E-Mail von Dennis:
Mahlzeit aus der brutzelden Sonne der Ostsee… Anbei ein typischer Malle-Urlaubs-Region-Spar. Allerdings in Dahme an der Ostsee… Inhalt des Marktes: Malle-Üblich. Alles von Bier bis Banane.
Vielen Dank dafür. "Banane" ist übrigens irgendwie auch das "SPAR-Logo" über der Tür.
Hannes hatte zwei kleine Fragen an mich:
1. Merkst du vermehrt Ladendiebstähle seit 2008, also seit das Monster der Krise durch die Lande streift? Ich frage mich vor dem Hintergrund, ob Kriminalität etwas ist, was in schlechten Zeiten in jedem von uns steckt und somit in Zeiten wie diesen mit Minijobs und Dumpinglöhnen massiv zunimmt, oder ob Menschen mehr oder wenig unabhängig von ihrem Geldbeutel stehlen.
Nein, ein vermehrtes Auftreten von Ladendieben kann ich in den letzten Jahren nicht verzeichnen. Im Gegenteil sogar: Ganz allgemein habe ich das Gefühl, dass es hier sogar etwas abgenommen hat. Möglicherweise deshalb, weil sich Aufmerksamkeit eben auszahlt und es sich irgendwann herumspricht, dass bei mir zu klauen gefährlich ist. Immerhin hole ich im Grunde ja auch immer die Polizei und wenn ein Täter sowieso gesucht wird oder aus anderen Gründen nicht der Polizei in die Arme laufen möchte (z.B. wegen mitgeführter Drogen oder anderer verbotener Gegenstände), kann das für ihn dann gleich richtig problematisch werden.
2. Du erzählst immer wieder, das du früher Platz verschwendet hast und den nun viel besser nutzt. Was heisst das zum einen konkret für die Platznutzung und was bedeutet das für das Warensortiment? Hast du nun breitere Gänge oder mehr Regale als früher? War das Warensortiment früher kleiner als heute oder ist das mehr oder weniger von den Grundarten gleich geblieben, nur eben mit mehr verschiedenen Sorten?
(Also bei Marmelade statt nur Zentis nun auch Schwartau und Spar Eigenmarke und und und, oder statt Schweineschnitzel und Hackfleisch nun auch Rinderfilet, Straussenfleisch und Kobe-Rind?)
Man muss immer alles relativ betrachten und letztendlich bleibt es dann noch eine Frage des subjektiven Standpunktes. Wenn ich im Zusammenhang mit diesem Laden hier davon rede, dass ich den Platz besser nutze, bedeutet es ausschließlich, dass ich mal wieder noch weiter komprimiert habe: Engere Gänge, schmalere Platzierungen, vollgestopftere Regale, ausgefülltere Ecken usw. Ob das nun positiv zu werten ist, muss jeder für sich selber wissen. Rein faktisch bekommt man für den Preis der Enge aber in meinem 550qm-Laden eine Auswahl, von der sich so mancher große Laden (mit einem mehrfachen meiner Fläche) eine großzügige Scheibe abschneiden könnte.
Vor ein paar Tagen hatte Arne folgende Frage:
Hi Björn,
ich hätte da mal 'ne Frage zum Thema Pfand.
Mein "E"-Markt hat jetzt seit einiger Zeit Club-Mate im Angebot (yay!). Nun ist mir neulich aber aufgefallen, dass ich nur 8ct aus dem Automaten zurückbekomme, obwohl ich 15ct Pfand bezahlt habe. Daraufhin die Kassiererin angesprochen und problemlos meine 7ct bekommen. Zusammen mit der Aussage, dass dem Chef mal Bescheid gesagt werde. Eine Woche später: Dasselbe Spiel. Diesmal war der stellvertretende Leiter da und hat das entgegengenommen. Noch eine Woche später: Kein (stellvertretender) Filialleiter, nur eine Kassiererin, der das auch unangenehm war, dass das immer noch nicht klappt.
Nun heute wieder da gewesen, immer noch nur 8ct aus dem Automaten. Diesmal ist die Kassiererin zum Chef gegangen und hat direkt Bescheid gesagt. Sie kam zurück und meinte "das können wir nicht ohne weiteres ändern, das müssen sie erstmal jedes Mal sagen, dass Sie noch 7ct extra bekommen".
Nun gut, finde ich prinzipiell nicht schlimm, es wurde mir ja nie Stress gemacht deswegen oder der Anspruch angezweifelt. Es wundert mich aber dennoch, wieso das so eine große Sache sein kann, den Pfand für ein Getränk anzupassen. In meiner kleinen naiven Welt ließe sich das anhand des Barcodes doch ziemlich einfach lösen, oder? (Natürlich erst, nachdem überhaupt geprüft wurde, ob das 'ne gültige Pfandflasche ist etc.)
Kannst du mich da erleuchten, wieso das so schwierig ist?
In den Automaten einpflegen KANN tatsächlich mühsam bis unmöglich sein. Die Club-Mate-Flaschen sehen nunmal genau wie eine normale Bierflasche aus, die ja nur 8 Cent Pfand hat. Die Automaten erkennen Mehrweg an der Kontur. Der Barcode lässt sich theoretisch scannen, aber a) können das nicht alle Automaten und b) dauert das länger, da zwei Merkmale erfasst werden müssen. Um den Barcode zu finden muss die Flasche auch erstmal im Automaten rotiert werden, die Flaschenform lässt sich natürlich in jeder Position ermitteln.
Haben die denn viel Konkurrenz mit Club Mate in dem Markt? Sonst schlag doch mal vor, dass sie es so machen, wie bei mir: Wir haben nämlich das selbe Problem mit den Flaschen und der Verwechslung mit den Bierflaschen und darum verkaufen wir die Club-Mate mit 8 Cent Pfand.
In der Wand zwischen Halle und Dachboden fehlten noch einige Steine. Möglicherweise war das Loch zur Belüftung vorgesehen, vielleicht wurden die vier Kalksandsteine auch aus anderen Gründen nachträglich wieder entfernt. Wie auch immer: Mit etwas Mischung und ein paar neuen Steinen (und vorsorglich einem ordentlichen Belüfungsrohr aus dem Baumarkt) ist das Loch nun wieder dicht.
Bei der Gelegenheit noch ein altes Schwalbennest unter dem Giebel entdeckt (so viel zur "notwendigen" zusätzlichen Belüftungsöffnung…) und massenhaft Spinnweben. Als nächsten Schritt werden wir die Wand für einen Anstrich vorbereiten: Aufputz-Kabel lösen, Dübel, Schrauben und Nägel entfernen, abfegen, spachteln. Aber das passiert erst in den nächsten Wochen.
Auf dem Foto ziehe ich übrigens gerade einen Maurereimer voller Mörtel nach oben:
Von unserem Biolieferanten wurde bei einer saisonal unterschiedlichen Joghurtsorte von der Frühlings- auf die Sommersorte umgestellt. Infotext auf dem Lieferschein: "
Ersatz Sommer"
Ja, ein Ersatzsommer wäre tatsächlich nicht schlecht.

In der Seitenleiste des Onlineshops habe ich eben mal einen kleinen Hinweis auf das Blog eingerichtet. Streng genommen landet man beim Klick auf den kleinen "Post-It"-Zettel direkt in der Kategorie "
Shopbloggershop", denn schließlich stehen dort die zum Shop gehörigen Artikel. Letztendlich kann man sich von dort aus natürlich dann auch das gesamte Blog ansehen. Praktischer Nebeneffekt: Der Onlineshop füllt sich auch optisch etwas und wirkt nicht mehr ganz so trist wie noch vor ein paar Wochen…
Eigentlich sollte dieser Blogeintrag mit dem Hinweis auf den Shop schon vor über einer Stunde entstehen, aber dann kam ja dieser olle Ladendieb dazwischen.
Nachdem alle relevaten Waren inzwischen gesichert oder verschlossen sind und Red Bull heute zufällig mal gar nicht im Laden stand, da wir den Kühlschrank abtauen, hat sich ein (
uns bekannter) Typ seine Tasche mit (festhalten!) Ritter-Sport-Schokolade im Wert von über 100 Euro vollgestopft.
Große Überraschung, als die Polizei kam: Eine halbe Stunde zuvor saß er noch in der Zelle. Leider mussten sie ihn diesmal gleich wieder laufen lassen…
Ab sofort gibt es eine Neuerung im Onlineshop: Die
Zotter-Tafeln sind mit dem exakten Bestand im Shopsystem erfasst und so fällt ab sofort das Problem mit den Nachlieferungen weg. Das war doch zugegebenermaßen immer sehr lästig: Die Kunden mussten warten und ich hatte zusätzliche Portokosten. Letztendlich wollte ich mich mit den zu erwartenden Mehrkosten selber zwingen, immer genug Ware vorrätig zu haben – aber spätestens zum Beispiel zum Saisonende und wenn Sorten komplett eingestellt worden sind, wurde das meistens sehr problematisch.
Der neue Höhepunkt im Zeitschriftenregal. Ganz dem Motto: Wir haben noch irgendwo ein altes Corel-Draw 3.0 und wir werden es für Satz und Layout benutzen!
Gefunden von Jonas auf einer türkischen Coca-Cola-Dose in –ach– der Türkei. Danke für die Zusendung.
Gerade in der genialen Wayback Machine von archive.org gespielt und mir mal die alten Versionen von harste-online.de angesehen. Dabei bin ich auch auf diesen Text gestoßen. Wusste gar nicht mehr, dass wir sowas da überhaupt jemals in der Form auf der Website stehen hatten:
...und wieder einmal steht der Handel am Pranger!
Anscheinend fällt den Medienmachern nichts anderes und besseres mehr ein, als durch "Teuro"-Aktionen ihre eigenen Auflagen zu erhöhen. Dies geht so weit, daß sogar Telefonhotlines für Verbraucher eingerichtet wurden.
Es hat schon immer Preisabweichungen zwischen den einzelnen Vetriebssystemen gegeben. Der Discounter (wie beispielsweise die Firmen Aldi, Penny, Lidl, Netto) hat nun einmal eine völlig andere Kostenstruktur als ein Supermarkt wie der unsere. Der Discounter hat aber auch nur einen kleinen Teil des Sortimentes eines Supermarktes, und die vielen Serviceleistungen, die wir anbieten, fehlen weitestgehend.
Einmal wird von "Servicewüste" gesprochen, dann ist es wieder der "Teuro". Qualität, Frische, Service und ein großes Warenangebot haben ihren Preis. Unsere Preise sind fair und angemessen. Bedenken Sie auch, daß wir als letztes Glied in der Kette aus Produktion, Vertrieb und Handel alle Preisveränderungen am stärksten spüren. Gerade in letzter Zeit sind neben anderen Kostenfaktoren vor allem Rohstoff-, Treibstoff- und Personalkosten stark gestiegen. Diese Mehrkosten schlagen die Produzenten/Großhändler natürlich auf ihre Abgabepreise auf.
Wir denken, daß wir uns mit unseren Preisen durchaus sehen und uns daran messen lassen können. Achten Sie auf unsere "Discount-Preise" und vergleichen Sie selber...
Eigentlich hat sich daran in den vergangenen zehn Jahren auch nicht viel geändert. Außer, dass die Leute nicht mehr bei
jedem Artikel im Geiste in DM umrechnen.
Wir haben übrigens gerade
wieder eine Zugabe-Aktion von Nestle: Beim Kauf von zwei Schöller "Multipacks" (mehrere Kleineis in einer Schachtel) bekommt man ein Päckchen Straßenmalkreide gratis dazu.
Ist zwar nun nichts für den Onlineshop, aber vielleicht interessiert es ja den einen oder anderen Kunden hier vor Ort.
Mit einem fertig konfektionierten Rechner vom Discounter bin ich gänzlich auf die Nase gefallen. Das Teil lief unglaublich instabil und nun habe ich mir Board, Prozessor und Speicher neu gegönnt.
Was ich bei sowas uneingeschränkt hasse, ist die notwendige Neuinstallation sämtlicher Programme: Chrome, Firefox, Corel Draw, Vegas, StarMoney, Photoshop, ThumbsPlus, Google Talk, LogMeIn, Chipdrive (Zeiterfassungssoftware), OpenOffice, VLC-Player, iTunes, Google Earth, AVK, Notepad++, Skydrive und die vielen anderen kleinen Helferlein, die man so braucht – aber immerhin keine Spiele. Oh, doch: Vor ein paar Tagen habe ich
Limbo entdeckt und für kaufenswert befunden.
Praktisch ist es, dass die Schnittmenge aus Bloglesern und Onlineshopkunden nicht gerade klein ist. Auf diese Weise habe ich schon so manchen Kunden erreichen können, der bei seinen Kundendaten weder E-Mail-Adresse noch eine Telefonnummer hinterlassen hat.
So zum Beispiel auch Jörg K. aus Frankfurt, dem ich noch ein paar Tafeln Zotter schulde. Meine Großbestellung bei Zotter wurde gerade geliefert – in einer schuhkartonformatigen Schachtel. Der Inhalt: Vier Produkte – alle anderen der von mir bestellten Sorten sind nicht, nicht mehr oder noch nicht wieder lieferbar. Darunter leider auch genau die bei Jörg K. noch offenen Posten.
Daher: Bitte melden, damit ich das erledigen kann!