Skip to content

Laute Konversation

Dass man hier im Markt immer mal Gesprächsfetzen von Kunden aufschnappt, passiert quasi zwangsläufig. Meistens geht es um belanglose Dinge, anderes will man gar nicht wissen.

Meistens hört man auch schon nichts mehr davon, wenn man um die nächste Ecke gebogen ist und dann ist das Gehörte auch schon ganz schnell wieder vergessen.

Manchmal, aber zum Glück nur ganz selten, versteht man die Konversation auch im Nachbarhaus, durch drei Wände hinweg, in einer anderen Stadt, auf dem Mars. Nämlich dann, wenn zwei ältere Damen einkaufen, die (vermutlich) beide schwerhörig sind – und sich dabei gegenseitig dementsprechend laut ankrakeelen. Aber immerhin klappt das mit dem einholen gehen noch, so weit ist also alles gut. :-)

Der Schrecken im Herrenklo

Bevor das aktuelle EDEKA-Gewinnspiel startete, hatte ein Kollege den Simsalabim-Papp-Aufsteller mit dem Hinweis auf das Gewinnspiel bei uns in der Herrentoilette hinter der Heizung festgeklemmt. Gemeinerweise hat man den, wenn ich aus meinem Büro kam, im Spiegel gesehen. Nachdem ich mich das zweite Mal erschreckt hatte, blieb die Tür zu den Toiletten dauerhaft zu und vor allem das Licht aus. :-P


YFood-Aufsteller

Vor rund zwei Wochen hatte ich mich mal dazu hinreißen lassen (nicht vom Vertreter überredet), einen Aufsteller "YFood" Trinkmalhzeiten zu bestellen. Wenn's nicht läuft, war's ein Versuch, aber das Getränk wird online hoch und runter gelobt und der Wurm muss dem Fisch und nicht dem Angler schmecken und so weiter.

Dieses Foto ist vom 3. Februar, also genau eine Woche alt. Ich wollte zeitnah hier im Blog von diesem Aufsteller berichten und auch, dass ich das Produkt schon probiert habe und es zu einem der wenigen Fälle geworden ist, in denen ich nach ein paar Schlucken den Rest in den Ausguss geschüttet habe. (Brr … Aber Würmer, Fische und Angler, siehe oben.)



Aus Zeitgründen habe ich den geplanten Beitrag nicht geschrieben. Am 6. Februar, also nach nur drei Tagen, knipste ich dieses Foto und hatte dazu den Blogeintrag im Kopf, dass wir jetzt seit ein paar Tagen dieses Zeugs hier im Laden stehen haben und dass es entgegen meiner Erwartungen erstaunlich gut läuft:



Den Beitrag habe ich aber auch versäumt. Mir rinnt derzeit die Zeit wie Sand durch die Finger. Ist natürlich ein Luxusproblem, wenn uns die Arbeit hier im Markt über den Kopf wächst, aber meine Leidenschaft, dieses kleine Tagebuch, leidet natürlich etwas darunter.

Weitere drei Tage später, also gestern, haben wir einen neuen Aufsteller bestellt, da auf dem vorhandenen nur noch ein paar Flaschen von dem YFood in der Kaffee-Variation stehen. Ich staune. Den Run auf dieses Produkt habe ich tatsächlich mal unterschätzt. :-)

Sie stehen vor einer EINFAHRT

Lieber Mit-Autofahrer: Auch bei Schnee und Eis sind Einfahrten freizuhalten. Auch wenn man den abgesenkten Bordstein vielleicht nicht mehr erkennt, das Tor und die beiden Garagen im Hintergrund könnten eventuell möglicherweise unter Umständen auf eine Einfahrt hinweisen. Aber auch nur vielleicht. :-P

(War jetzt persönlich nicht so dramatisch, weil ich nicht reinfahren musste. Aber das hätte tatsächlich passieren können, wenn ich meinen Anhänger gebraucht hätte.)


TK-Raum-Arbeiten

Die Vereisungs-Problematik im Tiefkühlraum zog sich coronabedingt etwas in die Länge. Termine waren teilweise schwer auszumachen und generell funktionierte ja alles – außer, dass die Eiskruste immer dicker wurde.

Es war wohl die Heizung für den Tauwasserablauf defekt, so verstopfte das Rohr nach kurzer Zeit und das Tauwasser konnte nicht mehr abfließen, sondern wurde von den Lüftern im Verdampfer direkt an die Kühlraumdecke gepustet, wo sich nach und nach ein dicker Eisklumpen bildete. Darunter auf dem Fußboden bekanntlich auch.

"Mal eben abtauen" endete nicht wie geplant. Irgendwann riss der verbliebene Eisklumpen nämlich ab und Teile der Decke des Raums gleich mit in die Tiefe:





Ganz großes Kino. Also musste auch noch unser Maurer ran und hat die Stellen überarbeitet. Noch ist der Raum außer Betrieb, da durch die Eisklumpen ein Verbindungsstück des Abflussrohres beschädigt wurde – aber in wenigen Tagen haben wir wieder frostigen Lagerplatz. Bis dahin ist die graue Stelle in der Decke auch wieder weiß gestrichen. Dass das mal so ein Dauerthema würde, hätte ich auch nie vermutet …


Brille, Maske, Frost

Das Problem dürften so ziemlich alle Brillenträger bei den derzeitigen Temperaturen und der von der Obrigkeit aufgenötigten Maskenpflicht wohl kennen. Bei minus sechs Dioptrien ist es auch völlig egal, ob man mit beschlagener Brille herumläuft, oder diese abnimmt. :-P


Neue Presse am ersten März

Heute gab es noch einmal eine weitere Bestätigung des Termins: In genau einer Woche, also am 16. Februar, wird der neue Leergutautomat geliefert, aufgebaut und planmäßig auch schon in Betrieb genommen.

Aber auch einen anderen Termin haben wir heute erfahren: Am 1. März kommt die neue Ballenpresse. Morgens kommt ein Techniker, der das alte Gerät außer Betrieb nimmt und für den Abtransport vorbereitet. Etwas später wird dann die neue Presse geliefert, der LKW nimmt das alte Gerät dann auch gleich mit. Anschließend richtet der Monteur die neue "825" ein und verpasst uns eine Einweisung.

In der Theorie klingt das alles ganz toll, in drei Wochen wissen wir mehr. :-)

Ruhe vor dem (Schnee-) Sturm

Verzeiht mir bitte die relative Funkstille hier im Blog in den letzten Tagen. Möglicherweise auch getriggert durch die Warnungen vor einem möglichen Szenario wie im Winter 78/79 war bei uns in der vergangenen Woche ein spürbar überdurchschnittlicher Andrang und natürlich hat das Tagesgeschäft immer Priorität vor diesem Blog. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben, ich habe etliche Notizen und Fotos aus den letzten Tagen hier auf Halde liegen.

Der Andrang hat offenbar auch manche Menschen zu echten Hamsterkäufen angeregt, so zum Beispiel eine ältere Dame, die mir vor allem dadurch auffiel, dass sie kleine Aluschalen mit Fertiggerichten gleich kartonweise aus dem Regal gezogen (und letztendlich auch gekauft) hat:


Verschwundene, liebe Stammkundin

Eine recht betagte aber immer nette und irgendwie an die Lieblingsoma erinnernde Stammkundin hatte mich irgendwann im ersten Drittel des letzten Jahres mal gefragt, ob ich noch einen unserer SPAR-Einkaufskörbe übrig hätte. Sie würde so gerne einen für sich privat haben, weil sie hier doch schon immer so gerne eingekauft hat und wir einfach für sie auch heute noch "der SPAR" sind.

Da ich noch dutzende davon in der Halle habe, unter anderem auch nagelneue Körbe ohne jegliche Gebrauchsspuren, sagte ich zu, ihr bei nächster Gelegenheit einen mitzubringen.

Das war das letzte Mal, dass ich die alte Dame gesehen habe. :-(

Unbedingt mit Außendienstler!

Werbeanruf einer Firma, die unsere Digitalisierung vorantreiben möchte, im zweiten Satz nach der Begrüßung fielen eine Menge spezifischer Schlagwörter: Social Media, Vernetzung, Instagram, Facebook, blafasel usw. Man hätte ein tolles Konzept und eine Menge anderer Märkte, darunter auch EDEKAs, würden schon bei denen Kunde sein und darum würde gerne deren Mitarbeiter, der Herr Meiermüllerschulz, in der nächsten Woche mal hier vorbeikommen und mir das Konzept vorstellen.

"Schicken Sie mir doch einfach ein paar Informationen via E-Mail, dann kann ich mir das in Ruhe angucken und mich bei Interesse wieder bei Ihnen melden", entgegnete ich.

"Persönlich ist schon besser, da kann man die Dinge detaillierter erklären."

"Mal ehrlich?!", platzte es aus mir heraus, "Wir haben eine weltweite Pandemie, private Kontakte werden verboten, Firmen geschlossen, Veranstaltungen abgesagt, Vertreterbesuche fallen aus, man soll Homeoffice machen – und sie zwängen mir einen Außendienstmitarbeiter förmlich auf?"

Darauf hatte sie dann auch keine passende Antwort mehr.

(Sperrliste in der Fritze.)