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Braucht man noch ein Telefon?

Seit einiger Zeit sind wir ohnehin nur noch telefonisch erreichbar, wenn man nicht mit unterdrückter Rufnummer bei uns im Markt anruft.

Ich würde diesen Schritt (noch!) nicht gehen, aber manchmal kommt mir der Gedanke, ob man überhaupt noch telefonisch erreichbar sein muss. Viele Anrufe sind lästig (Werbung, Spam), wenige wirklich notwendig. Die "wichtigsten" bei uns sind vermutlich Kunden, die sich nach bestimmten Artikeln oder Fragen wie Öffnungszeiten etc. erkundigen wollen.

Dann rufen natürlich auch ab und zu Lieferanten (mit bestehender Geschäftsbeziehung) an, die ihre Bestellungen abfragen wollen – aber davon gibt es nur noch sehr wenige.

Andersherum würde ich das Telefon ungerne völlig aufgeben. Raustelefonieren möchte ich nämlich schon gerne noch können und unter der Prämisse sollte man anderen wohl auch zugestehen, uns noch auf diesem Wege erreichen zu können. Außerdem ist ein unmittelbares Gespräch durch nichts zu ersetzen. Warum sollte man 20 Sekunden telefonieren, wenn man die Angelegenheit auch im Verlauf mehrerer Tage mit unzähligen E-Mails ("Re: AW: Re: AW: Re: AW: Re: AW: Re: AW: Artikelanfrage") klären kann?

Aber manchmal, wenn mal wieder irgendein nerviger Anruf reinkommt und die Person am anderen Ende der Leitung einem was von einem Lotto-Abo, Energiekostenvergleich oder zu sperrenden Guthabenkarten erzählt, möchte man ja schon …

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Kommentare

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TheK79 am :

Ich bin bei Telefonspammern inzwischen gnadenlos, nichtmal mehr "nein danke", sondern einfach kommentarlos auflegen. Oder beim Festnetz-Telefon kann ich auch leise stellen und dann kann der sich mit der Parkuhr unterhalten und in der Zwischenzeit nicht ahnungslose Omis abzocken.

someone am :

Ja, in der Liste der unehrenhaften Berufe sind in den letzten Jahren doch so einige dazugekommen. Eine Zeitlang war alles mit "SEO" in meiner persönlichen Hitliste ganz vorn, aber Outbound-Callcenter beginnt dem in der gefühlten Ekelhaftigkeit gerade wieder den Rang abzulaufen. Beides könnte man natürlich auch als ehrliches Handwerk betreiben, gibt sicher auch genug, die das machen, aber sichtbar werden ja nur die anderen.

Ohne Rufnummer ist sowieso Rufsperre, mit Rufnummer gehe ich nur noch ran, wenn die entweder schon in meinem Telefonbuch steht oder ich zumindest die Vorwahl als lokal einordnen kann.
Was sich schon mal als verdächtige Rufnummer rausgestellt hat (normalerweise indem ich nicht rangegangen bin, sondern danach erstmal die Nummer gegooglet habe), ist eh in der Blacklist.

Nur bei unbekannten Handynummern wirds schwierig, da gehe ich je nach Uhrzeit trotzdem ran, könnte ja mein Sohn sein, der sich mal wieder den Akku leergespielt hat und von einem geliehenen Handy anruft. Ist aber nur in den seltensten Fällen so, denn leider haben die Spammer wohl auch gemerkt, dass man mit Handynummern besser jemand erreicht.

Aber wenn dann "Guten Tag, mein Name ist XXX von YYY, spreche ich mit Herrn..." kommt, bekomme ich meinen Namen normalerweise nicht mal mehr ganz mit, so schnell kommt mein "Klick". Und wenn ich sogar nur Callcenter-Hintergrundrauschen höre, warte ich erst recht nicht ab, bis jemand Zeit für mich hat.

Warum ich das Festnetz noch habe? Ähnlich wie bei Björn. Es gibt einfach Dinge, die sich nur telefonisch schnell klären lassen. Und wenn mans nicht mehr hat, entfällt die Option, für weniger dringliche Anliegen einfach nur zu Hause anzurufen, statt die ständige mobile Erreichbarkeit zu missbrauchen. Das ist für mich ein Stück Höflichkeit, die ich mir auch von anderen erhoffe.

DBenger am :

"Es gibt einfach Dinge, die sich nur telefonisch schnell klären lassen."

Und dazu ist das Mobiltelefon wirklich nicht genauso gut oder gar besser geeignet?
Dto. kann man eine Festnetznummer über VoIP auf dem Mobile betreiben.

Andi am :

Ich bin da womöglich altmodisch, aber bei einer gewerblichen Adresse ist eine Festnetznummer für mich ein vertrauenserweckendes Anzeichen. Oder besser umgekehrt gesagt: Wer gewerblich auftritt aber keine Festnetznummer hat, steht bei mir unter dem Pauschalverdacht, ein windiger Gebrauchtwagenhändler zu sein. Das muss dann schon durch andere Anzeichen aufgewogen werden.

SPages am :

Heutzutage kommt doch eigentlich jeder Telefonvertrag mit mehr als einer Nummer daher.

Wieso also nicht eine Nummer für Firlefanz aller Art und eine andere für alles wichtige wie z.B. B2B Kontakte.

Wenn bei uns jemand anruft und keine Durchwahl hat ladent er am Empfang. Dort Sitzt eine freundliche Dame, die aber sehr gut "Nein." oder "Tut mir leid, der Kollege ist leider außer Haus." sagen kann.

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