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Die Atmosphäre

Ein Anrufer erkundigte sich nach einem Job. Akut konnte ich ihm nicht weiterhelfen, aber wir plauderten ein paar Minuten. Irgendwann erklärte er mir:

"Einzelhandel ist eigentlich nichts für mich, aber bei euch könnt ich mir das schon vorstellen. Die ganze Atmosphäre und so ist voll cool bei euch im Laden."
Hach, schön. :-)

Drübersteigen

Ich hockte vor einem der Regale und erledigte meine Bestellung. Da es dadurch im Gang etwas enger war, ergab sich folgender Monolog eines jüngeren Stammkunden, der passieren wollte: "Nicht erschrecken, ich steige kurz über dich rüber."

Tzzz, hübsche Kundinnen sagen sowas nie zu einem. :-P

Weiter geht es mit den Leuchten an der Decke!

Vor fast zwei Jahren hatten wir begonnen, die ersten neuen Lichtbänder hier an der Decke zu montieren. Zwei Reihen haben wir geschafft, dann kam immer was dazwischen. Aber ab heute machen wir weiter und wir ziehen es eisern durch. Anzeichnen ist der mühsamste Akt, Löcher bohren und Haken eindrehen reine Fleißarbeit und das Aufhängen der Lichtbänder könnte man nach der Pflicht als Kür bezeichnen.

Dann fehlt nur noch ein kleiner Schaltkasten im Lager, danach können die Lichtbänder ans Netz angeschlossen werden und dann beginnt auch endlich der Rückbau der alten Beleuchtung. Irgendwann können wir die Decke komplett neu streichen und wenn das fertig ist, machen wir uns mal Gedanken um eine komplette Modernisierung des Marktes. :-P

Ich mag Laser.


Leere alte Smokythek

Unsere alte Smokythek war damals beim Verladen recht rüde von der Rampe auf den Anhänger gestürzt. Das Gerät ist inzwischen über 20 Jahre alt, vieles funktionierte nicht mehr richtig (ich erinnere nur an die Odysee mit dem Bedienteil) und von der vollkommen zerschranzten Optik will ich gar nicht erst reden.

Also haben wir daraus nun getrennt zu entsorgende Fraktionen gemacht: Sperrmüll (einige Kunststoffteile), Altmetall (das komplette Gehäuse) und einiges an Elektroschrott. Damit ist das Ding nun endgültig Geschichte. Wer hätte sie haben wollen? Niemand vermutlich, also war das so schon der beste Weg.

Ein Smokythek-Leergehäuse, auch nicht schlecht. :-D


Maskenpflicht, Attest und die Beschwerde

Eine Frau, Kundin oder vielleicht jetzt auch Ex-Kundin, rief an und wollte sich bei mir über meinen Mitarbeiter an der Kasse beschweren.

Konkret ging es darum, dass sie ohne Maske den Laden betreten und auch unbemerkt ihren Einkauf zusammengesucht hatte. Mein Kassierer sprach sie an, worauf hin sie erwiderte, dass sie ein Attest hätte und deshalb von der Maskenpflicht befreit sei. So weit, so unkompliziert. Eigentlich.

"Ja, haben Sie ihm das Attest denn gezeigt?"

"Natürlich nicht!"

"Das hätte aber helfen können, die Situation aufzuklären."

"Ich zeige doch nicht irgendwelchen Leuten mein ärztliches Attest. Dem Ordnungsamt oder der Polizei, aber sonst geht das niemanden etwas an."

Im Laufe der folgenden Minuten erklärte ich ihr, dass sie mit Attest durchaus hier einkaufen dürfe, aber wir das natürlich schon irgendwie überprüfen müssen. Wenn sie sich weiterhin weigert, bleibt ihr leider nur die Alternative, zukünftig woanders ihren Einkauf zu erledigen. Meine Güte, genau dafür ist das Attest doch schließlich da. Und wir sind ja auch nicht "irgendjemand", sondern die, die dafür verantwortlich sind, dass hier in den Räumen die Maskenpflicht umgesetzt wird. Ohne Maske kommt man nicht rein, außer man hat eben eine ärztliche Bescheinigung darüber, dass es ausnahmsweise mit der Maskentragerei eben nicht geht. Leute halten uns ja auch ihren Personalausweis vor die Nase, wenn sie Alkohol oder Tabak kaufen wollen. "Geht sie nichts an", haben wir da noch nie zu hören bekommen.

Sie will sich jetzt beim Landesbehindertenbeauftragten darüber beschweren, dass sie als Behinderte hier im Laden diskriminiert wird.

Zu dem Thema gab es vor ein paar Tagen erst einen Artikel im Weser Kurier. Dort wird vom Beauftragten moniert, dass Bürgern der Zutritt zu Geschäften verwehrt worden sei, selbst wenn ein Attest vorgelegt wurde. Aber genau das hat die Kundin eben ausdrücklich mutwillig nicht getan.

Wenn hier einer irgendjemanden diskriminiert hat, dann sie sich selber.

Penny-Pfandbon in der Pfandspendenbox

In unsere Pfandbonspendenbox hat diesmal jemand einen etwas älteren (Februar) Leergutbon vom Discounter an der Ecke geworfen. Den Bon habe ich entsorgt und das Geld aus eigener Tasche aufgestockt. Für 25 Cent lohnte es sich nicht, jemanden loszuschicken und ich wollte selber auch nicht laufen. :-P


Platz und Pfötchen

Ich hockte in einem der Gänge, blockierte den Weg und erledigte meine Bestellung.

Eine junge Frau sprach mich an: "Darf ich kurz vorbei?"

"Klar", antwortete ich, "Ich mach' Platz."

Und nach einer kurzen Kunstpause: "Aber Pfötchen geb' ich nicht."

Damit bekommt man fast jeden zum Lachen. :-)

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Zaun vor die Halle

Bei uns an der Halle tut sich momentan richtig was. Abgesehen davon, dass wir gestern nochmal rund 1,5 Tonnen (!) Altmetall abgefahren haben, kommt nun auch endlich ein Zaun vor das Grundstück. Bislang gab es nämlich keine auf den ersten Blick klar zu erkennende Grenze zwischen Gehweg und meinem Gelände – die Verwendung als öffentlicher Parkplatz und Hundetoilette ist die eine Sache, dass sich da sicherlich auch ungebetene Gäste tummeln, die andere.

Wann genau, konnte mir das Metallbauunternehmen noch nicht verraten, aber in diesem Jahr noch sollen dort 25 Meter Doppelstabgittermattenzaun mit zwei großen Toren aufgebaut werden.

Carabao-Erfahrungen?

Vor ein paar Tagen stellte mir ein Anrufer die "Carabao"-Energydrinks vor und erklärte mir dabei, dass Carabao in Deutschland noch "nicht so bekannt" ist (stimmt wohl, mir sagte es bis dato überhaupt gar nichts), in einigen Ländern aber schon sehr groß sei und dort auch groß als Sportsponsor agiert. Da meine Motivation, noch mehr bunte Brausen hier auf der kleinen Fläche unterzubringen, nicht übermäßig groß war und meine Skepsis wohl auch am anderen Ende der Leitung deutlich zu spüren war, bot mir der Anrufer an, mir einfach mal eine Auswahl der Carabao-Sorten zu schicken, damit ich selber probieren kann.

Ich bedankte mich und gelobte, bei Gefallen die zu bestellen.

Bislang getestet: "Green Apple", "Mandarin Orange" und "Original", Einlistungswahrscheinlichkeit: Sehr klein. Ich fand keine der drei Sorten besonders lecker. Aber letztendlich muss der Wurm ja immer dem Fisch und nicht dem Angler schmecken, aber andererseits sucht sich der Angler das Gewässer und das Uferstück für den entspannten Nachmittag selber aus.

Habt ihr die schon mal probiert? Meinungen dazu?


Lustige Strichcodes – 311-314

Wieder einmal Strichcode-Zusendungen von Honza aus Tschechien. Diese, diesmal im Viererpack, hat er auf diversen Säften (Erdbeere, Ananas, Cranberry und Birne) der Marke Relax entdeckt. Vielen Dank für die Zusendung der Füße, der Tänzerin im Regen, der Pfützenspringerin und dem Saftglas mit Flügeln. :-)




Vogelnest in der Halle hinterm alten Fax

Seit den Vorbereitungen für unseren großen Umbau in der Neustadt haben wir unsere Lagerhalle nur noch als schnelle Abstellfläche für alle möglichen und unmöglichen Dinge verwendet – bis hin zum Ende des Marktes in Findorff. Die restlichen Betonwerksteine stehen dort, das Weinfass, das Rila-Dach, mehrere steckefertige Kühlmöbel, der alte Backofen, unzählige Hardwarekomponenten diverser Kassensysteme aus zwei Supermärkten, Saisonware (z.B. auch Streumaterial), Dekomaterial und noch vieles, vieles mehr.

Hinter dem alten Faxgerät aus Findorff hatten (vermutlich) die bei mir eingekehrten Rotkehlchen ein Nest gebaut. Hat man ja in solch einer Umgebung eher auch nicht so häufig. Aber immerhin haben die Vögel sich da einen guten Platz ausgesucht: In dem Gebäude waren sie definitiv sicher vor Räubern aller Art. :-)