Zwei Clickbait-Anzeigen nebeneinander. Ich bin dafür, noch acht Monate zu warten und sich auf die Tragödie entsprechend vorzubereiten.
Zwei kleine Jungs gaben etwas Leergut ab und betrachteten währenddessen interessiert die die
Pfandspendenbox.
Anschließend wandten sie ganz besorgt sich an eine Kollegin: "
Müssen wir das jetzt spenden? Wir haben doch nur so ein bisschen Taschengeld."
Die Kollegin konnte sie aber beruhigen.
Eine langjährige Kundin, vielleicht ein paar Jahre jünger als ich, stand auf der anderen Straßenseite und unterhielt sich sehr angeregt und lange mit zwei Männern. Der eine hat hier mal Bierdosen geklaut und deswegen Hausverbot (erstaunlicherweise ist dazu kein passender Eintrag zu finden, obwohl der Typ als damaliger Stammkunde eigentlich eine Erwähnung hier im Blog verdient haben müsste), der andere war der Kerl, der meinen Laden im Dezember 2009 mit gezogener Waffe
um mehrere hundert Euro erleichtert hatte.
Ich weiß nicht, ob
sie hier klauen würde. Täte mir persönlich Leid, da ich diese Frau schon fast so lange kenne, wie mein Laden existiert und wir uns zwar nie privat oder freundschaftlich, aber im Laden immer sympathisch und freundlich begegnet sind.
Andererseits kann man Menschen nun mal immer nur bis vor die Stirn gucken und die Tatsache, dass sie derartige Subjekte zu ihrem Bekannten- oder Freundeskreis zählt, gibt mir ganz gehörig zu denken.
Die meisten Inventurhelfer, die sich spontan entscheiden, doch nicht mitzumachen, kommen einfach am Inventurtag nicht her.
Bei dieser Inventur habe ich zum ersten Mal eine regelrechte Kündigung in schriftlicher Form bekommen. Sehr löblich.
Quer vor unserem Hof hängt jetzt eine dicke Kette mitsamt dem recycelten
Parken-Verboten-Schild von meiner Wand, das ohnehin immer ignoriert wurde.
Sollte erst mal Abhilfe schaffen, ist aber nicht wirklich alltagstauglich. Eine 16 Meter lange Kette einzuhängen erfordert nämlich schon einen gewissen Kraftaufwand, so dass die geplante Lösung mit einem Zaun und Tor dadurch nicht aufgehoben ist!
(Ganz akut ging es mir um den Freitag Nachmittag, der uns wöchentlich neu vor eine logistische Herausforderung auf dem Hof stellt.)
Wer auch immer bei
Schrozberger irgendwann mal auf die glorreiche Idee gekommen ist,
Zitronensaftkonzentrat mit in den Kakao zu mischen: "Danke" für nichts. Ich habe nämlich nach dem ersten Schluck den Rest angewidert weggeschüttet, weil ich dachte, dass der Kakao sauer ist. Gut, er hatte ja auch tatsächlich eine saure Note, aber eben mutwillig. Brrrrrrrrrr …
Manche Sachen fallen einem ja nur eher ausnahmsweise mal auf. So zum Beispiel, dass die Bürste unserer Wischmaschine "etwas" abgenutzt war.
Was für ein Unterschied zur neuen.
Mir fiel vorhin dieser Zettel im Büro auf, der sich auf die (bereits heute Morgen gelieferte und inzwischen auch längst verräumte) Cola-Lieferung bezog.
"
Inventurgerecht"
Ich habe soeben die
restlichen fünf Elemente für unsere neue Gemüseabteilung verbindlich bestellt! Die planmäßige Lieferung erfolgt am 14. Februar, mit Glück aber auch schon etwas früher.
Bis dahin muss die Ware aus dem alten Regal in die
beiden Rollgondeln umgepackt und das alte Regal abgebaut werden. Die Wand braucht einen neuen Anstrich und auch dort kommen oben in die Ecke ein paar Brüstungskanäle, für welche erst mal eine der alten Leuchten demontiert werden muss.
Jetzt ist erst mal die Inventur dran, übernächste Woche kommt das Pumpenmodul und dann werden wir die Vorbereitungen für die neue Gemüseabteilung lostreten.
Die Endorphinchen sprudeln gerade über vor Freude.
Da ich den Onlineshop in der alten Fassung mit annähernd hundertprozentiger Sicherheit nicht wiederbeleben werde, habe ich nun auch den Vertrag mit dem Kreditkartendienstleister gekündigt, der mich immerhin auch jeden Monat 35 Euro kostet.
Wenn es irgendwann mal weitergeht, dann in einer neuen Komplettlösung.
In einer der letzten Folgen "
Medical Detectives", wurde (mal wieder) erwähnt, dass die Täter häufig in der Nachbarschaft oder zumindest in einem gewissen Umkreis zu ihrem eigenen Wohnort agieren, da sie dort die Gegebenheiten kennen und sich entsprechend sicher fühlen.
Ist zwar bei uns "nur" Ladendiebstahl und kein Mord, aber das hat mich dennoch an meine eigenen Erfahrungen bei mir im Laden erinnert. Wir hatten in der Vergangenheit schon häufiger Ladendiebe aus der unmittelbaren Nachbarschaft: Wohnhaft in den Seitenstraßen (Kant-, Hegel-, Otto-, Hermann-), im Haus gegenüber und sogar Leute, die direkt über unserem Laden wohnten, darunter auch die beiden Helden, die
für diese Meldung zuständig waren.
Das Wunder der abknickenden Vorfahrt: Zwei Autos waren vor mir. Das erste blinkt nach
rechts und fährt dann geradeaus weiter, der zweite blinkt
gar nicht und biegt dann nach links ab.
Hatten die alle nur Singen und Klatschen in der Fahrschule?
Wann wurde "klicken" eigentlich als Synonym für "eine Website besuchen" in die Alltagssprache aufgenommen? ("klick mal shopblogger.de")
Irgendwie komisch, aber immer wieder zu hören.
Ein Stammkunde löste den Alarm der Warensicherungsanlage aus. Ziemlich sicher hatte er nichts geklaut und er offenbarte uns auch direkt den Inhalt seines Rucksacks. Der Verdacht fiel auf ein noch in Folie eingeschweißtes, hochwertiges Buch, das ich auf der Suche nach einem eventuell aufgeklebten Sicherungsetikett von allen Seiten betrachtete.
Eine Kundin am Ende der Schlange hatte aber den vollen Durchblick: "
Das kann nicht das Buch sein, da ist kein Metalldings dran!"
Was täte ich nur ohne solch qualifizierte Hilfe?