Eigentlich kein "lustiger Strichcode" im eigentlichen Sinne dieser Serie, aber da ich lachen oder zumindest schon sehr schmunzeln musste, als ich das beinahe formatfüllende XXL-Gebilde auf der Rückseite dieser "Dalphin"-Mineralwasserflasche entdeckt habe, ist es dennoch ein schöner Beitrag an dieser Stelle.
Das da kam hier als E-Mail an. Einen Hinweis auf welchen Paketdienst oder einen Absender gibt es (logischerweise) nicht. Ich stelle mir nur die Frage: Gibt es wirklich Leute, die da jetzt 1 Euro bezahlen um irgendein unbekanntes Paket zu bekommen? Offenbar, sonst würde es diese Masche wohl nicht geben.
Bei solchen plumpen Maschen denke ich mir ja immer, dass die Leute, die auf diese Weise ernsthaft Geld loswerden, es im Grunde auch nicht besser verdient haben.
Ein Kunde ging eben mit dem Handy am Ohr durch den Laden. Ich hörte natürlich nur seine Seite und davon reichte mir ein einziger Satz: "Was soll ich denn jetzt mitbringen? Ich bin gerade bei SPAR."
Lucas hat mir dieses Foto geschickt, das einen inzwischen ehemaligen SPAR-Markt direkt an der Wuppertaler Schwebebahn zeigt. Vielen Dank dafür.
Wie alt das Foto genau ist, stand leider nicht dabei. Nach dem SPAR war jedenfalls ein EDEKA in dem Haus in der Sonnborner Str. 71 und der wurde bereits schon im April 2011 geschlossen. Daraufhin wurde der gesamte Gebäudekomplex links im Bild abgerissen. An der Stelle befinden sich jetzt mehrere neue Mehrfamilienhäuser und eine große ALDI-Filiale.
Aus einer der leeren Bierkisten, die wir hier in letzter Zeit mal angenommen haben, fiel mir beim Umräumen auf eine Palette eine Zuckerzange entgegen. Wenigstens mal keine ekelige Fundsache im Leergut.
Wem die Zange jedoch gehört/e lässt nicht mehr herausfinden. Die Kiste stand hier bestimmt 1-2 Wochen in der Ecke mit dem Stapel und gemeldet hat sich bislang auch niemand und danach gefragt. Kosten ja kein Vermögen, die Dinger und diese kommt nun nach einer Runde in der Spülmaschine mit in die Besteckschublade im Aufenthaltsraum.
(Navy CIS: Ranzoomen und scharfstellen und dann in der vergrößerten Reflexion der Augen erkennen können, welche Zigarettenmarke der Mann am Fenster im Nachbarhaus gerade raucht.)
Als ich diese Flasche im Leergut entdeckte, wunderte ich mich zunächst, wer dort wieder eine Mehrwegflasche zum Aufbewahren irgendwelcher sonderbaren Substanzen zweckentfremdet und dadurch ggf. unbrauchbar gemacht hat. Aber so dramatisch war es dann wohl gar nicht. Der Inhalt war Blaubeersaft, dessen Rückstände noch mit beeindruckender Deutlichkeit in der Flasche zu sehen sind:
Selbst die EDEKA steckt ihre Fühler auf der Suche nach Toilettenpapier nicht nur in alle Richtungen, sondern offenbar auch über unsere Landesgrenzen hinaus aus. Heute haben wir zum Beispiel das russische Toilettenpapier "Soffione Premio" bekommen, eine Ersatzlieferung für eines der vielen anderen von mir bestellten Papiere. Ist den Kunden vermutlich völlig egal, dass nicht ein deutsches Wort auf den Paketen zu finden ist, Hauptsache Toilettenpapier, mit 2,99 € pro Packung auch noch im absolut akzeptablen Preisrahmen.
Was mir erst gar nicht aufgefallen war, meiner Liebsten dagegen schon: "Die Verpackung ist ja mit Corona-Viren bedruckt!" Stimmt zwar nicht, das sollen vermutlich Blüten sein, aber aus der Entfernung sehen die grauen Dinger tatsächlich so aus:
Im Rahmen der Aufräumarbeiten und Sortimentsbereinigung bei unseren Länderspezialitäten fielen mir auch mehrere Artikel auf, die nicht mehr im aktuellen Sortiment des Lieferanten zu finden sind, hier aber noch im Regal stehen, bzw. inzwischen standen.
Einer dieser Artikel war ein Litschiwein, der wohl offenbar nicht nur bei uns ein Ladenhüter war. Seit wann es dieses Produkt nicht mehr gibt, kann ich nicht sagen, nachbestellt haben wir das Getränk schon vermutlich ewig nicht mehr und auch die Etiketten sprachen Bände. Auf dem Foto kommt leider nicht so richtig zur Geltung, dass vom (jahrelangen) Lichteinfall die Farben völlig verblasst waren. Aber vergleicht mal die linken und rechten Seiten der Etiketten miteinander, dann sieht man es. Was mich gerade nur wundert: Die "blauere" Seite hätte ich als die dem Licht abgewandte Seite vermutet. Jedoch standen die Flaschen in unserem alten Regal (hier auf dem Bild ganz rechts oben) in der Nähe des Eingangs so, dass diese Seite dem Tageslicht zugewandt war. Seltsam …
Zwei der drei Flaschen haben den Weg auf den Restetisch gefunden, eine hatte ich mit nach Hause genommen. Immerhin war der Inhalt noch sehr lecker, wenigstens etwas.
Eine ältere Stammkundin stand vor einem Regal und fragte mich nach einem Produkt, das nur eine Armlänge von ihr entfernt stand. "Steht genau vor Ihnen, im zweiten Fachboden von unten", antwortete ich.
Sie klatschte sich mit der Hand vor die Stirn und lachte: "Betreutes Einkaufen."
Vor ein paar Tagen bekam ich eine Anfrage einer regionalen Nachrichtenagentur. Sie suchten einen Laden, um über die gestressten Mitarbeiter im Supermarkt aufgrund der derzeitigen hohen Belastungen einen Bericht gerne auch mit Interview drehen zu können.
Ich freue mich natürlich immer, wenn die Redaktionen und Sender bei sowas immer gleich an mich denken. In diesem Fall hätte ich auch gerne persönlich ein paar alte private Schulden beglichen – aber im Gegensatz zu dem, was man sonst so momentan über die "armen Mitarbeiter im Supermarkt, die an ihre Grenzen gehen" in den Medien mitbekommt, läuft das Leben bei uns in der Firma nach wie vor erstaunlich entspannt ab.
An dieser Stelle möchte ich nicht ausschließen, dass in manchen Unternehmen, gerade auch in den personell nicht stark besetzten Harddiscountern, die Mehrleistung vom selben, grundsätzlich knappen Personalstamm aufgefangen werden muss. Bei uns ist seit ein paar Wochen auch mehr zu tun, aber zu drei neuen Leuten, die in den letzten Wochen von mir ausschließlich zum Ware verräumen eingestellt wurden, haben wir im Grunde durchgängig noch eine Person zusätzlich im Laden, die kassieren und Kundenanfragen bearbeiten kann. Das sind grob 100 Arbeitsstunden mehr pro Woche, die aber das gesamte Team entlasten. Ja, die Arbeit hinter den Spuckschutzen und mit der ständigen Distanz (und den daraus resultierenden Diskussionen) ist anstrengender als "vor Corona. Es ist aber dennoch nicht so, dass hier auch nur einer in den Feierabend geht und nicht mehr weiß, wo ihm der Kopf steht.
Aber bei uns im Laden tickten die Uhren ja schon immer etwas anders.
Eine Kundin rief an und erklärte, dass sie zu Hause noch eine kleine Glasflasche Erdbeersauce (Dessertsauce) hat, die laut des aufgedruckten Datums in einer Woche abläuft. Die Flasche ist noch ungeöffnet, aber sie muss drei Wochen verreisen und wollte von mir wissen, ob die Sauce danach noch gut sei.
Ich erklärte ihr sehr ausführlich, dass sie sich darüber keine Sorgen zu machen braucht. Die Lebensmittel haben keine eingebauten Kalender und wissen nicht, welches Datum wir haben. Bis zu dem aufgedruckten Datum garantiert der Hersteller die einwandfreie Qualität der Sauce bei sachgerechter Lagerung (kühl und dunkel). Das Produkt wird eine Woche und auch einen Monat später nicht schlechter sein. So lange die Flasche noch verschlossen ist und der Deckel beim Draufdrücken nicht knackt, wird mit dem Inhalt nichts Schlimmes passieren. Selbst nach Jahren können die Lebensmittel noch biologisch einwandfrei sein, aber die Farbe kann sich verändern und der Geschmack nachlassen, was natürlich auch nicht appetitlich ist. Aber bei einem Konservenglas spielen ein paar Wochen nun wirklich überhaupt keine Rolle.
Eine Festplatte nach einem Absturz. Mit Absturz ist in diesem Fall eine Beschleunigung des gesamten Geräts mit 9,81 m/s² gemeint. Zumindest gehe ich aufgrund der deutlich angeschlagenen Ecke des Gehäuses davon aus.
Das war natürlich die Chance, dem Kind mal das Innenleben einer Festplatte zu zeigen. Man sieht sehr deutlich, wie die Magnetplatten durch die Unwucht vibrieren und wie der Schreib-/Lesekopf hin und her wandert. Eigentlich wollte ich gestern nur mal überprüfen, ob auf der alten 1TB-Platte noch irgendwelche Daten zu finden sind. Nachdem das Ding überhaupt nicht erkannt werden wollte, habe ich kurzerhand die fünf Schrauben des Deckels entfernt und die Platte dem Experimentiertrieb geopfert.
Das Symbol der Nordlichter war der Leuchtturm. Vor vielen Jahren hatten wir uns einen (nicht ganz kleinen) Leuchtturm als Dekoobjekt für eines unserer Schaufenster hier in der Neustadt gekauft. Warum wir den irgendwann mal nach Findorff gebracht hatten, weiß ich nicht mehr ganz sicher. Ich glaube, die Kollegin dort wollte den einfach gerne haben. Auf jeden Fall steht der Turm nun schon seit über zehn Jahren dort im Schaufenster und symbolisiert irgendwie nichts.
Aber inzwischen ist die Farbe etwas ausgeblichen. Der rot-weiße Turm ist eher zu einem pink-weißen Turm geworden. DER wird aber bei der Auflösung des Marktes nicht entsorgt, irgendwie finde ich das Teil cool. (Außerdem war der mal sehr teuer.)