Vor knapp drei Wochen hat mich ein Kunde angesprochen. Er sei Fensterputzer und wollte wissen, ob er nicht auch hier im Laden die Scheiben reinigen könnte. Da wir den letzten Gebäudereiniger vor einigen Wochen aus wichtigen persönlichen Gründen geradezu rauswerfen mußten, kam mir das Angebot natürlich sehr gelegen.
Er hat die Scheiben ausgesprochen gründlich gereinigt und ich war mit seiner Arbeit sehr zufrieden. Er bot dann noch an, die Aluminium-Rahmen von außen zu säubern. Ein Angebot, das ich sehr gerne annahm, denn sie sind wirklich in einem üblen Zustand. Er fragte, ob ich ihm das Geld dafür vorstrecken könnte, da er gerade etwas klamm sei und erst die Reiniger besorgen müßte. Normalerweise mache ich sowas nicht mehr. Da allerdings sein Fensterputz-Lohn und der Vorschuß zusammen in etwa der Summe entsprachen, die sein Vorgänger sowieso bekommen hat, war das für mich aber kein Problem.
In den folgenden zwei Wochen vertröstete er mich mehrere Male, daß er die Arbeit "am Sonntag", "morgen nachmittag", "am Wochenende", "morgen oder übermorgen" durchführen würde. Die Rahmen sind immer noch dreckig und ihn habe ich seit 'ner Woche gar nicht mehr gesehen...
Eine Unternehmung, die aus zwei Personen besteht und mit "Rechtsanwaltskanzlei, Wirtschafts- und Steuerberatung" firmiert, hat mir Werbung geschickt. Sie würden seit Jahresbeginn EDEKA-Märkte betreuen und da ich mich "als SPAR-Einzelhändler umstellen müssen dürfte", weil die "EDEKA Gruppe unter anderem 100% der Anteile an der SPAR Handels-AG erworben hat", wäre ich bei ihnen gut aufgehoben.
Danke, aber um meine Vorjahresumsätze mit meinen geplanten Umsatzzahlen für das aktuelle Jahr vergleichen zu können, brauche ich keine bezahlte Hilfe.
Ein seltsamer, strenger Geruch, der irgendwie an getragene Socken erinnerte und den ich nicht einsortieren konnte, stieg mir eben im Aufenthaltsraum in die Nase.
Meine erste Erfahrung mit Limburger Käse.
Immerhin: Die liebe Kollegin hat's sogar gegessen. Wehe, wenn sie deswegen 'nen gelben Schein reinreicht...
Erstaunlich, wie viele Menschen an manchen Tagen etwas von einem wollen.
Ich könnte ja Powered by ·T···elekom an den Laden schreiben und von den Werbeeinnahmen eine Telefonistin beschäftigen. Es gibt Tage, da möchte man am liebsten den Stecker der Telefonanlage rausziehen...
Von Pittjes gibt es ein (neues?) Produkt mit dem ausdrucksstarken Namen Teignuts.
Der Denglisch-Mix suggeriert ein modernes Produkt ( :biggrin: ) und außerdem hätten bei der (korrekt übersetzten) Bezeichnung Dough-Nuts wahrscheinlich alle an fluffige Teigringe gedacht. So entschloß man sich, den vorderen Teil des Begriffes zu übersetzen, um auch Personen, die des Angelsächsischen nicht so mächtig sind, klarzumachen, daß es sich dabei um Erdnüsse im Teigmantel handelt.
Keine Ahnung, wie die Teile schmecken.
Der Name ist jedenfalls grottig.
Ich habe diesen Text in ausgedruckter Form in einem Stapel Papier wiedergefunden. Vermutlich habe ich ihn irgendwann mal in den Tiefen des Internets entdeckt - wo und wann auch immer das gewesen sein mag, kann ich nicht sagen. Google schweigt sich darüber aus.
Wer mit der Verkäuferin am Marktstand Streß haben möchte, braucht jedenfalls nur darauf zu achten, ihre Floskeln und Aussagen exakt zu beantworten.
Guten Tag, ich hätte gerne ein Pfund schöne Äpfel.
Die sind alle schön. Ich suche Ihnen welche raus.
Warum wollen Sie denn welche raussuchen?
Na, Sie sagten doch extra, Sie wollten schöne...
...Und da sagten Sie, die wären alle schön. Also brauchen Sie doch keine rauszusuchen!
Ich wollte damit sagen, daß es eine ganz besonders gute Sorte ist.
Ich habe doch gar nicht gesagt, welche Sorte ich möchte.
Ja, welche möchten Sie denn?
Boskop.
Bitte schön, ein Pfund Boskop.
Sind die auch schön?
Ja, sehr schön. Den Boskop verkaufen wir sehr gerne.
Wieso, muß der weg?
Nein, wie kommen Sie denn darauf?
Wenn Sie den Boskop-Apfel gern verkaufen, dann muß das doch irgendeinen Grund haben.
Das habe ich doch gerade gesagt. Das ist unser bester Apfel.
Also gut, dann nehme ich den Boskop-Apfel. Und den Rest von einer anderen Sorte.
Welchen Rest?
Na, den Rest von dem Pfund.
Wieso, wollen Sie denn nicht ein ganzes Pfund?
Ja, haben Sie denn so viele?
Ein Pfund ist doch nicht viel.
Nein, aber Sie sprachen immer von DEM Boskop-Apfel und da nahm ich an, Sie hätten nur noch einen davon.
Nein, da haben Sie mich falsch verstanden. Das macht dann 1,30. Haben Sie's klein?
Ja. Bitte.
Aber... das sind nur 60 Cent!
Reicht das denn nicht für einen Boskop-Apfel?
Spätestens an dieser Stelle muß man wahrscheinlich vor den tieffliegenden Boskop-Äpfeln in Deckung gehen.
Es fiel doch sehr auf: Der Weg zur Firma war heute ausgesprochen frei.
Es war tatsächlich deutlich zu spüren, daß viele Leute sich heute frei genommen haben. Nur wenige PKW sind heute auf den Straßen gewesen. Zumindest in Relation zu normalen Wochentagen. Mal gucken, wie sich das auf den heutigen Umsatz auswirkt.
Hier kam heute eine Bewerbung an. Der junge Mann ist gerade mit seiner Ausbildung fertig (Warum braucht jemand 4 Jahre für eine Berufsausbildung, die offiziell nur 2 Jahre dauert?) und sucht einen Job in Bremen.
Unabhängig davon: Die Bewerbung ist toll. Technisch perfekt, ordentlich und vollständig. Und dennoch habe ich eine Aversion gegen diese pseudo-originellen "zeitgemäßen" Lehrbuchbewerbungen, die mit Floskeln wie z.B. "Suchen Sie einen...?" gespickt sind. Die Dinger sind überhaupt nicht mehr originell. Kein Stück. Sie öden mich an.
Ich werde ihm die Unterlagen aber nicht gleich wieder zurückschicken. Vielleicht ergibt sich ja eine Möglichkeit, ihn hier einzusetzen. Immerhin hat er angeboten, vorab ein Praktikum zu leisten - und ich denke, die Chance könnte man ihm geben.
Was ist denn?
(Standardfrage, damit man sich ggf. auf die Situation vorbereiten kann.)
Ja, kommt mal eben.
Ich hasse es, ins Ungewisse laufen zu müssen. Meistens irgendwelche unangenehmen Probleme mit Kunden.
Nachtrag: Einem Kunden ist eine Flasche Spülmittel aufgegangen und der Inhalt über die Jacke und Schuhe gelaufen. Ich empfahl ihm, die Sachen ggf. reinigen zu lassen und mir die Rechnung zu bringen.
Anruf eines Einzelhändlers im fortgeschrittenen Rentenalter, der jahrzehntelang ein Feinkostgeschäft hier in der Nähe betrieben hat: Er gibt im Mai sein Geschäft auf und bedauert, daß seine Kunden die beliebte Erstellung von Präsentkörben nicht mehr nutzen können, denn nicht viele Lebensmittelgeschäfte bieten diesen Service an.
Bei mir wurden Präsentkörbe eher sporadisch verlangt, was vor allem daran liegen dürfte, daß ich dafür auch nie spezielle Werbung verbreitet habe.
Nun hat mir jedenfalls der nette Herr den Vorschlag gemacht, daß seine Frau bei uns Präsentkörbe zusammenstellen könnte. Sie hätten einen großen Kundenstamm und es wäre zu schade, das alles einfach einschlafen zu lassen, zumal ihm das auch immer sehr viel Spaß gemacht hat.
Seine Frau könnte zum Beispiel bei mir als Aushilfe arbeiten und natürlich dann die Waren für die Körbe aus meinem Laden nehmen.
Ich finde die Idee klasse und werde darüber noch nachdenken, wie man das konkret umsetzen könnte.
Ich habe heute beim Ablage ausmisten noch einen Flyer von der Deutschen Wildtier Stiftung gefunden, der hier schon seit Monaten herumliegt.
Kein Shopblogger-Thema, aber irgendwie ein lustiges Bild:
Nicht nur Mr. Lawblog Udo Vetter hat Probleme mit Firmen, Behörden und Versicherungen, die zwar eine E-Mail-Adresse angeben, aber offensichtlich gar nicht oder nur sehr eingeschränkt nutzen.
Aber das geht beruhigenderweise wohl nicht nur ihm so: Ich habe vor knapp zwei Wochen eine E-Mail an den Bauer-Verlag geschrieben mit der Bitte um eine Genehmigung, einige Bilder aus einer Zeitschrift hier veröffentlichen zu dürfen. Schade, daß man es nicht einmal für nötig hält, darauf überhaupt einzugehen.
Ich gebe zu: Ich mag Mc Donald's und esse relativ gerne dort.
Vor einigen Jahren war ich auch gerne bei Burger King. Nach (zu) vielen Enttäuschungen (kalt, pappig, unfreundlich) habe ich mir wieder angewöhnt, nur noch bei McD zu essen, wenn es mal schnell gehen sollte. Beim "goldenen M" ist zwar auch nicht immer alles 100%ig, aber meistens ist es okay.
Heute war ich nach Jahren mal wieder bei Burger King.
Ich wollte neben einer kleinen Portion Hähnchen-Nuggets nur zwei "Hot Brownie mit Eis" haben. Das ging leider nicht, weil sie (fast) ausverkauft waren. Aber einen - den letzten - hätten sie mir geben können. Wollte ich aber nicht. Alleine essen ist doof, also sagte ich der Mitarbeiterin, daß ich dann lieber das Geld wiederhätte.
Nachdem sie mir dann auch noch im Storno-Chaos das Wechselgeld völlig falsch rausgegeben haben war ich mir sicher, daß ich auch weiterhin beim großen Wettbewerber einkehren werde.