Im Markt in der Münchener Straße staunte ich nicht schlecht, als mir dort im Regal am eher günstigen 1,99-Euro-Hugo die angebrachten Warensicherungsetiketten auffielen: "War das die Macht der Gewohnheit oder wird das Zeugs bei euch wirklich geklaut?"
Soll wohl eine neue Kollegin gewesen sein, die nach der Einweisung einfach alle Flaschen aus dem Regal gesichert hatte. Besser so als gar nicht.
In Findorff begrüßen derzeit ziemlich leere Regale die Kunden.
Ist es schon der Ausverkauf wegen der Schließung? Nein!
Sind es Hamsterkäufe wegen des Corona-Cirus? Nein!
Gab es ein Problem bei der Übermittlung der (vor)letzten Bestellung, so dass die letzte Bestellung nicht ausgelöst wurde und somit letzte Woche keine Ware kam? Vielleicht … Hüstel.
Das hier ist wohl eine der bedeutendsten Meldungen im ganzen Blog:
Wir werden das Projekt "Findorff" in einigen Monaten beenden.
Es hat sich schon seit einer Weile herauskristallisiert, dass der Markt trotz aller Bemühungen nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben ist. Vermutlich ziehen zwei komplett renovierte / neu gebaute große Vollsortimenter im Stadtteil viele Kunden ab, vielleicht gibt es auch andere Gründe, die sich uns nicht erschließen. Wie auch immer: Seit rund zwei Jahren macht der Laden nicht nur "weniger Gewinn" oder ist einfach nur ein Nullsummenspiel, sondern er vernichtet sogar jeden Monat eine vierstellige Summe! Mit einer Nullnummer hätte ich leben können, immerhin bekommen dort ein paar Leute ihr Gehalt, aber Verlust geht natürlich gar nicht. Eine Weile haben wir uns das nun angesehen, auf große Bitte meiner engsten Vertrauten und Marktleiterin dort hatten wir den Mietvertrag bei der letzten Kündigungsmöglichkeit sogar noch ein Jahr weiter laufen lassen – aber es ist leider keine nennenswerte Besserung in Sicht und so haben wir vor ein paar Monaten eine Entscheidung getroffen.
Sehr schweren Herzens haben wir bereits schon im Herbst vergangenen Jahres den Mietvertrag und in der Folge alle anderen mit dem Markt zusammenhängenden Verträge (Wartungsverträge, Telekommunikation, Strom, Entsorgung etc.) gekündigt. Inzwischen sind sämtliche Mitarbeiter informiert. Ein Teil der Leute verlässt das Unternehmen, von mir gekündigt wird zwar niemand, aber nicht alle möchten in die Neustadt wechseln. Der Mietvertrag endet am 30. Juni, der letzte Verkaufstag wird der 16. Mai sein. Dann haben wir gut sechs Wochen Zeit, alles auszuräumen und die Geschäftsräume zu renovieren.
Ich hatte das Datum völlig aus den Augen verloren, aber seit Ende November 2019 sind die Domains vom alten Onlineshop, die ja nun einige Jahre ungenutzt herumlagen, endgültig gelöscht. Falls sich also ein Namensvetter von mir berufen fühlt, sein Glück im Onlinehandel zu versuchen: Die meisten der alten Namen sind noch verfügbar, ein Teil der alten Domains ist aber inzwischen auch schon von Domaingrabbern besetzt …
Noch ein kleines Video, das wieder einmal mit der mobilen App MoShow entstanden ist. Ein paar Bilder aus unserem kleinen Markt in Findorff von heute Morgen, von der Software automatisch mit ein bisschen Glitzerblinki versehen und mit Musik unterlegt. Nein, ich werde euch ab jetzt nicht jeden Tag mit so einem Filmchen quälen, versprochen.
Vor einer Weile (Gefühlt kurz vor unserem Umbau, faktisch 9 Jahre her …) war einer der beiden Räume im Lager / Keller bei uns im kleinen Markt buchstäblich bis an die Tür mit Material und Schrott gefüllt. Mühsam hatten wir etwas später ausgemistet, aber im Laufe der Zeit hat sich wieder und wieder und wieder Material gesammelt. Es ist einfach so, dass beim Betrieb eines solchen Ladens ständig aus allen möglichen Richtungen Zeugs hinzukommt und auch wieder aussortiert wird. So war der Raum in jüngster Zeit wieder relativ voll. Nicht so wie damals und "unbegehbar", aber doch schon arg unübersichtlich.
Und nun? Leer. Sogar leerer als damals. Nur unser alter Rollcontainer ist noch da, alles andere ist knallhart entsorgt worden. Ich gelobe, dass der Raum nun für immer so bleibt und wir Dinge gleich verwerten, statt sie einzulagern und erst viel später wegzuwerfen.
Im Büro im Markt in der Münchener Straße lag heute Morgen dieser Zettel auf dem Schreibtisch. Ich fragte irritiert, wer den gemacht hat, jedoch war es keiner von meinen Mitarbeitern. Aus der Nachbarschaft kam er, zusammen mit dem Vorschlag, ihn doch bei uns im Laden / an der Kasse auszuhängen.
Ja, die Bonpflicht ist völliger Unsinn. Der Gedanke daran, die Dinger beim Finanzamt bergeweise im Briefkasten vorzufinden, ganz spaßig. Aber dennoch werden wir den Zettel nicht aufhängen. Irgendetwas daran widerstrebt mir, wenngleich ich nicht genau sagen kann, woran es liegt.
Was würdet ihr davon halten, wenn sowas in eurem Stamm-Supermarkt an der Kasse hängen würde? Positiv? Negativ? Egal, weil sowieso niemand Schilder liest?
Hier ein paar Bilder vom diesjährigen Nikolauslaufen. Es ist natürlich sehr mühsam, da Kinderscharen zu zeigen, ohne dass da jemand drauf zu erkennen ist:
In Findorff gab es auch Nüsse und Süßigkeiten für die Kinder, da musste der alte Mann aber auf dem Stuhl sitzen, damit er nicht zusammenbricht.
Eher zufällig fiel mir auf den monatlichen Abrechnungen des Anbieters unseres Kartenterminals in Findorff auf, dass dort allmonatlich immer wieder ein Posten "Einmalberechnung" zu finden ist, der sich im Bereich von ca. 50-60 Euro bewegt. Ich hatte mich daran nie gestört, aber diesmal hat irgendetwas meine Neugierde geweckt und so rief ich beim Anbieter an.
Das ist eine Gebühr für den pauschalen Anruf über eine 01805-Nummer, über welche die Verbindungen zum Server aufgebaut wurden. Seit der Umstellung auf den IP-Anschluss ist dieser Dienst hinfällig. Waren jetzt einige Monate, in der Summe also rund 400 Euro zu viel bezahlt – aber besser spät bemerkt als nie und so ist diese Zusatzleistung nun gekündigt.
In unserem Markt in der Münchener Straße fiel mir auf, dass auch die teuren Sorten Instantkaffee einfach so im Regal platziert sind. Zwar auch dort natürlich mit Sicherungsetiketten beklebt, aber ansonsten freie zugänglich. Bei uns in der Neustadt würde ich das nicht machen, dafür ist mir mein Nachtschlaf zu wichtig – den Aufwand mit den abgeschlossenen Vitrinen betreiben wir ja nun nicht aus reiner Langeweile.
Aber die Kollegin im kleinen Ableger in Findorff geht damit vollkommen entspannt um: Nein, den Kaffee klaut keiner, was hier rausgeht, wird auch verkauft. Na, denn.
In unserem kleinen Markt in Findorff ist seit vielen Jahren die kleine "Flipper"-Wischmaschine im Einsatz. Seit einer Weile schon nicht mehr, da das Ding den Geist aufgegeben hat und sie drüben aus lauter Frust die kleine Fläche per Hand wischen.
Nach dem Kauf der neuen Maschine haben wir die gerade erst vor ein paar Wochen überholte TCM Bit übrig und die habe ich nun in die Münchener Straße gebracht.
Damit steht sie hier nicht herum und setzt Staub an und drüben müssen sich die Kollegen nicht mehr mit dem Wischmopp abmühen.
Lange geplant, hier nun endlich umgesetzt: Der Videorundgang durch den kleinen Markt in der Münchener Straße im Stadtteil Findorff. So sehr spektakulär ist unser kleiner Ableger ja nun auch nicht, daher gab es nicht besonders viel zu erzählen, vor allem auch nicht irgendwelche anstehenden Umbauten oder sonstigen Maßnahmen betreffend.
Aber so bekommt ihr euch zumindest mal einen Überblick, wie der Laden aussieht.
Es hat zwar etwas gedauert, aber die Findorffer haben nun auch einen rollbaren Tisch im Laden stehen, auf dem reduzierte Artikel liegen, deren MHD erreicht oder sogar bereis überschritten ist. Finde ich gut, schmunzeln musste ich über das ausgedruckte Schild, das an der Seite des Tisches hängt: "MHD Ade"
Erst ein paar Minuten später fielen mir die Zettel an einer der schmalen Seiten des Restetisches auf. Ich denke, die Bilder sprechen für sich.
Ganz und gar nicht beabsichtigt war von den Kollegen in der Münchener Straße, eine komplette Europalette Mehl unserer Eigenmarke zu bestellen. Aber okay – der Platz war da, das Mehl ist auch da und verkaufen lässt sich es sich bestimmt auch in einem akzeptablen Zeitraum, so dass wir nicht mit dem MHD in Konflikt kommen werden. Im Gegensatz zu dem Malheur mit den sauren Gurken vor einigen Jahren.
"Masse verkauft Masse.", hatte ich mal gelernt. Ob das nun auch bedingungslos auf Discount-Mehl zutrifft, würde ich nun aber einfach mal anzweifeln.