Skip to content

Küchenzeilenumbau

Ein Mitarbeiter eines Küchenfachhändlers guckt sich in den nächsten Tagen mal unsere Küchenzeile im Aufenthaltsraum an. Die Frage ich nämlich, ob sich der eine Schrank (mit der geöffneten Tür) ausbauen lässt und stattdessen Spülmaschine und Kühlschrank parallel unterzubringen sind.

(Ein Hinderungsgrund ist nämlich akut die fehlende Trennwand zwischen den Geräten, an der diese nämlich befestigt würden.)


Kassentisch: Angebot folgt!

Mit dem Termin am Dienstag hatte es ja dann doch noch geklappt. Da ich ohnehin hier im Markt war, war mir die Verspätung egal und zugegebenermaßen bin ich mir nicht mal mehr sicher, ob wir wirklich 9:30 Uhr festgehalten hatten. Momentan verteile ich so viele Termine, dass da schon mal was durchgerutscht sein könnte.

Letztendlich würden wir bei jedem Kassentisch-Hersteller auf die selben Grundgegebenheiten treffen, die berücksichtigt werden müssen: Die unverrückbaren Pfeiler hier im Laden, den notwendigen Platz für den Zigarettenautomaten (unter den Förderbändern, die also eine Mindestlänge haben müssen), die Durchgangsbreite links und rechts (Hauptsächlich natürlich für Einkaufswagen, aber vor allem auch Kinderwagen und Rollstühle) und dann natürlich auch den Platz innerhalb des Tisches für die Mitarbeiter. Da gibt es nämlich Mindestanforderungen der Berufsgenossenschaft, so dass auch an dem Raum nicht gedreht werden kann.

Im Katalog war ein Tisch in den Farben Anthrazit und Grau abgebildet, dazu ein paar beleuchtete Dekoelemente am Korpus. Ich gebe zu, dass das beinahe schon Liebe auf den ersten Blick war und auch alle gefragten Mitarbeiter und Familienmitglieder waren begeistert. Zeichnung und Angebot folgen.

Jetzt muss der hier nur noch reinpassen. Drückt die Daumen.

Das war's mit den Nüssen

Nachdem unser Nusslieferant zum 31. Dezember 2016 seine Geschäftstätigkeit eingestellt hatte, haben wir das Regal noch ein paar Wochen in Ruhe gelassen, um die Bestände abzuverkaufen. Was dann noch an Resten vorhanden war, haben wir reduziert auf den Restetisch geworfen.

Wir haben das leere Regal dann vor knapp zwei Wochen komplett mit Produkten aus dem Hause Seeberger bestückt. Die Artikel sind nicht ganz billig, aber dafür qualitativ auch sehr gut. Vorhin kam eine Kollegin mit diesen drei Regaletiketten zu mir ins Büro. (Ihr seht das Datum, wir haben die Artikel am 10.02.17 im Regal platziert!)

Ihre Bitte war, da doch mal was zu überprüfen.



Das war dann meine Meldung dazu via WhatsApp an meine Liebste:



…und damit wisst auch ihr da draußen jetzt, welche drei Produkte es ab sofort hier schon nicht mehr zu kaufen gibt. Jedenfalls nicht in der hochwertigen Ausführung. Das ist Ware im Gesamtverkaufswert von 134,88€, die da ganz offensichtlich gestohlen wurde.

Es ist echt zum kotzen. Möge der Dieb an einer Nuss ersticken. :-(

Gejaule

Mitten im Laden jaulte ein Hund. Mit fast hundertprozentiger Sicherheit hätte ich vom Büro aus darauf getippt, dass das kleine Kerlchen Schmerzen hatte oder sein Herrchen vermissen würde. Aber wieso ist da überhaupt ein Hund im Laden und warum sagt keiner was. Ich ging raus, um nachzusehen.

War ein Kleinkind, das im Kinderwagen vor sich hin greinte.

Links 403

Grundloser Glutenverzicht ist teuer und nicht gesund

Warnbilder auf Zigarettenschachteln: Show- oder Schockeffekt?

Die Mär von der ewigen Haltbarkeit: So tückisch ist H-Milch

Wettlauf um das gute Gewissen

Woher kommt der Bierbauch?

Die Bremer U-Bahn

Vegetarier leben nicht länger, sie sterben nur gesünder

Smartphone-App kann Pestizide auf Äpfeln aufspüren

Verbraucher empören sich über "Capri-Sun"

Warum man diesen Wodka nicht trinken sollte

Fußbodenschleiferei

Der Fußbodenabschleiffachmann war gerade hier und es gab ein paar schöne Erkenntnisse für mich:

– Es müssten deutlich weniger Platten getauscht werden, als ich dachte. Denn: Kleine Schäden (abgeplatzte Kanten, Bohrlöcher, Risse) können mit einem speziellen Kleber verkittet werden. (Auch mit der in den alten Betonwerksteinen vorhandenen Körnung, so dass das hinterher fast nicht mehr davon zu sehen ist.

– Wirklich auswechseln müssten wir nur die Platten mit den großen Schäden.

– Der Preis liegt etwa bei der Hälfte eines neuen Fußbodens. Wenn man bedenkt, dass das Ergebnis einem neuwertigen Fußboden entspricht, ist das eine ernstzunehmende Alternative!

– Die Schleiferei kann häppchenweise gemacht werden. Natürlich nicht hier mal 5 Quadratmeter, da mal 10 Quadratmeter - aber wenn man den ganzen Markt in 50-100qm-Stücke zerlegt, ist das schon mal ein guter Anfang. Da lohnt sich die Anfahrt und das Einrichten der Baustelle dann wenigstens.

– Der genannte Quadratmeterpreis relativiert sich natürlich wieder, wenn wir die Arbeiten am Wochenende (Sonntag) machen lassen. Dafür wäre es weniger Stress für die Kunden.

Er macht mir jetzt ein offizielles Angebot fertig und will demnächst mal herkommen, damit wir ein kleines Probestück schleifen können. Dann habe ich eine noch bessere Vorstellung davon, wie das hier irgendwann aussehen könnte.

Kleinstmenge Blumenerde

Eine Kundin fragte nach einer kleinen Menge Blumenerde, eben ausreichend, um eine Blume ein- oder umzupflanzen.

Nun haben wir schon aufgrund der städtischen Lage die eher kleinen 10l-Säcke hier im Angebot. 1,29€ finde ich dafür auch nicht zu teuer. Es gibt wohl auch regulär 5-Liter-Beutel, aber die haben wir hier nicht. Dürften auch nur noch kaum billiger werden, da der Aufwand für Verpackung und Logistik nicht mehr nennenswert kleiner werden. Aber noch kleinere Einheiten, quasi "Portionspackungen" Blumenerde? Soll es angeblich in anderen Läden geben. Welche Erfahrungen habt ihr da so gemacht?

Demolierte Mehrwegflasche

Eine Kundin beschwerte sich darüber, dass der Leergutautomat voll sei. Sie hätte nur zwei Flaschen abgeben können und schon wäre die Fehlermeldung im Display aufgetaucht.

Tzja… Der Flaschentisch war relativ leer, lediglich eine Plastik-Colaflasche lag auf dem Transportband und blockierte die "voll"-Lichtschranke.

Lag, wohlgemerkt. Stehen konnte die Flasche mit dem zusammengedrückten Unterteil ja auch nicht mehr. Eigentlich wäre die somit direkt ein Fall für den Müll gewesen.

Auf jeden Fall war nicht der Automat das Problem. Das stand nämlich davor und hat schrottiges Leergut abgegeben. :-P

Radioangebot

Irgendwie auch keine neuen Erkenntnisse, sogar noch ein schlechteres Angebot als vor rund zwei Jahren:
Einmalige Spot-Produktion: 300€
Anzahl Spots: 30 Stück pro Monat: 395€
Das ganze aber 12 Monate lang, so dass letztendlich 5040€ (zzgl. MwSt) dabei rauskommen würden. Ich habe das Angebot erst mal in mein zweitwichtigstes Ablagefach gelegt. Habe versprochen, noch einmal darüber nachzudenken, wenn hier Renovierung und Umbenennung erfolgreich gelaufen sind. Im JETZTIGEN Zustand mach ich für den Laden erst mal keine weitere Werbung, schon gar nicht in dem Umfang.

Gluckgluckgluck!

Ein Mann betrat den Laden und ging direkt nach hinten in die Getränkeabteilung. Als er dort ankam, stand ich bereits wieder im Büro und beobachtete ihn auf dem Monitor der Videoüberwachungsanlage. Zufällig hatte ich ihn im Vorbeigehen im Laden gesehen und nur Sekundenbruchteile reichten mir schon für die Entscheidung, den Typen mal näher zu beobachten.

Meine Intuition sollte recht behalten: Er nahm sich eine Flasche Wasser aus dem Kühlschrank, öffnete sie, trank mehrere Schlucke, schraubte den Deckel wieder drauf und stellte die angesabberte Flasche einfach zwischen die Bierdosen. Dann nahm er sich eine Flasche unseres Eigenmarken-Wassers und ging zur Kasse, wo er sie mit einer Banknote bezahlen wollte. Geld genug hatte er also auf jeden Fall mit. Ich nötigte ihn, auch die geöffnete Flasche zu bezahlen und gab ihm noch die Worte mit auf den Weg, sich hier im Laden nicht noch einmal blicken zu lassen. Ob er das verstanden hat? Er tat zumindest so, als wenn er kein Wort Deutsch spräche.

In der Sache ärgerlich, aber es war schön, mal wieder eine positive Bestätigung von der eigenen Menschenkenntnis bekommen zu haben.


Klempner, hallo?

Eigentlich sollte in dieser Woche noch der Sanitärmann kommen und hinten im Damenklo den Ablauf und einen neuen Wasserhahn installieren. Bislang ist niemand zu sehen und ich glaube auch nicht, dass der heute noch kommt. Dass die morgen, an einem Freitag Vormittag, noch so eine Baustelle anfangen, wage ich auch zu bezweifeln.

Wenn das so weitergeht, sind wir noch in 10 Jahren SPAR.

Aber gleich kommt ja noch der, der mir un-be-dingt Radiowerbung verkaufen will. Der hat gerade auch schon angerufen und seinen Termin um 14 Uhr bestätigt. Warum sind solche Leute eigentlich immer bei der Einhaltung ihrer Termine so ausgesprochen zuverlässig?

Sechs Aufsteller Osterware

Anderswo scheinen Ostersüßwaren ja der Mega-Renner zu sein. Wir haben im Laufe der Zeit die Mengen immer weiter eingedampft, so dass in diesem Jahr auch wieder gerade mal nur sechs Aufsteller hier im Laden stehen: Lindt, Alnatura, Zentis Marzipan und auf dem Foto nicht zu sehen Milka, Ferrero und einmal gefüllte Schokoladeneier.

Mehr kommt auch nicht. Aber das ist schon okay so:

Harste goes EDEKA

Ohne die SPAR würde es meine Firma und meinen Laden hier an diesem Standort in der Gastfeldstraße wohl nicht geben. Die SPAR, genauer: unsere ehemalige SPAR-Großhandlung, hat mir nichts geschenkt. Überhaupt nichts. Aber sie kamen nach Empfehlung eines anderen Einzelhändlers im Rahmen der Suche nach neuen Ladenbetreibern auf mich zu und haben mir zumindest den Weg geebnet und mich viel beratend unterstützt. Das ist der Grund, warum mir die SPAR und das Logo mit der Tanne bislang immer so enorm wichtig waren. Es ist eine Erinnerung.

Und genau das hat mir vor einer Weile auch der Betriebsberater unserer EDEKA-Großhandlung gesagt: Mein Dank und meine Anerkennung in allen Ehren – aber es ist niemand mehr da, der das zu schätzen weiß. Es interessiert keinen mehr. Unsere ehemalige SPAR-Großhandlung gibt es nicht mehr. Die Leute sind weg. Entweder in Rente oder von der EDEKA übernommen.

Das ganze Hin und Her mit unserem ehemaligen Vermieter und den sich daraus ergebenden Verzögerungen mit den Mietverträgen ist der Hauptgrund für den Investitionsstau, der hier in den letzten Jahren inzwischen entstanden ist. Ich wollte einfach nicht eine größere Summe in die Ladenausstattung investieren, ohne zu wissen, ob und wie es hier weitergeht.

In der Zeit, die seitdem vergangen ist, konnte ich viel nachdenken: Möchte ich an der Marke SPAR festhalten? Ist das letztendlich nur noch eine Sache in meinem Kopf? Interessiert die Kunden das überhaupt? Also: Interessiert es die Kunden ernsthaft? Wäre es nicht sinnvoller, von der ganzen Werbung der EDEKA zu profitieren? Der großen Bekanntheit? Mit der vielleicht auch Kunden hier in den Laden kommen könnten, die mit "SPAR" nicht so viel anfangen können? Harste bleibt Harste. Die Mitarbeiter bleiben auch. Es ändert sich ja eigentlich nichts. Oder doch? Doch! Es wird für die Kunden sogar besser, da wir die günstigeren Preise der EDEKA mitmachen können.

Wenn ich jetzt hier ohnehin alles neu mache(n) möchte, wäre es dann nicht nur konsequent, diesen Schritt auch zu tun? Ich habe noch niemanden getroffen, auch ehemalige SPAR-Einzelhändler, der mir von diesem Schritt abgeraten hätte. Alle sind begeistert und niemand kann mein bisheriges Nicht-Umflaggen-Wollen nachvollziehen. "Mach das bloß, so schnell du kannst. Ist doch nur gut für dich!", habe ich erst letzte Woche wieder von einem Einzelhändlerkollegen zu hören bekommen.

Ich habe lange gezögert, wie ich mit der "feindlichen Übernahme" damals umgehen sollte. Es fühlte sich so übergebügelt an. Ich war SPAR-Kaufmann und wollte mit blau-gelb nichts zu tun haben.

Und wisst ihr was? Inzwischen freue ich mich darauf. :-)

Müllentsorgung

Ein Kunde gab Leergut ab. Aus seiner Sporttasche holte er etliche Flaschen und Dosen heraus, die er nach und nach in den Automaten stopfte. Anschließend nahm er noch eine Tüte voller gemischtem Hausmüll und versenkte sie in unserem aufgestellten Müllsack vor dem Automaten.

Ist jetzt für uns kein Beinbruch und verursacht auch keine allzu großen Kosten, die Tüte im meinem Großmüllbehälter mit zu entsorgen. Trotzdem ist so ein Verhalten echt asozial.