Nein, wir sind nicht durch den Boden gekracht. Aber unsere alte Backstube, von uns immer liebevoll "Brötchenküche" genannt, ist nun ohne Fußbodenbelag. Selbst der Estrich ist raus, was ihr hier seht, ist die nackte Betondecke über dem Kriechkeller.
Wenn morgen planmäßig der Klempner kommt, können wir auch die beiden Waschbecken ausbauen und den alten Boiler entfernen – und dann ist die Trennwand zu meinem alten Büro dran.
Unsere alte Backstube ist inzwischen fast komplett leergeräumt. Es sind nur noch die beiden Waschbecken und der große Boiler vorhanden, aber der Klempner kommt nächste Woche und wird die Zuleitung zu dem Raum stilllegen.
Auf dem Foto nicht zu sehen ist die Wand zum Laden. Die graue Tür wird unser neuer Notausgang und rechts daneben, unten mit der gelben Folie abgeklebt, ist die Tür zu meinem ehemaligen Büro.
Ab heute geht es mit schwerem Gerät dem Fußboden an den Kragen.
Beinahe schon romantisch mutete der offene Einkaufskorb an, in den eine Kundin ihre Brötchen gelegt hatte. Haben wir in der Form auch eher selten. Aber ist doch schön, wieder etwas Verpackungsmüll gespart.
Morgendlicher Weg zur Arbeit. Natürlich auf dem Fahrrad und mit dem guten Gefühl, in dem Stau jetzt nicht auch noch zu stehen. Alleine im Juni haben wir rund 1300 Kilometer mit dem Fahrrad zurückgelegt, anstatt wie vor ein paar Wochen noch mit dem Auto. Spart Geld, Nerven, schont die Umwelt, dem eigenen Körper tut es auch gut und man bekommt Dinge zu sehen, die einem auf vier Rädern durchaus verborgen bleiben.
(Bevor wieder einer was zum Vertikalvideo sagt: Ich mag die Dinger prinzipiell auch nicht, allerdings ist es mit einer Hand leichter, das Gerät hochkant zu halten. Dazu kommt, dass bei vielen Clips, diesem hier zum Beispiel auch, eine Veröffentlichung ursprünglich gar nicht vorgesehen war.)
Wenn wir an der Kasse den Zigarettenautomaten blockiert haben, stand dort in den ersten Wochen die Meldung "Diese Kasse ist derzeit nicht besetzt." auf dem Bildschirm. Das war für die Kunden natürlich immer sehr irritierend, da wir das Gerät grundsätzlich blockieren und nur dann freischalten, wenn jemand Zigaretten haben möchte. So oft kamen Kunden an unsere erste Kasse, sahen den Bildschirm und wollten zur zweiten Kasse rübergehen.
Den Text konnte ich hier zwar nicht selber ändern, habe aber vom Hersteller einen USB-Stick mit einem kleinen Update bekommen. So ist es auf jeden Fall nicht mehr missverständlich:
Aufgrund der Nachfrage hier noch mal der aktuelle zukünftige Ladenplan. Die roten Wände oben links in der Ecke sind die beiden Nebenräume, die wir derzeit abbauen. Die Wand, die wir gestern und heute zerlegt haben, ist diejenige, auf die der Pfeil zeigt.
Die erste Wand ist restlos verschwunden. Im nächsten Schritt werden wir unsere ehemalige "Brötchenküche" komplett ausräumen, aber da steht vor allem Werkzeug drin und ein Hängeschrank ist noch an der Wand befestigt – insgesamt also eine sehr überschaubare Arbeit.
Danach werden wir den alten Fußboden rausstemmen, was aber ebenfalls keine große Herausforderung ist, da sie sich mitsamt Estrich von der Bodenplatte aufnehmen lassen. Unmittelbar darauf folgt die Wand mit meiner alten Bürotür und schließlich die restlichen beiden Wände zum Laden.
Die größte Herausforderung dabei wird die Elektroinstallation in den Wänden sein. Wo liegen die Zuleitungen? Das wird etwas knifflig, die Leitungen im laufenden Betrieb aus dem abzubrechenden Mauerwerk zu extrahieren, aber auch das wird schon klappen.
(Die Kabel, die hier auf dem Bild so "gefährlich" in der Luft hängen, sind übrigens nur Video- und Lautsprecherkabel, von denen keine Gefahr ausgeht.)
An dieser Wand stand einst mal mein Expedit-Regal, seit ein paar Minuten kann man dort die Rückwand unseres Wurst-Kühlregals sehen.
Die Wand Stein für Stein von oben abzubauen klappt übrigens erfreulich staubfrei. Das war zwar auch so geplant, aber Theorie und Praxis sind bekanntlich ja immer zwei paar Schuhe.
Jetzt ist erst mal zwangsweise Abbruchstopp angesagt. Wir müssen den Anhänger ausleeren und morgen geht's dann weiter mit der Klopferei …
Das war mal die Deckenkonstruktion in meinem alten Büro: Vier Stahlträger, diverse Holzbalken und rund zwei Kubikmeter verputzte Styroporplatten.
Das Dämmmaterial hatten wir schon vor einigen Tagen entsorgt, momentan füllen wir den Hänger mit reinem Bauschutt von der Wand zwischen Kühlraum/Büro und Laden.
Erste Amtshandlung heute Morgen: Wir haben den Bereich über / hintern dem Wurstkühlregal mit einer dicken Plane zugehängt, damit der bei unseren Abbrucharbeiten entstehende Dreck nicht (oder zumindest nur in ganz geringen Mengen) in den Laden zieht:
Seit einer Weile hängen überall im Stadtgebiet Werbeplakate für einen Wett-Anbieter. Aus dem Plakat und auf der "Interwetten"-Website werde ich nicht schlauer, wirklich selbsterklärend ist der Text auch nicht und vom Anbieter selber habe ich auch keine Rückmeldung bekommen. Dennoch quält mich die Neugierde: Was ist eine Wettka?!
Ist das irgendein Insiderwissen? Irgendein Scherzausdruck? Für mich als Außenstehender ist das so doch eine komplett sinnfreie Werbung:
In meinem alten Büro hatte ich zwar keine Fenster, was nicht wirklich prickelnd war, aber an meinem neuen Arbeitsplatz habe ich das Fenster direkt im Rücken und spätestens ab dem Nachmittag wird bei entsprechend gutem Wetter der Job als "Bildschirmarbeiter" zur Qual.
Ich habe zwar zwei Plissees vor den Fenstern, aber die sind weiß und machen den Lichtschein höchstens noch etwas diffuser, aber nicht schwächer.