allem alles durcheinander, aber auch ein Teil der Ware auf den Boden fiel. Die Flaschen vom Boden sammelten sie schnell wieder auf, warfen sie auf den Rest der Ware in dem Display und verschwanden still und leise.


Bestellt ohne Anzahlung

Letzte Woche hatte ein Mann angerufen und wollte zwei Kisten Bier einer Sorte haben, die wir regulär nicht mehr führen. Ich zögerte etwas, denn eigentlich bestellen wir solche Artikel nicht mehr ohne Vorkasse oder zumindest eine kleine Anzahlung, aber in diesem Fall machte ich eine Ausnahme, da wir das Bier sicherlich bis zum Ablauf des Haltbarkeitsdatums verkauft bekommen würden.

Vielleicht kommt er ja noch, aber wenn ich mich richtig erinnere, wollte er das Bier gleich am Dienstag schon abholen. Warten wird's ab … :-P

Vorbestrafte Kassiererin?

Mein Ex-Azubi hat mich vor ein paar Tagen angeschrieben, denn er wollte mal meine Meinung zu folgendem Fall wissen:

Der Marktleiter eines Supermarktes stellt eine Kassiererin ein.
Nach geraumer Zeit erfährt dieser von einem Bekannten, dass die Kassiererin mehrfach wegen Unterschlagung vorbestraft ist.
Obwohl die Kasse immer stimmte und sonst nichts fehlte, will der Marktleiter kein weiteres Risiko eingehen.
Er möchte die Kassiererin schnellstmöglich entlassen und sucht nach einer Möglichkeit.

Wie würdest du die Lage (rechtlich und mit deiner eigenen Meinung) bewerten?
Erstmal: Ich bin kein Anwalt. Ich versuche aber dennoch mal, die Situation zu bewerten und meinen dilettantischen Senf hinzuzugeben:

Eine Kündigung aufgrund der erst nach der Einstellung und sogar "geraumer Zeit" bekanntgewordenen Vorstrafe kommt meiner Meinung nach nicht in Betracht. Wäre die Frage nach einer Vorstrafe beim Einstellungsgespräch gefallen und hätte die Kassiererin die Vorstrafe verschwiegen, wäre es vermutlich zulässig, das Arbeitsverhältnis aufzulösen, anzufechten oder ggf. ordentlich zu kündigen. Ob die Frage überhaupt in diesem Fall zulässig gewesen wäre, kann ich nicht beurteilen. Aber bei jemanden, der vertrauensvoll mit fremdem Geld umgehen soll, könnte die Frage nach einer Vorstrafe wegen Unterschlagung oder ähnlicher Delikte durchaus relevant und damit zulässig gewesen sein. Es wurde aber, so weit aus der Frage erkenntlich, nicht nach Vorstrafen gefragt, also ist das Thema einer mit der Vorstrafe begründeten Kündigung vom Tisch.

Bleiben noch ein paar andere Möglichkeiten: Ist die Mitarbeiterin noch in der Probezeit? Dann ist sie leicht zu kündigen, außer sie ist schwanger. Hat sie einen befristeten Vertrag bekommen? Dann wird dieser am einfachsten mit Ablauf der vereinbarten Laufzeit automatisch enden. Ist sie in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis, könnte man sie kündigen. Vermutlich würde es dann aber vor dem Arbeitsgericht enden und dort ist davon auszugehen, dass sie eine Abfindung bekommt oder sogar weiter in dem Unternehmen beschäftigt muss.

Wenn diese Frau aber seit "geraumer Zeit" ordentliche Arbeit abliefert und sie auch offenbar keine Unehrlichkeiten begeht – warum sollte man sie nicht behalten, wenn es mit der Zusammenarbeit bisher geklappt hat und sie sich über eine sicherlich vereinbarte Probezeit hinaus als brauchbarer Bestandteil des Teams bewiesen hat?

Vielleicht hat der Marktleiter jetzt Bauchschmerzen beim Gedanken, diese potentiell für das Wohl der Firma bedrohliche Person weiterhin an der Kasse sitzen zu lassen. Vielleicht sind auch schon sonderbare Dinge / Ungereimtheiten ohne direkte arbeitsrechtliche Relevanz vorgefallen, die sich mit dem Wissen um die Vorstrafe noch sonderbarer anfühlen. Dann würde ich bestimmt auch versuchen, mich von dieser Person wieder zu trennen.

Aber sowas ist natürlich immer unglaublich schwer zu beurteilen. In den eigenen Kreisen ist das schon schwer, über Dritte natürlich erst recht.

Schirmmützkorken 2, eigentlich 1

Wir hatten das Phänomen zwar schon sehr lange nicht mehr, vielleicht ist das Problem mit einem Umbau der Abfüllanlage verschwunden oder wir hatten einfach nur Glück oder Pech, je nach Betrachtungsweise, aber immerhin hatten wir schon zwei "doppelt verkronte" Bierflaschen hier im Laufe der Zeit. Eine hatte es ins Blog geschafft, die andere war in unseren Anfängen im "Kuriositätenkabinett" auf unserer Website gelandet. Das Kabinett gibt es nicht mehr, daher hier das Bild noch mal fürs Archiv. :-)


Belangloses beim Focus

Wer mit Lebensmitteln handelt, erlebt es im Grunde tagtäglich, dass auch verdorbene Waren dazwischen liegen. Entweder Luftzieher, Gammel, Bruch oder irgendein anderer Qualitätsmangel, den frische wie haltbare Lebensmittel bekommen können.

Sowas passiert nun mal! Zum einen sind die Produkte relativ empfindlich, zum anderen ist es die schiere Masse, die sowas provoziert. Alleine hier im Laden steht bestimmt eine kleine sechsstellige Anzahl an einzelnen Verpackungen, die allesamt einen mehr oder weniger leicht verderblichen Inhalt haben. Dass da mal irgendwo etwas nicht ganz in Ordnung ist, lässt sich kaum vermeiden, wenngleich es selten passiert.

Ich wurde schon öfter dafür belächelt, hier im Blog über nichtige und belanglose Dinge zu berichten. Das ist ja immer im Auge des Betrachters und für meine Geschichte spielen diese Dinge oder zumindest meine Gedanken dazu durchaus manchmal eine Rolle.

Und dann gibt es noch den Focus, der tatsächlich eine Meldung daraus macht, dass ein Kunde beim ALDI eine Konservendose mit schimmeligem Inhalt gekauft hat. Vermutlich war sie undicht und hatte Luft gezogen, denn in der versiegelten Dose hätte diese Pilzkultur sicherlich zu einer Bombage geführt. Eine gammelige Konservendose. Beim Focus. Das war die Meldung zum Winterloch, denke ich.

Das laute Moin

Ein Kunde stand vorm Leergutautomaten und rief von dort aus ein lautes wie fragend klingendes "Mooooin?!" in Richtung Lager.

Ein Kollege, der das mitbekommen hatte, vermutete ein Problem beim Automaten und lief hin und blickte einem erstaunten Kunden entgegen. Dieser sagte nur, sein Handy zur Seite haltend: "Brauch keine Hilfe, ich telefoniere gerade."

Na, denn … :-P

Müllermilch in der Hosentasche

Großes Rätselraten unter den Kollegen: Hat der Mann versucht, eine Flasche Müllermilch zu klauen oder wollte er sie tatsächlich nur in die Tasche stecken, um die Hände freizubekommen für den Rest des Einkaufs?

Der Kollege plädierte für ersteres und forderte ein Hausverbot, ich schwankte jedoch und entschied mich dann dagegen.


Chipsklumpen

Für gestern Abend hatte ich eine Tüte der Jim-Beam-Chips mit nach Hause genommen. Die Tüte fühlte sich ganz normal an, war auch nicht plattgedrückt, wie es bei Luftziehern sonst der Fall ist – aber der Inhalt war ungenießbar. Das erste Stück steckte ich mir in den Mund und schon beim ersten Biss schüttelte es mich. Irgendwie pappig und nicht wirklich lecker. Ines erging es nicht anders. Kurzerhand entschieden wir, dass die Packung wohl doch unbemerkt Luft gezogen hat und der Inhalt ein Fall für die Biotonne ist. Als ich sie auskippte, fiel am Schluss noch ein dicker Klumpen heraus, der durchaus so aussieht, als wenn da die Luftfeuchtigkeit ihre Arbeit ganz hervorragend erledigt hätte.

Wir wollten die Chips zum Dschungelcamp knabbern, entschieden aber, dass der Faktor "ekeliges Essen" ausschließlich die Kandidaten und nicht die Zuschauer vor den Fernsehgeräten betreffen sollte. Die gestrige Prüfung im Streichelzoo war aber nun ohnehin nicht annähernd ekelig. :-)

(Nebenbei erwähnt: Und wieder einmal hatten wir die Produkt-Arschkarte …)


Shop-Art XLVI

Hab nach langer Zeit mal wieder mein Makroobjektiv ausgepackt. Das ist zwar alles noch nicht perfekt, ich bin mit den Einstellungen etwas aus der Übung und auch meinen Ringblitz für die anständige Beleuchtung habe ich hier nicht in der Firma liegen (hier hat die LED-Leuchte meines Handys den Job erledigt) – aber es war immerhin ein Anfang.

Apropos Anfang: Zum Wiedereinstieg musste ein Mohn-Körnchen eines Brötchens herhalten, das mit nur gerade mal 1 Millimeter Größe schon eine Herausforderung war. :-)


Flaschenmilch

Vor dem Kühlregal ist eine Flasche Frischmilch zerbrochen. Die Scherben liegen in einer großen, weißen Pfütze. Kann passieren und ist kein Beinbruch. Die meisten Kunden erkennen das Hindernis und schaffen es, nicht hindurchzulatschen oder ihren Einkaufswagen da durchzuschieben und den Q-Saft im Laden zu verteilen.



Wie gesagt, die meisten …

(Das muss (und wird) vermutlich keine Ignoranz gewesen sein. Möglich ist auch, dass der alte Mann mit Rollator die Pfütze einfach nicht gesehen hat und er froh sein kann, dass er nicht auch noch auf der fetthaltigen Flüssigkeit ausgerutscht ist.)


Insektenriegel

Todesmutig habe ich nun mal in unserem Vorbestellordersatz einen kleinen Aufsteller mit "Swarm"-Insektenriegeln bestellt. Ist vermutlich weniger dramatisch, als es klingt. Die Insekten sind zu nicht einmal einem Fünftel und auch nicht als erkennbare Tiere darin enthalten. Es handelt sich um gemahlene Heimchen, die mit in die Fruchtmasse gerührt wurden. Die Präsenz der ehemaligen Krabbeltiere dürfte bei abgeschreckten (Nicht-)Käufern eher eine Kopfsache sein, als zu ein echten Ekel beim Essen führen.

Ich gelobe hiermit, die Riegel zu testen und zu berichten!