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Geschätzte Brötchen

Eine Kundin legte eine Tüte voller Brötchen auf das Kassenband. Als sie dran war, nahm ich die Tüte in die Hand, versuchte abzuzählen, wieviele Brötchen da wohl drin sein dürften und fragte die Kundin: "Fünfzehn Stück?"

Sie zuckte nur mit den Schultern.

Okay, fünfzehn. Vielleicht habe ich ihr jetzt auch ein oder zwei Stück geschenkt. Oder vielleicht hat sie jetzt auch ein oder zwei Stück zu viel bezahlt. War ihr vermutlich auch egal... :-)

Erlebnisse bei ALDI

Seth hat zwei Fragen zu einem Einkauf bei ALDI:
Ich habe kürzlich einen etwas bizarren Einkauf bei Aldi erlebt. Ich hatte einen Pfandbon über €1,75. Da ich nur wenig eingekauft hatte, merkte ich an der Kasse sofort, dass mein Pfandbetrag ordnungsgemäß von meinem Gesamtbetrag abgezogen wurde.
Etwas stutzig wurde ich, als ich sah, dass die Kassiererin erst -nach- meinem Kassiervorgang den Pfandbon eingescannt hat. Ich habe dann auf meinen Bon geguckt, und gesehen, dass der Pfandbetrag zwar von meinem Einkauf abgezogen war, aber nicht als Pfand sondern als "Gegeben bar". Die gute Dame hatte also einfach so getan, als hätte ich 1,75 in bar gezahlt.

Jetzt frage ich mich: Betreibt die da Pfandbetrug und steckt die 1,75 in ihre eigene Tasche, oder kann da was anderes dahinterstecken?
Es könnte natürlich sein, dass die gute Frau da ihren Arbeitgeber beklaut. Allerdings würden ihr auf diese Weise dennoch das Geld in ihrer Abrechnung fehlen (mit dem Unterschied, dass die Anzahl ihrer Leergutbelege trotz der Schummelei stimmt). Das kann man "mal" machen. Aber wenn sie die Kassendifferenzen häufen, sind irgendwann Abmahnungen und evtl. die Kündigung die Konsequenz. Aber so weit denken manche Leute nicht, wenn sie ihren Arbeitgeber um ein paar Euro beklauen...

Ich würde vermuten, dass die Kassiererin aus Gewohnheit den Betrag über die "BAR"-Taste gebucht hat. Passiert hier nämlich auch hin und wieder. Dem Kunden kann's egal sein, sein zu zahlender Betrag verringert sich ja auf jeden Fall.
Damit die Kasse hinterher wieder stimmt, bucht die Kassiererin noch den Pfandbon. Das Geld muss natürlich dann im Kasseneinsatz bleiben, da es ja schon bei dem Kunden verrechnet wurde.
Damit war aber noch nicht genug. Beim Rausgehen fiel mir ein Plakat auf mit folgendem Text: "An den langen Samstagen vor Weihnachten hat diese Verkaufstelle wie folgt geöffnet:" (Dann kamen die Samstage, an denen der Markt aber genau so lange geöffnet hat wie an jedem Samstag, nämlich von 7-20h). "LANGE SAMSTAGE"? Gibt es die noch? Ich glaube dieser Aldi lebt hinter'm Mond. Wenn ich es recht erinnere, wurden hier in Berlin die langen Samstage spätestens abgeschafft, als Samstags auch bis 20h geöffnet sein durfte, und das war doch schon VOR JAHREN! Was können die mit "langen Samstagen" gemeint haben? Hängen diese Plakate in ganz Deutschland?
Keine Ahnung, aber vorstellbar. Da wird bei den Filialbetrieben ein Plakat gedruckt und dann an alle Filialen verteilt. In solchen Fällen wirkt es dann natürlich etwas grotesk.

Wir, die bösen Betrüger

Es kann immer mal ein Fehler passieren. Schlechte Ware, an der Kasse doppelt oder falsch gebuchte Artikel. Natürlich ist das für den Kunden ärgerlich. Aber da kann man ja auch mal was sagen und die Ware wird umgetauscht, bzw. zu viel berechnetes Geld erstattet.

Was ich persönlich überhaupt nicht ertrage: Wenn Kunden anrufen, sich nichtmal vorstellen, sondern gleich losmeckern, einem dabei unterstellen, dass man sie absichtlich um ihr Geld bringen würde – und einen weder erklären noch ausreden lassen.

Im Geiste möchte man diese Leute erwürgen. Da hilft mir dann auch das Argument "Ich bin langjährige Stammkundin bei Ihnen" nicht mehr.

Versendet

E-Mail eines Onlineshops für Tinte und Toner:
Sehr geehrter Kunde, Sehr geehrte Kundin,

wir freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass Ihre Bestellung am 18.11.2009 versendet wurde.
Die Toner sind schon seit fast zwei Wochen im Einsatz. :-)

10 Euro / 50 Euro

Eine Kundin behauptete steif und fest, sie hätte meinem Kassierer nicht einen 10-, sondern einen 50-Euro-Schein gegeben und dehalb 40 Euro zu wenig Wechselgeld bekommen.

Auf der Videoaufzeichnung war ohne jeden Zweifel zu erkennen, dass die Banknote rosarot leuchtete – womit sie sich eindeutig als "Zehner" auswies.

Die Kundin blieb bei ihrer Behauptung. Sie habe zu Hause doch nur Fünfziger eingesteckt und daher kann das nicht anders gewesen sein.

Nachdem ich ihr angeboten hatte, mit mir zusammen die Aufzeichnung anzusehen, war's plötzlich "egal". Wenn wir das sagen, würde das das wohl stimmen; winkte ab und ging.

Seltsam, seltsam...

Tresor tauschen ...

Vor ziemlich genau zwei Jahren kam schon einmal so ein Anruf – und ich glaube sogar, dass es die selbe Firma war.

Man würde gute Preise beim Rückkauf des alten Tresors zahlen und nach mehreren Jahren Betrieb könnte man ja mal darüber nachdenken, einen neuen Tresor zu erwerben.

Was ich nicht verstehe ist, warum solchen Leuten ein "Nein" nicht ausreicht. Warum muss man darüber diskutieren, dass man mit einem "alten" Tresor noch durchaus zufrieden ist, weil die Dinger für gewöhnlich nämlich nicht durch den reinen Gebrauch kaputtgehen.

Alleine dieses unangenehme Gespräch wäre für mich jedenfalls schon ein Grund, falls ich tatsächlich mal einen neuen Tresor bräuchte, diesen bei einer anderen Firma zu kaufen.

Einmal erwähnen

Hallo,

ich bin auf Ihre Seite gestoßen und habe gesehen, dass Sie über Online Shops berichten.
Ich arbeite bei [...] und würde mich darüber freuen, wenn Sie unseren Shop auch einmal erwähnen würden.
Über kostenlose Werbung freue ich mich auch immer. :-)

LG BL 40

Ein junger Mann betrat den Laden und sprach einfach so einen meiner Mitarbeiter an. Ein Handy wollte er ihm anbieten: "Total günstig, kaum gebraucht."

Der Preis in Höhe von 200 Euro mag ja angemessen gewesen sein. Wir haben trotzdem abgelehnt. Eigentlich hätte man mal die Reaktion beobachten sollen, wenn man vorgeschlagen hätte, die Polizei anzurufen und die IMEI-Nummer überprüfen zu lassen.

Anschrift = Lustig?

Eine an mich adressierte Rechnung trägt folgende Anschrift:
Neustädter Frischmarkt e.K. ^^
Herr Björn Harste
Gastfeldstraße 29-33

28201 Bremen
Ich hab das japanische Emoticon da nicht eingegeben. Da bin ich mir jedenfalls ganz sicher. ^^

Links LVIII

Supermärkte setzen Null-Euro-Jobber ein

Preisgekröntes Foto mit Einkaufswagen

Betrug an Flaschenpfand-Automaten (Bericht Nr. 1693)

Bundesregierung stimmt für für Import einer Genpflanze

McDonald's: Schöngefärbter Öko-Auftritt

Quelle stoppt Online-Ausverkauf

Wer ist für Verpackungsmüll verantwortlich?

Apple bitte nur für Nichtraucher

Petition gegen den Abmahnwahnsinn

Fortgeschrittene Paranoya beim Supermarkt-Betreiber

Lieferschein für keine Lieferung

Bei unserem Getränkelieferanten bestellen wir, in dem wir die gewünschten Artikel(nummern) via DFÜ übermitteln. Daraus ergibt sich, dass für jede Datensendung ein eigener Auftrag mit eigenem Lieferschein beim Lieferanten generiert wird. Die Ware wird natürlich zusammen geliefert, aber es kann durchaus vorkommen, dass diese auf mehreren Lieferscheinen aufgeführt ist.

Wenn ein Artikel mal nicht lieferbar ist, steht er auch auf dem Schein drauf. Mit der Mengenangabe "0". So weiß man als Kunde wenigstens, dass bei der Bestellung nichts schiefgelaufen ist und der Artikel momentan einfach nur nicht lieferbar ist.

Jeder Lieferschein besteht aus Endlospapier mit insgesamt drei Lagen (ein Original, zwei Durchschläge für den Kunden). Die gelieferte Ware ist auf (mindestens, je nach Umfang) einer Seite aufgeführt, bei mir gibt es auf jeden Fall zwei weitere Seiten für die Leergutrückgabe und die Unterschrift. Selbst bei nur einem Artikel bekomme ich so insgesamt sechs Blatt Papier in die Hand.

Tzja – und wenn dieser eine Artikel dann gerade mal nicht lieferbar ist, steht er eben mit der Menge "0" auf dem Lieferschein. Viel Altpapier für nichts...

Was macht ihr beruflich?

Peter (branchenfremd) hat eine Frage an mich, bzw. eine Idee für das Blog hier:
Hallo Björn,

habe gerade Deinen Artikel vom 03.03.2006 im Blog gelesen, Thema "Autoaufkleber" oder: "Wie kamt ihr zum Shopblogger?"

Beim lesen des Threads kam mir eine Idee: Wäre es nicht interessant Deiner Gemeinde mal die Frage zu stellen:

"Was macht ihr beruflich?"

Interessant daran wäre:

Wer und wieviele kommen

- aus dem Einzelhandel?
- ist Großhändler?
- Lieferant?
- Kunde?
- "nur" Blogleser?
- Lebensmittelproduzent?
- Konkurrent? *lol*
- Ladendieb? *hehe*
- etc.....

Nur mal so ein Gedanke von mir.
Keine Ahnung. Ich weiß, dass zumindest ein paar Lieferanten und Einzelhändlerkollegen mitlesen, ebenso viele Kunden.

Ansonsten möchte ich die Beantwortung der Fragen einfach denen überlassen, die es am besten wissen müssten.

Ausgetwittert

Ich habe eben meinen Twitter-Account stillgelegt.

Anfangs habe ich Twitter halbwegs intensiv ausprobiert, später nur noch gelegentlich genutzt und inzwischen seit drei Monaten gar nicht mehr – ohne, dass mir etwas fehlt.

Aber hier geht's natürlich weiter. :-)

Ohne Deko

Gerade in einem Prospekt für Büroartikel einen kleinen Aktenvernichter entdeckt. Unter der Kurzbeschreibung des Gerätes stand der fettgedruckte Text: "Ohne Deko."

Ob die ernsthaft Angst haben, dass jemand ein zur Hälfte in Streifen geschnittenes Stück Briefpapier haben möchte? :-)