Wer hier schon länger mitliest, hat sicherlich schon meine Neigung zu Ritter-Sport-Schokolade mitbekommen. Als Kunde merkt man das hier im Laden zumindest immer daran, dass ich ein großes Regal unmittelbar in Kassennähe stehen habe und auch irgendwelchen Zweitplatzierungen nicht abgeneigt bin. Hier im Blog war spätestens seit der Einführung der Olympia und unserem Werbespot(t)-Dreh diese Affinität zu erkennen, denke ich.
Jetzt hatte ich eine ganz andere Chance: Ich bin "Ritter-Sport-Botschafter". Was das für mich bedeutet? Nun:
· regelmäßige Schokoversorgung zu Testzwecken
· Mitarbeit bei der Entwicklung neuer Sorten
· Exclusive Infos zu neuen Sorten, Kampagnen und aktuellen Entwicklungen im Unternehmen
· organisierte Vor-Ort-Besuche
Ich hoffe ja vor allem, dass sich auf diese Weise im Laufe der Zeit sicherlich einige interessante blogbare Ereignisse ergeben werden. Aber sollte ich mal für eine neue Ritter-Sport-Sorte verantwortlich sein, wär's bestimmt auch cool.
Ende nächster Woche ist das erste Botschafter-Treffen in den "heiligen Hallen" der Firma Ritter. Ich hadere noch, ob ich hinfahre, denn ich müsste alleine fahren und auch wenn ich sehr gespannt auf das Treffen bin, fehlt mir momentan noch die Motivation, diese Fahrere auf mich zu nehmen.
Ich sehe die Kommentare schon vor mir: "Toll... Ein kostenloser Ritter-Sport-Mitarbeiter und eine Werbefigur."
Dazu sei nur angemerkt: Es ist kein Vollzeitjob, sondern eine willkommene Abwechslung mit der ich vielleicht ein paar Einblicke in meinen persönlichen Lieblingsschokoladenhersteller (sorry, Zotter) bekomme. Ich sehe das als Spaß an und mache gerne mit.
Anfang des Jahres hatte ich die Premium-Colains Sortiment aufgenommen. Damals war mir aufgefallen, dass die Flaschen mit 15 Cent bepfandet sind, obwohl es sich dabei um gewöhnliche weiße 0,33l-Longneck-Flaschen handelt, wie sie viele Softdrink-Hersteller und auch Brauereien verwenden – und die haben eigentlich nur 8 Cent Pfand.
Auf der Premium-Website ist relativ genau erklärt, warum das so gehandhabt wird. Für alle, die den Text nicht lesen mögen, hier noch einmal die kurze Zusammenfassung:
Leere Kisten kosten zwischen 3 und 4,50 Euro in der Produktion, haben aber nur 1,50 Euro Pfandwert. Der Hersteller verliert also mit jeder Kiste Geld. (Was ganz klar ein Grund dafür sein kann, dass ich und andere Supermärkte mitunter nur sehr schwer an leere Kisten kommen um lose Flaschen zu entsorgen...)
Bierflaschen kosten zwischen 7 und 15 Cent in der Produktion. Gebrauchte Flaschen von diesem Typ bekommt man in der Regel für 8 Cent, was dem Pfandwert entspricht.
Premium gibt die Flaschen für 15 Cent in den Kreislauf ab, um den oben genannten Verlust bei den Kisten wieder auszugleichem.
Diese Vorgehensweise ist also für einen relativ kleinen Betrieb sehr verständlich. Problematisch wird's auf der anderen Seite: Leergutautomaten können nicht erkennen, dass es sich um eine Flasche mit "Premium"-Etikett handelt (vor allem nicht, solange Premium noch keinen EAN aufdruckt) und würde sie folglich nur mit 8 Cent berechnen. Das würde zu unnötigem Ärger bei den Kunden führen.
Die Antwort ist einfach: Nein.
In der Wikipedia ist dies genau erklärt:
Im Rahmen der Strafrechtsreform wurde der Mundraub zum 1. Juli 1975 als eigenständiges Delikt abgeschafft. Nach heute geltendem Recht werden Diebstahl und Unterschlagung geringwertiger Sachen gemäß § 248a StGB grundsätzlich nur noch auf Strafantrag verfolgt.
Es versuchen zwar immer wieder Ladendiebe, die hier im Laden Sachen auf- oder angegessen haben, unbescholten davonzukommen, indem sie sich auf "Mundraub" beziehen – aber es endet jedes Mal in einer ganz ordinären Anzeige wegen Ladendiebstahls.
Interessanter Anblick auf dem Flaschentisch des Leergutautomaten: Irgendjemand hat dutzendfach Vitamalz-Flaschen eingeworfen. Der halbe Tisch war voll mit Vitamalz-Flaschen und auch wenn es durchaus mal Kunden gibt, die von einer Sorte mal viel Leergut mitbringen – dieser Anblick war schon außergewöhnlich.
Haben wir schon Silvester? Habe ich hier irgendetwas nicht mitbekommen? Oder warum feuert da draußen gerade irgendjemand dauernd Böller aller Art ab?!?
Nachtrag: Ach, ich nehme alles zurück. Heute ist doch hier im Stadtteil der große Laternenumzug mit Feuerwerk.
In dem Bio-Apfelmark-Blogeintrag von heute Morgen hatte ich auf gutefrage.net verwiesen. Was mir zunächst gar nicht aufgefalllen war: Auf gutefrage.net läuft gerade ein Gewinnspiel bei dem man die nominierten Biomarken bewerten und Erfahrungsberichte schreiben kann.
Etwas ungeschickt finde ich allerdings die Auswahl der Marken:
· Unter "Biobio" (Plus), "Rewe Bio" (Rewe), "E" Bio" und "Naturkind" (Tengelmann) werden die unterschiedlichsten Bio-Sortimente im konventionellen Handel angeboten.
· "demeter" und "Bioland" sind Anbauverbände mit unterschiedlichen Anforderungen an Rohstoffe und Nachhaltigkeit.
· "Allos", "Andechser" und "Brecht" sind Hersteller von Bio-Produkten.
· Unter "Rapunzel", "Alnatura" und "Vitaquell" werden komplette, bzw. zumindest sehr große Sortimente für den Fachhandel vertrieben.
Leider werden hier nicht nur Äpfel und Birnen, sondern auch Bananen und Kartoffeln miteinander verglichen. Wenn jetzt nämlich z.B. die Frage im Raum steht, ob "Bioland" oder "Andechser" die bessere Marke sei, ist die Antwort schwierig: Andechser-Produkte tragen nämlich das Bioland-Siegel.
Zu gewinnen gibt es übrigens Preise des gutefrage.net-Partners kraut&rüben, z.B. ein Jahresabo der Zeitschrift "kraut&rüben".
Karsten hat mir vor einiger Zeit folgende Mail geschickt:
Vor ein paar Wochen wurde hier in einem Supermarkt (ein REWE) recht ordentlich umgeräumt (die Regale blieben stehen, aber komplette Warengruppen haben einen neuen Platz). Eigentlich nur lästig, weil man erstmal nichts mehr wieder findet. Allerdings lief das während der Öffnungszeiten ab und so konnte ich sehen, dass das von Leuten ausgeführt wurde, die laut ihren Sweatshirts zu einem Supermarkt-Umräum-Service gehörten.
Darüber grübele ich jetzt schon einige Zeit. Sind Dir solche Firmen bekannt? Gibt es so viel Bedarf für das Umräumen von Supermärkten, dass es da eine spezialisierte Firma gibt? Sollten für ein paar Hände zum Umräumen nicht normalerweise kreativer Umgang mit der Personalplanung und im Notfall ein paar Leute von einer Zeitarbeitsfirma reichen? Oder bieten solche Firmen noch mehr an? Vielleicht eine Analyse, ob und was man wohin räumen sollte, damit die Kinder an der Kasse häufiger nach Süßigkeiten quengeln. Aber das wäre ja auch wieder etwas, was ich eigentlich von einem Marktverantwortlichen selbst erwarten würde, schließlich ist die Einrichtung und optimierte Platznutzung ja auch immer wieder mal ein Thema im Blog.
Ich habe selber noch nie mit solchen Fremdfirmen gearbeitet und kann auch nicht viel über die Politik aus den Kreisen der großen Konzerne sagen, aber dass Ware durch Fremdfirmen verräumt wird, ist nicht weiter ungewöhnlich.
Inwiefern es sich dabei nun um spezialisierte Unternehmen handelt (Wonach "Supermarkt-Umräum-Service" eindeutig klingt), kann ich nicht sagen. Ich weiß, dass es hier in Bremen eine Zeitarbeitsfirma gibt, die Ware verräumen als speziellen Teilbereich anbietet. Sicherlich könn(t)en diese Mitarbeiter auch einen kompletten Laden umsortieren, wenn konkrete Anweisungen vorliegen, was wo zu stehen hat.
Eine derart spezialisierte Firma könnte auch in der Lage sein, Platzierungen zu optimieren. Aber normalerweise machen das die CM-Abteilungen der Handelsketten selber.
Wie schon gesagt, kommen für mich keine Zeitarbeitskräfte in Frage. Aber dennoch kann ich verstehen, dass sie eingesetzt werden: Man kann die Personaldichte spontan dem Bedarf anpassen und da der Job auch noch relativ anspruchslos ist, braucht man niemanden großartig anzulernen.
Warenprobe von einem meiner Getränkelieferanten: Zwei Flaschen "Rekorderlig Pear", eine Art Cider aus Birnen- (aber auch Apfel-) Wein aus Schweden. Werde ich bei Gelegenheit mal probieren und dann entscheiden, ob es eine Bereicherung für mein Sortiment ist oder eher nicht.
PS: Der Blick auf die Website des Herstellers enthüllt, dass sie "Cider" in noch viel mehr und vor allem deutlich ausgefalleneren Sorten produzieren: Erdbeer-Limette, Pasionsfrucht, Waldbeeren, Erdbeere-Carambole, Stachelbeeren und noch einige mehr...
Hier ein Beitrag von Alexander zum Thema "SPAR-Märkte in aller Welt":
Dieser steht im BTC Shopping District in Ljubljana, der Hauptstadt des wirklich schönen Slowenien. Da die gesamte Ladenfront als Integrierter Shop offen ist, sieht man schön, wie groß der Laden doch eigentlich ist...
Joah, riesig, der kleine. Vielen Dank für die Bilder.
Jeder kennt Apfelmus. Weniger bekannt ist Apfelmark. Es gibt dazu nichtmal einen Wikipedia-Eintrag, aber bei gutefrage.net ist die Frage mitsamt Antworten schonmal aufgetaucht:
"Apfelmark wird aus erntefrischen Äpfeln aus kontrolliert biologisch-dynamischem Anbau hergestellt und nicht gesüßt. Die frischen Äpfel werden ohne jegliche Zusatzstoffe eingekocht, das Ergebnis ist ein absolut naturbelassenes Apfelmark, welches nicht nur pur herrlich schmeckt, sondern auch zu Quarkspeisen, Joghurt, Pfannkuchen, Waffeln, Milchreis, Desserts oder Kuchen. "
Apfelmark ist also auch nichts anderes als Apfelmus, nur eben vor allem ohne den Zuckerzusatz.
Darauf gekommen bin ich übrigens, als mir (mal wieder) in einem Bio-Sortiment "Apfelmark" aufgefallen war. Da kam mir der Gedanke, dass ich "Apfelmark" (zumindest nicht unter dieser Bezeichnung) noch nie im regulären Sortiment zwischen anderen Apfelmus-Gläsern gesehen habe. Aber dafür eben bei so ziemlich jedem Anbieter für Bio-Produkte, häufig auch als einziges Apfelmus.
Was soll das? Erwarten die Hersteller, dass der durchschnittliche Bio-Kunde sein Apfelmus ungesüßt haben möchte? Und warum gibt es als konventionelles Produkt eben kein "Apfelmark", sondern nur Apfelmus in süß und weniger süß?
Vor einigen Jahren gab es Probleme mit der Marke Valensina und einige Zeit später musste die Firma Dittmeyer Insolvenz anmelden.
Wenn ich mich richtig erinnere, verschwand die Marke damals zunächst vom Markt. Später wurde sie dann (ähnlich wie bei TriTop) von anderen Firmen übernommen und fortgeführt. Vermutlich mit (ähnlich wie bei TriTop) mäßigerem Erfolg. (Obwohl... Weniger Erfolg als eine Firma zu haben, die Insolvenz anmeldet?)
Jahrelang hatten wir hier jedenfalls kein Valensina im Sortiment. Aber jetzt wieder. Nicht mehr in Mehrweggebinden wie früher, sondern in PET-Einwegflaschen. Mal gucken, wie die sich die Absätze entwickeln werden...
Wenn mich jemand fragt, ob ich ihn in meine Blogroll aufnehme, habe ich damit normalerweise kein Problem. Wenn der Link auf ein Blog zeigt, das zumindest halbwegs erkennen lässt, dass dort jemand aus Spaß an der Freude bloggt und nicht nur aus Marketing- oder Profitgründen, ist das okay. In meiner Liste sind einige Blogs, die nicht auf mich verweisen. Wäre zwar nett, aber – na, und?
Was ich allerdings überhaupt nicht mag sind Anfragen, in denen mir ein Link zum Shopblogger angeboten wird, aber nur, wenn ich selber den entsprechenden Link setze. Entweder man tut das aus Überzeugung oder weil einem der Inhalt hier gefällt, oder man lässt es einfach sein.
Noch unsinniger finde ich folgendes: Mir erst zu schreiben, dass man mich in die Blogroll aufgenommen hat und sich über einen entsprechenden Gegenlink freuen würde und dann aber, nachdem die Mail aus Zeitgründen etwas in Vergessenheit geraten ist, den Link wieder zu entfernen. Da erkennt man doch gleich wieder die Absicht, die ursprünglich dahintersteckte.