Mein Aufsteller steht immer noch im Lager, da es draußen nach wie vor sehr windig ist. Aber als hätte ich es gestern Mittag geahnt: Es hat nicht einmal einen Tag gedauert, bis eine Kundin fragte, ob wir jetzt keine 24 Stunden mehr auf hätten.
Bei der Frau handelt es sich um eine Stammkundin mittleren Alters, von der ich nicht annehme, dass sie dieses Blog kennt und deshalb die Frage mutwilllig gestellt hat.
als stille und treue Blogleser möchten wir unseren Bremenaufenthalt am kommenden Wochenende gerne dazu nutzen Deinem 24h Spar-Laden in der Neustadt einen Besuch abzustatten.
Wir sind wohl Deutschlands unbekannteste Acappella-Gruppe (http://www.choirblax.de) und unsere Mitglieder sind derzeit über die ganze Republik verstreut. [...]
Neben 4 Geburtstagen die wir in dieser Nacht besingen werden (alles kurze Gigs mit max. 20min Gesang) könnten wir uns vorstellen auch eine Deiner Kühltruhen oder das Zeitungsregal zu besingen. [...]
Wir würden am Wochenende mit max. 4 Sängern + 2 Begleitungen sein, also es wird kein Massenauflauf werden. [...]
Bist Du überhaupt auf Schicht am Samstagabend? Weil wenn der famose Shopblogger himself eh nicht da ist, dann verplanen wir unsere Zeit anders.
Viele Grüße,
Die A Cappella Gruppe Choirblax
Und so kam es, dass am Samstag, dem 30. Juni 2007 gegen, bzw. ab 20:00 Uhr hier im Laden zwischen allen Kunden die Choirblax singen werden.
Ich wundere mich die ganze Zeit, dass kein Mensch etwas dazu zu sagen schreiben hat - und dann stelle ich zufällig fest, dass ich wohl versehentlich "Beitrag moderieren" angeklickt habe...
Naja, nun sind jedenfalls alle Kommentare zu sehen.
Andreas hat sich eine Nebelmaschine gekauft Mit 3kW-Heizleistung, was schon ganz ordentlich ist. Aus praktischen Gründen hat er sie zu mir schicken lassen und ich... tzja... ich musste sie natürlich ausprobieren. Mitten im Lager, versteht sich. Bei dem Wind hätte ein TEst auf dem Hof gar nichts gebracht.
Irgendwie hatte ich die Öffnungen in der Tür vom Lager zum Laden nicht bedacht. Zum Glück ist hier keine Panik unter den Kunden ausgebrochen. Es ist nämlich einiges von dem Bühnennebel auch in den Laden gezogen...
Kunde, extrem irritiert.
Erfreulicherweise hat sich hier in der großen Halle alles innerhalb von wenigen Minuten wieder restlos verzogen. Viele Kunden haben die Schwaden nicht einmal mitbekommen, die unter der Decke langkrochen. Wenigstens ist der Nebel ungefährlich.
Dies ist der Verlauf der Zustellung eines Paketes an einen meiner Onlineshopkunden. Rekordverdächtig finde ich, dass zuerst ein Zustellversuch gemacht wurde, am nächsten Tag aber nicht einmal die Adresse gefunden wurde.
Am 8. Juni hat der Fahrer das Paket bei mir abgeholt:
08.06.2007
Die Sendung wurden an unserer Niederlassung eingeliefert
Und wie es weiterging, könnt ihr lesen, wenn ihr auf "vollständig lesen" klickt. Da kommt nämlich noch einiges...
Das Leergut gerade eben war die Krönung der Genüsse.
Ausgelaufene Bierpfützen, Schimmelansammlungen, Restmüll, Erde, Zigarettenkippen, Eisstiele - all das kann man ertragen.
Ich weiß ja nicht, was die Kundin eben mit ihrem Leergut oder der Tüte angestellt hat. Ich will es auch lieber gar nicht wissen. Aber was zu viel ist, ist zu viel. Es war zwar keine Pfütze aber Flaschen und Tüte stanken erbärmlich...
In der letzten Viertelstunde haben mich zwei Kunden angesprochen, die sich hier nicht auskannten und bestimmte Produkte suchten. Während der Gespräche war zu erkennen, dass beide zum ersten Mal hier waren.
Die reine Zeit für die Gespräche hält sich in Grenzen. Das kürzeste war meine jeden Montag anfallende Feinkostsalate-Bestellung: "So wie immer. - Okay, danke."
Schlimmer ist die Ablenkung von der Arbeit. Angefangen vom Telefonklingeln bis zu dem Zeitpunkt, zu dem man sich wieder voll konzentrieren kann, vergehen durchaus mal einige Minuten.
In der heutigen Ausgabe des Stadtteil-Kuriers, der Beilage vom Weser Kurier mit den Lokalthemen für die einzelnen Stadtteile, befindet sich heute der folgende Bericht.
Eine Kollegin fragte mich, ob Kinder eigentlich RedBull kaufen dürften.
"Klar, warum nicht?", antwortete ich.
Sie sah mich ungläubig an.
"Da ist doch kein Alkohol drin.", egänzte ich.
Sie sah das zwar anders, aber zwischen "vom Gesetz her verkaufen dürfen" und "aus persönlichen Gründen nicht verkaufen wollen" besteht nunmal ein erheblicher Unterschied...
Dies ist nun der Beginn der zweiten 24/6-Woche. Mit dem Aufschließen der Tür drängten eben schon die ersten fünf Kunden in den Laden, aber ich denke, dass der Rest der Nacht eher ruhig verlaufen wird.