Skip to content

Juhu!

Wir haben Wochenende und der Leergutautomat ist ausgefallen. Oder aber doch zumindest kurz davor; lange macht der nicht mehr.

Jaja, ich weiß. Immer diese langweiligen Wiederholungen hier im Blog nerven langsam... :-|

Schwankend

Der kleine halbstarke Idiot, der hier in blöde Grimassen schneidend in den Laden getorkelt ist und dann ein Fünferpack Kindermilchschnitte in die Hose gesteckt hat und so rausgegangen ist, wird dringend gebeten noch einmal wiederzukommen.

Die blaue Mütze, die schwarze in den Kniekehlen hängende Schnellfick Jogginghose und das rote Schlabber-T-Shirt mit dem fetten "AIR"-Aufdruck auf der Brust waren einfach zu markant und uns fehlt doch jetzt noch der Ausgleich für die Weichei-Nummer mit der Kartoffelsalat-Tante.

Mal den Kartoffelsalat probieren

Zufällig beobachtete ich auf einem der beiden Monitor meiner Videoüberwachungsanlage, wie eine Frau mittleren Alters einen Becher Kartoffelsalat aus dem Kühlregal öffnete, einmal großzügig den Finger hineinsteckte, den Salat probierte, den Deckel wieder aufsetze, den Becher ganz hinten im Kühlregal verstaute und sich einen neuen Becher nahm, mit dem sie schließlich auch zur Kasse ging.

Hm, was tun?

Ich ging einfach mal mit dem geöffneten Salat zur Kasse, stellte den neben die anderen Sachen der Kundin und sagte, dass sie den auch bitte mitbezahlen möchte.
Zunächst stritt die Frau alles ab, dann erklärte ich, dass das eigentlich Diebstahl sei und ich normalerweise bei solchen Aktionen die Polizei hole. Sie schlug die Hände vor dem Mund zusammen: "Oh, mein Gott."

Keine Ahnung, ob die Reaktion nur gespielt oder ob sie tatsächlich so entsetzt war. Dennoch gab ich ihr noch die Information mit auf den Weg, dass sie hier gerne noch weiter einkaufen darf, sich aber dabei bewusst sein sollte, dass ich ihr nicht (mehr) traue und dass ich sie beobachten werde.

Mal sehen, was die Zukunft bringt...

SPAR-Markt in Ungarn

Leider sind mir zu diesem Bild sämlichte Informationen verlorengegangen. Ich glaube, ich habe ihn von einer Blogleserin bekommen und Dank des Dateinamens weiß ich noch, dass er sich irgendwo in Kiskőrös, Ungarn, befindet.

Ich bitte um die Entschuldigung für meine Schusseligkeit und bedanke ich mich natürlich auch für diese Einsendung bei der (leider) unbekannten Einsenderin. :-)


Routingfehler im Telefonnetz

Ich konnte eine bestimmte Rufnummer von meinem geschäftlichen Festnetzanschluss aus nicht erreichen und habe immer die Meldung bekommen, dass die Nummer "nicht gültig" war und dass ich "incorrectly dialed" have –'zeihung– habe. Vom Handy aus war der Anschluss aber duchaus zu erreichen und so rief ich bei meinem Anbieter an und meldete dieses erwas sonderbare Problem.

Die Ursache für das Problem war schnell gefunden, das Routing war irgendwo falsch eingestellt.

Das hätte es früher mit dem "Fräulein vom Amt" nicht gegeben. Aber da hatten wir ja auch noch einen Kaiser. :-)

Computerbetrug

An meine Privatadresse wurde ein Brief der Staatsanwaltschaft Bremen zugestellt. Ein Verfahren wurde eingestellt, da die Täter nicht zu ermitteln sind. Die begangene Straftat wurde als "Computerbetrug" bezeichnet, Tatort war meine Firmenadresse hier in der Neustadt.

Blog sei Dank lässt sich sowas immer schnell herausfinden. Es dürfte sich dabei um diesen Vorfall gehandelt haben.

Die Supermarktsehenswürdigkeit

Malte hat mich angeschrieben:
Hej Björn,

ich habe gerade gesehen, dass ich es vor zwei Monaten bei dir ins Blog
geschafft
habe:

Ich lese dein Blog mehrmals pro Woche, aber den Eintrag habe ich übersehen — ziemlich peinlich, aber während meines Studiums komme ich zu nichts mehr außer lernen.

Auf jeden Fall will ich dir noch mal das entsprechende Foto zukommen lassen, vielleicht willst du es ja noch in den Eintrag einbauen ;-)
Weil ich jedes Jahr im Frühjahr bei dir in der Gegend bin, werde ich natürlich im April 2011 wieder mal vorbeischauen — falls du bis dahin die 24-Stunden-Öffnung wieder eingeführt hast, wäre ich dir sehr dankbar, dann muss ich nachts nicht die überteuerte Cola aus der Hotel-Minibar trinken ;-)
Diese Zusendung hätte als solches jetzt nicht den Weg hier ins Blog gefunden, wenn Malte mir nicht netterweise auch ein das Foto mitgeschickt hätte. :-)


Einfach mal nachrechnen

Eine Kundin sprach mich an und erklärte, dass sie mehrere Einweg-Bierflaschen für 25 Cent und eine "normale" Bierflasche mit acht Cent Pfand in den Leergutautomaten gesteckt, dieser ihr aber dabei viel zu wenig gutgeschrieben hat.

Stimmt. Auf dem Bon war eine Gesamtanzahl von acht Gebinden angegeben. Häh? Das konnte doch nicht sein. Ich sah auf dem Tisch nach, auf dem die Mehrwegflaschen untergebracht werden. Sollte z.B. die Pfandlogos beschädigt und das Gerät die Flaschen als mehrwegig erkennen, müssten sie ja auf dem Tisch zu finden sein. Waren sie aber nicht.

Nach minutenlangem Hin und Her sah ich mir die Summe auf dem Bon noch einmal genauer an. 1,83 Euro stand dort. Aber das passt doch. Sieben mal 25 Cent ist 1,75 und dann noch acht Cent dazu macht einen Euro dreiundachtzig.

Hätte man auch einfacher haben könne.... :-O

Wie erklärt man's?

Ein Kunde suchte ein bestimmtes Produkt, dass wir vor allem deshalb nicht führen, da es nicht hergestellt wird. Im konkreten Fall ging es um eine alkoholfreie Variante einer bestimmten Biermarke.

Den Artikel gab es nie, wohlgemerkt. Es ist also auszuschließen, dass die Produktion eingestellt wurde. Was nützen alle Erklärungen, wenn der Kunde darauf besteht, dass er dass Bier schon einmal getrunken hat und dass es ja wohl möglich wäre, die Produkte eines regionalen Anbieters besorgen zu können?

Links LXXVII

Konsumwirtschaft: Limo macht reich

Gen-Soja in Schokoriegeln

Wie die EU-Bürokratie kleinere Firmen behindert

Bankgebühren: Arme Kunden unerwünscht

Behörden halten wichtige Lebensmittel-Infos zurück

Der Kampf um das Zuckerwunder Stevia

Penny plant das große Discounter-Comeback für die Dose

Quit-Facebook-Day

Visualizing the BP Oil Spill Disaster

Betrugsmafia: Hirn aus, Geld her!

Nur noch per Bankeinzug

Ein relativ kleiner Lieferant hat mir zwei Blanko-Belege für Einzugsermächtigungen und seine neuen Liefer- und Zahlungsbedingungen zukommen lassen. Darin heißt es:
"Die Bezahlung unserer Ware wird per Bankeinzug [...] vorgenommen. Ausnahmen müssen schriftlich bestätigt werden und führen dann zu einem 2%igen Aufschlag auf die Listenpreise."
Die Einzugsermächtigung gibt es aus Prinzip nicht. Und sollten tatsächlich 2% Aufschlag dazukommen, werde ich mich mal bei den Mitbewerbern umhorchen.

Fußball-Wasser

Klar kann man sich diese Frage stellen: "Wer soll das kaufen?"

Na, Kunden natürlich. Alle Hersteller sind im "WM-Hype" und es gibt unzählige Produkte, die gerade das Thema "Deutschland" oder "Afrika" haben. Das kleine Display mit den Wasserflaschen war einer der ersten Artikel, die mir diesbezüglich bewusst als bestellbar aufgefallen waren. "Ach, einfach mal probieren", dachte ich und habe es bestellt.

Nachdem das Ding nun schon seit einer Woche hier von den Kunden quasi unbeachtet herumsteht mache ich mir schon Sorgen, ob ich mir den Artikel nicht vielleicht doch hätte sparen können. :-O


Verdorben trotz Haltbarkeit

Eine Kundin reklamiert H-Milch, die ganz offensichtlich verdorben war. Sie hatte das geöffnete Tetrapack in einen großen Gefrierbeutel gesteckt, auf dem Weg zu uns war schon einiges von der Milch ausgelaufen und hatte sich in dem Beutel verteilt.

Nachdem die Umstände besprochen waren, war die Kundin zwar immer noch über ihren ungenießbaren Kaffee enttäuscht, zeigte aber doch zumindest Verständnis und verstand, dass der Fehler bei ihr lag.

Hier die Zusammenfassung, die möglicherweise auch für den einen oder anderen Leser eine neue Erkenntnis sein könnte: Das Mindesthalbarkeitsdatum auf H-Milch (und im Übrigen auch auf allen anderen Lebensmitteln) gilt natürlich nur dann, wenn die Verpackung nicht geöffnet wurde. Und auch, wenn die entsprechenden Lagerbedingungen eingehalten wurden, wie z.B. die gekühlte oder tiefgefrorene Lagerung.

H-Milch, um beim aktuellen Beispiel zu bleiben, ist im geschlossenen Zustand ungekühlt haltbar. Sobald die Packung auf ist, sollte man sie im Kühlschrank zwischenlagern und wie jede andere Milch innerhalb einiger Tage verbrauchen.

Steht die geöffnete Milchpackung nun eine Woche ungekühlt auf dem Küchentisch, ist durchaus nachzuvollziehen, dass das Geschmackserlebnis ein ganz –öhm– "eigenartiges" ist...