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Mein Berichtsheft in Echtzeit (Teil 22)

Neben der alltäglichen Arbeit gab es mal ein paar Sonderfälle: Dekoartikel waren damals meistens schon Kommissionsware, die wir zurückgeben konnten. Da musste der Inhalt der Aufsteller natürlich sortiert werden. Eine Gemüsewaage, aus der direkt die Aufkleber kommen, findet man immer seltener. Auch wir haben seit etlichen Jahren Check-Out-Waagen im Einsatz und wiegen das Gemüse folglich direkt an der Kasse. Und dass ich den Parkplatz streuen durfte, war ja klar. Immerhin war ich da jahrelang derjenige, der ausdrücklich für den Außenbereich verantwortlich war. So einen Status wird man nur mühsam wieder los.

Im Fachbericht habe ich diesmal meinen neuen Drucker für den Text genutzt.



Morgens habe ich die Pappe vom Gemüsepacken in der Presse verdichtet. Ware annehmen, Brot vergleichen.
Leergut für den Abtransport durch die Fa. Trinks ordentlich aufgestapelt.
Ausleeren der Papppresse.
Reinigen von Borten in der Getränke-Abteilung.
Alte, auf die Gemüsewaage geklebte Etiketten entfernt.
Weihnachts-Dekoration für den Rücktransport vorsortiert.
Parkplatz mit Granulat gegen Glatteis gestreut.



Von dieser Seite braucht es wohl mal keine Abschrift. :-)

Was ist denn ein Eintof? :-D

Fröhliche Weihnachten 2021

Es war zugegebenermaßen in den letzten Tagen mal wieder eine eher stillere Phase hier im Blog, aber ich bin derzeit für jeden Beitrag dankbar, den ich euch präsentieren kann. Material habe ich genug, aber mit rennt die Zeit an allen Ecken und Enden weg. Es ist gruselig. Aber nun ist es 14 Uhr, wenn ihr diese (etwa gegen 13:30 Uhr vorgeschriebenen) Zeilen lest, werde ich vorne an der Eingangstür stehen und die letzten Kunden verabschieden. Dann noch eben zusammenpacken und zwei ruhige Tage genießen.

Und genau das wünsche ich euch an dieser Stelle auch. Ein paar ruhige Tage, in denen man mal von dem Chaos der letzten knapp zwei Jahren abschalten kann. In diesem Sinne also ein fröhliches Weihnachtsfest an euch alle da draußen.

Montag geht es hier direkt mit den Vorbereitungen für das Jahresende weiter und alle Ungeduldigen können den Weg des Weihnachtsmanns hier ja beim Santatracker live verfolgen. :-)



(Weihnachtliches Motiv von pixabay.com)

Reduzierte Weihnachtsware am Heiligabend 2021

Wir hatten vorhin gegen 9 Uhr schon angefangen, die restliche Weihnachtsware zu reduzieren. Die Idee war nicht schlecht, denn letztendlich nehmen die Leute nun noch wesentlich mehr mit, glaube ich zumindest, als sie es unreduziert getan hätten. Knapp zwei Stunden haben wir noch und in meiner Wunschvorstellung können wir die gesamten Reste am Montag auf einem einzelnen Tisch zusammenstellen. :-)


Kein Renner: g&g-Gebäckdosen

Letztes Jahr hatten wir auch ein Display mit verschiedenem Gebäck unserer Discount-Eigenmarke (Mandel-Blätter, Haselnuss-Schoko-Sterne und Kokosringe) bei unserer Weihnachtsware stehen. Letztes Jahr hatten wir noch eine ganze Weile nach dem Fest an diesen großen Dosen verkauft und aus irgendeinem Grund hatte ich es in diesem Jahr noch einmal mit diesem Artikel versucht.

Auf dem Bild ist der aktuelle Stand zu sehen, bis zum Weihnachtsfest ist unser Laden noch gut zwölf Stunden geöffnet und meine Annahme, das wir davon nicht mehr viel verkaufen werden, ist vermutlich richtig. So vollkommen lernresistent bin auch ich nicht und daher gilt: Nächstes Jahr nicht wieder bestellen.


Coronainfektionsprohylaxe

Unser Zahnarzt führt in seinen Rechnungen folgenden Posten auf: "Aufwand für erhöhte Hygieneanforderungen aufgrund der Coronainfektionsprohylaxe."

Ich stelle mir die begeisterten Gesichter unserer Kunden vor, wenn wir auf jeden Einkauf pauschal ein paar Euro draufschlagen. Was für Kosten? Nun: Die vielen Aushänge, Masken, Tests, CO2-Messgerät, Spuckschutz an der Kasse, Klebeband, Desinfektionsmittel, Desinfektionstücher, Desinfektionsmittelspender. Da sind in den vergangenen knapp zwei Jahren insgesamt schon viele hundert Euro zusammengekommen, die uns niemand erstattet hat.

Lustige Strichcodes – 420

Die Brotbackmischungen unserer Eigenmarke heißen neuerdings "Mama sagt: Jeder kann Brot backen* | *Sie hat Recht" – was zumindest mal ein ungewöhnlicher Name für ein solches Produkt ist.

Auf der Tüte mit der Brotbackmischung für Bauernbrot hatte Ines nun diesen Strichcode mit einer Rührschüssel entdeckt, in der offenbar gerade der Teig für dieses Brot angerührt wird.

Ja, wir haben Backmischungen. :-)


Zwei Alkis und ein fremder Hund

Ein Kollege sprach mich an und berichtete mir, dass ihn ein Stammkunde (A) angesprochen hätte. Vor dem Laden sei genau neben der Tür ein Hund angeleint und ein alkoholisiertes und ziemlich runtergerocktes Pärchen will den jetzt mitnehmen.

Ich kam mit nach vorne, um mir die Situation mal genauer anzusehen. Stammkunde A berichtete noch einmal aus seiner Sicht und dass er nicht zulassen möchte, dass der Mann und die Frau einfach einen Hund mitnehmen. Das konnte ich verstehen.

Da meldete sich der alkoholisierte Mann zu Wort. Er sagte, dass der Hund schon "über eine halbe Stunde" dort angebunden und ganz sicher ausgesetzt worden sei. Sie würden ihn jetzt mitnehmen, verlangten die Aushändigung regelrecht, um dann beim Tierarzt überprüfen zu lassen, ob der Hund gechipt ist und dann entsprechend handeln zu können.
Die beiden sahen alles andere als vertrauenswürdig aus. Wäre ich ihnen hier im Laden begegnet, hätte ich mich umgedreht und den Rückweg ins Büro angetreten. Von dort aus hätte ich den beiden, die hundertprozentig "VP" waren, mit der Videoanlage zugesehen. Aber sie waren nicht drinnen, sondern vor der Tür und wollten einen fremden Hund mitnehmen. Auch ich war strikt dagegen.

Da sowohl der Mann als auch seine nicht weniger klar wirkende Begleiterin im Laufe der Minuten immer lauter und aggressiver durchsetzen wollten, den Hund mitzunehmen, befürchtete ich, dass die Situation noch eskaliert. Zum Glück kam vorher noch Stammkunde B aus dem Laden, dem nämlich der Hund gehört.

Solche Leute muss es auf diesem Planeten wohl auch geben …

15 km bei -4 Grad

Minus 4 Grad heute Morgen. Der innere Schweinehund hat gegrunzt und gequiekt beim Gedanken an die 15 Kilometer zur Firma, aber wir haben es durchgezogen. Und wir freuen uns darüber. Wieder ein Tag, an dem wir emisssionsfrei ohne Auto die Strecke zurückgelegt haben.

Durchhalten, in sechs Monaten ist wieder Sommer. :-P


Lustige Strichcodes – 419

Vielen Dank an Blogleserin Susanne für die Zusendung dieses Strichcodes mit Herzen, den sie auf einer Packung Cereola Milkys von Griesson - de Beukelaer entdeckt hat. :-)


Im Regal neben dem Pfeiler

Ein älterer Mann suchte Paniermehl. Da er nicht fündig werden konnte, wandte er sich schließlich an eine Kollegin, die ihm half. Ihr erzählte der Herr auch, dass seine Frau ihm gesagt hatte, dass er das Paniermehl "an einem Regal neben einem Pfeiler" finden würde.

Nun, da wir viele Pfeiler haben, haben wir auch viele Regale neben Pfeilern. Da findet man Beispielsweise Obstkonserven, Müllbeutel, Kokosmilch, Oliven, Saucenbinder, Batterien, Schokolade, Haushaltswaren, Nüsse, Backmischungen – und natürlich eben auch Paniermehl.

Aber dennoch ist Paniermehl der am besten versteckte Artikel bei uns im Laden. Dazu gab es vor knapp zwei Jahren ja auch schon ein Beweisvideo von mir. :-)

Mein Berichtsheft in Echtzeit (Teil 21)

Der übliche Trott im Laden und wieder Milch im Berichtsheft.

Natürlich musste ich meinen neuen Drucker auch diesmal wieder für eine grafische Bereicherung des Fachberichts verwenden. Wenn man schon so ein teures Spielzeug hat … :-) (Hey, für einen Azubi waren 1994 1000 Mark richtig viel Asche!)



Kunden freundlich darauf hingewiesen, dass Feierabend ist und sie bitte zur Kasse gehen sollen.
Leergut-Abrechnung --> Dabei wird das gesamte Leergut gezählt (Leerkisten, Einzelflaschen und volle Kisten) und nach Sorten getrennt aufgeschrieben.
Reste-Rollis nachpacken.
Eine Gutschrift geschrieben für 6,87 DM. Die Kunden hatten statt tiefgefrorenen Grünkohl Spinat genommen.
Abends die Tiefkühltruhen wieder mit den Nachtabdeckungen abgedeckt.
Leergut-Abrechnung. (Das Leergut komplett gezählt)
Milch-Leergut auf eine Euro-Palette gestapelt und in den Gang für die Nacht-Lieferanten gefahren.



Der Weg der Milch

Die Hälfte der von der Kuh täglich aufgenommenen Menge Nahrung braucht sie zur Milchproduktion. Vor dem Melken wird das Euter gewaschen, damit die Milch sauber und rein bleibt. Sofort nach dem Melken kommt die Milch in einen Kühlbehälter, in dem sie bei nur 3° C aufbewahrt wird, bis sie der LKW der Molkerei abholt. Im Labor der Molkerei wird die Milch nach der Milchverordnung auf ihren Fett- und Eiweißgehalt und ihre biologische Beschaffenheit überprüft. Wird sie für gut befunden, wird die Rohmilch in Tanks gepumpt. Jetzt kann die Milch weiterverarbeitet werden.

Als erstes wird sie erhitzt und so von Bakterien befreit (pasteurisiert). Ein Teil der Milch wird als Trinkmilch abgefüllt. Der größte Teil hingegen (die sogenannte "Werkmilch") kommt in eine Zentrifuge, in der der Rahm von der Magermilch separiert wird. Aus dem Rahm und der Magermilch können nun alle Milchprodukte, wie zum Beispiel Butter, Joghurt, Käse, Kondensmilch, Trockenmilch und vieles mehr hergestellt werden.

Zutatenliste aus der Hölle

Falls unsere neuen Pizzaschnecken aus dem Bake-Off-Regal gut schmecken: Einfach nicht weiter darüber nachdenken, aus welchen Ingredienzen die Lebensmitteltechniker sie in der Fabrik zusammengeschraubt haben …

Zutaten Pizzaschnecken