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SPAR-Markt in Denekamp

Blogleserin Drea hat mir ein Foto eines SPAR-Marktes in Denekamp geschickt. Daui schreibt sie:
Hallo lieber Shopblogger,

ich war vor ein paar Wochen in Denekamp/Niederlande und habe diesen kleinen Sparmarkt gefunden. Der Markt liegt kurz hinter dem Grenzübergang Nordhorn-Denekamp und bietet alles was der Deutsche aus den Niederlanden liebt. Insbesondere Kaffee (kostet dort einiges weniger als in Deutschland) und Cola in Dosen (ohne Pfand) sind sehr beliebt.
Dort einen Parkplatz zu bekommen ist allerdings ähnlich schwer wie bei dir :-)
Vielleicht kann ich mit diesem Markt ja noch deine Sammlung erweitern.
Vielen Dank für das Bild und die Infos.


Himbeernektar

Eine Kundin wollte diese Flasche als Leergut abgeben. Pfand konnten wir dafür zwar nicht auszahlen, aber das "handgeschriebene" Etikett fand ich interessant.
Natürlich wird nicht jedes einzelne Flaschenetikett handschriftlich erstellt, aber bemerkenswert fand ich, daß die Vorlage wirklich von Hand geschrieben und nicht am PC mit Standard-Fonts gesetzt wurde.

Der Hof liegt übrigens nur eine halbe Stunde von uns entfernt und der Saft kann im Oldenburger Raum über das Projekt bauernfrische im Internet bestellt werden.


Die pfandlose Flasche

Irgendwann im Laufe des Vormittags hatte ein Leergut abgebender Kunde eine leere, pfandlose Flasche nicht in den Müllsack geworfen, sondern einfach vor dem Leergutautomaten auf den Fußboden gestellt.

Da stand sie dann von weiteren Kunden unbeachtet und auch ich hatte keine Lust, mich danach zu bücken. Das kleine Fläschchen störte in der Ecke irgendwie nicht weiter.

Sehr optimistisch war der Kunde eben, der sich nach der Flasche bückte, mehrmals versuchte, den Automaten zur Annahme zu überreden und schließlich noch ins Lager nach Hilfe rief. Als ich ihm erklärte, dass es für die Flasche wirklich kein Pfand gibt und dass sie nicht ohne Grund von einem anderen Kunden einfach stehengelassen worden war.

Der enttäuschte Blick... :-O

Auf Dauer teuer

Ein Stammkunde hatte sich vor längerer Zeit mal 50 Euro von mir geliehen. Als Pfand hinterlegte er freiwillig seinen Personalausweis und nach ein paar Tagen hat er mir die geliehene Summe und noch zusätzlich 5 Euro als Trinkgeld und Dankeschön in die Hand gedrückt.

Daraus ist eine kleine Regelmäßigkeit geworden: Alle 1-2 Monate kommt es mal vor, dass ich ihm helfe und jedes Mal bedankt er sich mit einem großzügigen Trinkgeld.

Werde ich nie verstehen. Wenn er das zusätzlich gezahlte Geld beiseite gelegt hätte, wäre dies mittlerweile schon zur immer wieder regelmäßig benötigten Summe angewachsen...

Kein Pfand

Ein Kunde stand vor dem Leergutautomaten.

Es piepst mehrmals, das Gerät verweigert die Annahme der Flasche. Ich gehe gewohnheitsgemäß hin, um die Situation zu begutachten und erkenne auf den ersten Blick, dass es sich um eine pfandfreie Saftflasche handelt. "Die hat kein Pfand.", sagte ich dem Kunden und nach der Gegenfrage "Nicht?" deutete ich sogar mit dem Finger auf den Aufdruck "Kein Pfand" auf dem Flaschenetikett. "Ach, so...", sagte der Mann scheinbar erleichtert.

Nach weiteren vier Versuchen, die Maschine dazu zu überreden, die Flasche anzunehmen, warf er sie wortlos in den Mülleimer.

Einweg und Mehrweg

Nach mehreren Besuchen voller Überredungsversuche der Rotbäckchen-Vertreterin, habe ich die Säfte nun auch im Sortiment.

Vorhin hat eine Kundin eine leere Rotbäckchen-Flasche abgegeben. Ja, die konnte ich eindeutig als Mehrwegflasche identifizieren, denn zum einen kenne ich die "Rabenhorst"-Flaschen, zum anderen steht auch "Pfandflasche auf dem Rückenetikett. Ich wunderte mich etwas, denn die Flaschen bei mir im Regal werden in Kartons geliefert und nicht in Kunststoffrahmen. Etwas später ist mir der Gedanke gekommen, dass "unsere" Flaschen doch gar kein Pfand haben. Zumindest steht auf dem Regaletikett nichts drauf und die Flaschen tragen den "grünen Punkt".

Man muss schon sehr genau hinsehen, um den Unterschied zwischen der bepfandeten Flasche (lins im Bild) und der für den Altglascontainer zu erkennen...


SPAR-Markt in Winterthur

Hallo Shopblogger!

Nachdem Du gerade, als ich Dir Fotos vom Spar-Markt in Basel senden wollte, genau eben solche veröffentlicht hast, komme ich Dir jetzt zuvor!

Anbei sende ich Fotos vom Spar Markt in Winterthur, einem Städtchen nahe Zürich. Die Fotos sind am vergangenen Wochenende entstanden. Interessant finde ich besonders, dass der Supermarkt im Erdgeschoss zweier getrennter historischer Stadthäuser "installiert" wurde. Man beachte ebenfalls die PET-Flaschen Sammelbox vorne links vorm Laden. Pfand gibts in der Schweiz nämlich nur auf Glas-Bierflaschen, der Rest ist Einwegmaterial.

Viele Grüsse aus der Schweiz!
Hendrik
Vielen Dank für die beiden Bilder.
Der durch zwei völlig verschiedene Gebäude gehende Markt wirkt allerdings in der Tat sehr interessant. :-)




Flaschensammlung auf dem Fußboden

All diese Flaschen haben kein Pfand. Und was macht man damit, wenn man merkt, dass der Automat die Annahme verweigert?

Tipp: Die richtige Antwort lautet nicht: "Auf den Fußboden vor den Automaten stellen." :-|


Das alte Spiel...

Kundin: "Der blöde Automat will mein Leergut nicht annehmen. Immer ist was mit den ollen Dingern."

Ich: "Gurkengläser haben aber gar kein Pfand.

Kundin:

Sicherheitsfarbe ausgegangen?

Da kauft man als Kunde ahnungslos bei Feinkost Albrecht eine Flasche Eistee, zahlt dafür auch brav seine 25 Cent Pfand – und dann steht man beim doofen SPAR vor dem noch dooferen Leergutautomaten und guckt noch viel dooferer aus der Wäsche, weil die Annahme der Pulle verweigert wird.

Nun:


Links XXIII

Gentechnik nützt Kunden nichts

Biosprit treibt Preise für Nahrung in die Höhe

Dem Handel schmeckt die Frischmilch nicht

Lebensmittel im Überfluss

Watching the Growth of Walmart Across America

Deutsche betrinken sich mit Mineralwasser

Honig mit Pollen genetisch veränderter Pflanzen belastet

Creditreform erwartet Pleitewelle in Deutschland

The Dial Up Kid

Pfandtastisch helfen! - Gutes tun mit Flaschenpfand

Pfand bei Bierfässern

Blogleser Martin hat eine Frage über die Bepfandung von Bierfässern:
Ich habe ein Fass Bier im Getränkemarkt gekauft.
Als ich es nun zurückgeben wollte um 25 EUR an Pfand zurück zu bekommen, bestand die Marktangestellte auf den Kassenbon, den ich beim Kauf bekommen habe und auf dem auch das gezahlte Pfand ausgewiesen war.

Ich hatte den Kassenbon mit, habe aber gefragt was denn gewesen wäre, wenn ich ihn verloren / weggeworfen hätte.
Die Antwort war, dass ich in diesem Falle von ihr das Pfand nicht erstattet bekommen hätte, da sie ihren Kunden immer sagt,
dass es das Pfand (zumindest für Fassbier) nur zurück gibt, wenn man den Bon noch hat.

Ist diese Äußerung von der Marktangestellten wirklich so korrekt?
Leider habe ich keine Ahnung davon. Daher einfach mal in die Runde gefragt: Weiß jemand mehr darüber?

Japonica wird pfandpflichtig

Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, warum "Japonica" (Aromatisiertes Wasser ohne Kohlensäure) erst jetzt bepfandet wird. Aber: Der Prozess findet momentan statt. Zu unserem Bestand von Flaschen ohne Pfandlogo gesellen sich derzeit immer mehr mit dem dpg-Aufdruck. So weit ist das ja auch kein Problem. Die Produkte haben unterschiedliche Artikelnummern und werden an der Kasse korrekt, also entweder mit oder ohne Pfand, erfasst.

Nur die Kunden tun mir Leid. Mit so einem plötzlichen Wechsel bei einem einzelnen Produkt von unbepfandet zu bepfandet rechnet man wohl nicht unbedingt und ich kann mir vorstellen, dass etliche der neuen Flaschen nach wie vor im Müll in der Wertstoffsammlung landen... :-|


20 Cent mehr

Der Leergutautomat verweigerte die Annahme einer PET-Flasche, da das Pfandlogo beschädigt war. Ich kam zufällig vorbei und habe dem Kunden natürlich sofort geholfen. In erster Linie damit, dass ich ihm die Flasche abgenommen und an der alten Leergutkasse manuell einen Bon erstellt habe.

"Ach, so viel Aufwand für so eine olle Plastikflasche.", sagter der Kunde. Und ergänzte: "Wieviel Pfand hat so eine Flasche denn? Doch nicht mehr als fünf Cent, oder?"

Ich sagte ihm die Wahrheit. 25 Cent sind zwar auch noch kein Vermögen, aber sein Gesicht sprach Bände...

Pfandfragen

Blogleser Jan hat ein paar Fragen zum Flaschenpfand:
Zählen die Leergutautomaten die Anzahl der eingeworfenen Flaschen sortiert nach Hersteller, Aldi, Plus etc. insbesondere beim Einwegpfand?
Ich kann hier natürlich nur über meinen Automaten, bzw. über die Automaten, die ich kenne, berichten. Da ist es folgendermaßen:
Mehrweg: Die Gebinde werden normalerweise über die Flaschenform erkannt, so dass eine Sortierung nach Herstellern (Identifikation durch EAN) nicht möglich ist.
Einweg: Die Artilkelnummer (EAN) gehört zwingend zu einem Datensatz, die Gebinde werden daher eindeutig erkannt. Ob in den Clearingstellen eine Auswertung darüber stattfindet, wieviele Gebinde von welchem Hersteller oder von welcher Handelskette stammt, kann ich nicht sagen. Technisch wäre dies auf jeden Fall möglich. Wenngleich es meiner Meinung nach außer für statistische Zwecke keinen Sinn haben würde, da das Pfandclearing ja einheitlich über die DPG abgewickelt wird.
Wie wird der Einwegpfand abgerechnet, also woher bekommst Du das Pfandgeld, was Du ja an Deine Kunden auszahlst.

Bezahlst Du Pfand, wenn Du vom Großhändler oder ähnliches, Einwegflaschen beziehst?

Wie funktioniert überhaupt das Einwegpfandsystem? Zahlen alle Flaschenhersteller in einen Pool ein und jeder der Einwegflaschen wieder abgibt bekommt einen Teil aus dem Pool?
Ich denke, die Fagen kann man am einfachsten zusammen beantworten. Ich reduziere das der Einfachheit halber auf die generelle Abwicklung ohne Berücksichtigung eventueller Gebühren oder sonstiger detaillierter Abläufe.:
Die Getränkehersteller kaufen quasi die DPG-Logos für ihre Produkte. Für jede abgefüllte Dose oder Flasche bekommt die DPG erstmal 25 Cent.
Die Hersteller verkaufen ihre Produkte inklusive Pfandbetrag an die Großhändler. Ich bezahle beim Einkauf Pfand an die Großhändler und die Kunden bezahlen (wie man das schon immer getan hat) bei mir den Pfandbetrag an der Kasse. Das ist der Weg zum Kunden.

Rückwärts funktioniert es so, dass der Kunde bei mir die Gebinde in den Automaten steckt und das Pfandgeld direkt ausgezahlt bekommt. Der Automat entwertet die Flaschen/Dosen im Cruncher. Das ist deshalb wichtig, da ich mein Geld anhand der erfassten Daten aus dem Automaten wiederbekomme. Der Leergutautomat sammelt die Daten und schickt sie an die Clearingstelle, von der ich wöchentlich Gutschriften über die gesammelten Einwegpfand-Beträge bekomme. Die Clearingstelle rechnet schließlich mit der DPG ab und so schließt sich der Kreis.
Meine Fragen kommen von folgenden Beobachtungen:
Im Plus und im Lidl werden die Einwegpfandflaschen getrennt nach Eigenmarken und Fremdfirmen sortiert.
Macht das Sinn? Bekommt Lidl für die Fremdflaschen aus einem Pool Geld?
Diese Frage kann ich leider nicht beantworten. Da inzwischen (fast) alles über die DPG abgerechnet wird und es keine "Insellösungen" mehr gibt, ist eine Trennung im Grunde egal. Meine Vermutung ist, dass eine direkte Abrechnung mit der DPG erfolgen könnte. Aufgrund der Eigenmarken ist Lidl sozusagen ein Hersteller und wenn Lidl das Clearing selber übernimmt, könnten da natürlich einige der oben gennanten Schritte eingespart werden. Aber das ist jetzt nur eine Vermutung.