Vor ein paar Tagen habe ich ein Buch zugeschickt bekommen: "Konzept-Entwicklung / Basiswissen für vernertzte Kommunikation und Medien" heißt das Werk von Maria Grotenhoff und Ina Krüger.
Aber was soll ich damit anfangen? Und warum schicken sie es mir? Soll ich darüber bloggen und Werbung für das Buch machen? Wäre ein bisschen zu einfach...
Irgendwann beim gründlichen Durchblättern fiel mir oben auf Seite 71 etwas auf:
Das erklärt natürlich, warum sie mir das Buch zugeschickt haben. Und – ja! – natürlich blogge ich darüber. Danke für die Ewähnung.
Was soll daran ungewöhnlich sein? Erstmal nichts. Ein Kunde wollte die grünen Flaschen als Leergut abgeben und nutzte den "La Bamba"-Pappkarton für den Transport. Ich staunte etwas und der Mann erklärte mir, dass er die Dinge beim Ausmisten seines Kellers gefunden hatte.
Glaubte ich sofort.
Geld gab's übrigens keins für die Flaschen. Mineralwasserflaschen ohne Pfand... Das wäre heutzutage hierzulande ja undenkbar:
Initiativbewerbung eines jungen Mannes, der einen Ausbildungsplatz sucht. Das Anschreiben beginnt folgendermaßen:
Sehr geehrter Herr Harste,
durch Frau Meiermüllerschulz habe ich erfahren, dass Sie auch Ausbildungsstellen anbieten.
1. Habe ich schon wieder einen Auszubildenden ab diesem Jahr und das wusste ich auch schon vor einigen Monaten. Also selbst wenn ich mich mit irgendjemandem darüber unterhalten hätte, wäre die Aussage gewesen, dass ich keine weiteren Ausbildungsplätze zu vergeben habe.
2. Wer ist Frau Meiermüllerschulz?!? Ich kenne keine Person mit diesem Namen. Wie kann die solche Dinge über mich behaupten?
Also entweder hat sich der Bewerber in der Adresse vertan oder er wurde einfach nur von jemandem, der sich als Meiermüllerschulz ausgibt, verarscht.
Die Quelle für das Bild kenne ich leider nicht (sollte sich jemand in seinen Urheberrechten verletzt fühlen, bitte melden) – aber wie traurig ist es, wenn sogar schon aus lauter Verzweiflung Toilettenpapierrollen mit einem Warensicherungsetikett gesichert werden, weil Kunden die Rollen ansonsten einfach mitgehen lassen?
Diese Werbung für eine Computerwerkstatt hing bis vor einiger Zeit an einer Werbetafel auf dem Parkplatz vom METRO-Großmarkt hier in bremen. Die Idee fand ich ganz witzig, das Foto habe ich vor ein paar Jahren schon geknipst. Und heute... Weiß doch kaum noch jemand, was Windows 98 überhaupt war.
Trotz gründlicher Grundierung hält die Latexfarbe an der Gipskartonwand rund um den Leergutautomaten nur bedingt. Als Fläche ist das kein Problem, aber sobald irgendwo ein kleiner Schaden ist, kann man die Farbe ablösen wie die abpellenden Hautschichten nach einem Sonnenbrand.
Hat jetzt auch die kleine Tochter eines Kunden festgestellt. Während Papa die Flaschen in den Automaten gesteckt hat, zupfte die Kleine in aller Ruhe in großen Stücken die Farbe von der Wand.
Bevor ich's vergesse: Vielen Dank an "Blogleser Matthias" für das kleine Überraschnungspaket von Ende Mai! Der Brief lag hier die ganze Zeit noch zur Erinnerung herum und mangels E-Mail-Adresse konnte ich mich nicht nicht direkt bedanken.
Vor ein paar Wochen hat eine ältere Kundin ein Glas von "Omas Gurken" reklamiert. Sie hätte das Glas erst vor ein paar Monaten gekauft und die Gurken wären total weich und wabbelig und überhaupt nicht lecker.
Das Logo mit der Gurke kam mir bekannt vor, das ist auch auf dem Briefpapier des Herstellers zu finden. Dass das Etikett nicht so aussieht wie normalerweise (nämlich so), kam mir in dem Moment gar nicht in den Sinn. Ich hätte auch nicht nachsehen können, da wir zufälligerweise in dem Moment keine Ware mehr vorrätig hatten.
Jetzt haben wir aber wieder welche bekommen. Die Reklamation habe ich natürlich gleich an den "Gurkenkönig" weitergegeben und der kam aus dem Staunen nicht heraus: Das vorliegende Glas ist definitiv nicht nur "ein paar Monate" alt. Diese von Hand ausgeschnittenen Etiketten (man beachte die schiefen Kanten) mit dem Gurkendesign haben sie ganz am Anfang, also vor rund sieben Jahren, eine Zeitlang auf die Gläser gepappt.
Naja, das Zeugs läuft irgendwann 2011 ab und wird sicherlich spätestens bis dahin zum Preis von deutlich unter 2 Euro den Weg auf den Restetisch gefunden haben...
Eine Kundin lieh sich bei meiner Kassiererin einen Kugelschreiber aus, mit dem sie zur "Von-Kunde-zu-Kunde"-Pinnwand verschwand und dort auf einem an der Wand hängenden Aushang einige Notizen machte.
Gespräch mit Stamm-Flaschensammler Gerd. Er kam aus dem Schwärmen jedenfalls nicht mehr heraus: In der City wurden am Wochenende wohl von einem Hersteller kostenlose Getränkedosen zu Webezwecken verteilt.
Die Kunden hatten aber nicht nur kostenlose Softdrinks, sondern auch noch eine Dose mit aufgedrucktem Pfandlogo. Viele lösten den Pfand wohl ein, aber unzählige Dosen standen wohl überall in der Innenstadt herum.
Deutschland im Jahre 2010. Die Datenkrake „Google" kündigt ihren neuen Dienst „Google Steetview" an. Medien, Bürger und Politiker laufen Sturm. In einem bisher unbekanntem Maß wird die Privatssphäre unbescholtener Bürger durch das Datensammelmonster „Google" verletzt.
Doch haben sie in der Eile ein ganz anderes Projekt völlig aus den Augen verloren. Denn seit einiger Zeit arbeitet die Bundesregierung, ohne viel Aufmerksamkeit zu erregen, an einem eigenen System zum Abbau der lästigen Privatssphäre: Buugle.
Dem kaputten Junk, der eben zwei Geschenkkartons Bacardi eingesteckt hat und dann blitzschnell auf einem Fahrrad geflüchtet ist, wünsche ich, dass er vor Aufregung während der Flucht direkt vor eine Straßenbahn in die Weser fährt.
Sich an fremdem Eigentum zu vergreifen ist echt das Letzte!
Blogleser und Kunde Gerwin hat mir ein paar Bilder aus seinem Urlaub geschickt:
Hallo Björn,
unser Urlaub in Binz auf Rügen ist zwar schon ein paar Wochen her, aber ich mag es, Supermärkte zu entdecken und ungewohnte Produkte zu probieren. Vor zehn Jahren waren wir schonmal in Binz und bisher dachte ich der damalige Netto entspräche dem heutigem Plus/Netto-Zusammenschluss.
Hier ein paar praktische Produkte von der Insel, sogar der "echte" Netto hatte regionsspezifische Produkte, gepökelte ganze(!) Schweinezungen und Soljanka (sp?) in mehreren Variationen.
Deine putzige Produktreihe im Blog hat mich jetzt zu der Mail motiviert (Käsefüsse ).
Gerwin
Die Produkte sind wirklich außergewöhnlich: Dass es Calamari-Stäbchen gibt, war mir bis eben jedenfalls neu. Die typischen Fischstäbchen-Blöcke kennt man ja. Sie sind (meiner Meinung nach) ein typisches Produkt für Kinder. Aber Tintenfisch?
Das Schokoladenfondue für den Grill finde ich allerdings ausgesprochen genial.