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Reklamierte Sprühsahne

Eine ältere Frau rief an und beschwerte sich über einen Posten auf ihrem Kassenbon. Sie erklärte mir, dass ihr über "Zweimarkfünfzig" dafür berechnet worden seien und dass sie sonst nur die Hälfte dafür zahlen würde. Das wäre ja eine Frechheit, die so teuer zu machen.

Eine Nachbarin hatte für sie eingekauft und beim späteren Kontrollieren der Abrechnung war ihr der "Wucher" aufgefallen.

Nun, wenn sie die Sahne nicht schon angebrochen hätte, wäre der Umtausch sogar durchaus möglich gewesen. Sie hatte nämlich von ihrer Bekannten versehentlich laktosefreie Sprühsahne bekommen und die ist nunmal teurer als die Discountware. In meinem Fall hier entspricht das ziemlich genau dem Faktor Zwei.

Ich rechnete bei meinen Ausführen schon mit dem Schlimmsten, aber sie hatte offenbar Verständnis für alles und nahm sich fest vor, beim nächsten Mal ihrer Nachbarin genau zu sagen, was sie nicht mitbringen soll. :-)

Moin!

Wenn man als Norddeutscher im Süden anruft, erlebt man immer wieder irritierende Reaktionen. Aber auf eine für Südstaatler vermutlich nicht weniger irritierende Aktion, also gleicht sich das aus.
"Firma Ixüpsilonzett, grüß Gott."

"Moin, Harste mein Name...

"Ja, guten Morgen."
Am späten Nachmittag / frühen Abend. :-O

Fragen für einen Vortrag über Marketingstrategien

Yannick hat ein paar Fragen an mich und wie immer beantworte ich sie (auch) öffentlich:
1. Führst du auch Marketingstrategien in deinem Supermarkt?

1.1 Falls ja: Welche Strategien sind das?
1.2 Falls nein: Weshalb nicht? - Hast du auch schon mit dem Gedanken gespielt, solche Strategien in deinem Betrieb einzuführen?
Also "Marketingstrategien" habe ich nicht. Ich führe meine Firma vor allem mit viel Gefühl und gegenüber Kunden versuche ich mich immer so zu verhalten, wie ich selber als Kunde in anderen Geschäften wahrgenommen werden möchte.
2. Werden spezielle Kaufanreize von den Herstellerfirmen deiner Produkte entwickelt/vorgeschrieben?
Es gibt immer wieder Aktionen der Hersteller. Bonuspacks, Saisonsorten, Verkostungen, Gewinnspiele etc.
3. Hast du Erkenntnisse, dass diese Kaufanreize zu erhöhtem Umsatz führen?
Nie beobachtet.
4. Was hältst du allgemein von Marketingtricks, hältst du sie als Kundenbetrug oder findest du sie gerechtfertigt?
Weder noch. Jede Firma möchte möglichst viel Gewinn machen und daher sind die unter Punkt zwei genannten Möglichkeiten immer wieder zweckmäßig, um sich von der Masse abzuheben.
5. Erlebst du ungewollt Marketingtricks in deinem Betrieb?
Da ich natürlich keinen Einfluss darauf habe, was die einzelnen Hersteller sich gerade an Sorten und Gratifikationen ausgedacht haben, würde ich diese Frage mit "ja" beantworten. Allerdings mit dem Hinweis, dass Wort "ungewollt" in diesem Fall nicht negativ verstanden werden sollte.
6. Sollte man Kunden über solche Tricks aufklären?
"Vorsicht, Kunde! Wenn Sie diese Packung kaufen bekommen sie die Sonderausgabe mit 15% mehr Inhalt. Seien Sie vorsichtig!"

So etwa?
7. Welche Kaufanreize sind deiner Meinung sehr wirkungsvoll?
Günstigerer Preis / Mehr Inhalt und bekannte (Marken-)Artikel in neuer Ausstattung.
8. Hast du selber schon Marketingtricks erlebt, die du auf keinen Fall vertreten könntest, da sie deiner Meinung damit zu weit gehen? Falls ja: Welche wären das?
Ja, aber ich weiß leider nicht mehr genau, um was es sich handelte.
9. Wie oft lässt du deine Produkte umräumen bzw. den Standort? (Welche Waren?)
Möglichst selten und wenn, dann nur aufgrund notwendiger Umbauten und Neugestaltungen!
10. Welche Werbemaßnahmen setzt du ein?
Fensterplakate, selten Zeitungsanzeigen – und keine wöchentlichen Handzettel!
11. Worüber beschweren sich deine Kunden am meisten und was ist dein Urteil darüber weshalb sie sich darüber am meisten beschweren?
Ich glaube, am häufigsten beschweren sich die Kunden über die Preise. Zu meiner Verteidigung muss ich aber sagen, dass die meisten dieser Kunden mich direkt mit dem Discounter an der Ecke vergleichen. Aufgrund des deutlich größeren und damit aufwändigeren Sortimentes hier bei mir, hinkt der Vergleich allerdings etwas.
12. Wie hoch ist deine Diebstahlquote?
Keine Ahnung. Zu hoch.
13. Was tust du dagegen, um sie zu senken?
Aufmerksamkeit, Aufmerksamkeit, Aufmerksamkeit...
14. Sammelst du Infos über deine Kunden (Umfragen, Meinungsforschung, etc)?
Nein!

DAS ist mal 'ne Chipstüte!

Noch mehr Wundersames aus dem Hause Walkers: Eine Chipstüte, die man bequemer auf dem Arm als in der Hand halten kann. Der Inhalt: 650g Knabbergebäck. Allerdings verteilt auf 26 einzeln verpackte Tütchen mit verschiedenen Sorten.

Trotzdem: Wenn man die Packung so einzeln betrachtrachtet, sieht die schon ganz schön beeindruckend aus. Hier mal im direkten Vergleich mit mir – und ich bin ja nun auch nicht gerade klein. :-)


Umgucken

"Guck dir mal den Mann mit dem Rucksack an, der gerade da in der Nähe vom Kühlregal steht", sprach mich einer meiner Mitarbeiter etwas besorgt an.

Also ab ins Büro und mal ein bisschen über die Videoanlage zusehen. Tatsächlich verhielt sich die "verdächtige Person" (bei uns mit VP abgekürzt) durchaus auffällig und passte gut in das Raster hinein, dass auch der durchschnittliche Ladendieb an den Tag legt: Scheinbar unschlüssig hin und her gehen, immer wieder umsehen und allgemein recht ziel- und planlos wirken.

Aber irgendwie wollte er nichts einstecken. Er hatte keine dicke Jacke an, keine weiteren Taschen bei sich und den Rucksack behielt er auch auf dem Rücken. Was macht der da?!?
Ich beschloss, dass der Mann doch keine "VP" ist und ging einfach mal an ihm vorbei. Er tipperte irgendetwas in seinen PDA. Vermutlich Artikeldaten und/oder Preise, denn mit der Spitze seines Zeigestiftes wechselte er immer wieder zwischen dem Display un den Regaletiketten hin und her.

Ich ließ ihn gewähren ohne etwas zu sagen. In den meisten Läden sind solche Aktionen nicht gerne gesehen – aber mal ehrlich: Wenn jemand unbedingt die Preise von der Konkurrenz wissen möchte, kann er sie notfalls auch unauffällig aufschreiben. Dann würde ihn auch niemand daran hindern. Und vielleicht hatten die Notizen ja auch vollkommen andere Gründe...

Fleur de Sel aus Berlin

Der Hermes-Bote hat mir ein kleines Päckchen in die Hand gerdrück. Der Inhalt: Eine Kilopackung Meersalz und ein Anschreiben:



Für alle, die den Text nicht entziffern können, hier eine kurze Zusammenfassung: Matthias Winkelmann betreibt mit einem Freund eine kleine Firma, die Meersalz, genauer: Fleur de Sel, importiert und verkauft. "Rein zufällig" liegt eine Packung davon dem Schreiben bei und ich soll doch bitte darüber berichten, gerne auch kritisch.

Tzja – das Salz ist lecker. Es schmeckt eben nicht nur "salzig", sondern unglaublich aromatisch. Wer keine Skrupel hat, 22 Euro für ein Kilogramm Salz ("Salz bekomme ich bei Aldi für 40 Cent") auszugeben, sollte unbedingt mal den Onlineshop salzprojekt.de besuchen. Glaubt mir: Man möchte das Salz fast pur mit dem nassen Finger wegnaschen.

Nun schreibt mir der Matthias, dass ich gerne fünf Kilogramm Fleur de Sel unter meinen Lesern verlosen kann. Für die Lobeshymne hier wünsche ich mir jetzt, dass es insgesamt zehn Kilogramm werden. Wer Interesse hat, soll bitte eine E-Mail mit Angabe der Adresse an kontakt@salzprojekt.de schicken. Ich hoffe, die beiden wissen, auf was sie sich mit diesem Angebot eingelassen haben. Das Postfach wird platzen! :-)


Abschied von der SPAR-Zentrale Schenefeld

Mail von "Wolle":
Hi Björn,

unbekannterweise grüße ich Dich aus Hamburg, bzw. aus der alten SPAR Zentrale aus Schenefeld. Inzwischen bin ich bei der "E", zum Glück mit meiner Spar-Zugehörigkeit von 27 Jahren!

Anbei noch Paar Bilder.
Vielen Dank für die Bilder. Die SPAR-Zentrale in "Hamburg" (also Schenefeld) ist mir vor allem negativ in Erinnerung geblieben. Die meisten Falschlieferungen oder Bruch haben wir nämlich aus dem Lager bekommen. Selber war ich nie dort und habe auch einzelne Mitarbeiter dort nie persönlich kennengelernt.

Der Anhänger mit dem SPAR-LKW-Aufdruck ist aber cool! :-)




Auto verkaufen

In der Nacht kam mal wieder ein Fax von so einem Autoschieber mit der Anfrage nach zu verkaufenden Gebrauchtwagen. Ich habe das Ding einfach mal ausgefüllt und Zurückgefaxt: "Mercedes E-Klasse, T-Modell, Elegance-Ausstattung, 2005, 80tkm, 7500 Euro". Das Feld für die Telefonnummer hatte ich freigelassen.

Trotzdem kam schon knapp eine Stunde später der Rückruf:
"Sie haben ein Auto zu verkaufen?"

"Nö."

"Aber Sie haben mir hier ein Fax geschickt..."

"War'n Witz. Sie haben mir ja auch ein Fax geschickt, dass ich gar nicht haben wollte."

"Hatten wir schonmal eine Geschäftsbeziehung?"

"Nein, möchte ich auch nicht."

"Gut, dann nehme ich Sie aus dem Faxverteiler."
Geht doch. :-)

Nervt!

Da meine Anrufe bei der Auftragsannahme der Firma ja ohne nennenswerte Reaktion bleiben, versuche ich's mal auf diesem Wege. Wir haben mal wieder und wie in den letzten Wochen schon so oft das "Defekt!"-Schild am Automaten hängen.

Wären es immer wieder verschiedene Gründe, die das Gerät streiken lassen würden, die man vielleicht sogar mit der Gesamtzahl der inzwischen angenommenen Gebinde begründen könnte, hätte ich dafür ja noch Verständnis.

Aber: Es ist immer und immer und immer und immer und immer wieder die selbe Fehlerquelle. Nämlich die spackige Konstruktion, die die Mehrwegflaschen auf den Flaschentisch sortiert. Entweder verklemmen sich die Flaschen unter dem Förderband oder die dünnen Blechstreifen verbiegen sich oder der Näherungsschalter wird von dem darunter rotierenden Metallteil abgefräst oder eine Lichtschranke fällt ab, weil sich die Schrauben lockern oder der Antriebsmotor bzw. das daran hängende Getriebe verreckt. Aber immer wieder ist es dieser blöde Aufrichter / Ausschieber.

Es wäre nicht so frustrierend, wenn man nicht immer wieder mit dem selben Problem, bzw. der selben Fehlermeldung vor dem nicht funktionierenden Automaten stehen würde. :-(


Werdegang beim Mitbewerber

Eine Kollegin berichtete mir beiläufig von einer ihrer Freundinnen, die bei einem meiner Mitbewerber hier im Stadtteil arbeitet: "Die hat da nur als kleine Kassiererin angefangen, ist aber inzwischen an der Info beschäftigt."

Wow, was für ein Werdegang. Chapeau!

Suchen Sie etwas?

Schon irritierend, wenn man die im Blogtitel genannte Frage selber zu hören bekommt. Als Mitarbeiter!

Ich hockte vor einem Regal und war dabei, eine Bestellung in mein kleines Datenerfassungsgerät zu hacken. Um mich herum waren keine Kunden, das wusste ich, lediglich eine Stammkundin kam durch den Eingang auf mich zu und hielt sich im Bereich hinter mir auf. Plötzlich frage Sie: "Suchen Sie etwas?"

"Hey!", grinste ich zurück. "Normalerweise stellen wir Mitarbeiter diese Frage."

Aber vielleicht sah mein Bestellversuch ja so verzweifelt und umständlich aus, dass sie Mitleid mit mir bekam. :-)

Schrabbelklammer

Eine Heftklammer ist durch die Schlitze des Lautsprechers eines unserer Gigaset-Mobiltelefone gerutscht und hängt nun an dem Magneten des Lautspreches direkt vor der Membran fest. Mit den mir hier gegebenen Mitteln bekomme ich das Ding erstmal nicht raus, dafür sind die Öffnungen zu klein.

Aber die Klammer muss unbedingt wieder raus. Nicht, dass man mit dem Gerät nicht mehr telefonieren könnte – aber jedes Mal, wenn es klingelt oder man die Freisprecheinrichtung benutzt, tötet einem das hässliche (und vor allem laute) Geschrabbel von der Klammer auf der Kunststoffmembran den letzten (Hör-)Nerv. :-O

Frischer Spinat

Eine Kundin wollte wissen, ob wir frischen Spinat bekommen können. Ich verweise an Radio Eriwan und leite ein mit: "Im Prinzip ja..."

Die Antwort ist allerdings keineswegs widersprüchlich oder böse, sondern kurz und präzise: Kaum einer kennt frischen Spinat. Das Zeugs gibt es kleingehackt und mit Blubb aus dem Tiefkühlfach, manchmal auch als Blattspinat. Aber frisch? Diese großen unförmigen Blätter? Die kann man essen?
Tzja - schon mehrfach bestellt, insgesamt das meiste weggeworfen und zur Erkenntnis gekommen, dass frischer Spinat einfach kein Artikel für uns hier ist.

Walkers-Spezialitäten

So schnell geht es mit der Lieferung. Die "German Bratwurst Sausage" schmecken schon etwas gewöhnungsbürftig. Das könnte nun allerdings auch mit der Uhrzeit zu tun gehabt haben. :-)