Als der Vertreter vor ein paar Wochen erfolgreich den Rostfleck aus meinem Fußboden
geschrubbt hatte, war er wohl mit der Bürste etwas zu energisch gewesen. Dem Boden geht es ganz gut, die Sockelblende des unmittelbar benachbarten Regals hat jedoch von dem extrem scharfen Reinigungsmittel einen bleiben Schaden erlitten.
Ganz neu bei uns im Sortiment sind übrigens die vieldiskutierten, kritisierten wie auch zum Himmel gelobten Produkte von
Beyond Meat. Zumindest erst mal
ein Produkt, nämlich die Hamburger-Frikadellen. Hat die von euch schon mal einer probiert? Sind die wirklich so "original" fleischlich wie echte Frikadellen?
Leichte Panik im Bierregal.
In unserem
neuen Nussregal hatten wir nach einer Woche schon die ersten drei Fehlartikel. Nicht, weil Cashews und Pistazien kartonweise geklaut wurden, sondern wir haben diese Artikel tatsächlich vollständig verkauft. Scheint also wohl tatsächlich bei unseren Kunden ziemlich gut anzukommen und die erste Nachlieferung steht hier bereits bereit, so dass die Lücken gleich auch wieder weg sind.
Noch eine Zusendung von Blogleser Falk: Diesen Strichcode mit Gras, Blättern und einer pummeligen Biene hat er auf einer Packung
Lachgummi "Frutivity" entdeckt.
Vielen Dank auch für dieses Bild.
Da denkt man, man hat schon alles erlebt – und dann benutzt doch tatsächlich jemand TippEx auf den Inventurzählbögen …
(Spielt bezüglich des Inventurergebnisses jetzt keine Rolle mehr (will das TippEx jemand wegkratzen?), aber man staunt doch immer wieder.)
Wer kennt es nicht? Man sitzt beim
Kaiten-Sushi am Förderband, entdeckt aus der Entfernung schon einen Teller mit einem besonders interessanten Inhalt – und kurz bevor man selber zugreifen kann, schnappt irgendein anderer Gast einem genau diesen Happen vor der Nase weg und verleibt ihn sich ein. Die Enttäuschung, die sich in einem solchen Moment einstellt, wenn man das bereits im Mund zusammengelaufene Wasser nur noch mit dem bestellten Getränk herunterspülen kann, hat irgendwie einen eigenen Namen verdient.
Nur welchen?
Die berühmten Manitu-Kalender hängen hier in der Firma gleich an drei Orten: Bei mir im Büro, im Personalraum und auch in unserem kleinen Kassenbüro. Der Kollege, der den Kalender im letztgenannten Büro aufgehängt hat, war wohl in der großen Sorge, dass auch andere die kaum erkennbare Jahreszahl aus 6,5 cm großen Ziffern in der rechten oberen Ecke übersehen könnten und hat vorsichtshalber noch einmal bei jedem Monat zusätzlich ein "2020" ergänzt. Man weiß ja nie.
(Ich bin mir gerade nicht sicher, ob ich belustigt oder verstört sein soll.)
So bequem wie bei der EDEKA, nämlich mit dem mobilen Datenerfassungsgerät direkt am Etikett oder sogar einfach nur an der Ware, können wir bei anderen Lieferanten nicht bestellen. Teilweise haben wir Faxvorlagen (praktisch), einige Firmen schicken ihren Außendienst, der die Bestellung persönlich aufschreibt, vorbei (noch praktischer), wieder andere Lieferanten rufen an und nehmen die Aufträge telefonisch entgegen (auch okay).
Bei einigen wenigen Lieferanten bestellen wir via E-Mail. Das ist zwar augenscheinlich der modernste Weg, aber was Außenstehende dabei leicht übersehen ist die Tatsache, dass es mit dem Schreiben einer Mail nicht getan ist. Es muss überprüft werden, welche Artikel leer sind und dann muss die Bezeichnung oder eine Artikelnummer den Weg in das Eingabefeld des E-Mail-Clients finden. Manchmal sind das nur ein paar Artikel, bei anderen Lieferanten durchaus mal 100-150 pro Bestellung.
Das ist dann schon recht aufwändig. Meistens macht die Kollegin das so: Klemmbrett mit ein paar Zetteln, dann von den benötigen Artikeln die Artikelnummern notieren und ich hacke die Zahlen dann hier in eine E-Mail rein.
Eben musste ich die Bestellung mal wieder machen und hatte überhaupt keine Lust auf die doppelte Schreiberei. Also habe ich mir kurzerhand mein Handy geschnappt, von jedem zu bestellenden Produkt das Etikett fotografiert und dann hier am Rechner von allen Schildern (per Slideshow im 3-Sekunden-Takt angezeigt) die Nummern abgeschrieben. Das lässt sich gerade kaum noch bezüglich Effizienz optimieren.
Beim kurzen, eher zufälligen Blick auf den Bildschirm der Videoanlage sah ich, wie in genau dem Moment ein Mann seinen schnellen Gang stoppte und zwischen zwei Regalen stehenblieb. Dann hob er langsam seine beiden Arme, die seitlich am Körper herunter hingen, ein Stück in die Höhe, hielt sie dort eine Sekunde und ließ sie schwer wieder nach unten fallen.
Das war für mich ein eindeutiges Zeichen: Der Mann suchte etwas und konnte sich nicht vorstellen, dass wir es nicht haben. Nur wo? In seiner Geste spiegelte sich zweifelsfrei sein Erstaunen darüber wieder.
Umso erfreuter war er dann, als ich als Mitarbeiter des Ladens erkennbar zu ihm kam und ihn fragte, ob ich ihm bei seiner Suche helfen könne.
(Wer ob des Titels auf dem Schlauch steht, klicke hier.)
Ein paar zur Moschee (resp. deren Besuchern) gehörende Kinder spielten hier auf dem Hof. Sie liefen hin und her und kletterten unter anderem auch auf unserer Rampe herum. Ich hatte das vom Bürofenster aus beobachtet und blieb trotz der Belagerung der Rampe ziemlich gelassen. Lass sie doch spielen. So lange sie nicht wieder
Steine durch die Gegend werfen oder hier irgendwas von unseren Sachen beschädigen, will ich mich daran nicht mehr stören. Wozu auch?
Plötzlich hörte ich ein Rufen. An der Seite meines Plissees vorbeilinsend beobachtete ich, wie einer der älteren vom Moscheevorstand die Kinder zurechtwies und auch mit einer Armbewegung dazu aufforderte, von der Rampe herunterzukommen. Die Kleinen trabten im Laufe der folgenden Sekunden aus allen Richtungen an und gingen gemeinsam als kleine Gruppe ins Gebäude.
Ich staunte und war vor Freude völlig gerührt. Dass ich jemals noch mal erleben würde, dass hier mal ein derartiges Machtwort gesprochen wird. Nicht gerade mit Tränen der Rührung in den Augen, aber doch immerhin begeistert wandte ich mich wieder meiner Arbeit zu.
Erst hinterher fiel mir auf, dass die Kinder ausschließlich Mädchen waren. War das jetzt nur ein Zufall? Oder hätte bei Jungs wie so oft schon keiner was gesagt und sie hätten wild weitermachen können? Wer weiß, wer weiß …
Als reiner SB-Markt müssen wir bei den Bestellungen vor allem in den Frischeabteilungen immer sehr aufpassen. Schnell sind aufgrund der teilweise gemischten Bestellunterlagen bei Fleisch, Wurst oder Käse Artikel bestellt, die zum Verkauf in der Bedienungstheke vorgesehen sind.
Bei unserer letzten Bestellung beim Lieferanten für Käsespezialitäten haben wir uns bei einem französischen Weichkäse von der Angabe "
6 x 150g" in die Irre führen lassen. Das sah zwar nach Ware für den Verkauf in Selbstbedienung aus, aber auch kleine Stückchen können unverpackt für die Theke vorgesehen sein – und das ist hier mal der Fall gewesen.
Der Käse hält sich ja noch eine Weile. Einen oder zwei nehmen wir selber mit nach Hause und für den Rest werde ich mal die Kollegen anhauen, ob die daran ein Interesse haben. Sowas aber auch … Aber immerhin waren es keine dicken Käselaibe mit einer Masse von einem halben Zentner, die wir da bestellt hatten.
Auch wenn der Spruch auf der Oberseite der verschiedenen
Oatly-Packungen schon länger stehen sollte, so habe ich ihn jetzt erst entdeckt.
Ich musste jedenfalls lachen.
Nummer 48 stand heute Mittag noch gar nicht im Regal. Heute erst bekommen haben wir nämlich den ottifantastischen Rapshonig (
aus Deutschland) mit Ottifanten-Motiv auf dem Glas. Dadurch alleine werde ich zwar auch nicht zum intensiven Honigkonsumenten, aber zumindest sie die Zeichnungen von Otto Waalkes ganz niedlich.
Dieser Zettel hing an unserer Von-Kunde-zu-Kunde-Pinnwand. Erster Gedanke des Kollegen: Wie ironisch, Nachhilfe in Deutsch anzubieten und dann selber einen Rechtschreibfehler hinzulegen. Beim zweiten Hinsehen offenbarte sich dann aber schon, dass das nur ein Scherz gewesen sein könnte. Zu dem Zeitpunkt vermutete ich, dass man bei der Telefonnummer auf irgendeinem Dienst wie
Marcophono landet, dem ist jedoch nicht so. Die Vorwahl gehört zum Ort
Feldafing in Oberbayern, die Nummer existiert jedoch nicht, weshalb ich sie hier auch ohne Unkenntlichmachung veröffentliche. Wahrscheinlich ist jedoch, dass gar keine bestimmte Nummer beabsichtigt war, sondern die "Vorwahl" einfach nur für
Null-Acht-Fünfzehn steht.
Für mich gibt es hier nur eine Option: Wollte nur ins Blog.