Fundstück von Ralf auf einer Packung Frischmilch von Dehlwes, einem Milchbetrieb hier aus dem Umland, von dem wir auch einige Artikel im Sortiment haben: Eine grasende Kuh auf einer aus dem Strichcode wachsenden Weide.
"Alles leer, super verkauft", könnte man denken beim Anblick unserer Gemüseabteilung, in der aktuell 23 Artikel komplett ausverkauft und ein weiteres Dutzend quasi leer ist, also sich nur noch einer oder maximal ein paar Stück des Produkts in der Kiste befinden. Bei einem einmaligen Sonderposten ist man natürlich froh, wenn er weg ist. Aber bei einem grundlegendem Sortiment in einem Geschäft, das eigentlich ständige Verkaufsbereitschaft bieten möchte, ist das schon echt bitter. Wie viele Kunden sind wohl gestern Abend ohne Champignons, Broccoli, Möhren und andere Dinge frustriert wieder von dannen gezogen? Ich glaube, ich möchte das gar nicht so ganz genau wissen.
Auf unserem letzten großen Lieferschein der EDEKA wurde bei den Bemerkungen ein bestimmter Artikel als nicht mehr lieferbar vermerkt. Großer Lieferschein bedeutet bei uns, dass er zu einer der zweimal wöchentlich stattfindenden Trockensortiment-Lieferungen gehört, über die der Löwenanteil an Ware hier in den Markt gelangt. Dass Artikel aus unterschiedlichen Gründen temporär oder auch generell nicht mehr lieferbar sind, kommt immer wieder vor. Das ist ein alltäglicher Vorgang, der entsprechende Handlungen auslöst. Zum Beispiel, in dem neue Etiketten mit Nachfolge-Artikeln gesteckt werden. In diesem Fall jedoch tat sich erst beim Kollegen, der den Schein bearbeitete, als auch kurze Zeit später bei mir ein riesiges Fragezeichen auf: Wie, der Artikel ist nicht mehr lieferbar? Wir haben den nie gehabt. Wer soll den bestellt haben? Wir kennen das Produkt nicht einmal.
Eine kurze Suche im Web nach der EAN-Nummer ergabt, dass es sich dabei wohl um "Mc Ilhenny Spicy Tomato Drink", einen mit Tabasco gewürzten Tomatensaft handelt. Wie der jedoch in unseren Auftrag gekommen ist, werden wir wohl nie herausfinden. Manchmal bestellen wir zwar interessante und außergewöhnliche Artikel "auf gut Glück" mit (Ähem …), aber das war diesmal wohl nicht der Fall. Oder, wenn doch, dann gibt es keiner meiner lieben Mitarbeiter zu.
Ein weiteres ungelöstes Rätsel in unserer Geschichte.
Eine ältere Kundin hatte gegen 12 Uhr ein paar Dinge eingekauft und bat schließlich darum, diese zu ihr nach Hause geliefert zu bekommen. Wir erklärten ihr, dass wir nicht mehr liefern können, heute sogar aufgrund zweier Krankheitsfälle nicht mal ausnahmsweise, woraufhin sie einen so bemitleidenswerten Hundeblick aufsetzte, dass eine Kollegin Erbarmen hatte: "Ich habe um 13 Uhr Feierabend, dann bringe ich Ihnen die Sachen so gegen kurz nach eins eben vorbei."
Um etwa 12:45 Uhr kam eine Frau in den Laden, die sich nach der Lieferung für ihre Nachbarin erkundigen wollte. "Die Dame steht seit einer halben Stunde vor ihrer Haustür und wartet auf Sie.
Nach kurzer Erklärung, dass wir ab 13 Uhr gesagt hatten, bedankte sie sich und wollte gerade gehen, um ihrer Nachbarin das mitzuteilen. Da fiel uns noch etwas ein: "Können Sie ihr die Sachen nicht einfach mitnehmen? Ist nur eine kleine Tüte voll, dann braucht sie nicht noch länger zu warten und wenn Sie ohnehin wieder zurücklaufen …"
So geschah es dann und die Kollegin war aus der Nummer raus.
Als ich euch die übereinanderstehenden Pappballen gezeigt habe, kam auch die Frage auf, wie sicher das Gebilde ist. Die Quader stellen überhaupt keine Gefahr* dar und sind trotz (oder wohl eher gerade wegen) ihres Gewichts vollkommen standsicher. Also alles im grünen Bereich.
*) Keine Gefahr, solange sie hier einfach nur herumstehen und ab und zu mit einem Hubwagen auf den Paletten bewegt werden. Was manch einem nach dem Satz "halt mal mein Bier" damit noch einfällt, überlasse ich eurer blühenden Fantasie.
Noch ein Bild von unserer alten Website: Ein Blick auf den gefüllten Bäckertresen, der hier zu Bäckerei Schütte (seit Jahren nicht mehr existent) gehörte, die in den ersten beiden Jahren hier eine Fläche angemietet und in Eigenregie ihren Backshop hier betrieben haben. Sie haben dann aus wirtschaftlichen Gründen irgendwann gekündigt und sind ausgezogen. Wie wir die Reste, also vor allem die Wände des alten Vorbereitungsraumes schließlich abgebaut haben, ist an dieser Stelle zu sehen …
Da die Preise noch in DM notiert sind, wie auf der schwarzen Tafel rechts im Bild noch gut zu sehen ist, muss das Bild vor 2002 entstanden sein. Wann genau, ließ sich leider nicht mehr herausfinden.
Diesen beschrifteten 50-Euro-Schein hat Ines in einer unserer Kassen entdeckt. Zur Gerechtigkeit kann ich nichts sagen, aber ansonsten muss ich den Urheber wohl enttäuschen: Für die 50 Euro bekommt man in einschlägigen Etablissement keine "Liebe", auch wenn die Dienstleistung umgangssprachlich so genannt wird.
Der SPAR Natural auf Gran Canaria ist nicht mehr ganz neu, steht aber immer noch und ist spezialisiert auf Bio-Produkte und alles für die spezielle Ernährung, also z.B. vegan, vegetarisch oder auch glutenfrei.
Vielen Dank an Christopher für die Zusendung des Bildes.
Aktueller Zustand unseres Bio-Wein-Regals. Morgen kommt wieder Nachschub, aber wie schon vermutet hat es sich über die Feiertage zum Jahresende von sehr voll nach ziemlich leer gewandelt. Wer genau hinsieht, kann erkennen, dass wir einige Artikel vorgezogen haben, die Lücken also hinter der Ware sind. Es ist wirklich ziemlich abgegrast:
Eine Kundin beklagte sich darüber, dass die Sardinen in der Dose plötzlich teurer geworden sind. "Vor zwei Tagen waren sie noch günstiger!", versicherte sie.
Der rote Pfeil zeigt auf das Datum, an dem das Etikett gedruckt wurde.
Ein Mann, nicht sehr vertrauenerweckend, aber dennoch wie jeder Kunde zunächst ernst genommen und entsprechend behandelt, reklamierte eine 1000-Gramm-Packung Kaffeebohnen, weil dort Steinchen drin wären. Während eine Kollegin mit dem Mann die gesamte Packung im Lager auf mehreren Stücken Pappe sezierte und nach den angeblichen Fremdkörpern suchte, hielt er ihr plötzlich einen kleinen Stein vor die Nase. Den will er gerade zwischen den vorher bereits von der Kollegin untersuchten Bohnen gefunden haben, komischerweise in dem Moment, als die Kollegin sich gerade wegen eines Zurufs eines anderen Kollegen umgedreht hatte. Das war schon alles sehr merkwürdig.
Der Mann hatte keinen Kassenbon für den Kaffee, wollte aber "sein Geld" zurück haben. Den Gefallen haben wir ihm nicht getan und ihm stattdessen (mit einem komischen Gefühl im Bauch) eine neue Packung mitgegeben, die er wenig erfreut annahm.
Erst etwas später fiel uns auf, dass auf der Packung einer der Strichcodes durchgestrichen war und daneben ein unterschriebenes "o. B.", Einzelhandelsjargon für "ohne Berechnung" stand. Wir reimten uns das so zusammen, dass wir nicht der erste Laden waren, wo er eine / diese Kaffeepackung mit fadenscheinigen Argumenten in Bargeld verwandeln wollte. Wir würden jeden Wette eingehen, dass er den nicht bei uns gekauft hat und da auch ganz sicher keine Steine, nicht ein einziger, drin waren.
Wenn der Typ noch einmal hier im Laden auftauchen sollte, um irgendetwas zu "reklamieren", werden wir ihn abblitzen lassen. So, ganz einfach.