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Warnbandverschleiß

Nach knapp einer Woche sehen die auf den Boden geklebten Markierungsbänder schon nicht mehr gut aus. Viele Füße, dazu die Einkaufswagen und auch immer wieder Körbe und Getränkekisten, die von den Kunden vor sich her geschoben werden, setzen dem Klebeband gewaltig zu.

Daher kam der vorhin erwähnte Nachschub ganz passend. Wie lange wir mit der Thematik noch zu tun haben werden, weiß momentan natürlich niemand, aber ich kann mir vorstellen, dass wir die Markierungen auf dem Fußboden in den nächsten Wochen noch einige Male nachkleben müssen.


Paket mit zwei Markierungsbandrollen

Gestern kam hier kommentarlos ein kleines Päckchen mit zwei Rollen Markierungsband an. Vielleicht wollte mir da nach meinem Bericht von vergangenem Freitag mit Klebeband-Nachschub eine Freude machen oder die Firma hatte es auf eine Erwähnung im Blog abgesehen … Ich weiß es nicht. Aber seit heute habe ich immerhin eine Vermutung, denn das gleiche Paket kam auch in unserem Markt in Findorff an und daher könnte ich mir vorstellen, dass die Lieferung dieser Bänder von unserer Großhandlung pauschal für alle EDEKA-Märkte ausgelöst wurde.

Das ist sehr gut. Für die Einzelhändler, die bislang noch nichts davon hatten, natürlich sowieso – aber auch für uns. Wieso, zeige ich euch später noch.


Warten auf ToiPa

Hmmm … Meine letzten Freitag bei einem Drittanbieter bestellte Palette Toilettenpapier ist immer noch nicht da. Eigentlich sollte sie am 25. oder 26. ausgeliefert werden, wenngleich es die Zusatzinfo gab, dass es zu Verzögerungen kommen kann.

Der Bedarf wird wohl noch eine Weile bestehen bleiben. Und selbst, wenn alles wieder normal lieferbar sein wird, mache ich mir keine Sorgen, diese Toilettenpapierrollen nicht loswerden zu können. Gegessen wird immer und so lange kommt auch unten wieder was raus. ;-)

Absperrung an der Kasse in Findorff

Aufgrund des etwas unklarer definierten Wartebereichs vor der Kasse ist es in unserem kleinen Markt in Findorff etwas komplizierter, Abstandsmarkierungen auf den Boden zu kleben. Das Kleben ist natürlich kein Problem, aber sauber definierte Marken und Bereiche abzutrennen dagegen schon.

So gibt es jetzt rund um die Hauptkasse eine Sperrzone, die noch mit einem Aufsteller und dem Restetisch bekräftigt worden ist. Da drüben ist es tatsächlich ein Wettlauf. Was ist zuerst vorbei? Unsere Filiale oder die Corona-Krise? Werden wir in ein paar Wochen wissen …


Klink, klunk!

… dann war da noch die junge Frau, die ich optisch der Punk-Szene zuordnen würde und die außergewöhnlich viel mit Metall in Form von Ketten und Nieten behangen war.

Als sie den Laden betrat, ich stand gerade im Gespräch mit einem Kunden mit dem Rücken zum Eingang, dache ich im ersten Moment ernsthaft, dass da jemand eine Altmetallsammlung zu uns schleppt, so sehr rasselte und klapperte sie bei jedem Schritt. :-)

Spuckschutzvorhänge

Es hat aufgrund beinahe durchgängig zweier besetzter Kassen einige Stunden gedauert, bis die beiden Spuckschutz-Vorhänge montiert waren, aber letztendlich habe ich es erfolgreich geschafft. Von Kasse 1 gibt es nur das Bild von oben über die Videoanlage, Kasse 2 war aber zwischen den Kunden fotografierbar.

Eigentlich wollte ich die Enden noch auf 20 cm Länge nach innen umkanten, mein Rohrbiegegerät ist aber nur für kleinere Durchmesser geeignet. Das hatte ich vorhin gar nicht mehr auf dem Schirm, aber so wie es jetzt ist, geht es auch ganz gut.

Da die Vorhänge aus Folie und nicht einem starren Material bestehen, ist die Sicht nicht ganz unbeeinträchtigt. Insgesamt sind sie aber sehr durchsichtig, wie auch auf den Fotos zu sehen ist.
Der große Vorteil dieser Konstruktion ist jedoch, dass sie ohne aufwändige Stützkonstruktion zu befestigen ist (pro Stück zwei Haken in der Decke) und dazu weich ist. Man kann sich nicht stoßen oder an irgendwelchen hervorstehenden Holz- oder Kunststoffteilen verletzen. Die Folie besteht aus PVC, einem aus verschiedenen Gründen eigentlich zu verschmähenden Material, was auch der Grund war, warum ich hier im Markt keinen "Vinylboden" haben wollte, nicht einmal für einzelne Bereiche. Zeitweise war ein solcher mit Holzoptik für die Weinabteilung oder mit aufgedruckten Natursteinen in der Gemüseabteilung angedacht. Verglichen mit dem, was die Leute tagtäglich in ihre Wohnungen legen, sind diese zwei Kilogramm Material aber zu vernachlässigen. Wenn man dann noch bedenkt, was gerade im Rahmen der Pandemie weltweit an Einwegprodukten im Müll landet (Masken, Handschuhe …), spielen die Vorhänge momentan keine Rolle mehr.

Wer die Dinger auch gut findet, kann sie bei der Planenmanufaktur bestellen. Für den Link habe ich jetzt nichts bekommen, auch ich habe die beiden Teile zum vollen Preis erstanden. Aber vielleicht mal für Interessierte, die auch nicht die Motivation haben, eine starre Konstruktion zu bauen.




Gelieferte Spuckschutze

Die beiden Virenschutzvorhänge sind eben geliefert worden. Ich werde dann hier mal in die Bastelstunde übergehen: Genauen Montageort ermitteln, Alurohre an den Enden biegen, Dübel in die Decke für die Befestigung und anschließend alles aufhängen. Für zwei Kassen natürlich. Ich werde damit wohl eine Weile beschäftigt sein. Fotos später. :-)


Ein paar Vorräte auf der Getränkeabteilung

Geht das schon als hamstern durch? :-)

Nein, natürlich nicht. Woanders ist das ein normaler Warenvorrat im Regal. Und wenn hier alle Kunden, deren privaten Müslivorräte mittlerweile erschöpft sind, nur jeweils eine Packung kaufen, dann ist der Bestand hier auf dem Dach der Getränkeabteilung auch ohne ausdrückliche Bevorratungsabsichten in kürzester Zeit wieder verkauft.


Firlefanz-Ideen

Zum Glück (bei uns) noch keine Ausgangssperre, aber durch Quarantänemaßnahmen, Kontaktverbot, viele geschlossene Läden und das Fehlen von Schulen, Kindergärten, Spielplätzen und sämtlichen Veranstaltungen dürfte einigen Leuten jetzt schon die Decke auf den Kopf fallen.

Um euch da draußen ein wenig mehr Unterhaltung zu bieten (und von den dauernden Toilettenpapier-Blogeinträgen hier auf der Seite mal abzulenken), gibt es jetzt einen kleinen Aufruf von mir: Wir haben hier einen Supermarkt, der unabhängig vom Tagesgeschäft uneingeschränkt für irgendwelche Projekte nutzbar ist, ohne dass es irgendwelcher Genehmigungen bedarf.

Kurz: Wenn ihr Ideen für Videos / Bilder / Firlefanz habt, der hier im Markt mit den vorhandenen Mitteln umsetzbar ist – immer her damit. Wir können uns zwar gerade nicht über Arbeit beklagen, aber Zerstreuung tut auch uns ganz gut. :-)

Galgenhumor

Die Zeiten sind gerade für alle sehr hart. Durch die vielen Engpässe sind wohl auch die Kunde-Mitarbeiter-Begegnungen in den Supermärkten nicht immer einfach, wenngleich wir uns zum Glück fast keine Beleidigungen und Unflätigkeiten gefallen lassen müssen. Da hat man aus anderen Geschäften schon von echt übleren Vorkommnissen gehört.

Wir versuchen es sogar immer noch irgendwie mit Humor. Kommt natürlich immer auf die Kunden an. Viele kennen wir und können abschätzen, ob man sich einen Witz oder Spruch erlauben kann. Wenn es um unsere vielen leeren, bzw. nur mäßig gefüllten Regale geht, bekommt man mit "DDR 2.0" die Leute immer irgendwie zum schmunzeln. Vor ein paar Tagen sagte ich mal zu einem Kunden, der eine 8er-Packung Toilettenpapier genommen hatte: "Mehr als eine Rolle ist hamstern!" Das hatte dann einen Augenblick gedauert, bis ihm die Unsinnigkeit der Aussage auffiel, aber der Gesichtsausdruck war klasse. :-)

Bitte wenden!

Fundstück von Gregor in einem REWE-Markt. In der aktuellen Zeit ist man wohl einfach nur froh, Ware zu bekommen und diese dann möglichst schnell in die Regale wuppen zu können. Aber trotzdem … (Vielleicht gehöre ich auch nur einer Minderheit an, die sowas bemerkt und als störend empfindet.)


Viele Kundengespräche

In all dem Chaos, das uns gerade umgibt, fällt eine Sache jedoch besonders positiv auf: Wir kommen momentan auch mit sehr vielen Kunden ins Gespräch, die man sonst meistens einfach nur freundlich grüßt, wenn man ihnen im Laden begegnet. :-)

Nachräumen!

Ein junger Mann, der vermutlich nicht alt werden möchte, sprach Gregor im Laden an: "Wenn da Lücken im Regal sind, müssen Sie mal nachfüllen. So geht das nicht."

Dünnes Eis, ganz dünnes Eis.

Alurohre für Vorhänge

Die bestellten Spuckschutz-Vorhänge sind seit heute auf dem Weg zu uns und kommen mit etwas Glück morgen schon an. Die zur Stabilisierung der beiden Vorhänge benötigten Alurohre (4 Stück, jeweils 2 Meter lang) hatte ich vorhin schon beim nächstgelegenen Baumarkt organisiert.

Das wird eine interessante Bastelstunde, wenn die Dinger da sind …


Nicht nur Hamsterkäufe

Wie viele Leute wirklich noch Hamsterkäufe tätigen, kann ich nicht sagen. In Gesprächen mit Kunden ist diesbezüglich auch immer wieder Thema, dass es sogar bei Frischwaren Lieferengpässe gibt. Aber warum? Die Sachen werden doch eigentlich gar nicht gebunkert.

Nun: Haltet euch vor Augen, dass momentan Schulen, Kindergärten und viele Firmen geschlossen, aufgrund ausfallender Veranstaltungen und gesperrter Freizeitaktivitäten die Leute allgemein mehr zu Hause sind und dann noch viele Arbeitnehmer dazukommen, die ihren Job jetzt in Heimarbeit erledigen. Das Konzept "Essen gehen" fällt auch mehr oder weniger aus.

Die hocken derzeit alle zwangsweise zu Hause und benutzen somit nicht mehr die woanders angebotenen Leistungen. Es gehen mehr Leute zu Hause auf Toilette und die Versorgung durch Kantinen und Schulküchen fällt weg. Das muss nun alles selber organisiert werden und der Bedarf wird logischerweise im Einzelhandel vor Ort gedeckt, wo auch schon in den ganzen Wochen die ganzen "Prepper" die Ware abgegrast haben. Dass da plötzlich die Mengen nicht mehr reichen und letztendlich die von den Herstellern gelieferte Ware in der Masse der Märkte regelrecht verdunstet, ist unter Betrachtung der genannten Umstände vermutlich allen klar.

Also: Egal was passiert, die Einkaufsmöglichkeiten bleiben erhalten. Selbst bei einer Ausgangssperre dürften ja noch Lebensmittel gekauft werden. Haltet die eigenen Vorräte klein und weicht vielleicht auch mal auf neue oder ungewöhnlichere Alternativen auf dem Teller aus, dann sollten wir das alles zusammen schaffen können.