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Organspendeausweise für den Packtisch

Vor ein paar Tagen kam hier ein kleines Päckchen mit Blanko-Organspendeausweisen an, die nun den Weg auf den Packtisch gefunden haben, wo Interessierte sie mitnehmen können. Es waren zum einen die Info-Flyer mit den Ausreiß-Pappkarten dabei als auch "richtige" Kunststoff-Ausweise, die etwas dauerhafter sind.

Anekdote am Rande: In der Anschrift war das Zusatzfeld "EDEKA-Supermarkt!!!" (sic!) vorhanden, der Absender (bzw. Auslöser der Sendung) ist also vermutlich hier unter der Leserschaft zu finden, in diesem Sinne Danke. :-)


Schnelle Schlange (2)

Eine Kundin sprach mich in klagendem Tonfall an: Die Warteschlange sei so lang und ob wir nicht eine weitere Kasse öffnen können. Ich lief nach vorne, um nachzusehen, ob wirklich nur eine Kasse besetzt ist. Zu meiner Freude sah ich, dass an beiden Seiten gearbeitet wurde und wollte gerade zur Kundin gehen, um ihr wie üblich zu berichten, dass es aufgrund der Abstände schlimmer aussieht, als es ist.

Obwohl nur wenige zehn Sekunden vergangen waren, stand sie inzwischen schon 15 Meter weiter und damit unmittelbar vor der Kasse und hatte nur noch wenige andere Kunden vor sich. Da mischte ich mich nicht mehr in die Menge und beließ es dabei.

Man ist eben so darauf konditioniert, dass eine lange Schlange gleich eine lange Wartezeit bedeutet. Bei uns ist es seit den vergrößerten Abständen und mehr Präsenz an der zweiten Kasse aber nun tatsächlich so, dass der Anfang der Warteschlange tatsächlich ein gutes Stück von der Kasse entfernt ist, aber dafür die wartende Menge auch ständig in Bewegung ist. Also eher Stop&Go-Verkehr als Stau mit Rettungsgasse. Das ist zwar im ersten Moment erschreckend, aber letztendlich doch nicht ganz so langweilig wie man befürchten könnte. :-)

Zigaretten >10€ / Schachtel

Früher hörte man es oft: "Wenn Zigaretten mehr als x Mark kosten, höre ich auf zu rauchen!"

Trotz immer umfangreicherer Anti-Raucher-Kampagnen (von denen spätestens seit den "Schockbildern" eher die Nichtraucher als die Raucher erschreckt werden), wird nach wie vor viel geraucht. Alle Preise steigen kontinuierlich Jahr für Jahr und inzwischen haben selbst wir hier die erste Zigarettenschachtel im Sortiment, für die man bereits einen zweistelligen Euro-Betrag hinlegen muss.

Hätte jemand früher gesagt "Wenn Zigaretten mehr als 20 Mark kosten, höre ich auf zu rauchen!" – er oder sie wäre direkt wegen galoppierenden Wahnsinns erschlagen worden. :-)

Baiser-Törtchen

Wann immer ich jemanden frage, was man mit fertigen Baiser anstellt, bekomme ich als Antwort, dass die gewöhnlich zerkrümelt und für Desserts oder Kuchen verwendet werden. Ich mag Baiser überhaupt nicht gerne (auch nicht in Form dieser kleinen Verzierungen auf Torten) und stehe der Materie entsprechend einfallslos gegenüber.

Wir verkaufen hier auch seit Anbeginn unserer Zeitrechnung kleine Baiser-Törtchen. Gibt es irgendjemanden, der die tatsächlich mit Sahne und Früchten (oder was auch immer) füllt und wie auf dem Foto auf der Verpackung anbietet / verzehrt? Brr. :-D


Mus und Mark

Schon vor zig Jahren war mir aufgefallen, dass wir bei den Bio-Großhändlern immer nur das Produkt "Apfelmark" bekommen können, während die konventionellen Produkte immer "Apfelmus" heißen. Wirklich darüber nachgedacht habe ich zugegebenermaßen nie, hatte die etwas ungewöhnliche Bezeichnung "Mark" als eine Marotte der Bio-Produzenten angesehen.

Aber inzwischen weiß ich ja, dass das als Apfelmus deklarierte Produkt einen Mindestzuckeranteil beinhalten muss, der gewöhnlich durch die Zugabe von Kristallzucker erreicht wird. Da die Bio-Hersteller auf ungesunden Zucker verzichten, sie somit ihre Produkte aber nicht "Apfelmus" nennen dürfen, wurde eben der Weg über das "Apfelmark" gewählt. Witzigerweise gibt es Apfelmark aber auch im Grunde nur als Bio-Produkt.

Das Problem mit einem gesetzlich vorgeschriebenen Mindestzuckeranteil kennen ja auch andere

Offene Klotür

Eine ältere Bekannte kam hier ins Lager und fragte, ob sie kurz unsere Toilette benutzen dürfte. Ich zögerte kurz, bejahte dann aber. Sie ging nach hinten und bog dann im Gang nach rechts in mein Büro ab, dessen Tür gerade noch offen stand. Sie stutzte und ich rief ihr aus der Entfernung zu, dass die Toilette (gemeint war die Damentoilette) genau hinter ihr ist. Sie drehte sich um, ging 1,5 Meter wieder nach vorne und bog dann in die Herrentoilette ab. Auch gut, wie das Porzellan mit Vornamen heißt, ist dem Strahl wohl ganz egal.

Etwa fünfzehn Sekunden später ging ich nach hinten in mein Büro und guckte in die offenstehende Eingangstür zum WC-Raum. Zu meinem Erstaunen stand die Tür zur Toilettenkabine auch halb offen, wo die Bekannte mit halb heruntergelassener Hose über der Schüssel hockte.

"Du darfst die Tür auch zumachen!, rief ich ihr aus dem Off laut zu. "Ach, ich bin ja schon fast fertig", hallte es aus der Keramikabteilung zurück.

Erbetener Umtausch von unbekanntem Produkt

Eine Kundin wollte zwei Packungen einer Milchaltarnative auf Sojabasis umtauschen, weil sie die Sorte falsch gekauft hätte. Kann ja mal passieren.

Das wäre auch alles gar kein Problem gewesen, wenn der Artikel auf dem mitgebrachten Kassenbon gestanden hätte oder wir ihn überhaupt führen würden – aber nichts dergleichen. Das Produkt hatten wir noch nie und ist auch bei uns in der Warenwirtschaft nicht bekannt.

Ergo gab es kein Geld dafür von uns.

Fast vollständige Notkasse

Wir haben hier schon seit Anfang an einen kleinen Rolltisch mit einer dritten Kasse, unsere Notkasse. Diese Kasse war tatsächlich nur für Spitzen gedacht und meistens ging es dann so zu, dass wir "Barzahler ohne abzuwiegendes Gemüse" aus den Schlangen vor den beiden Hauptkasse zur dritten Kasse am Eingang abgezogen haben. Die Kasse war schon immer ohne Checkout-Waage und ohne Kartenterminal ausgestattet. Das war zwar immer mal etwas mühsam, hat aber zumindest funktioniert.

Dann kam Corona. Seit dem ist der Anteil an Kartenzahlungen deutlich gestiegen. Das Verhältnis ist inzwischen von 1:2 (bargeldlos/bar) auf etwa 2:1 gestiegen. Da der Vertrag mit Telecash noch ein paar Jahre läuft, haben wir das alte Kartenterminal aus Findorff nun seit ein paar Wochen an unserer Notkasse stehen. Und noch mehr Findorff-Technik haben wir dort verbaut, inzwischen befindet sich dort außer dem bisher verwendeten Handscanner auch ein fest eingebauter mit integrierter Waage. Das spart das lästige Aussieben der Kunden mit bestimmten Produkten und Zahlungsarten.

Nur Zigaretten gibt es dort nicht, aber das ist wohl das kleinste Problem. :-)

Inzwischen benutzen wir diese Kasse so oft, dass ich mir manchmal wünsche, dass wir drei reguläre Kassenplätze beim Umbau vorgesehen hätten. Aber das war nicht vorhersehbar und wenn ich dran denke, dass das Vertriebs-Team der Edeka damals vorm Umbau der Meinung war, dass wir diese dritte Kasse überhaupt nicht brauchen würden … Aber glaubt mir, darüber beschwere ich mich ganz sicher nicht.


"RESPEKT"-Aufsteller

Ich zitiere mal die EDEKA-Website: "Nachhaltig waschen und reinigen mit RESPEKT – RESPEKT ist die Marke für umweltfreundliches Waschen und Reinigen und verspricht dabei, sanft zu Umwelt und Natur zu sein. Sie RESPEKTIERT die Umwelt, REINIGT kraftvoll und REDUZIERT Umweltbelastungen sowie Verpackungsmüll."

Nun habe ich einfach mal einen Aufsteller mit einer Auswahl an Reinigungsprodukten aus der hauseigenen Marke bestellt. Wer an der Nachhaltigkeit dieser Sachen zweifelt, beachte bitte den aufgedruckten "blauen Engel", mit dem besonders umweltschonende Produkte ausgezeichnet werden.

Da unser Regal mit Wasch- und Putzmitteln ohnehin nicht so groß ist, überlegen wir seit einer Weile, ob wir nicht in dieser Abteilung den Schritt in Richtung mehr bis fast nur noch Bio wagen sollen. Wir haben schon immer viele "Frosch"-Produkte gehabt, schon länger Claro, seit einer Weile Now und Ecover – und jetzt eben sogar unsere Hausmarke "Respect". Ob uns die Kunden es übelnehmen würden, wenn wir in dieser Warengruppe fast komplett auf Bio umstellen würden? Oder ob das sogar eher ein Imagegewinn für uns sein könnte? Ich weiß es nicht, bin aber absolut gewillt, es sukzessiv umzustellen.


Kerzen-"Stummel"

Seit ein paar Jahren müssen Kerzen, die in der EU in Verkehr gebracht werden, eine optimale Brandsicherheit bieten, vor allem meistens dadurch, dass sie selbstverlöschend sind, wenn nur noch ein Rest der Kerze übrig ist.

Das ist ja eigentlich eine sehr lobenswerte Sache – aber wenn von einer knapp 10 cm durchmessenden Kerze noch ein mehrere Zentimeter hoher Rest übrig bleibt, finde ich, dass man da schon (entweder aufgrund der Verordnung oder eines übereifrigen Herstellers) ziemlich weit übers Ziel hinaus geschossen hat.

Was für eine Verschwendung … :-(