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Der Füllerdieb

Ein Mann, aus dem Ostblock stammend und in einer Obdachloseneinrichtung gemeldet, gab Leergut ab und holte sich hinter noch einen Becher mit kaltem Kaffee aus dem Kühlregal. Währenddessen hatten wir ihn längst auf dem Monitor der Videoanlage auf dem Blick, denn bei seinem Anblick schrillten alle unsere inneren Alarmglocken.

Als er vom Kühlregal augenscheinlich direkt zur Kasse gehen wollte, atmeten wir schon auf, aber vor dem Regal mit den Schreibwaren blieb er stehen. Nach mehreren Sekunden entschied er sich für einen Füllfederhalter im Wert von 6,99 €, den er kurzerhand in seine Tasche steckte und natürlich auch nicht bezahlen wollte.

Wir empfingen ihn zu dritt am Ausgang und forderten ihn auf, uns nach hinten zu begleiten. Er war zwar friedlich und kooperativ – zumindest soweit er konnte. Von seinem Ausweis, so es denn seiner war, hatte er nur eine zu großen Teilen nicht zu entziffernde Fotokopie dabei. Aber darum durfte sich etwas später die herbeigerufene Polizei kümmern …

Auch mit dem Wissen, dass es oft nichts bringt, schon gar nicht bei jemandem, der ohnehin schon ganz unten ist und nichts mehr zu verlieren hat, "muss" ich diese Anzeigen einfach schreiben. Sich beklauen zu lassen und gar nichts zu unternehmen und die Leute nur rauszuwerfen, würde sich wie eine Kapitulation anfühlen.


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Bernd on :

Warum schrillten bei dem Typen sofort alle Alarmglocken?

Auf dem Video ist für mich ein Kerl zu sehen, der augenscheinlich eine Arbeitshose (Strauss) und einen Sweater trägt, dazu den Pfandbon und ein Getränk in der linken Hand hält. Bis hierhin für mich noch ok. Einzig der Rucksack und der Beutel würden mich hier etwas triggern. Gesicht und generell der Habitus sind für mich im Video leider nicht einschätzbar.

Björn Harste on :

Das Gesicht war natürlich ein wesentlicher Faktor dabei, aber da müsst ihr euch mit dem begnügen, was ihr seht.

Ich halt on :

Bei Sekunde 30 etwa ist das Gesicht kurz unverpixelt zu sehen.

Björn Harste on :

Danke für den Hinweis. Die kleine Ecke hinterm Regal hatte ich überhaupt nicht wahrgenommen. Ist geändert.

eigentlichegal on :

Hoodie mit Bauchtasche (in der sich schon irgendetwas zu befinden scheint), Arbeitshose mit zusätzlichen Taschen, Rucksack über der Schulter und irgendeinen Beutel in der einen Hand: Der kann ja heimlich mehr an Waren transportieren als in einen Einkaufswagen passt!

AM on :

Ich habe mal gelesen, dass in manchen Läden Kunden gegrüßt werden, nicht um freundlich zu sein, sondern um Ladendiebstahl vorzubeugen (da steht nicht extra jemand, sondern die Angestellten grüßen, wenn sie gerade dort zu tun haben).

Das direkte Anschauen und das freundliche "Guten Tag!" soll den Kunden signalisieren, dass man sie bemerkt hat und sozusagen im Auge hat. Das soll dazu führen, dass Diebe sich beobachtet fühlen und sich nicht trauen sich zu stehlen.

Anonym on :

Letzteres wird gerne mit einem Monitor am Eingang demonstriert, auf dem man sich selbst sieht.
Ich würde so eine Begrüßung eher unter Kundenbindung sehen. Bei unserem OBI ist es seit einiger Zeit so: am Eingang, der neben dem Service-Schalter vorbeiführt, wird man beim Betreten des Marktes immer gegrüßt.

AM on :

Es gibt genug Artikel dazu, dass das Begrüßen Ladendiebe abschrecken soll und weniger zur Kundenbindung dient (in sehr kleinen Geschäften ist das sicherlich anders).


Aber da Du auch schon mal die KI bemüht hast, hier noch mal kurz von der KI zusammengefasst:

"Das aktive Begrüßen von Kunden ist eine der wirksamsten Methoden, um Ladendiebe im Einzelhandel abzuschrecken.Warum das Grüßen hilft

Keine Anonymität: Diebe wollen unbemerkt bleiben. Ein Hallo zeigt ihnen sofort, dass sie im Geschäft auffallen.Das Gefühl der Beobachtung:

Durch den Blickkontakt und die Ansprache fühlen sich Täter ertappt und unsicher.

Vermeidung der Tat: Viele Diebe brechen ihr Vorhaben ab und verlassen das Geschäft, wenn sie aktiv begrüßt werden."

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