Vor einer Weile rief ein junger Mann an, der augenscheinlich nicht nur auf einen Telefonspaß aus war, sondern glaubhaft nach einem Job fragte. Er berichtete, dass er schon mal in einem von hier mehrere hundert Kilometer entfernten EDEKA-Markt gejobbt hätte, dort aber rausgeflogen sei und ob das schlimm sei.
Ob das "schlimm" ist, kommt natürlich ganz auf die Umstände an und so frage ich ihn ziemlich direkt: "Warum denn rausgeflogen?"
Er erklärte es: "Ich war etwas, ähm, undiszipliniert. Aber nun bin ich älter, vernünftiger und habe inzwischen auch mein Studium angefangen."
Vermutlich hatte er in dem Laden einen Schülerjob und hat als pubertierender Junge besseres zu tun gehabt, als immer pünktlich und regelmäßig seinem Job nachzukommen. Wenn er nun aber studiert, wird er ja wohl die Kurve geschafft haben. Ich bat ihn also, einfach mal eine Kurzbewerbung hier abzugeben.
Da kam aber bis heute nichts und wird dann wohl auch nicht mehr.
Wir haben im Supermarkt ja nun mal nicht ganz so viel spannende Technik, nach der Presse und dem Leergutautomaten kommt bei uns lange Zeit nichts mehr.
Wer aber schon immer mal wissen wollte, wie das mit der Ballenpresse funktioniert, hat hier mal wieder eine kleine Leer Lehrstunde.
In einem Lidl-Markt in Palma hat Blogleser Florian ein paar mit Warensicherungsetiketten beklebte Deodorant-Sprühdosen gefunden. Im Gegensatz zu den bei uns eingesetzten Etiketten ist es bei diesem Typ (zumindest meiner Meinung nach) zwar nicht so dramatisch, wenn sie geknickt und gebogen werden, aber alleine schon aus ästhetischen Gründen sollte man die Dinger nicht so anbringen, wie hier geschehen.
Von den Bake-Off-Modulen in Findorff hatten wir irgendwann mal drei Stück gekauft, aber immer nur zwei verwendet. Das dritte stand nun seit Jahren im Keller / Lager des Marktes.
Im Rahmen der Auflösung des Ladens geht bis auf ein paar bestimmt Dinge (wie zum Beispiel die gesamte Kassen- und IT-Technik) die gesamte Einrichtung in Bausch und Bogen an einen Schrotti über, der mit gebrauchten Ladeneinrichtungen handelt. Was zu entsorgen ist, entsorgt er, was zu verwerten ist, verkauft er. Dafür hat er die Arbeit, alles abzubauen, auszuräumen und eben auch zu entsorgen. Teilweise natürlich entsprechend fachgerecht, wie zum Beispiel bei den alten Kühlanlagen. An die reine Ladeneinrichtung geht es natürlich erst ab Mitte Mai, aber was meint ihr wohl, wieso die Lagerräume im Keller schon leer sind? Eben. Dort stand eben auch bis vor einer Weile das besagte Brotregalteil.
Seit ein paar Monaten ist die Delmenhorster Innenstadt um einen begehbaren Kiosk reicher. Aufgrund der exponierten Lage am Rande der Fußgängerzone komme ich häufiger mal mit dem Fahrrad an dem Laden vorbei und seit kurzer Zeit fällt mir hinterm Schaufenster ein einzelnes Bake-Off-Modul auf, dessen Design mir erstaunlich bekannt vorkommt. Mir hatten sie die Dinger damals zwar nicht als Einzelstücke verkauft, aber so häufig sind diese Regale nun auch nicht.
Antwort vom Schrotti: "Ja, das habe ich nach Delmenhorst verkauft, ich kenne da einen, der so einen größeren Kiosk in der Innenstadt betreibt."
Alles klar, das Ding ist "meins". Da bin ich aber mal gespannt, wie lange auf diese Weise die Erinnerung an Findorff bleiben wird. Seufz …
Im Weinregal lag ein Einkaufszettel voller Obst und Gemüse und einiger Nährmittel. Insgesamt eher gesunde Artikel, aber Alkohol stand auf jeden Fall nicht mit drauf.
Ich interpretiere da jetzt ein "ach, sch... drauf" rein.
So, Toiletten- (und Küchen-) Papier ist komplett ausverkauft bei uns. Die Lieferung von gestern ist quasi verdampft. Bleibt zu hoffen, dass wir am Dienstag Nachschub bekommen …
Es ergab sich vor der Leergutannahme, dass Ines mit einem Kunden ins Gespräch über die verschiedenen Leergutsorten kam. Dabei ging es auch um die Bereitschaft unseres Rücknahmeautomaten, auch mal ungewöhnlichere Flaschen zu nehmen oder welche zu verweigern, die ihm bekannt sein müssten. "Mit den Weinflaschen haben wir immer noch dauernd Probleme", gab sie zu.
Der Kunde fragte erstaunt: "Weinflaschen haben Pfand?"
"Nicht alle, aber die ganzen Bio-Weine in den goldenen Kisten, die wir hier bei uns verkaufen, haben 25 Cent pro Flasche."
"Oooohoh, wir haben davon gerade erst einen ganzen Berg ins Altglas geworfen", erklärte der Mann und es machte dabei den Eindruck, als würde er sich schon ausrechnen, wie viel Geld er da vernichtet hat. Bei "einem ganzen Berg" dürften bei dem Pfandwert ja schnell ein paar Euro zusammengekommen sein.
Heute früh um 5:30 Uhr hat mich hier auf dem Hof vom Dach des Nachbarhauses eine Amsel begrüßt. Ich liebe diesen Gesang und ich hätte noch viel länger zuhören können, leider hat die Arbeit noch lauter gerufen …
Google Maps hat mitbekommen, dass wir am Sonntag ein (übrigens sehr empfehlenswertes) Steakhaus in Köln besucht haben, und hat sich gleich der "Fragen & Antworten"-Funktion bedient und mir ein paar zu beantwortende Fragen anderer Nutzer vorgeworfen. Diese Frage ist dann wohl die Leistung eines Trolls zweiter Ebene gewesen.
Ein Kunde beklagte sich bei mir darüber, dass "sein" Bier, von dem er vor ein paar Tagen erst einen neuen Träger gekauft hatte, nach "nassem Hund" schmecken würde. Er schlug vor, dass wir das doch mal beim Hersteller reklamieren sollten.
Dass mal der Inhalt einer Flasche verdirbt, kann passieren. Bei mehrere Flaschen muss die Ursache eine andere sein. Große Qualitätsabweichungen sollten im Werk schon bemerkt worden sein. Darüberhinaus hat sich bislang kein anderer Kunde bei uns beschwert – und wir verkaufen wirklich viel von diesem Bier.
Meine Vermutung war dann, dass sich entweder sein subjektives Geschmacksempfinden verändert hat, entweder dauerhaft, krankheitsbedingt oder aufgrund irgendwelcher eingenommenen Speisen, oder dass das Bier eine geänderte Rezeptur bekommen hat, oder sich Geschmack oder Qualität der Rohstoffe (Hopfen, Gerste) irgendwie verändert haben.
Falls da keine weiteren Beschwerden kommen, werden wir das wohl nie erfahren …
Die Ware von heute Morgen ist zu großen Teilen schon verkauft, die überhaupt noch vorhandenen Reste liegen nun vollständig im Regal mit dem Hygienepapier. Intern laufen hier schon die Wetten, wann morgen das Toilettenpapier ausverkauft sein wird. Ein Kollege tippt auf morgen Vormittag – falls der Bestand überhaupt bis morgen reichen wird …
Kurioses Phänomen am Rande: In einer (noch verschlossenen!) Packung Toilettenpapier fehlte eine Rolle. Ist die Ware so heiß begehrt, dass sogar schon die Mitarbeiter in der Toilettenpapierfabrik einzelne Rollen unterschlagen?