Von meinem ehemaligen Mitarbeiter
Thorben habe ich das folgende Bild bekommen. Mal keine fliegenden, springenden oder irgendwie gefärbten Tiere, sondern einfach nur SPAM. Bleibt die Frage, ob der Produktname den durchschnittlichen Nerd in die Zielgruppe einschließt oder besonders abschreckt.
Zwei Kollegen unterhielten sich, dabei fiel der Begriff "
Prä-TRS" und dass eine Bekannte des einen Kollegen darunter leiden soll.
Was soll denn Prä-TRS sein?!?
Prä-Teppichratten-Syndrom.
Was?!?
Mann, die ist schwanger.
Muahaha. Prä-TRS. Muss ich mir merken.
Oha, so lange ist das schon wieder her, dass ich ein "
Paket von Matze" bekommen habe. Inzwischen habe ich dann auch mal geschafft, die "Militär-Schokolade" aufzufuttern.
Persönliches Fazit? Die Bundeswehr-Hartkekse sind bessere Butterkekse als die Militärschokolade ein Schokoriegel ist.
Kollege Stephan hat mich auf diese Packung mit Schmelzkäseecken aus dem Hause Bayernland aufmerksam gemacht.
Während ich über die etwas unschlüssige Anordnung der abgebildeten Käseecken erstaunt war, stolperte Stephan über die Schreibweise des Namens. Müsste es nicht "Bunte
rMix" heißen? Naja, vielleicht sollte es ja eine Abkürzung von "Buntes Mixsortiment" sein. Aber die Käseecken... Die hätte man doch auf der Abbildung wirklich im Kreis anordnen können. So liegen sie schließlich auch in der Schachtel.
Eine ältere Kundin sprach mich im Laden an:"Wo haben Sie denn jetzt das Salz stehen?"
"Kommen Sie, ich zeige es Ihnen", sagte ich und ging voran. Um das Schweigen etwas zu brechen, beklagte sich die Frau darüber, dass es sehr ärgerlich ist, dass immer alles umgestellt werden würde. Letzte Woche hätte das Salz erst noch woanders gestanden.
Ach, was soll man dazu sagen. Besserwisserisch belehren? Ignorieren? Zustimmen und den "Fehler" zugeben? Ich habe geschwiegen und zum Glück standen wir schon ein paar Augenblicke vor dem richtigen Regal, so dass ich der Kundin das Sortiment zeigen konnte.
Nur zur allgemeinen Information: Das Salz steht hier im Laden seit acht Jahren an der selben Stelle!
Ein ganz normaler Ladendiebstahl: Ein Mann hat sich seinen Rucksack mit etlichen Tüte gesalzenen Pistazien vollgestopft, bezahlte an der Kasse nur ein billiges Bier und wollte den Laden verlassen. Eigentlich verlief alles ganz ruhig und routinemäßig. Nur die Sache mit dem Wohnsitz des Täters war durchaus bloggenswert:
Der Mann hatte seinen Personalausweis dabei und war ganz friedlich, also brauchte die Polizei nicht herzukommen. Dennoch rief ich dort an, um die Adresse des Diebes überprüfen zu lassen. Diese stellte sich als nicht mehr gültig heraus – aber da der Mann mir zunächst ja gesagt hatte, dass das seine aktuelle Anschrift sei, rückte dennoch ein Streifenwagen an.
Der Dialog zwischen dem Polizisten und ihm verlief etwa folgendermaßen:
Bei $Alte_Anschrift bist du aber nicht mehr gemeldet...
Nee, ich bin umgezogen.
Wohin denn?
$Neue_Anschrift hier im Stadtteil.
[Polizist überprüft die Angaben per Funk.]
Unter der Adresse bist du aber auch nicht bekannt!
Hab' ich noch nicht geschafft, mich umzumelden. Das soll auch nur vorübergehend sein, bis ich eine eigene Wohnung habe.
Ist das nicht deine Wohung? Wohnt da'n Kumpel von dir?
Ja, genau.
Und wie heißt der?
Thomas.
Und weiter?
Seinen Nachnamen weiß ich gar nicht.
Und der hat die Wohnung gemietet?
Nein, der hat da nur ein Zimmer. Das ist die Wohnung von seiner Freundin.
Und wie heißt die Freundin, damit wir das prüfen können?
Keine Ahnung.
[Polizisten: WTF?!?]
Hast du wengistens einen Namen am Briefkasten oder einen eigenen Schlüssel für die Wohnung?
Nein.
Und wie kommst' da rein? Durch's Fenster?
Ich klingel.
Ja, schön. Dann fahren wir da mal eben zusammen hin und gucken uns das an...
Gesagt, getan.
Und
wir rätseln jetzt, warum jemand ein paar Kilogramm geröstete und gesalzene Pistazien klaut...
Auf dieses Bild, das offenbar schon seit einiger Zeit im Web kursiert, hat mich Johann hingewiesen.
Quellenangabe? Keine Ahnung. Kennt überhaupt noch jemand den Ursprung dieses Fotos?
Nachtrag:
Auf meine freundliche Anfrage beim Fotografen erhielt ich folgende Antwort: "Lassen Sie zunächst einfach die Finger von dem Foto und melden sich in einem halben Jahr wieder."
Nein, mache ich bestimmt nicht. Bin doch kein Bittsteller.
Unsere Straßenbäume sind inzwischen auch abgespannt und damit komplett. Wenn sich die Stadt jetzt noch etwas gegen die Hundetoiletten darunter ausdenkt, wäre es perfekt...
Eine Leuchtstoffröhre hier in einem meiner Nebenräume war kaputt. Nein, die
Röhre eigentlich nicht. Der Starter auch nicht. Irgendwas in der Fassung hat das Zeitliche gesegnet, evtl. das Vorschaltgerät. Nachdem wir nun eine ganze Weile mit diesem Dauergeflacker gelebt haben, die Alternative wäre völlige Dunkelheit gewesen, haben wir heute eine neue Lampe montiert.
Damit ihr auch was davon habt...
Sonntag Nacht ist mir mal wieder etwas aufgefallen: Obwohl der Laden bis auf die Notbeleuchtung komplett abgedunkelt ist, stehen Leute mitten in der Nacht vor der Tür und klopfen und klopfen und rütteln und klopfen.
Also selbst
wenn man nicht mitbekommen hat, dass wir nicht mehr rund um die Uhr geöffnet haben (und unabhängig davon auch in den vergangenen drei Jahre
nie am Sonntag geöffnet hatten), so kann einem doch zumindest der gesunde Menschenverstand sagen, dass ein verschlossener und verdunkelter Laden nicht geöffnet hat – egal, aus welchen Gründen.
Vermutlich spielt da mindestens 50% Verzweifelung auf der Jagd nach nächtlichem, hochprozentigem Nachschub eine Rolle.
Eine Stammkundin sprach uns an und erklärte nur, dass sie wegzieht. Also richtig weg, nämlich in eine andere Stadt. Eigentlich ein unbedeutender Vorgang, wie er tagtäglich unzählige Male auf aller Welt passiert. Aber eines musste sie noch loswerden:
Ich dachte, ich würde hier in dieser Gegend gar nichts vermissen. Aber doch, eines: Euer Laden, der wird mir fehlen.
Gibt es ein schöneres Kompliment?
Scheiß Leergutautomat, echt.
Das Frustrierende ist, dass ich im Grunde nichts schaffe, bei dem ich mich konzentrieren muss. Die Tür vom Büro zumachen und in Ruhe arbeiten ist komplett unmöglich – weil ich immer mit einem Ohr auf den Automaten aufpassen muss, weil ich immer in Habachtstellung bin um zu reagieren, wenn ein Kunde mal wieder vom gewohnten "Piep, piep" abgewiesen wird.
Bei Kosten von mehreren tausend Euro pro Jahr für den Wartungsvertrag des Leergutautomaten müsste eigentlich ein 24-Stunden-vor-Ort-Service drin sein.
Ich habe momentan allerdings eher nur einen 1,5-Wochen-wir-melden-uns-vielleicht-bei-Ihnen-Service.
Vor rund 1,5 Jahren berichtete ich
über ein kleines Mädchen, dass hier mehrere Tage lang immer wieder massenhaft Süßigkeiten geklaut hat.
Ich hoffte darauf, dass der "Schuss vor den Bug" eine ausreichend erzieherische Wirkung hatte. Also gab es damals kein Hausverbot (erklär' das mal einem Kind...) und wir vergaßen die Sache auch recht schnell wieder.
Nun war das Mädchen mit einer Freundin im Laden. Sie hielten sich ziemlich lange auf, liefen ständig zwischen den Süßwaren, Keksen und Chips hin und her. Plötzlich aß die Freundin hier mitten im Laden einen Schokoriegel und steckte das Papier in ihre Jackentasche. An der Kasse bezahlte sie diesen nicht und so sprach ich sie an, ob sie nicht etwas zu bezahlen vergessen hätten.
Den Schokoriegel hätte sie schon vor fünf Minuten bezahlt, sagte sie und hielt mir einen Kassenbon vor die Nase. Okay, 'tschulligung.
Erst nachdem die beiden weg waren, fiel mir auf, dass die Uhrzeit auf dem Bon gar nicht stimmte. Das war nicht "fünf Minuten" her, sondern weit über eine Stunde. Der Blick auf die Videoaufzeichnung verschaffte Klarheit: Den zuvor gekaufen Schokoriegel hatte sie mitgenommen, als sie rausgegangen war. Den vor ein paar Minuten gegessenen Schokoriegel hatte sie ganz klar erkennbar unmittelbar zuvor aus dem Regal genommen.
Na, wartet. Lasst ihr euch hier noch einmal blicken...
Alte Menschen sind oft einsam. Darum sind Einkaufsläden oder Wochenmärkte eine beliebte Anlaufstelle für sie. Dort treffen sie viele Menschen und hoffen auf das eine oder andere Gespräch oder Bekanntschaft. Das ist bei uns nicht anders. Wann immer sich ein Gespräch mit einem älteren Kunden oder einer älteren Kundin ergibt, hören wir anständig zu. Die meisten Kunden merken zum Glück irgendwann selber, dass man ja auch noch andere Sachen zu tun hat und beenden das Gespräch von alleine: "Oh, ich möchte Sie jetzt aber nicht länger aufhalten. Sie haben zu tun..."
Dann ist da noch eine sehr alte Frau mit Rollator, die wir immer "Oma Anna" nennen. Keine Ahnung, ob sie wirklich so heißt. Aber auf jeden Fall ist sie sehr einsam, sehr gesprächig – und sehr vergesslich.
Wenn sie es schafft, mit jemandem ins Gespräch zu kommen, erzählt sie ihrem (meist weiblichen ) "Opfer" ihre ganze Lebensgeschichte. Es kommt durchaus mal vor, dass sie über eine Stunde mit jemandem hier in Laden steht und redet. Das Spiel kann sich durchaus mehrfach hintereinander wiederholen. "Anna" stört es nicht, alles wieder und wieder zu erzählen und auf diese Weise verbringt sie teilweise mehrere Stunden täglich hier im Laden.
Eigentlich müsste man helfen – aber wie?