Anfang übernächster Woche habe ich hier im Markt einen Termin mit Firma Bison, die unter anderem elektronische Preisetiketten anbietet. Es geht einfach mal darum, sich die Örtlichkeiten hier anzusehen und mir die aktuellste Technik und die dazu notwendigen Voraussetzungen vorzustellen.
Ich bin gespannt.
Fundstück in einer unserer Tiefkühltruhen: Eine kleine LED-Leuchte mit Magnethalterung, die bei Rossmann mal für etwa 3 Euro verkauft wurde (oder noch wird?), also keine große Summe, von der wir hier reden. Wie lange die da schon hängt oder ob sie absichtlich oder versehentlich dort hingekommen ist, lässt sich wohl nicht mehr herausfinden …
Da uns der Elektriker versetzt hat und wir auch keinen neuen ranbekommen können, habe ich die beiden Leitungen nun selber besorgt und werde sie selber durch den Keller legen. Mit Keller ist diesmal sogar nur der Maschinenraum gemeint und nicht der Kriechkeller, die Arbeit ist also relativ entspannt, vom störrischen Material mal abgesehen.
Die eigentliche Elektrikerarbeit ist es, die zehn Adern im Verteiler in die Klemmen zu stecken. Der Rest, nämlich die Leitung an der Wand und der Decke entlangzuführen, ist reine Fleißarbeit. Eine, auf die ich zugegebenermaßen keine Lust hatte, aber nun werden wir das doch selber machen. Geld gespart, auch gut.
Weihnachten und Silvester sind durch, die Osterware ist noch nicht da und nicht einmal Leergut oder Rollcontainer stehen gerade hier herum und die Pappe wurde auch abgeholt. Unsere Aktionsfläche vor dem Brotregal ist gerade so leer wie selten. Möchte jemand Tango tanzen?
Durch eine etwas unglückliche Kombination aus bestellten Warenmengen, dem Abholturnus der Pappballen und des Zeitpunkts der Papppressenleerung hat es sich ergeben, dass wir mal
vier dieser Ballen gleichzeitig hier noch stehen hatten. Insgesamt rund eine halbe Tonne Altpapier. Das ist für uns schon ein recht stattlicher Haufen:
Der empfohlene Elektriker hat eben angerufen und den Termin für morgen abgesagt. Sie hätten einen größeren Notfall, der schon seit zwei Tagen alle Mitarbeiter binden würde. Dringlichkeit hoch, Einsatzdauer unbekannt.
Zur Not würde mir, aber das wäre eine ganz knappe Sache, noch nächste Woche Donnerstag reichen. Selbst das konnte oder wollte er mir nicht zusagen. Gespräch beendet.
Ich bin hellauf begeistert.
Da steht sie fertig umgerüstet in der gewohnten Ecke.
Techniker bei der Arbeit und auf dem Foto gerade nicht zu sehen. Die Kassenhardware zieht 1:1 um, nur das Möbel wird ein neues. Eine gewisse Ähnlichkeit ist bei den beiden Tischen nicht zu leugnen, aber immerhin stammen sie vom selben Hersteller und dienen dem selben Verwendungszweck. Es liegen nur gut 15 Jahre dazwischen:
Telefonisch wurde soeben der Termin bestätigt: Heute kommt noch im Laufe des Tages der Techniker und baut unsere dritte Kasse vom alten Rolltisch in den neuen um. Super!
Nach dem nun die neue Notkasse, resp. der Tisch, auf dem sie demnächst stehen soll, schon
seit einem Jahr hier im Lager steht, machen wir nun auch dort endlich Nägel mit Köpfen. Wie schon
berichtet, wird die Kasse planmäßig morgen oder ggf. übermorgen umgerüstet. Dazu haben wir den neuen Tisch bereits mal aus seiner Verpackung befreit und so weit hergerichtet, dass der IT-Techniker morgen früh direkt loslegen könnte.
Die glatten Flächen auf der Oberseite unseres neuen
Kassenboy sehen auf dem Bild etwas arg schranzig aus, aber da ist noch eine durchsichtige Schutzfolie drauf:
Allen Inventurhelfern erzähle ich zwar immer, dass sie nach dem Zählvorgang die Ware ordentlich wieder hinstellen sollen, damit das Regal hinterher nicht aussieht, als hätte dort eine 20-Zentner-Bombe eingeschlagen – aber die Worte dringen nicht bei jedem ganz tief hinein. Was auch immer der gute Mann hier für einen Anflug hatte. Er macht seit ein paar Jahren regelmäßig bei der Inventur mit und das sagt ja eigentlich schon aus, dass ich gewöhnlich immer mit seiner Arbeit zufrieden bin.
Apropos Patzer: Einige Kreuze durfte ich beim Inventur-Bingo doch machen. Ein BINGO! habe ich jedoch nicht zusammenbekommen, auch wenn ich damit kurzzeitig gerechnet hatte. Eine Zählerin hat ihre Ziffer Drei mit zwei sich berührenden Bögen links und einer kaum erkennbaren Einschnürung rechts geschrieben, so dass sie absolut wie eine Null aussah. Eine kurze Kontrolle am Regal offenbarte dann aber die Wahrheit.
Die Felder mit den Kreisen waren auf der Bingo-Karte von mir ausgeklammert. Da wir mit losen, unnummerierten Zählblättern gearbeitet haben, auf denen ich zudem die Spalten optimiert habe, waren ein paar Fehlerquellen von vornherein auszuschließen. Das wird nächstes Jahr noch mal optimiert.
Was mich betrifft ist bezüglich der bevorstehenden Inventur alles so weit vorbereitet. Lasst die Helfer morgen nicht alle spontan absagen, die erste hat sich nämlich vorhin schon abgemeldet, dann sollte auch diese körperliche Bestandsaufnahme ein entspannter
Sonntagnachmittag- Samstagvormittag-Spaziergang werden.
So genau weiß hier angeblich niemand, was mit dem Fußboden bei uns in der Backstube passiert ist. Ich habe nur die Ahnung, dass da jemand einen ausgesprochen aggressiven Industriereiniger (es fehlt nämlich ein Teil aus der neuen Flasche) in nur sehr geringer Verdünnung oder sogar pur draufgekippt und irgendwie lieblos verteilt hat. Steht leider kein Name dabei. Bei Medical Detectives würden sie jetzt die ebenfalls in den hellen Flecken hinterlassenen Abdrücke der Schuhsohlen mit allen Schuhen der Mitarbeiter vergleichen, aber das geht mir doch irgendwie zu weit.
Entweder leben wir damit jetzt oder ich behandle mal die ganze Fläche mit dem Mittel, das konzentrierter Schwefelsäure Konkurrenz machen kann. (Aber das werde ich mir noch gut überlegen, denn damit herumzuhantieren erfordert äußerste Umsicht.)
Mit großer Freude habe ich vor ein paar Tagen gesehen, dass die Vorbereitungen für die Umrüstung und Wiederinbetriebnahme unserer
Kühlräume deutlich weniger Aufwand für mich bedeuten, als bislang angenommen.
Nächste Woche Donnerstag kommt zwar der Elektriker und legt im Maschinenraum zwei Zuleitungen (5x4mm²) für die neuen Kältemaschinen, aber das war's dann auch schon. Ich hatte mich darauf eingestellt, die Zuleitungen vom Keller zu den Kühlräumen auch legen zu müssen, also mindestens zwei dreiadrige Leitungen von jeweils über 40 Metern Länge quer durch den Kriechkeller, aber das machen die Monteure des Lieferanten selber.
Sehr cool, Arbeit gespart. Viel Arbeit.