"ZWEITE KAAASSEEEEEEE!!!", brüllte ein Mann mit voller Lautstärke quer durch den ganzen Laden.
Eine weitere Kasse habe ich dann doch nicht geöffnet. Kundenservice hin, Kundenservice her – vor ihm standen gerade mal drei andere Kunden mit kleinen bis höchstens mittelgroßen Einkäufen.
Als ich nämlich nun die Plakate für die kommende Woche drucken wollte, blinkte plötzlich bei der gelben Patrone kein Ausrufezeichen mehr. Nein, es kam die Meldung, dass die gelbe Patrone inzwischen gänzlich leer ist. Das war zu erwarten und ist kein Problem: Klappe auf, alte Patrone raus, neue Patrone…
…hah, denkste!
Ich habe hier normalerweise die wichtigen (CMYK) Farben immer doppelt auf Vorrat liegen und die Patronen mit weniger bedeutenden Farbtönen (Grau und Fotoschwarz) auch jeweils einmal. Wie gesagt: Normalerweise. Diesmal habe ich wohl gepennt und so gibt es gerade kein Gelb. Also ist die Plakatdruckerei verschoben, bis BVL geliefert hat. Drei gelbe Patronen. Man weiß ja nie.
Mit einer Kollegin stand ich in gerade in der unmittelbaren Nähe zum Aufbau mit Weihnachtsgebäck, als eine Stammkundin vorbeikam.
Sie betrachtete die Lebkuchen und Spekulatius, las einige Produktnamen vor und machte sich schließlich demonstrativ darüber lustig, dass die Ware "jetzt schon" hier stehen würde. Ob wir denn auch schon einen Weihnachtsbaum gekauft hätten, wollte sie wissen.
Von einer handelsüblichen Fenchelknolle kann man die einzelnen Lagen relativ problemlos abschälen. Ein einzelnes Blatt ist ziemlich fleischig, etwa zehn Zentimeter lang, gekrümmt und verjüngt sich an einer Seite und verlängert sich zum abgeschnittenen Stiel.
Hält man sich so ein einzelnes Fenchelblatt im richtigen Winkel vor die Nase, könnte man mit etwas Fantasie als Gonzo aus der Muppetshow durchgehen.
An der Kasse lag nun so ein einzelnes Stück einer Fenchelknolle herum und als ein (nicht mehr ganz so kleiner) Junge mit seiner Mutter an die Kasse kam, hielt sich Kollege Gregor zur spontanen Belustigung des Kundinnennachwuchses das Gemüsefragment vor seinen Rüssel. "Na", scherzte er, "wer bin ich?"
Der Junge guckte etwas gequält und überlegte die ganze Zeit, während seine Mutter den kleinen Einkauf bezahlte. Schließlich gab ihr Sohn zu: "Keine Ahung. Wer denn?" Der Mann auf der anderen Seite des Kassentisches griff erneut nach dem Fenchelstück, hielt es sich vor das Gesicht und sprach: "Na, Gonzo. Der Verrückte mit der Trompete. Aus der Muppetshow."
"Kenne ich nicht", sagte der fast schon jugendliche Junge. Die Mutter ging los, ihr Sohn hinterher.
Als sie außer Hörweite waren, lachte der Kunde, der hinter ihnen gewartet hatte, laut los: "Du hättest ihn nach dem Stromkasten und dem Stroh fragen sollen. Das hätte er bestimmt gekannt."
Okay, die Leute haben Recht: Das mit der Weihnachtsware wird tatsächlich jedes Jahr früher. In den letzten drei Jahrzehnten wurde auf diese Weise Woche für Woche ein ganzes Jahr überrundet.
Das traurige Ergebnis: Die Lebkuchen und Spekulatius, die hier derzeit im Laden stehen, sind in Wirklichkeit schon die Ware für 2012. Es tut mir Leid! Das musste jetzt einfach mal raus.
Eine junge Mutter war mit ihrem vielleicht fünfjährigen Sohn hier im Laden. Wie aufgedreht schrie er die ganze Zeit laut herum, rannte hin und her, trommelte auf und an den Kühltruhen herum und warf Pappe und leichte Waren durch die Gegend. Innerhalb von einer Sekunde auf die andere wechselten offenbar seine Interessen.
Heiko hat mir dieses Foto eines SPAR-Marktes in Lauterach (Voralberg, Österreich) zugemailt. Vielen Dank natürlich auch für diese Bereicherung meiner Sammlung.
Den Energydrink "Relentless" habe ich nicht nur seit inzwischen etlichen Monaten im Sortiment, sondern mittlerweile auch in den beiden Sorten mit Fruchtsaft-Anteil in der grünen bzw. roten Dose.
Den Aufdruck mit der Fliege finde ich störend. Die sieht nämlich wirklich täuschend echt aus:
Banknoten werden benutzt. Banknoten reißen durch. Banknoten werden provisorisch mit Klebefilm repariert.
Die Idee eines Kunden, einen durch- und eingerissenen Zehn-Euro-Schein mit "Fotofilm", also doppelseitigem Klebestreifen, der gewöhnlich zum Einkleben von Fotos verwendet wird, zu flicken, war allerdings nicht wirklich gut.
Insgesamt, vor allem auch mit Blick auf meine Zählmaschine, ist das nämlich eine recht klebrige Angelegenheit.