Die großen Aggregate bei uns im Keller / Maschinenraum hatte ich bislang noch nicht geöffnet gesehen. Darin befindet sich einfach nur "klassische" Kältetechnik mit Kompressor, Wärmetauscher, Trockner und den anderen benötigen Komponenten. Den kleinen Kompressor (das hohe schwarze Teil rechts in der Kiste), der wohl nach dem Transport einfach nur zu früh in Betrieb genommen wurde, was sein Todesurteil war, hat der Techniker getauscht und das ganze System läuft sogar schon wieder und im Kühlhaus sind wir inzwischen schon wieder knapp an -18 Grad.
(Die meisten unserer Gemüse-PLU-Nummern sind aber noch gültig und selbst wenn irgendwo die falschen Namen stehen, so checken wir wöchentlich die Preise. Im schlimmsten Fall steht also nur der falsche Name auf dem Bon.)
Keine drei Wochen hat die neue Techniker der Kühlhäuser funktioniert, da tut sich das erste Problem auf. Gestern Vormittag bahnte es sich bereits an, gestern Mittag kam der Kühlalarm. Zum Glück hatten wir nach wir vor keine nennenswerten Warenmengen in dem Raum stehen, so dass wir keinen Warenschaden zu bedauern haben. Keine zwei Stunden später war der Techniker da, der vermutlich sehr präzise diagnostiziert hat, dass das kleine Aggregat mit großer Wahrscheinlichkeit beim Transport einen Schaden erlitten hat.
Momentan ist der Kühlraum komplett abgeschaltet. Morgen schon soll das Ersatzteil oder sogar Ersatzgerät geliefert und eingebaut werden und theoretisch sollte der Tiefkühlraum morgen Abend schon wieder in Betrieb sein. Ich gebe zu, dass ich nicht daran zweifle.
Bei der alten Anlage habe ich durch sowas im Laufe der Jahre viel Blut und Wasser geschwitzt, hier hat gestern ein Techniker das Ding einmal komplett abgetaut und dann die Einstellungen der Abtauung entsprechend angepasst. Wäre ja gelacht, wenn sich das alte Drama mit der Kühltechnik hier jetzt fortsetzte.
(Nein, das Drama wird nicht weitergehen. Die Anlage von AHT ist eine der besten Investitionen überhaupt hier. Das System läuft und läuft und läuft und hat sogar in den letzten zwei Juliwochen des vergangenen Jahres (mit Außentemperaturen von 40 Grad im Schatten) keine dicken Backen gemacht!)
Hat von euch da draußen jemand etwas Ahnung von Fritzboxen (7590) oder IP-Anschlüssen allgemein? Ich habe da nie drüber nachgedacht, vielleicht ist das Phänomen auch neu – aber die Geschwindigkeit des Internetzugangs der Fritte liegt deutlich unter den tatsächlichen Datenraten, die mein Anschluss hier bietet. Im Downstream wenigstens noch 70% und im Upstream sogar nur die Hälfte der eigentlich bereitgestellten Leistung. Ist das normal oder läuft hier irgendwas schief? Die Box ist auf dem neuesten Softwarestand und es läuft auch nichts an ihr vorbei auf der Leitung.
Statusmeldungen der Fritzbox
Nachtrag: Okay, vergesst es. Die Technik kann wohl mehr und ich hatte mich offenbar mal irgendwann, durch einen uralten, langsam DSL-Anschluss wenig verwöhnt, für den 35000er entschieden. Dessen Werte sind damit absolut im Soll. Ich glaube, ich werde mal ein Update beauftragen. Wir könnten hier an diesem Anschluss rauf bis 40K – und zwar im Upstream (100K Down).
Als der Vertreter vor ein paar Wochen erfolgreich den Rostfleck aus meinem Fußboden geschrubbt hatte, war er wohl mit der Bürste etwas zu energisch gewesen. Dem Boden geht es ganz gut, die Sockelblende des unmittelbar benachbarten Regals hat jedoch von dem extrem scharfen Reinigungsmittel einen bleiben Schaden erlitten.
So bequem wie bei der EDEKA, nämlich mit dem mobilen Datenerfassungsgerät direkt am Etikett oder sogar einfach nur an der Ware, können wir bei anderen Lieferanten nicht bestellen. Teilweise haben wir Faxvorlagen (praktisch), einige Firmen schicken ihren Außendienst, der die Bestellung persönlich aufschreibt, vorbei (noch praktischer), wieder andere Lieferanten rufen an und nehmen die Aufträge telefonisch entgegen (auch okay).
Bei einigen wenigen Lieferanten bestellen wir via E-Mail. Das ist zwar augenscheinlich der modernste Weg, aber was Außenstehende dabei leicht übersehen ist die Tatsache, dass es mit dem Schreiben einer Mail nicht getan ist. Es muss überprüft werden, welche Artikel leer sind und dann muss die Bezeichnung oder eine Artikelnummer den Weg in das Eingabefeld des E-Mail-Clients finden. Manchmal sind das nur ein paar Artikel, bei anderen Lieferanten durchaus mal 100-150 pro Bestellung. Das ist dann schon recht aufwändig. Meistens macht die Kollegin das so: Klemmbrett mit ein paar Zetteln, dann von den benötigen Artikeln die Artikelnummern notieren und ich hacke die Zahlen dann hier in eine E-Mail rein.
Eben musste ich die Bestellung mal wieder machen und hatte überhaupt keine Lust auf die doppelte Schreiberei. Also habe ich mir kurzerhand mein Handy geschnappt, von jedem zu bestellenden Produkt das Etikett fotografiert und dann hier am Rechner von allen Schildern (per Slideshow im 3-Sekunden-Takt angezeigt) die Nummern abgeschrieben. Das lässt sich gerade kaum noch bezüglich Effizienz optimieren.
Seit wir den neuen Verstärker hier haben, läuft er im Grunde ununterbrochen. Manchmal erbarmt sich am Abend ein Kollege und klettert auf eine Leiter (bedenkt, dass das Ding im hoch oben montieren Netzwerkschrank im Lager steckt) und schaltet ihr über Nacht aus, meistens vor allem auch am Wochenende. Aber eigentlich düdelt hier seit Monaten die Musik, so lange POS-Radio sendet.
Damit ist jetzt aber Schluss, denn ich habe den Verstärker mit einer Zeitschaltuhr ausgestattet. Dazu habe ich aber keine alte mechanische Zwiebel mit Drehscheibe dort installiert, sondern mal einen Schritt (meinen ersten) in die Welt der Smart-Home-Geräte gewagt und eine WLAN-Steckdose, deren Schaltzeiten man beliebig konfigurieren kann, besorgt. Morgens um 6 Uhr geht die Musik an, abends um 23:59 Uhr aus und sonntags ist ebenfalls Ruhe.
Der Termin mit dem Bison-Mitarbeiter brachte keine weltbewegend neuen, aber doch interessante Erkenntnisse: Ich weiß jetzt zumindest, was an Technik und Infrastruktur notwendig ist und welche Kosten mich dafür etwa erwarten werden.
Gerne würde ich nur ein kleines Stück hier im Laden mal mit den E-Paper-Etiketten ausstatten, um mit minimalen Kosten das System mal zu testen. Aber das geht nicht. Es ist eine gewisse technische Grundausstattung notwendig, die man sowohl bei 10.000 Etiketten aber eben auch nur einem einzigen schon benötigt. Die Kosten dafür liegen im kleinen vierstelligen Bereich, zuzüglich Etiketten.
Wir werden am übernächsten Wochenende noch einmal die neueste Technik auf der Messe begutachten, parallel dazu werde ich ein Angebot für die Erstausstattung meiner Testabteilung bekommen. Wenn ich in diese Welt einsteige, dann wohl mit der Gemüseabteilung. Da gerade hier teilweise sogar mehrmals wöchentlich Preisänderungen stattfinden, würden wir so langfristig viel Arbeit sparen. Wenn es da funktioniert, dann auch im Rest des Marktes.
Die beiden Aggregate mit der Kältetechnik für die beiden wieder in Betrieb genommenen Kühlräume stehen natürlich nach Abschluss der Arbeiten ordentlich verkabelt im Keller. Auf dem Foto gestern lagen die vielen, teilweise noch aufgerollten Kabel wild in der Gegend herum. Das ist nun alles gerichtet und hübsch geordnet.
Diese großen Pappkartons haben wir nun seit fast einem Jahr hier im Angebot und wir haben sie im Laufe der Zeit schon etliche Male nachbestellt.
Was auch immer diesmal schief gelaufen sein mag. Statt unserer EDEKA-Kartons haben wir welche mit "Marktkauf"-Aufdruck bekommen. Falsch bestellt? Falsch geliefert? Wir wissen es nicht.
Ist auch fast egal, auch die werden sich bestimmt verkaufen.
Die Jungs waren gestern Abend nicht mehr zu bremsen und haben noch bis in den späten Abend hier an den Kühlanlagen gearbeitet. So haben wir ab sofort wieder zwei funktionierende Kühlräume: Eines mit zwei Grad für Fleisch und Molkereiprodukte, aber auch wieder gekühlte Getränke, das andere mit unter minus 20 Grad für Tiefkühlkost. Ich freue mich, dass das Projekt auch endlich abgeschlossen ist.
Der Inhalt der Holzkiste steht mittlerweile auch unten im Maschinenraum. Ich staune, dass das Aggregat so viel kleine als das alte ist, das hier schon im Herbst 2018 eingebracht wurde. Aber so lange es läuft, beschwere ich mich natürlich nicht. Im Gegenteil, ich freue mich eher darüber, dass wir da unten mehr Platz haben. Das soll zwar kein Lagerraum für Zeugs aller Art werden, aber ich möchte da unten endlich eine Art kleine Werkstatt einrichten, vor allem mit dem Hintergedanken, mal alle Werkzeuge und Kleinteile ordentlich unterzubringen. Aber eins nach dem anderen …
Im Tiefkühlraum nimmt das neue Innenleben auch Formen an: Der Verdampfer hängt bereits, es fehlen nur noch die Leitungen für das Kältemittel (moderne Technik ohne Klimakiller) und ein bisschen Dämmung rund um die Rohre, vor allem auch den beheizten Tauwasserablauf.
(Wenn die so weitermachen, könnte die Anlage heute noch laufen. Aber nichts überstürzen.)
Hier liegt der Inhalt des großen Pappkartons: Der Verdampfer für den Tiefkühlraum. Ohne "Zoidberg"-Scharniere. Momentan sind die Monteure dabei, die Halterungen für das gute Stück im Kühlraum zu montieren und dann kann das Gerät auch schon aufgehängt und angeschlossen werden.
Kühlen wird er heute noch nicht, die Inbetriebnahme ist ja quasi die Kür nach dem Pflichtteil der Installation – aber morgen ist ja auch noch ein Tag. (Wenngleich hier vermutlich noch lange nicht Feierabend ist …)