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Telefonnachschub

Im Laufe der Jahre haben wir hier in der Firma etliche schnurlose Telefone nicht nur benutzt, sondern regelrecht verbraucht. Durch den harten (und teilweise auch sorglosen) Umgang hier im Laden, haben sie nie lange gehalten. Gigaset 3000, Gigaset 4000, irgendwelche Telefone von AEG, Phillips, zwischendurch mal so ein Billigteil vom Discounter und dann noch "SEC" oder so ähnlich. Wir hatten etwa jedes Jahr neue Telefone hier im Einsatz.

Anfang 2007, also vor knapp vier Jahren, habe ich die Modellreihe E45 von Siemens entdeckt. Robust und schmutz- und (spritz)wasserfest sollten sie sein. Drei Stück hatte ich damals gekauft und sie hielten absolut, was sie versprachen. Diese Telefone sind definitiv die stabilsten, die ich je gekauft habe. Dass die Geräte im inzwischen fast vierjährigen Dauereinsatz "etwas" gelitten haben, ist auf diesem Bild gut zu erkennen:



Ach, das hatte ich nicht erwähnt: Es sind leider nur noch zwei Mobilteile übrig. Vor ein paar Wochen ist das dritte auf unbekannte Art und Weise spurlos verschwunden. Müll? Papppresse? Geklaut? Oder es liegt tatsächlich mit leerem Akku irgendwo gut versteckt.
Leider gibt es genau diese Telefone gar nicht mehr. Die E45 haben zwar einen offiziellen Nachfolger, aber das Gerät machte auf mich nicht den guten Eindruck, den seine Vorgängermodelle hinterlassen hatten.

Bei Ebay bin ich fündig geworden und habe ein paar baugleiche Mobilteile mit "Swisscom"-Audruck erstanden. Fünf Stück sind es insgesamt. Eins kommt sofort zum Einsatz und die anderen werde ich sicher einlagern. Theoretisch sollten sich damit die nächsten Jahre mobiltelefonierend überbrücken lassen. :-)


Alterskontrolle bei Haargel?

Yvonne hat mir gemailt:
"Hallo Björn,

gestern war ich bei einem deiner Mitbewerber einkaufen.
"
Tztz. :-)
"Unter Anderem lag eine Tube herkömmliches Haargel in meinem Einkaufswagen.
Von der Kasse erhielt die Kassiererin eine Altersabfrage. Da ich eindeutig über 16 Jahre alt bin, konnte sie diese bestätigen. Meine erstaunte Frage, ob sie mich veralbern wolle, seit wann und vor allem WARUM Haargel einer Altersbeschränkung unterliege, konnte sie mir leider nicht beantworten.
Tante Google war auch nicht besonders hilfreich, führte mich nur zu einem Blogeintrag zum Thema "Todesfälle durch Schnüffeln von Deospray".

Jugendschutz bei Deospray kann ich noch verstehen, aber bei Haargel?
Meine Vermutung ist ja, dass der Supermarktbetreiber freiwillig und der Einfachheit halber eine komplette Warengruppe "geschützt" hat. Aber nichts genaues weiss man.
"
Liebe Yvonne, ich bin genauso erstaunt, wie du und kann dir in keiner Weise erklären, wieso es zu der Alterskontrolle gekommen ist.

Waschmittel, Deo, Haargel, ja sogar Blendi darf an Personen unter sechzehn Jahren verkauft werden. Vielleicht hat der Verantwortliche in dem Markt wirklich die ganze Warengruppe mit einer Altersbegrenzung / Altersabfrage versehen (In dem Fall wäre ich übrigens neugierig, mit welchem Kassensystem das geht), aber einen Sinn erkenne ich darin nicht.

Eigentlich lässt sich darüber nur spekulieren. Also, Yvonne: Hin zu dem Laden, nachfragen und mir die Antwort schicken. :-)

Bacardi & Cola

"Komm mal eben mit dem Handchecker nach vorne, hier löst ein Kunde Alarm aus", rief mich mein Mitarbeiter über das interne Telefon an.

"Ist gerade relativ voll. Schick ihn mal bitte nach hinten."

"Ganz schlecht. Komm mal lieber nach vorne."

Als ich auf halber Strecke war, rannte der Mann wie ein Irrer los und war draußen auch schon nicht mehr zu sehen.

Der Blick auf die Videoaufzeichnung offenbarte schließlich, dass er sich mehrere Dosen "Bacardi & Cola" in seinen Hosenbund gestopft hatte.

Fragen zur Warensicherung

Felix hat ein paar Fragen zur Warensicherungsanlage:
Ich beschäftige mich gerade in meinem Studium mit RFID-Tags und beim Thema der elektronischen Warensicherung stellen sich mir ein paar Fragen. Da ich schon seit Ewigkeiten Deinen Blog lese, bist Du der erste der mir zu diesem Thema eingefallen ist und ich hoffe, dass Du mir vielleicht helfen kannst.
Ich kann's zumindest mal versuchen:
Welche Informationen tragen Deine Warensicherungsetiketten eigentlich? Sind das einfache 1-Bit Tags, die an der Kasse durch ein RFID-Device „entwertet“ werden, oder ist jedes Tag speziell codiert und wird dann in einer zentralen Datenbank ausgeziffert? Vielleicht funktioniert Dein System auch auf ganz andere Weise…?
Meine Anlage ist von Sensormatic (ADT, SensorSense oder wie auch immer die Firma inzwischen heißt. Das war in den letzten Jahren etwas unübersichtlich...) und ist ein reines akustomagnetisches System. Die Etiketten sind entweder aktiviert oder deaktiviert (lösen Alarm aus oder nicht) und können keine weiteren Informationen tragen. Panik, wie ich sie auch schon einmal bei einem Kunden erlebt habe, dass wir hier ja das Kaufverhalten "ausspionieren" würden, ist jedenfalls völlig unangebracht.
Und zuletzt, was kostet ein solches Tag eigentlich?
Weiß ich gar nicht genau. Die Dinger sind nicht ganz billig. Die bekannten Klebeetiketten (diese z.B.) kosten pro Stück irgendwas zwischen 5 und 10 Cent. (Ich weiß es wirklich nicht genau. Ich bestelle die Dinger alle Jubeljahre mal in 1000er-Kartons...) Das ist zwar als solches nicht viel Geld, aber die Masse macht's.

VISA-Utensilienbox zu verschenken

Von Concardis, der Abrechnungsstelle für Kreditkarten, habe ich ein Werbegeschenk erhalten: Eine Schreibtisch-Utensilienbox mit VISA-Aufdruck. Inklusive 2 Kugelschreibern, ein paar Zetteln, Mini-Heftzange und Schere:



Ich habe das Paket mit ein paar weiteren Werbegeschenken aufgefüllt und wieder zugeklebt und möchte es jetzt hier verlosen: Ich habe mir dazu eine Zahl zwischen 1 und 500 ausgedacht (was bei der großen Auswahl echt nicht leicht fiel :-) ) und wer mir zuerst eine E-Mail mit der richtigen Nummer schickt, gewinnt.

Achso: Nur eine Nummer pro Mail! ;-)

Nachtrag: Spätestens wenn dieser Beitrag hier von der Blog-Startseite verschwindet, wird derjenige gewinnen, der "meiner" Zahl am nächsten kommt. Das könnten wiederum und wenn es hart kommt zwei Personen sein. DANN werde ich eine Münze werfen. :-)


Street View

Seit heute sind endlich in Google Street View auch die Bilder aus Deutschland verfügbar. Naja, noch nicht aus der ganzen Nation, sondern zu Beginn erstmal vor allem aus dem 7000-Seelen-Kaff Oberstaufen. Wer will das sehen?

Wo sind die Bilder aus Bremen? :-)

Darum nur mit Vorkasse

An dieser Stelle erwähnte ich bereits mehrfach, dass wir besonders ungewöhnliche, hochpreisige oder schwer verkäufliche Artikel nur gegen eine Anzahlung bestellen. Leider wusste das einer meiner (relativ neuen) Mitarbeiter nicht, als er einer Kundin versprochen hatte, dass wir ihr zum Folgetag eine komplette Kiste eines Bio-Grapefruitsafts bestellen werden. "Die war aber ganz nett, die holt den bestimmt ab", tröstete er uns, als wir noch haderten.

Das Regal war zufälligerweise auch gerade leer und so probierten wir etwas aus: Wir brachten es nicht übers Herz, sowohl eine Kiste für den Regalbestand, als auch eine Kiste für die Kundin zu bestellen. Also riskierten wir, dass das Regal noch einen Tag länger leer blieb. Bei einem Artikel, den man einmal in zwei Wochen verkauft, kann man ruhig mal eine Lücke riskieren. Sollte die Kundin ihren Saft nicht abholen, könnten wir damit dann das Regal auffüllen und wir hätten hier keine unnötigen Mengen im Lager stehen.

Jetzt wissen wir jedenfalls, warum wir das mit den Bestellungen auf Vorkasse so konsequent durchziehen. Die Kundin war natürlich nicht am Folgetag (oder überhaupt in der folgenden Woche) da...

Nicht mehr rund um die Uhr

Im Weser Kurier war übrigens gestern ein Artikel über meine geänderten Öffnungszeiten zu finden. Im Großen und Ganzen entspricht der Text dem, was ich gesagt habe (Jaja, Plaudertasche...) – nur den Teil mit dem Überfall stimmt so ja nun überhaupt nicht. Wir hatten zwar zwei derartige Übergriffe, aber die waren nicht dafür verantwortlich, dass ich die Öffnungszeiten wieder zurückgedreht habe.


Flachgedrückt

Eine Frau wollte eine plattgedrückte PET-Mehrweg-Flasche abgeben. Das Ding sah aus, als wäre da nicht nur ein Auto drübergefahren, sondern als hätte sie eine Woche am Rande einer Hauptstraße gelegen.

Der Leergutautomat nahm die Flasche natürlich nicht an und auch mein Mitarbeiter verweigerte die Annahme ebenfalls konsequent. Die Kundin trötete gleich mit voller Lautstärke los:
"Die habe ich hier immer so abgegeben, ihr einer Kollege da nimmt die immer an, fragen Sie ihn doch mal!"
Der "eine Kollege da" war allerdings gerade nicht anwesend und selbst wenn, hätte er auch nur bestätigen können, dass wir solche Flaschen definitiv nicht annehmen. Niemals und auch nicht ausnahmsweise. Genauso könnte man eine Glasflasche in Scherben herbringen.

Croissants und Zahnpasta

Eine Kollegin entdeckte in einem Regal hinter der anderen Ware eine leere Croissants-Verpackung: "Kannst du da mal nachgucken, wer das war?"
Ich versuchte es. Die Chancen waren allerdinghs nicht groß, den Urheber auf dem Video zu entdecken. Die Kameras gucken zweckmäßigerweise nämlich durch die Gänge hindurch und nicht speziell in die Regale hinein. In diesem speziellen Fall handelte es sich aber um ein Kopfregal und als die Kollegin die Packung wegnahm, konnte man diffus hinter der anderen Ware einen hellen Klecks erkennen, der sich dunkel färbte. Also sahen wir uns die Aufzeichnung im Schnell(st)durchlauf rückwärts an, bis sich besagter Klecks wieder dunkel färbte Das war der Moment, in dem die leere Tüte dort deponiert wurde.
Wir stoppten den Rekorder und sahen uns die Aufzeichnung an: Zwei auffällige Typen betraten den Laden, steuerten direkt zum Brotregal und nahmen sich dort den Beutel mit nougatcremegefüllten Kindercroissants heraus. Auf dem Weg durch den Laden riss einer den Beutel auf, nahm den Inhalt heraus und warf die leere Packung in das Regal, vor dem er gerade stand.

Dann stopfte er sich ironischerweise noch mehrere Tuben hochwertige Zahnpasta in die Jacke und verließ mit seinem Begleiter den Laden wieder.
Die Typen haben wir noch nie zuvor gesehen und vermutlich kommen sie auch nicht mehr wieder. Hätte ich ja zu gerne erwischt.

Fragen zur Warensicherung

Tom (nicht dieser) hat mir folgendes geschrieben:
Du wirst ja öfters mal bestohlen. Manchmal gelingt es dir die Gauner zu fangen und manchmal nicht. Das jemand Deine Wahre stiehlt ist ja ein echtes Problem. Öfters stellst Du die Menschen zur Rede und beteuern wieder und wieder, dass sie nichts gestohlen haben. Am Ende beweist die Sicherheitskamera, dass du im Recht warst. Solch eine Diskussion in dem man beweisen muss, dass dein gegenüber eine Dieb ist kann ja ziemlich heikel sein und durchaus peinlich enden.

Ich wurde mal im Saturn beschuldigt ein Druckerkabel geklaut zu haben. Das geschah vor allen Leuten an der Kasse. Das ich zu unrecht beschuldigt wurde, hat sich erst später in einem Hinterzimmer rausgestellt, nachdem ich meinen Rucksack komplett gelehrt hatte. Dort hatten sie auch das Video. Es sah tatsächlich so aus, als ob ich das Kabel, dass ich ja 5 Minuten vorher in der Hand hatte nicht zurückgelegt hätte. Kurz vor das Kasse habe ich dann wohl in meinem Rucksack gewühlt um meinen Geldbeutel zu finden. Eine Entschuldigung gab es nicht. Da die ganzen anderen Kunden aber gesehen hatten, wie ich beschuldigt wurde, war die Sache für mich eher ziemlich peinlich. Hoffentlich hat mich keiner gekannt.

Aber da Diebstahl ja wirklich ein Problem ist, wie gehst du damit um wenn jemand zu Unrecht von Dir beschuldigt wird? Hast du schon mal aus VersehenUunschuldige verdächtigt? Wie kommt man aus der peinlichen Situation wieder heraus? Gibt es dann nur eine Entschuldigung? Oder sogar einen Gutschein? Ein warmes Essen? Das so etwas passiert, lässt sich ja nicht vermeiden, oder?
Ich fange mal von hinten an, die Fragen zu beantworten: Solche Missverständnisse ließen sich vermeiden, wenn man auf derartige Überwachung gänzlich verzichten würde. Denn wenn man das Geschehen nur aus der Ferne beobachtet, können immer wieder Ereignisse übersehen oder missverstanden werden. Dazu hatte ich hier vor einiger Zeit auf den sehr genialen Kurzfilm "Blind Spot" hingewiesen, der dieses Thema präzise auf den Punkt bringt.
Wenn ich mir hundertprozentig sicher bin, frage ich die Leute gar nicht mehr, sondern fordere sie direkt auf, ins Büro/Lager zu folgen.

Wenn ich mir dagegen nicht ganz sicher bin, sieht die Situation schon anders aus. Da hilft im Zweifel nur ganz freundliches aber direktes Ansprechen, ofmals gepaart mit der Erklärung, warum man dieses oder jenes annimmt. In unklaren Situationen natürlich immer diskret, so dass andere Kunden den Vorfall nicht mitbekommen. Viele tatsächliche Ladendiebe geben dann in dem Moment ihre Tat zu. Falls sich aber die vermeintlich eingesteckte Ware als zum Beispiel ein Taschentuch, Handy, Einkaufszettel oder was auch immer entpuppt, entschuldige ich mich dafür und gut. Niemand wurde schließlich bloßgestellt, lediglich freundlich angesprochen. Da braucht's meiner Meinung nach keine großen Präsente.

Der extremste Fall ist vor knapp einem Jahr passiert: Eine sehr gute Stammkundin, die bevorzugt hochwertige Bio-Produkte kauft, stand in der Getränkeabteilung und hat diverse Waren aus dem Einkaufswagen in ihre Tasche gelegt. Danach hat sie den Deckel der Tasche zugeklappt und die Schnalle geschlossen. Ich hatte das Einpacken zufällig durch die Spiegelscheibe vom Kassenbüro aus beobachtet und traute meinen Augen nicht. An der Kasse packte sie die Waren nicht auf das Förderband und hinterher sprach ich sie an. Ich hatte dabei richtige Schwierigkeiten, die richtigen Worte zu finden. Einerseits wollte ich die Kundin nicht vor den Kopf stoßen, andererseits hatte ich gesehen, dass sie etliche Lebensmittel aus dem Einkaufswagen in die Tasche gelegt hatte.
Der Fall ging quasi plusminus Null aus. Ich entschuldigte mich für die Frage/Unterstellung und sie entschuldigte sich für das missverständliche Verhalten. Die Ware war nicht von uns. In der Tasche hatte sie die Sachen allerdings auf ihr mitgebrachtes Leergut gelegt und um das Leergut abgeben zu können, räumte sie die Lebensmittel einfach in den Wagen um. Um wieder Platz für ihren neuen Einkauf zu bekommen, stapelte sie in der Getränkeabteilung alles wieder zurück. Nun, sie kommt auch weiterhin als Kundin. Man kann ja in einem vernünftigen Ton miteinander reden.

Um zu dem Fall von Tom zurückzukehren: Das Verhalten von den Mitarbeitern in dem Planetenladen war unter aller Sau. Da kann man nur leider nichts machen. Drüber ärgern und nach ein paar Wochen das nächste Schnäppchen kaufen. Sparsamkeit kommt vor Ehre. Sonst würde nämlich so mancher Laden nicht mehr existieren. :-|

Sojajogurt

Eine Kundin wollte, dass wir ihr eine ganze Einheit eines speziellen Sojajogurts bestellen, den wir normalerweise nicht im Sortiment haben. Mit knapp drei Euro pro Becher ist der Jogurt nicht gerade günstig und so folgte die obligatorische Frage nach einer Anzahlung.
Die Antwort?
Oh, das muss ich mir dann doch nochmal überlegen. Ich weiß gar nicht, ob ich das überhaupt schaffe, den aufzuessen...
...

Untagged

Die vor gut zwei Wochen testweise eingeführten Artikel-Tags habe ich gerade wieder rausgeworfen. Wenn man die Tags nicht sowieso präzise pflegt, werden sie recht sinnlos. Was nützt es, wenn ich beliebige Stichworte verteile, die unter Umständen nur einmal auftauchen.

Bei zwei von drei Beiträgen habe ich sowieso nicht dran gedacht, die Tags zu setzen... :-)