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Kaffeemaschinen und Anrufe

Die Coffee-B-Aktion, bei der man die Maschine, diverse Packungen Kapseln und letztendlich noch ein paar Euro geschenkt bekommt, ist etwas nach hinten losgegangen. Der Run war vielleicht abzusehen, aber kam wohl doch eher unerwartet. Kurz: Die Maschinen sind seit vorletzter Woche schon gar nicht mehr lieferbar.

Inzwischen hat es sich wieder etwas beruhigt, aber zeitweise haben wir uns zum Spaß am Telefon nicht mehr mit der Standardfloskel sondern mit "Wir haben keine Kaffeemaschinen" gemeldet, wenn wir eine uns unbekannte Mobilfunknummer gesehen haben. Das passte jedes Mal und hat zumindest den einen oder anderen Anrufer zum Lachen gebracht. :-D

Mein Berichtsheft in Echtzeit (Teil 104)

Und das ist nun schon die dritte Woche Urlaub, wie die Zeit vergeht!

Wenn nach den Ferien die Berufsschule wieder losgeht, werde ich bereits im dritten Lehrjahr sein, das, da ich die Ausbildung verkürzt hatte, in bereits 22 Wochen schon zu Ende gehen wird …


Werbeplakate für die 30. KW

Menschen hassen Drucker und Drucker hassen Menschen. Ob es nun der billige Tintenpisser für 49 Euro ist, den man zukünftig mit Farbtröpfchen im Gegenwert von Edelmetall füttern muss oder ob es sich dabei um unsere Profimaschine für eine monatlich sechsstellige Anzahl an Drucken handelt, ist dabei vollkommen egal. Drucker hassen Menschen. Und ich hasse Drucker. Aus Gründen.

Aber die Plakate ließen sich zum Glück dennoch verwenden:


Das war mal mein Fehler

Einer Bewerberin hatte ich per E-Mail an die in ihrem Lebenslauf angegebene Maildresse eine Antwort mit einer Einladung zu einem Vorstellungsgespräch geschickt. Augenblicke später kam eine Antwort zurück:

Die Adresse wurde nicht gefunden

Ihre Nachricht wurde nicht an [xxx] zugestellt, weil die Adresse nicht gefunden wurde oder keine E-Mails empfangen kann.
Mich wundert ja nichts mehr. Entweder melden sich Leute nicht oder sie sind zu blöde, ihre eigenen Kontaktdaten richtig anzugeben. Wäre nicht zum ersten Mal passiert und sogar die eigenen Telefonnummern und Postadressen haben Bewerber schon fehlerhaft angegeben.

Beim zweiten Blick auf die automatische Antwort vom Mail Delivery Subsystem fiel mir auf, dass da zwar der Nachname der jungen Frau in der Adresse zwar richtig steht, aber der Vorname irgendwie unvollständig wirkte. Erneuter Blick in den Lebenslauf: Ich hab's verbockt, hatte beim markieren und kopieren den ersten Buchstaben nicht erwischt. Das konnte dann ja nicht funktionieren.

Die E-Mail ist nun also an die richtige Adresse rausgegangen. Erfahrungsgemäß wird mit großer Wahrscheinlichkeit dennoch keine Antwort erfolgen. Es ist seltsam …

Links 604

Google macht sich über das iPhone lustig – und trifft voll ins Schwarze

Cem Özdemir will Kinderwerbeschranken bei Lebensmitteln präzisieren

EU will Verschwendung von Lebensmitteln reduzieren

Lebensmittel für Kinder sind noch immer zu süß

WHO will Süßstoff Aspartam offenbar als krebserregend einstufen

Laborfleisch sollte nicht überbewertet werden

Im Freibad sind alle gleich

EU-Kommission will offenbar Lockerungen bei Gentechnik vorschlagen

Bei 31 Grad! Erste Schoko-Weihnachtsmänner bei Edeka

Nahrungsergänzungs-Mittel: Weniger kontrolliert als Medikamente

Frage nach GÖNRGY

Ein dunkelhäutiger Kunde hat nach dem Energydrink "GÖNRGY" von Montanablack gefragt. Haben wir, wie so oft bei solchen Produkten, nicht im Sortiment und ist auch nicht von mir geplant.

Ob der Kunde weiß, dass "Monte" sich in der Vergangenheit durchaus auch schon pauschal rassistisch gegen dunkelhäutige Personen geäußert hat? Und ob das seine Kaufentscheidung, wenn wir das Gebräu denn verkaufen würden, irgendwie beeinflusst hätte?

Für den Ar…

Das fing ja links ganz gut an, der Rest war ziemlicher Schmutz. Passend zum Produkt könnte ich hier diverse Fäkalausdrücke anbringen, aber ich weiß nicht, ob hier auch Kinder mitlesen. Vermutlich ja eher nicht.

Meine Güte, warum packt man Ware so ins Regal?! :-O


Mein Berichtsheft in Echtzeit (Teil 103)

Die zweite Woche Sommerurlaub. Als Azubi hat man ja vorzugsweise seinen Urlaub in den Ferien genommen, so dass man auch wirklich frei hatte und nicht auch noch zur Berufsschule latschen musste, was nicht gerade Erholung gewesen wäre. ;-)

Ohne Tätigkeitsberichte gab es auch keine Fachberichte, daher: Urlaub!


Das fehlende Katzenfutter

Ein Kunde glich beim Packtisch seinen gerade erledigten Einkauf mit dem ausgehändigten Kassenbon ab und stellte dabei fest, dass mitten im Bon zwei Positionen stehen würden, die er nicht gekauft hätte. Dies teilte er einer Mitarbeiterin an der Kasse mit, die daraufhin zu mir ins Büro kam und und mich um Hilfe bat.

Dass mal am Anfang oder Ende des Bons irgendwelche Artikel stehen, die noch vom vorherigen oder schon dem nächsten Kunden stammen, kann mal passieren. Ist nun auch nicht alltäglich, aber kommt mal vor. Nur mitten im Bon passiert sowas definitiv nicht. Da müsste die Ware sich ja zwischendurch irgendwie in Luft aufgelöst haben …

Neugierig geworden sah ich mir zunächst den Kassenbon selber an. Manchmal hilft ja schon, da als Außenstehender draufzugucken und eine neue Idee mit einzubringen. Was ich sofort erkannte: Die fehlenden beiden Artikel waren zwei Dosen Katzenfutter.

"Ich frag den Kunden noch einmal eben", sagte die Kollegin und ging nach vorne.

Kurze Zeit später kam sie wieder nach hinten und erklärte mir: "Der Kunde hat kein Katzenfutter in seiner Tasche, das wurde ihm also fälschlicherweise berechnet."

"Wie soll denn das angehen?", fragte ich. Gemeinsam gingen wir ins Kassenbüro und guckten uns die Aufzeichnung des entsprechenden Kassiervorgangs auf der Videoaufzeichnung an. Gespannt beobachteten wir, wie der Kunde in der Schlange wartete und irgendwann damit begann, seinen Einkauf aus dem Wagen auf das Förderband an unserer ersten Kasse zu stapeln – unter anderem eindeutig auch zwei Dosen Katzenfutter unserer Eigenmarke. Schließlich begann mein Mitarbeiter, alle Produkte nacheinander über den Scanner zu ziehen, auch die beiden Dosen Katzenfutter. Der Kunde hatte seinen Einkaufswagen zwischenzeitlich ans Ende des Kassentisches geschoben und stapelte alle gebuchten Artikel wieder in den Wagen. Fast alle. Als er die beiden Katzenfutter in den Händen hielt, drehte er sich nach hinten um und legte diese in den Behälter mit den Futterspenden für das Tierheim.

Da waren sie also geblieben.

Es war deutlich zu hören, wie der Kunde sich im Geiste mit der flachen Hand vor die Stirn schlug, als meine Kollegin ihm das sagte. Das sind sie also, die Tücken des Kurzzeitgedächtnisses. :-D

LKW in der Seitenstraße

Dieses Foto ist bei der letzten Leerung unseres großen Containers für die gesammelten Werke aus dem Leergutautomaten entstanden. Eine ähnliche Szene hatte ich hier vor ziemlich genau zwei Jahren schon gezeigt, aber auf diesem Foto hier sieht man mal ganz gut, wie eng die Seitenstraße und damit die Zufahrt zu unserem Hof hier für große Fahrzeuge ist.

Wenn dann noch irgendwelche Autofahrer etwas weniger weit in die Parklücke im Seitenstreifen gefahren sind, kommt der Lastwagen noch sehr viel mühsamer da durch. Entsprechend kompliziert ist es dann auch, rückwärts in die Einfahrt zu kommen, vor allem mit dem hinten überhängenden Container auf dem Rücken.

Der nette Herr vom Amt für Straßen und Verkehr stand hier ja mal mit einem Plan der Straße inkl. eingezeichneter Kurvenradien. "Da passt ein LKW problemlos rum", verkündete er stolz das Ergebnis der Planungen. In der Praxis sieht das ja immer anders aus und das ist auch der Grund, warum wir zu jeder Leerung hier vorher das Theater mit dem Anhänger und dem Freihalten der Rangierflächen haben. Aber solange da zugelassene Fahrzeuge den Abstellzeitraum nicht überschreiten, ist das nicht illegal, auch wenn manche Mitarbeiter des Ordnungsamtes das anders sehen


Ins Gespräch gequatscht …

Den Witz kennt wohl jeder:

Wenn man unterwegs ist, kommt man nicht darum herum und muss das private Geschäft auf der öffentlichen Toilette erledigen. Da hörte ich aus der Toilette zur Rechten: "Hi, wie läuft´s so?"
Ich sag: "Ganz gut" und denk´, lieber bin ich ja alleine auf Toilette.
"Und was machst Du so", fragt mein Nachbar.
"Nah, was man so macht auf Toilette", sage ich etwas unwirsch, um endlich meine Ruhe zu haben.
"Hey, was meinst Du, kann ich mal zu Dir kommen?"
"Bleib bloß, wo Du bist," rufe ich schon leicht in Panik und vergesse fast mein Anliegen.
"Du," hör ich aus der Toilette nebenan, "ich muss auflegen. Irgend so ein Idiot quatscht mir immer dazwischen.
So ähnlich erging es mir mitten im Laden …

Unsere Wischmaschine streikte, da der Keilriemen abgerutscht war. Ein technikaffiner Kunde hatte die Szene mitbekommen und wollte helfen. Er stand hinter mir und hat meine Sätze wohl immer als an sich gerichtet gedeutet und sich dann mit entsprechenden Tipps und ausführlichen Anmerkungen geäußert. Entgangen war ihm dabei wohl der Umstand, dass ich ein Telefon zwischen Ohr und Schulter eingeklemmt hatte und nicht mit ihm, sondern mit einem Techniker der Reinigungsmaschinenfirma redete. Das Gespräch war etwas mühsam, da ich zwangsläufig immer zwei Reaktionen auf meine Aussagen bekam.

Irgendwie klappte es aber und immerhin funktionierte hinterher wieder alles.