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Pappquaderstapel

Die Pappe wird in unserer Presse zu kompakten Quadern verdichtet. So ein Ding misst etwa 120 x 80 x 80 Zentimeter und wiegt je nach gepresstem Material zwei bis drei Zentner. Beim Ausleeren der Presse (könnte ich euch auch mal ein Video von machen), wird die Pappe in gepresstem Zustand mit Bändern umwickelt und auf eine Palette gekippt. Ganz einfach.

Pro Woche haben wir etwa drei von diesen pappigen Ungetümen und da wir nicht so viel Platz haben, stapeln wir immer zwei übereinander. Wie wir das machen? Drei Mann an den Start, beide Ballen der Länge nach hintereinander und dann über eine Hebelkonstruktion in Form einer Getränkekiste den einen nach oben wuppen. Das klappt ganz gut und ergibt recht imposante Kartontürme:


Aushang-Vorschlag zur Kassenbonpflicht

Im Büro im Markt in der Münchener Straße lag heute Morgen dieser Zettel auf dem Schreibtisch. Ich fragte irritiert, wer den gemacht hat, jedoch war es keiner von meinen Mitarbeitern. Aus der Nachbarschaft kam er, zusammen mit dem Vorschlag, ihn doch bei uns im Laden / an der Kasse auszuhängen.

Ja, die Bonpflicht ist völliger Unsinn. Der Gedanke daran, die Dinger beim Finanzamt bergeweise im Briefkasten vorzufinden, ganz spaßig. Aber dennoch werden wir den Zettel nicht aufhängen. Irgendetwas daran widerstrebt mir, wenngleich ich nicht genau sagen kann, woran es liegt.

Was würdet ihr davon halten, wenn sowas in eurem Stamm-Supermarkt an der Kasse hängen würde? Positiv? Negativ? Egal, weil sowieso niemand Schilder liest?


Du Blödmann!

Für unsere Marktgröße haben wir eine relativ große Auswahl an Haarschmuck, Spangen, Klammern und auch eben Haargummis. Ein Pärchen kaufte ein, kurz vor der Kasse standen sie vor dem Regal mit den soeben erwähnten Produkten. Während sie sich durch das Sortiment wühlte, stand er gelangweilt daneben.

Ich hockte in der Nähe und verräumte gerade Ware, als er mich indirekt und mit hörbar spöttischem Unterton, der sich wohl gegen seine Begleitung richtete, ansprach: "Ihr müsst mal mehr Haargummis bestellen, die Auswahl ist zu klein, meine Freundin findet nichts was ihr gefällt."

"Ach, du Blödmann!" schallte es weniger spöttisch herüber und ich ahne schon, wer heute Nacht auf dem Sofa schlafen darf. :-P

Billiger Essigreiniger

Eine Kundin stellte eine Flasche Essigreiniger unserer Discount-Eigenmarke auf das Förderband von Kasse 1, an der ich gerade die Kollegin zur (3,14)²-Pause ablöste.

"Wie viel kostet die?", fragte sie.

"Das müsste eigentlich am Regal dranstehen", entgegnete ich.

"Da steht 55 Cent."

"Dann wird das stimmen."

Ich nahm die Flasche und überprüfte den Preis in der Kasse. 55 Cent zeigte das Display an, das Schild war also korrekt. Die Kundin machte große Augen. Da ich das nicht als zu teuer empfand, versuchte ich es mit einem eher scherzhaft gemeinten Einwurf:

"Ist der Ihnen zu billig?"

Sie zögerte etwas, betrachtete die Flasche von allen Seiten und sprach dann langsam: "Ja … Irgendwie schon… Das ist nicht viel Geld. Ob der was taugt?"

Das konnte ich ihr nicht sagen und auch die Entscheidung, das Produkt zu kaufen oder eine Alternative zu nehmen, konnte ich ihr nicht abnehmen und das sagte ich ihr auch. Sie hat dann aber doch noch die 55 Cent Umsatz generiert. :-D

Blutdruckerhöhendes Mittel

Völlig entspannt saß ich im Büro, als plötzlich mein Handy klingelte. Als Anrufer wurde mir meine Liebste angezeigt, die gerade im Laden Ware gepackt hat. Es gibt nur einen Grund, warum sie das tut: Irgendein Problem, meistens verdächtige Leute oder sogar Ladendiebe. Schlagartig kletterte mein Puls nach oben, während ich den Anruf entgegennahm.

Sie erklärte mir, dass da ein Mann gerade eine Flasche Likör, einen Topf Ben&Jerry's-Eis und ein paar Dosen Red Bull in seine Umhängetasche gelegt und diese verschlossen hat. Auf dem Arm trug er ein paar Tüten Chips, mit denen er dann zur Kasse ging.

Mein Herz klopfte vor Aufregung wie verrückt, meine Hände waren feucht und zitterig, mit einem Kollegen positionierte ich mich in der Nähe des Ausgangs, bereit zuzugreifen.

Der Mann stand inzwischen an der Kasse. Als er das Förderband erreichte, legte er die Chipstüten darauf, drehte seine Tasche nach vorne und packte völlig souverän und wie selbstverständlich die darin deponierten Artikel ebenfalls auf das Band. Hatte er Verdacht geschöpft? Nein, glaube ich nicht.

Schließlich sprach ich ihn doch noch freundlich an und bat ihn, beim nächsten Einkauf doch einen der von uns zur Verfügung gestellten Einkaufskörbe zu benutzen und auf diese für die Ladenmitarbeiter extrem nervenaufreibende Methode beim nächsten Mal zu verzichten.
Er war sich gar keiner Schuld bewusst und hatte auch gar keine bösen Absichten gehabt und konnte sich dementsprechend auch überhaupt nicht vorstellen, dass es Leute gibt, die einfach Ware klauen würden. Doch, tun sie. Leider. :-(

Telefonierend vor der Kamera

Es geschah, als ich vor ein paar Wochen diese Kamera beim Toilettenpapiergang installierte. Die Kollegin aus dem Markt in Findorff rief mich an und so telefonierten wir ein paar Minuten, während ich weiter einstellte. Über WLAN war ich mit meinem Handy auf dem Rekorder eingeloggt und hatte das Livebild "meiner" Kamera vor Augen, um sie richtig justieren zu können. Wer genau hinsieht, kann auch erkennen, dass das Bild hier in Klein auch auf dem Display wiedergegeben wird.

Aus einer Laune heraus machte ich während des Gesprächs einen Screenshot von dem Kamerabild und schickte ihr das Bild via WhatsApp. Ich wäre ja nicht ich, wenn ich das nicht hier auch gezeigt hätte. Ihr kennt mich ja. :-)


Gefüllte Weihnachtsplastikfigürchen

Bei den Weihnachtssachen haben wir immer mal Artikel, die besser oder schlechter laufen. Was wir aber vermutlich nicht wieder bestellen werden, sind diese mit Süßigkeiten gefüllten Blech- und Plastikdosen in verschiedenen Formen. Von den kleinen Plastikfiguren haben wir ja zumindest noch ein paar verkauft, aber die flachen Blechdosen standen hier herum wie, nun ja, Blech eben.

Was haltet ihr von sowas zu Weihnachten?


Einsam rauchen im Regen

Unser Raucherzimmer ist draußen auf der Rampe zum Hof. Bei trockener, warmer Witterung dauern die Pause mal ein paar Minuten länger, bei Frost und Nässe pafft der eine oder andere seine Zigarette auch nur schnell weg.

Gegen den wohl noch mindestens 1,5 Stunden andauernden Regen hier hat sich ein Kollege eben ganz entspannt mit einem Regenschirm bewaffnet zum "Lungenbrötchen" nach draußen gehockt. Das sieht man dann auch eher selten bei uns. :-)


4,28 bei KiK

Im Laden lag ein zusammengeknüllter Kassenbon vom Textildiscounter KiK, ausgestellt am Montag vor Silvester, Gesamtsumme 4,28 Euro.

Da haben die echt noch zum Jahresende einen Totalausverkauf gemacht. :-P

Jacke: Schon bezahlt!

Das ging schnell: Der indirekt durch uns verursachte Schaden an der Jacke eines Passanten in der Silvesternacht wurde bereits gestern schon von meiner privaten Haftpflichtversicherung reguliert.

Jetzt muss ich nur noch unseren Lieferanten darüber in Kenntnis setzen, dass mehrere (unterschiedliche) Batterien in verschiedenen Größen beim Betrieb auf einer ebenen Fläche zur Seite gekippt waren und vagabundierende Leucht- und Effektkugeln durch die Gegend geschossen haben. Bis auf die eine, die den Schaden an der Jacke verursacht hatte, weiß ich leider überhaupt nicht mehr, welche Feuerwerkskörper das im einzelnen waren. Es war zwar in der Summe ein ärgerlicher Abend, aber das Phänomen ließ sich nun mal nicht auf einen bestimmtes Produkt eingrenzen – was ja auch letztendlich der Grund dafür war, dass uns eben nicht der gesunde Menschenverstand vor einer Weiterverwendung bestimmter Batterien warnen konnte.

Gut, der Drops ist gelutscht und es gibt Konsequenzen: Zum Jahreswechsel 20/21 werden wir kein Feuerwerk mehr anbieten. Dies gar nicht mal aus Umweltschutzgründen, der es zwar zugegebenermaßen auch nicht schaden wird, aber ich sehe ein ganz anderes Problem, das mich persönlich viel mehr stört: Von vielen (und gefühlt immer mehr Leuten) wird Feuerwerk nicht als bunter Höhepunkt einer schönen Silvesterfeier verwendet. Viel mehr wird der Ausnahmezustand zum Jahresende knallhart dafür ausgenutzt, ohne Konsequenzen sofort nach Verkaufsbeginn der Feuerwerkskörper durch die Städte marodieren zu können. Ich möchte das nicht weiter unterstützen und denke, dass uns aufgrund des aktuellen allgemeinen Diskurses zum Thema Feuerwerk niemand diese Entscheidung wirklich übel nehmen wird. Vielleicht sogar eher im Gegenteil.

Ich mag Feuerwerk, werde weiterhin gerne Zuschauer bei den Kölner Lichtern und ähnlichen Veranstaltungen sein, und werde mich schon irgendwie daran gewöhnen, mich nicht mehr zum Jahresende im eigenen Laden bedienen zu können.

BUNTE Eier

Früher gab es zumindest bei uns hier die hartgekochten und bunt gefärbten Eier immer nur zur Osterzeit. Inzwischen sind sie als "Picknick-Eier" ganzjährig im Sortiment. Letztendlich sind sie recht praktisch und durch die Lackierung auch ein paar Tage länger haltbar. (Nicht wundern wegen des vermeintlich knappen Haltbarkeitsdatums auf der Packung. Die Bilder lagen hier nun schon ein paar Tage länger herum.)

O-Ton unseres Lieferanten: "Uns war die Farbe ausgegangen." Den meisten Kunden war das zum Glück egal, nur ein paar haben herumgemosert. Den meisten ging es dann wohl doch um den Inhalt der Schalen und nicht deren Koloration. :-)


Dekoloser Laden

So sieht es wieder bei uns aus ohne Weihnachtsdeko, ohne Adventskranz, ohne Tannengirlanden, ohne Luftschlangen, einfach ohne alles an Jahresenddekoration.

Dafür kommen wir nun erst mal wieder zum Ernst des Alltags bei uns: Die Inventur steht schon vor der Tür, Ende des Monats werden die beiden Kühlräume wieder in Betrieb genommen (dazu müssen wir noch Kabel ziehen, vielleicht gibt es dann endlich mal das Video aus dem Keller) und natürlich müssen wir endlich mit den Lichtbändern weitermachen. Langweilig wird es hier also nicht.


Schaltet ungenutzte Mailboxen aus!

"Sie hatten bei mir angerufen?!"

"Ja."

"Und?"

"Und was? Ist doch alles gesagt."

"Aber was wollten Sie von mir?"

"Das hatte ich doch ausführlich auf die Mailbox gesprochen."

"Ach, die höre ich nie ab."

Gnaaaaaaa. :-(

Werbemittel Weihnachten 2003

Ein Teil unserer Weihnachtsdekoration, die wir schon seit längerer Zeit hier verwenden, wird nach jedem Gebrauch wieder ordentlich in den Behälter aus Pappe zurückgelegt. Es handelt sich dabei um die Geschenkpakete, Sterne und andere Teile aus Pappe, die wir, und das fiel mir erst jetzt bewusst auf, seit 16 Jahren schon verwenden. Einige Teile haben den Lauf der Zeit nicht überstanden, aber nach wie vor sind immer noch einige der Aufhänger hier im Einsatz.


Kranz ohne Glanz

Vier Wochen später: Unser schöner Adventskranz besteht nur noch aus bei jeder Berührung leicht zerbröselden Tannenzweigen. Ich habe ihn erst mal in der Halle untergebracht, da ich mir nicht sicher war, ob wohl zumindest der Kern wiederzuverwenden ist. Ist er aber vermutlich, ich muss nur das alte Gestrüpp entfernen.

(Das mache ich aber erst, wenn ich da mal wieder mit etwas Zeit vor Ort bin. Wir müssen ohnehin da mal eine große Aufräumrunde machen, denn seit der Umbau bevorstand, haben wir dort nur Material hingefahren, hingefahren und hingefahren …)