Skip to content

603 x Apfelmark

So kann's gehen, wenn der Mitarbeiter an der Kasse versehentlich nicht die Eingabetaste, sondern auf die für die Mengeneingabe drückt. So wird dann aus einem Baguette (Artikelnummer 603) die Menge für den unmittelbar danach gescannten Artikel. Das nicht zu merken, ist schon erstaunlich. Als Kunde am Terminal nur die Karte reinzustecken und die angezeigte Gesamtsumme von über 1000 Euro einfach zu quittieren, ist aber auch schon eine Leistung.

Ließ sich dann aber glücklicherweise unkompliziert lösen.


Delmenhorst vs. Bremen

Bei uns in Bremen kann man (als Geschädigter) froh sein, wenn Ladendiebe überhaupt mit nennenswerten Konsequenzen zu rechnen haben. Spätestens in dem Moment, in dem jemand zwar flüchtet, aber die Beute zurücklässt, machen wir uns nicht mal mehr die Mühe, hinterher zu rennen.

Im benachbarten Städtchen Delmenhorst sieht man das offenbar etwas anders: Ende letzter Woche wurde dort ein (ohne Ware) flüchtiger Ladendieb sogar mit der Hundestaffel erfolgreich gesucht.

Ich schiele neidisch über die Landesgrenze … :-P

Netto-Pommes im Mülleimer

Im Mülleimer vor dem Leergutautomaten liegt eine verschlossene (aufgetaute) Tüte TK-Pommes-Frites von Netto. Noch ziemlich kalt, aber doch schon insgesamt sehr wabbelig. Essen möchte ich die auf jeden Fall nicht mehr, darum blieben sie im Müll.

Aber warum wirft die wohl jemand weg?

Hungrige Flüchtlinge?

In den letzten Wochen häufen sich bei uns die Diebstähle durch dunkelhäutige jüngere Männer, die erstaunlich profane Dinge mitgehen lassen: Brot / Brötchen, Milch, Aufschnitt und ähnliche Lebensmittel, die vermutlich zum Eigenverzehr und nicht zum Weiterverkauf bestimmt sind.

Eine Kollegin warf die Vermutung in den Raum, dass es sich bei diesen Leuten um hungrige Flüchtlinge handeln könnte. Mag sein. Sie verursachen zwar nicht so einen brutalen Schaden wie die Täter, die sich nur Drogen-Finanzierung komplette Sporttaschen mit Kaffee oder Alkohol füllen – aber durchfüttern möchte ich sie auf meine Kosten dennoch nicht.

Neuer EKW in der Ottostr.

Ein Stammkunde kam mit einem unserer neuen Einkaufswagen in den Laden und sprach mich an: "Hier, der stand in der Ottostraße. Hat irgendjemand da stehengelassen. Ich hab dir den mal wieder mitgebracht, kosten ja auch Geld."

Danke, ernsthaft.

Die Dinger kosten rund 100 Euro pro Stück. Ab einem gewissen Alter ist es fast egal, wenn die Einkaufswagen einfach so verschwinden, Schrottwert gegen Entsorgungsaufwand gerechnet. Aber gerade mal sechs Wochen alte Einkaufswagen sind echt zu schade. Dass die Leute keinen Anstand haben und sowas einfach mitnehmen und vor allem irgendwo stehenlassen … :-(

Rechts und Links im Supermarkt?

Übrigens: Wenn ich hier im Blog (und natürlich auch außerhalb davon, aber das bemerkt ihr natürlich nicht) von der linken und der rechten Ladenseite rede, meine ich immer die getrennten Seiten aus der Perspektive der Kunden!

Wer also vorne durch die Tür tritt, hat rechts die Kühlregale und Tiefkühltruhen und links die Getränkeabteilung, Non Food und die Kasse.

Keine Ahnung, wie andere das machen, ich fand es nur zu logisch und beim Theater oder in einem Kino wird es genauso gemacht. Dort ist es eben die Perspektive der Zuschauer, anhand der die beiden Seiten definiert werden.

Kopfhörer im Müll

In den Müllsack vor dem Leergutautomaten hatte jemand ein paar Kopf geworfen. Erste Amtshandlung: Anschließen und gucken hören, ob sie noch funktionieren. Töne kamen auf beiden Seiten heraus, aber in katastrophal schrabbeliger und ohrenzermaternder Qualität. Schwupps, da lagen sie wieder im Müll.

Eine Weile später waren sie dann weg. :-D


"Street View"-Spam

Das ist mal hartnäckig …

Gestern Morgen rief hier ein Typ an und erzählte irgendwas von Google Street View und dass sie ein Partner von Google wären und super Angebote für Werbung hätten – weiter kam er nicht, mein Mitarbeiter verneinte und legte auf.

Eine halbe Stunde später rief eine Frau an, die mir die gleiche Geschichte erzählte. Während sie ihren Text herunterleierte, deponierte ich die Telefonnummer in der Sperrliste unserer Fritzbox. Eine gute Entscheidung, wenn man sich den weiteren Verlauf des Vormittags so ansieht … :-)

Auszug aus dem Fritz-Box-Anrufprotokoll vom 22.01.2019

Das große Bleivergießen

Zwischen den Altbeständen der Partyartikel aus dem letzten Jahr hatten sich zwischen den vielen Packungen "Silvestergießen" (mit irgendeinem Wachs oder -ähnlichem Material) auch noch vier Packungen Bleigießen versteckt. Ich hatte zwar mitbekommen, dass die irgendwann nicht mehr verkauft werden dürfen, konnte dazu aber keine hundertprozentig zuverlässige Aussage finden. Ab wann gilt das genau? Und dürfen Reste abverkauft werden? Muss der Einzelhandel den Verlust tragen? Ich habe keine Ahnung, das muss ich ernsthaft zugeben.

Um da ganz sicher sein zu können, haben wir die Packungen aus dem Verkauf genommen und werden uns damit selber zu Hause unsere hochgiftige Zukunft vorhersagen lassen. Entsorgen müssen wir das Material ohnehin, dann können wir's vorher auch über einer Kerze einschmelzen.

(Was für ein Geräuscht entsteht, wenn man ein Stück Blei fallen lässt? "Plumbum!")


Angezickt zum Jahresende

Eine Frau ging zum Brotregal, nahm sich ein Lieken-Brot, warf es verächtlich wieder ins Regal zurück und zeterte lautstark herum, dass das "bei Penny nur die Hälfte" kosten würde. (Klar, sicher. Nicht.)

Etwas später sprach sie eine Kollegin in weiterhin genervtem Tonfall an, was das hier für ein Laden wäre. Wir hätten ja nicht mal Kartoffeln! "Doch, da sind sie schon dran vorbeigegangen. Ganz vorne auf der rechte Seite, oder wenn Sie vom Laden nach vorne gehen auf der linken Seite, steht das ganze Gemüse. Da sind auch Kartoffeln in mehreren Sorten dabei."

"Da habe ich jetzt keine Lust mehr zu, hier durch den ganzen Laden zu rennen!", meckerte die Frau, die daraufhin von meiner Mitarbeiterin ohne weiteren Kommentar stehengelassen wurde.

Schöne Feiertage

Ich wünsche euch allen einen gemütlichen Heiligabend und ein ruhiges und besinnliches Weihnachtsfest. Nach der Aufregung der
letzten Monate werden ein paar Tage Ruhe gut tun.

Ein Video möchte ich euch aber mit auf den Weg geben, das Alexander Gerst Ende November an Bord der ISS aufgenommen hat und das es verdient hat, beachtet zu werden. Da mir die Worte beim Betrachten fehlten, möchte ich hier jetzt auch nicht viele verlieren:


Zeitungsverkäufer

Im Laufe der Zeit hatten wir schon sehr viele Leute, die hier vor dem Laden gebettelt oder sich auf andere Art und Weise hier vor dem Haus niedergelassen haben. Die meisten waren irgendwie unangenehm. Haben entweder die Kunden / Passanten aktiv angebettelt, unseren Eingangsbereich oder sogar die Türen blockiert oder haben sich mit ihrem gesamten Hab und Gut auf dem Gehweg ausgebreitet oder letzteren mit irgendwelchen Flüssigkeiten oder sonstigen Ausscheidungen besudelt.

Bis auf einen.

Seit einer Weile taucht immer wieder ein jüngerer Mann auf, der kaum Deutsch spricht und einfach nur seine Obdachlosenzeitungen anbietet. Er steht hier neben der Tür, ist noch nie durch seine Erscheinung unangenehm aufgefallen und hat noch nie jemanden belästigt. Im Gegenteil sogar: Leuten mit Rollator oder Kinderwagen hält er die Tür auf, sammelt herumliegenden Müll ein und schnappt sich manchmal sogar unseren Besen, um den Gehweg oder sogar mal bei uns im Eingang grob durchzufegen.

Auch heute stand er wieder dort und wir konnten es uns nicht nehmen lassen, ihm auch eine kleine weihnachtliche Aufmerksamkeit zu geben. Das wird an seiner Situation sicherlich nichts ändern, aber versüßt ihm vielleicht ein wenig die Weihnachtstage.

Harte Teilchen

Aufdruck auf einer Hamburger-Verpackung hier aus dem Kühlregal. Das ist aber auch eine sehr vage Angabe. "Harte Teilchen" können von kleinen Knorpel-Krümeln bis zu aus der Produktionsmaschine gefallenen Edelstahlbolzen ja nun wirklich alles sein.


Kaputtes Zeitgefühl

Ein Kunde rief an und berichtete mir, dass er nur wenige Minuten zuvor eine Tiefkühlpizza gekauft hat, die aber schon total wabbelig war, als er zu Hause ankam. Das hätte er auch persönlich klären können, aber er wollte uns noch telefonisch schnell warnen, falls die Tiefkühltruhe, eine von unseren neuen Sydneys, ein Problem hätte.

Während ich mit einer gewissen Panik, wenngleich sämtliche Kühlanlagen hier im Markt per GSM-Modul an der zentralen Überwachung des Herstellers hängen, zur genannten Tiefkühltruhe ging, machte sich der Kunde auf den Weg zu uns.

Ich vertraute ihm jetzt einfach mal, dass er die Pizza nicht eine Stunde lang durch die Gegend getragen hat. Der Teig war schon völlig matschig und klebrig und ich habe ihm eine neue "Ofenfrische" mitgegeben, unabhängig von der Ursache, dass die gekaufte so aufgetaut war.

Abgesehen von der oben erwähnten zentralen Überwachung, zeigte das Thermometer an der Truhe -26 Grad an und die gesamte Ware darin, auch die "Ersatzpizza", war steinhart gefroren. Einzige sinnvolle Erklärung für mich war, dass eventuell ein anderer Kunde die Pizza schon eine Weile im Einkaufswagen durch die Gegend gefahren hatte und dann doch nicht haben wollte und in die Truhe zurückgelegt hat. Aber so richtig glaube ich daran auch nicht.

Großes Rätselraten, was da passiert sein könnte.

So großes Rätselraten, dass ich mal im Kassenjournal nachgesehen habe, wann diese Pizza verkauft wurde. Die eingangs erwähnten "wenigen Minuten" entpuppten sich tatsächlich als eine halbe Stunde zwischen Verkauf und Anruf und eine Tiefkühlpizza taut in dem Zeitraum durchaus schon so weit auf, dass sie sehr wabbelig ist, zumal ja auch noch die Zeit vom Aus-der-Truhe-nehmen bis zur Kasse dazu kommt.

Jetzt ärgere ich mich. :-(