Wir haben ab heute ein neues Projekt, für das Kunden ihre Pfandbons spenden dürfen. Diesmal in einer Sache, die mir persönlich sehr am Herzen liegt. Wie viele andere Tiere auch, sind Elefanten, vor allem die afrikanischen, stark gefährdet. Vor allem durch Wilderei werden täglich noch für Stoßzähne so viele Tiere durch Wilderer getötet, dass man das Ende dieser Spezies jetzt schon absehen kann, falls sich nichts ändert.
Dazu kommt ein weiteres Problem: Werden Muttertiere abgeschlachtet, bleiben die kleinen Elefantenbabies wortwörtlich hilflos zurück, wodurch es gleich zwei tote Tiere auf ein Paar Stoßzähne gibt. Werden die kleinen Tröter gefunden, kommen sie ins Elefantenwaisenhaus des David Sheldrick Wildlife Trust, wo sie aufgezogen und später wieder ausgewildert werden. Die Spenden aus der Box gehen an den REA e.V., über den sie vor allem an den Sheldrick Wildlife Trust weitergeleitet werden. Das sind beides keine zwielichtigen Tränendrüsen-Organisationen und ich wäre zutiefst enttäuscht, wenn ich mich da irren sollte.
Warum man seinen E-Scooter mit in einen Supermarkt nehmen muss, immerhin ist der Kunde im Laden nicht auch noch darauf gefahren, erschließt sich mir nicht. Kann man sowas nicht für seinen Einkauf zu Hause lassen oder, wenn der Weg schon zu weit oder man zu bequem ist, das Teil mit einem entsprechend dimensionierten Schloss draußen irgendwo anschließen?
Seit Bremen offiziell Risikogebiet ist, ist auch die Nachfrage nach Masken, Mundschutzen, Gesichtsmasken oder wie auch immer ihr es nennen wollt, gestiegen. So habe ich gestern einen Karton mit 2500 Stück bestellt. Zertifizierte Ware, die von jemandem hier im Umland mal in etwas zu großem Optimismus zu Beginn der Corona-Krise in "etwas" größeren Mengen angeschafft wurde und die er nun Kartonweise anbietet. Mal gucken, ob die sich hier zum Ladenhüter entwickeln oder ob ich bald schon die nächste Kiste nachbestellen muss. Der Preis (4,50 Euro / 10 Stück, bzw. 15 Euro für einen 50er-Karton) ist auf jeden Fall fair.
Meine Entscheidung, dieses Jahr keinen nennenswerten Feuerwerksverkauf zu betreiben, hatte entsprechende Konsequenzen. Ich habe nämlich keine Ware bestellt und mich auch bei unserem langjährigen Lieferanten verabschiedet. Ich könnte nun im fortgeschrittenen Jahr vermutlich noch Ware bekommen, wenn ich denn wollte. Aber will ich? Nun ist diese Entscheidung nicht so sonderlich gravierend, bei uns im Markt waren Feuerwerkskörper ohnehin eher ein Randsortiment, vom palettenweise Durchschieben der Ware, wie es die vielen Sonderpostenmärkte machen, sind wir hier immer schon ganz weit entfernt gewesen.
Gestern Nachmittag kam mir der Gedanke, dass es den Leuten in diesem Jahr nach Feuerwerk geradezu gelüsten könnte. Fast ein Jahr lang kaum Veranstaltungen, keine Partys, kein Vergnügen, aber am 31. Dezember könnte man sich zumindest daheim noch mit einem Arsenal an pyrotechnischen Gegenständen lautstark aus diesem Jahr verabschieden und dem Jahr noch einmal knallend den Stinkefinger zeigen. Andererseits sind Feiern ohnehin kaum möglich und fast alleine dazustehen ist auch nicht gerade der Anreiz für ein üppiges Feuerwerk …
Also bleibt es bei der Entscheidung, wir lassen es wie geplant.
Fundstück von Sabine auf einem "Biolinos" Mehrfruchtgetränk von Aldi. Die Dose ist (grob) wie ein Minion gestaltet und dass sich die da kleinen gelben Helferleins am Strichcode tummeln, zwang sich ja förmlich auf.
Als ich die große Bestellung machte, fiel mir vor einer Weile in einem der Regale liegend ein einzelnes, abgerissenes Sicherungsetikett auf. Auf dessen Rückseite klebte noch eine goldene Folie mit einem ganz feinen Raster, ähnlich der Siegelfolie von Instantkaffee-Gläsern. Aber keiner der Kaffees aus unserem Sortiment hatte eine Folie mit diesem speziellen Muster. Auch sonst fiel mir partout kein Produkt aus unserem Sortiment ein, das so eine Folie hat und von uns zum Schutz vor Diebstahl gesichert wird.
Einer Kollegin fiel einige Tage später ein, woher das Etikett wohl stammen dürfte: Kerrygold ist doch auch in goldene Folie eingewickelt. Nach kurzer Überprüfung war klar, dass das Etikett tatsächlich exakt das Muster der Butterfolie trug.
Dass dieses Produkt bei Ladendieben heiß begehrt ist und hier sogar kartonweise geklaut wird, wissen wir ja nun mittlerweile. Aber dass Leute da von einzelnen Packungen die Sicherungen abfummeln, finde ich tatsächlich schon ziemlich sonderbar.
Ja, schon wieder! Ein Paketfahrer stand vor dem Eingang zum Wohnhaus und rief hier im Laden an: Er kann uns nicht finden und ich soll ihm sagen, wo er hin muss.
Was ist eigentlich die Voraussetzung für den Job als Paketfahrer, egal ob bei DHL, Hermes oder direkt für Amazon? Generelles Vorhandensein von grundlegenden Vitalfunktionen?
Wir hatten in den letzten Wochen Fußbälle im Angebot, die wir in einem Drahtkorb auf der Verkaufsfläche stehen hatten. Als eine Kollegin den Platz freiräumen wollte, legte sie die paar verbliebenen Bälle in die obere, leere Schütte des Aufstellers mit Blumenzwiebeln.
Mag mal jemand so ein Ding einpflanzen? Ich wüsste gerne, ob aus diesen dicken, runden, weiß-bunten Zwiebeln eher ein stattlicher Baum oder doch eher nur ein kleines Zierpflänzchen sprießt.
Planmäßig sollte heute eigentlich das kleine Abwasserrohr in unserer Wand hinter dem Süßwarenregal repariert werden. Aber, nein, stattdessen kam von der Firma heute Morgen ein Anruf mit dem Hinweis, dass der Monteur, der das erledigen sollte, krank ist.
Also ist der Termin nun verschoben, nächster Versuch am 22. Oktober.
Unser Warenwirtschaftssysten läuft (noch) auf einem Windows7-System. Eigentlich sollte es für Windows 7 seit Anfang dieses Jahres schon gar keine Updates mehr geben, aber Microsoft hatte wohl Mitleid mit den vielen Noch-Anwendern dieses Systems und hat kürzlich unerwarteterweise ein paar Neuerungen rausgeschickt.
Ist aber schon ein ungewöhnlicher Anblick geworden …
Anruf einer kleinen Manufaktur, die zwei Sorten Gin produziert, der (für Supermarktverhältnisse) nicht gerade zu den günstigeren Sorten gehört: Die Flaschen mit jeweils einem halben Liter Inhalt kosten je nach Sorte 30 bzw. 40 Euro (empfohlene Verkaufspreise). Ich hatte mich vor einem Jahr mal dazu hinreißen lassen, den V-Sinne-Gin aus dem Schwarzwald hier ins Sortiment zu nehmen. Von den zwei Flaschen haben wir eine immerhin schon verkauft, ein Jahr später steht die andere Buddel hier immer noch in der Vitrine.
Aber zurück zur Manufaktur aus Berlin: Als "exklusives Starterpaket" hat man mir die beiden Sorten Gin angeboten, dazu kostenlos zwei Deko-Holzkisten für die Präsentation und ein paar Flyer. Klingt ja fast noch akzeptabel, aber das Starterpaket beinhaltet nicht eine oder zwei Flaschen, sondern von jeder Sorte vier. Und zwar vier Kartons á sechs Flaschen, was einem gesamten Einstandspreis von über 1200 Euro (!) entspricht.
Eine Kollegin sprach mich an und teilte mir mit, dass sie quasi im Vorbeigehen beobachtete, wie ein ziemlich abgerissen wirkender Mann sich ein Bündel Pflaster in die Tasche gesteckt hat. Also ohne Verpackung, nur das Pflaster, aber eben relativ viel und nicht nur ein einzelnes.
Ich wollte erst abwinken. Wer klaut denn Pflaster? Zumal es gerade relativ voll war und sich trotz zwei geöffneter Kassen eine lange Schlange gebildete hatte, die genau vorm Regal mit Pflaster und Arzneimitteln vorbeiführt. Man quetscht sich doch da nicht zwischen und klaut dann ausgerechnet Heftpflaster. Dennoch warfen wir schnell einen Blick in die letzte Minute der Videoaufzeichnung.
Es folgte das übliche Prozedere: Hausverbot für immer, Anzeige folgt.
Faszinierend aber, dass der Typ nicht demütig oder zumindest etwas kleinlaut war, sondern mitten im Laden demonstrativ vor allen Kunden eine große Klappe hatte, alles abstritt und mich persönlich mit unschönen Schimpfwörtern beleidigte.
Dieses möglichst laute Herumkrakeelen vor allen anwesenden Dritten ist ein Phänomen, dass ich schon relativ häufig beobachtet habe. Was soll das? Ich könnte mir vorstellen, dass das der Versuch ist, uns einzuschüchtern und die Situation so hinzudrehen, dass es so wirkt, als würden wir gerade etwas Unrechtes tun. Jemand, der vor so vielen Leuten seine Unschuld beteuert und uns des Fehlverhaltens bezichtigt, muss schließlich Recht haben? Pah, nice try …
Ein Vertreter, entweder direkt von Bad Reichenhaller oder vielleicht auch von einer Agentur, hatte vor ein paar Tagen, als ich gerade mal nicht da war, mit einer Kollegin gesprochen und ihr diese drei "Alpensaline"-Produkte vorgestellt. Er hatte Platz im Regal geschaffen und drei Dosen als Gratisware dagelassen. Als ich am nächsten Vormittag die Bestellung machte, schluckte ich erstmal. Wir haben hier zwar viele höherpreisige Produkte im Sortiment, aber 3,49 Euro für 80-100 Gramm Salz mit ein paar Kräutern / Gewürzen, fand ich schon ziemlich knackig:
Ganz so romantisch wie im Video von Bad Reichenhaller geht es bestimmt nicht zu, aber ich muss zugeben, dass ich den Inhalt der Dosen doch recht interessant finde. Habt ihr die "Alpensaline"-Produkte mal probiert und könnt eine Meinung dazu hinterlassen? Bislang ist hier der Abverkauf eher verhalten, von den drei Mustern fehlt noch nicht ein einziges …
Vor einer Weile hatte eine Kollegin mal einen kleinen Basilikum vor dem Müll gerettet. Das Pflänzchen war ganz welk und zerrupft und selbst geschenkt hätte ihn wohl kaum einer mitgenommen.
Was mit liebevoller Pflege draus geworden ist, mag man kaum glauben. Zum Größenvergleich: Der "Notizzettel" rechts daneben ist ein ausgewachsenes DIN-A4-Blatt.