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Irritierende Logos

Etwas sehr unglücklich geraten finde ich den Aufdruck auf den Dosen von "Schöfferhofer Grapfruit": Neben dem DPG-Pfandlogo prangt das Symbol für Dosen-Recycling. Sehr irritierend – auch für die Kundin, die mich gestern freudestrahlend ansprach, dass diese Dosen ja kein Pfand hätten und dass man sie wegwerfen könne und nicht wiederzubringen braucht.


Immer weggeworfen

Gespräch mit einem Kunden über Red-Bull-Light-Dosen, deren Inhalt als diätetisches Lebensmittel deklariert ist und die deshalb unbepfandet sind. Im Laufe der Unterhaltung erwähnte er, dass die normalen Red-Bull-Dosen ja auch kein Pfand hätten.

Nachdem ich ihn darüber aufgeklärt hatte, dass die Dosen schon seit inzwischen einigen Jahren mit 25 Cent pro Stück bepfandet sind, entgleisten seine Gesichtszüge etwas: "Die habe ich doch immer weggeworfen."

Pfandfrage

Ein anderer Björn fragt mich:
Schönen guten Tag Herr Harste, Hallo Björn oder einfach ne Frage an den Godfather of Pfandflaschen ;-)
Yeah! ;-)
Wenn ich nur noch das Etikett einer Einwegverpackung habe, könnte ich damit mein Pfand verlangen? Ich meine, die Flasche wird ja eh vernichtet, somit ist die doch eigentlich kein zwingender Bestandteil des Pfandes.
Das kann ich mit einem entschiedenen NEIN beantworten.

Es wäre reichlich witzlos, wenn Pfandflaschen, die aus ökologischen Gründen bepfandet worden sind, gar nicht erst abgegeben zu werden bräuchten.

Vollpfosten

Heute Morgen betraten zwei relativ heruntergekommene Männer den Laden. Einer sah in seiner gesamten Erscheinung einfach nur völlig fertig aus, der andere trug eine Warnweste und hatte einen Zimmermannshammer und einen Cutter am Gürtel hängen und machte so immerhin den Anschein, einen Job zu haben.

Da es um die Uhrzeit noch relativ ruhig im Laden war, fiel mir das Duett natürlich besonders auf und so beschloss ich, sie im Auge zu behalten. Zuerst gaben sie Leergut ab, dann standen sie vor dem Bierregal und besprachen irgendwas. Hören konnte ich sie nicht, aber im Laufe des Gesprächs zeigte einer der beiden in Richtung der Kameras, die sie von ihrem Standort aus sehen konnten. Ich hatte sowieso so ein seltsames Gefühl bei den beiden, aber in dem Moment war ich mir sicher, dass sie die ersten Ladendiebe der Woche sein würden. Und? Bingo: Beide nahmen sich jeweils eine Flasche Bier. Der mit der Warnweste ging direkt in Richtung Kasse und bezahlte seine Flasche dort auch, der andere deponierte die Flasche vor meinen Augen in seinem Rucksack.

Als dieser an der Kasse seinen Leergutbon eingelöst hatte, sprach ich ihn an und forderte ihn auf, seinen Rucksack zu öffnen. Zuerst beförderte er mehrere leere Flaschen zutage, die unser Automat (zu Recht) verweigert hatte. "Das ist alles.", sagte er. Da sich die volle Flasche auf dem Weg durch den Laden aber nicht aufgelöst haben konnte, schon gar nicht in einem geschlossenen und auf dem Rücken getragenen Rucksack, sah ich selber hinein. Mitgebracht wollte er die Flaschen haben und war völlig empört über meine Anschuldigung. Jaaa, sicher....

Seinen Ausweis hatte er dabei und so hätte ich einfach nur den Strafantrag ausgefüllt, wenn nicht sein "Kollege", der Mann mit der Warnweste, danach gedrängt hätte, die Polizei zu rufen. Er legte mir bei dabei Worten seinen Ausweis, den Hammer und das Messer auf den Kassentisch und erzählt etwas davon, dass es von mir nicht rechtens gewesen sei, dass ich in seinen Rucksack gesehen habe. (Häh?!?) Ich wusste nicht, worauf er hinaus wollte und so rief ich vorsichtshalber wirklich die Polizei an. Man weiß ja nie...

Während wir auf die Polizei warteten, machten die beiden noch eine Riesenwelle. Der Dieb rauchte an der Tür und zeigte mir dabei noch stolz den Hitlergruß, der andere versuchte mich die ganze Zeit einzuschüchtern, in dem er irgendwas zusammenhangloses von Gesetzen und falscher Beschuldigung erzählte. Linkes Ohr rein, rechtes Ohr raus und dann kam zum Glück auch schon die Polizei, die mich von den beiden seltsamen Gestalten erlöste. Während der Dieb wenigstens jetzt die Klappe hielt, den Diebstahl zugab und die Fragen der Polizei brav beantwortete, randalierte der andere verbal weiter. Das ging so weit, bis einem der Polizisten der Kragen platzte und ihm androhte, ihn in Gewahrsam zu nehmen, falls noch ein einziges weiteres Wortes fallen sollte. Was die Nummer mit seinem Ausweis und dem anderen Geraffel bei mir auf dem Kassentisch sollte, haben wir nicht herausgefunden. Aber dafür weiß ich jetzt, dass Polizisten sehr ungehalten reagieren können, wenn ein angetrunkener Mann mit einem Hammer vor ihnen herumfuchtelt.

Und das alles für eine Flasche Bier im Wert von 83 Cent inkl. Pfand.

Für 6 Cent - Teil 2

Okay, ich werde das mit den Klappkisten nun doch machen. Die Rechnung ist ganz einfach: Wenn ich leere Rahmen bestelle, zahle ich zusätzlich zum Pfand noch 50 Cent Transportgebühr – pro Stück, also pro 20 Flaschen!

Nun zahle ich durch den Abschlag von zwei Cent pro Flasche 40 Cent pro 20 Flaschen, habe also noch 0,10€ gespart.

Ich glaube, das mache ich jetzt immer so. 8-)

54 Cent

Passt gerade zum Thema Kartenzahlungen. Ein Kunde hat gerade eben einen Kollegen folgendes gefragt: "Du, sag' mal – Wenn ich auf meinem Konto noch 54 Cent habe und diese Flasche Bier kaufen möchte, die mit Pfand 53 Cent kostet – geht das?"

Dabei wedelte er mit seiner ec-Karte in der Luft.

Knappe Antwort von Gregor: "Positiv." :-O :-)

Fritz-Kola bei Ebay

Herrjeh, es gibt tatsächlich Leute, die versteigern Fritz-Kola kistenweise bei Ebay. Und dann gibt es welche, die die Cola kistenweise ERSTEIGERN. Für 20,49€ (zzgl. 4,42€ Pfand) + 7,90€ Versandkosten – also insgesamt 28,39€.

Bei mir gibt's die für 20,99€ + Pfand. Aber darum geht's eigentlich gerade gar nicht. Vielmehr frage ich mich, wie die Kiste verschickt wird. Dem Pfandbetrag nach zu urteilen, bekommt man sie komplett, also inklusive Rahmen. Stecken die das Ding am Stück in einen Karton? :-O

DPG-Pfandlogo auf ungarischen Wasserflaschen

Blogleser Sebastian berichtet über eine Mineralwasserflasche aus Ungarn, auf der dennoch ein dpg-Pfandlogo prangt:
Als wir nun unlängst in Ungarn waren, fiel uns auf, dass das dort bei Plus verkaufte "MIZSE"-Mineralwasser mit DPG-Pfandlogo verkauft wird, obwohl überhaupt kein Pfand erhoben wird. Ob Plus dieses Wasser auch nach Deutschland exportiert, wissen wir nicht. Es kommt aus einer ungarischen Quelle. Ich kann mir eigentlich auch nicht vorstellen, dass es sich bei einem Niedrigpreisartikel wie Wasser lohnt, das über eine so lange Strecke (von Ungarn nach Dtl.) zu vertreiben.

Eigentlich wollten wir nach der Rückkehr eine solche Flasche bei Dir vorbeibringen und damit Deinen Pfandautomaten testen, aber leider machte uns die Verkehrsführung auf der Neuenfelder Str. einen Strich durch die Rechnung. Linksabbieger sind offensichtlich in Bremen nicht gern gesehen, und so fanden wir uns bald auf dem Weg zur Autobahn und hatten auch keine Lust, deswegen nochmal umzudrehen.

Hier auf jeden Fall ein Foto dieses exotischen Leerguts. Inzwischen haben wir es bei einem Kieler Supermarkt einlösen können. Da die Flasche in Ungarn nur ca. 17 Cent gekostet hat, haben wir sogar einen kleinen Gewinn von 8 Cent gemacht. Ich hoffe, die DPG kann das verkraften...
Nach meinem Wissensstand sind die dpg-Logos Lizenzprodukte, die nach der Anzahl der produzierten Flaschen abgerechnet werden, so dass es für Plus recht unsinnig wäre, die Pfandlogos (die offenbar auch mit der Spezialfarbe gedruckt wurden, denn sonst hätte der Automat in Kiel sie ja gar nicht angenommen) auf die Flaschen zu drucken, obwohl sie kein Geld von den Kunden dafür bekommen.

Hat jemand eine Idee, warum Plus das so macht?


Leergutfrage

Blogleserin Andrea fragt:
Hallo Björn,

In Deinen Shop kann ich aufgrund der räumlichen Entfernung ja leider nicht kommen, daher ist mein Stamm-Shop halt ein Supermarkt im Allgäu und kein Spar in Bremen. [...]

Nun zu meiner Frage:
Seit ein paar Wochen hängt am Leergutautomaten ein Schild, dass man bitte nur im Laden gekauftes Leergut dort zurück geben möge, Leergut anderer Läden würde den Shop Geld kosten.

Ist das so? Warum?
Ich dachte, dass das Pfand des Leerguts erstattet wird.
(Solltest Du das schon mal irgendwo im Blog beschrieben haben, tut es mir leid, dann hab ich es verpasst.)

Ich will meinen Stammshop nicht schädigen (ist ein kleiner Laden), andererseits bin ich natürlich ein so bequemer Mensch wie alle anderen und möchte am liebsten gar nicht nachdenken müssen, wenn ich Leergut abgebe.

Viele Grüsse aus dem Allgäu und Danke für eine Antwort
Andrea
Beide Seiten (Pro und Contra) wiegen etwa gleich, denke ich. Hier in meinem Markt habe ich mich dazu entschlossen "alles" anzunehmen und dies auch ohne Mengenbegrenzung.

Pro: Ein Laden, in dem die Kunden unbeschwert größere Mengen Leergut abgeben können, wird möglicherweise häufiger als Einkaufsstätte genutzt. Das muss nicht zwingend so sein, aber auch "meine" Flaschensammler kaufen hier mehr oder weniger häufig ein. Stammflaschensammler Gerd investiert häufig sein Geld auch in hochwertige Produkte.
Hinzu kommt: Für die Endkunden ist Leergut inklusive Mehrwertsteuer. Als Einzelhändler bezahle ich diese Steuer auf den Pfandanteil, wenn ich Getränke einkaufe und bekomme sie als Vorsteuer wieder erstattet, wenn ich Leergut zurückschicke. Nehme ich mehr Leergut an als ich ausgebe, habe ich also einen (kleinen) finanziellen Vorteil.

Contra: Leergut annehmen macht Arbeit. Wer keinen Automaten hat, muss Personal abstellen, das sich darum kümmert. Aber selbst mit Automat müssen die Flaschen in Kisten und die Kisten auf Paletten gepackt werden. Dazu kommt, dass unter Umständen Leerkisten eingekauft werden müssen. Dies kostet Geld, bei meinem Lieferanten 30 Cent pro Kiste.

Ich denke, man kann dazu keine pauschal richtige Aussage treffen und muss dies von Markt zu Markt abwägen. Andrea schreibt, dass es sich um einen kleinen Laden handelt. In diesem Fall könnte es z.B. so sein, dass sie mit ihrer Stammkundschaft und dem dadurch anfallenden Leergutaufkommen gut leben können, aber vermeiden wollen, alle Flaschensammlungen von den Kiosken aus der Umgebung ebenfalls anzunehmen, weil sie, wie ich eben schon schrieb, dazu teure Kisten dazukaufen müssten.

Tsingtao-Bier im Postpaket

Blogleser Matthias hat mir ein Päckchen geschickt. Das im Adressfeld angegebene Kennwort verriet mir vor dem Öffnen der Schachtel schon fast alles... :-)



Nun:
Chinesisches Bier

Hallo Björn,

als eifriger Blogleser möchte ich Dir heute diese Flasche chinesisches Bier schicken, welche wir hier in Berlin bei einem chinesischen Restaurant erhalten, wenn man fpr einen bestimmten Wert einkauft.

Ich hoffe, es passt in deine Sammlung "exotisches Leergut", obwohl es wahrscheinlich kein Pfand hat.

Ich selber trinke kein Bier, so dass ich Dir leider nicht sagen kann, wie es schmeckt. Vielleicht hast du ja Lust, es zu kosten. ;-)

Wunder dich nicht über das "Kennwort", das ist mir noch kurz vor dem Versand eingefallen... *gg*

Bye Bye
Vielen Dank für das Paket und die Flasche. Tsingtao war schonmal vor gut zwei Jahren als "exotisches Leergut" hier im Blog – aber nun habe ich eine volle Flasche und werde dieses preisgekrönte Bierchen nun selber mal testen.

Vielen Dank dafür. :-)


Schild

Liebe Kunden,

bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir ihnen kein Pfand für unbepfandete Einwegflaschen auszahlen können.

Auch nicht, wenn Sie hier herumbrüllen.

Vielen Dank, ihr SPAR-Team
"Dann schreibt ein Schild, dass ihr hier gar keine Flaschen mehr annnehmt", verlangte der Kunde, der hier eben etwa zwei Dutzend kleine (unbepfandete) Einweg-Saftflaschen loswerden wollte. Sogar 25 Cent hätte er seiner Meinung nach für jede Flasche bekommen müssen. "Flasche ist Flasche!" – glaubt er und ließ sich auch nicht vom Gegenteil überzeugen. Mehr noch: Er wurde immer lauter und ungehaltener und behauptete, die Flaschen hier "schon immer" abgegeben zu haben.

Tarchun 3001ml

MIX Markt ist ein auf den Vertrieb von osteuropäischen Produkten spezialisiertes, europaweit führendes Lebensmittel-Franchise-Unternehmen.
Das Waldmeister-Getränk "Tarchun" mogelt sich ganz geschickt an der Pfandpflicht vorbei (Einen ähnlichen Fall hatten wir ja schonmal hier...), indem sich ein entscheidender Milliliter mehr in der Flasche befindet...

Ob nun Pfand oder kein Pfand: Die 1,5- und 2,0-Liter-Gebinde von Coca-Cola sind schon übel, da die letzten Schlucke prinzipiell durch ihre Kohlensäurearmut überzeugen. Bei einer Flasche mit drei Litern Inhalt dürfte der Effekt noch deutlicher spürbar werden...

Außerdem: Auch, wenn es legal ist: Ich bin mir nicht sicher, ob ich diese 3001ml-Sache geschickt oder unseriös finden soll.


Ausweis als Pfand

Im Blogeintrag "Gepumpt" vom 25. August 2007 hatte ich schon einmal eine Frau Sigrid S. erwähnt, die hier damals nicht wieder aufgetaucht war, um ihre Schulden zu begleichen.

Nun hat mich eine andere Frau darum gebeten, ihr für rund 50 Euro Ware mitzugeben, da ihr Geld gestohlen worden war. Ihren Ausweis hat sie als Pfand hier hinterlegt und ich denke doch, dass sie wiederkommen wird.
Über das Alter der Kundin machte ich mir keine Gedanken, sie wirkte auf mich jedenfalls älter, als sie tatsächlich war. Irgendwann jedoch fiel mir der Name auf: Ingrid S. Der Nachname war der selbe wie bei der oben genannten Frau. Dass der Vorname sich unterschied fiel mir im ersten Moment allerdings nicht auf. Ich bekam Panik: Hat sie mich etwa schon wieder abgezogen? Wäre das die Chance gewesen, an mein Geld zu kommen?

Nein, war es zum Glück nicht. Die beiden scheinen außer dem Nachnamen jedenfalls nicht viel gemeinsam zu haben, zumal auch die Geburtsjahre der beiden exakt 20 Jahre auseinanderliegen.

2 neue Colakühler

Die beiden angekündigten Coca-Cola-Kühlschränke sind gerade geliefert worden.

Der große ist wirklich groß. Zwar nur etwa 1,2m breit aber dennoch eine extrem wuchtige Erscheinung. Dafür ganz modern, u.a. mit Bewegungssensor, der die Beleuchtung nur aktiviert, wenn ein Kunde in der Nähe ist.
Den großen Schrank werde ich wohl direkt neben das Coca-Cola-Regal stellen. Den schmalen Schrank, der dort bislang stand, werde ich wohl an die Kasse verbannen.
Und wo ich den 3-Etagen-Minikühler lasse, weiß ich nocht gar nicht so recht. Eigentlich wollte ich ja im neu gestrichenen Raum vorm Leergutautomaten lassen, aber irgendwie ist mit die Gefahr zu hoch, dass Leute dort eine Flasche direkt austrinken und sich auch noch das Pfand auszahlen lassen...