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Fucs auf Innenhofmauer?

Ganz frischer Artikel in der Kreiszeitung über das Fucs.Kollektiv. Ich schrieb ja hier im Blog selber schon einmal, dass ich hinsichtlich der Bilder einen kleinen innerlichen Konflikt austrage – Kunst vs. Sachbeschädigung. Gerade ich bin besonders empfindlich, wenn Leute sich an fremdem Eigentum vergreifen, ob nun privat oder auch Dinge, die allen zur Verfügung stehen. Es gehört einem nicht und man hat es nicht zu beschädigen, entfernen oder zweckentfremdet zu benutzten.

Leider muss ich zugeben, dass ich dennoch mit den Füchsen sympathisiere. Ich freue mich immer, wenn ich irgendwo einen sehe. Sie auf Eisenbahnzüge zu sprühen und dabei auch die Fenster zu beschmieren, verurteile ich jedoch sehr. Obwohl das Kollektiv laut des Artikels nur Flächen verwendet, die keine weitere Bedeutung haben (Pfeiler, Lärmschutzwände) und die Füchse an bedeutungsvolleren Flächen von Trittbrettfahrern entstanden sein müssen, so sind diese dennoch in deren Instagram-Kanal zu finden. Privates Eigentum, Krankenhäuser, Kirchen, Denkmäler und gesellschaftliche Institutionen sollen nach Kollektiv-Aussage tabu sein, meiner Meinung nach gehören Züge genauso rücksichtsvoll behandelt – auch wenn man die Bahn nicht mag.

Aber hier auf dem Hof könnte ich mir ein schönes Bild mit Fuchs sogar vorstellen. Vielleicht schön bunt mit vielen Lebensmitteln umgeben. Würden sie mir original vermutlich nicht sprühen, da sie ja aus verständlichen Gründen anonym bleiben möchten, aber vielleicht findet sich ja jemand, der darauf Lust hätte. Schlimmer kann die Mauer jedenfalls nicht werden. :-)


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Kommentare

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eigentlichegal am :

Manche lassen sich gleich das ganze Zentrallager bemalen
https://www.wn.de/muensterland/kreis-borken/gronau/eyecatcher-an-der-dueppelstrasse-2900259?pid=true

someone am :

Vielleicht, um die gute Nachbarschaft nicht über Gebühr zu gefährden? Efeu ist giftig, wenn auch nicht sehr stark, und dürfte damit wohl haram sein - aber das sind berauschende Pflanzen auch, und da kümmert sich in so einigen islamisch geprägten Ländern auch kaum jemand drum.

Das Wichtigste am :

Manchereiner kann auch aus jedem Thema ratzfatz einen religionsfeindlichen Beitrag generieren *kopfschüttel*.

Heißer Tipp übrigens: Der Fehlgriff Lorbeerkirschen in den Betonkübeln ist auch alles andere als ungiftig.

Naya am :

In dem Artikel steht: "Dazu räumen die Sprayer ein, dass sie den öffentlichen Raum für ihre Taten bevorzugen und die Füchse in der Regel auf Flächen platzieren würden, die in ihrer Erscheinungsform keine weitere Bedeutung hätten, etwa Betonpfeiler oder eben Lärmschutzwände."
Und auf der Instagram-Seite, was ja dann keine Taten von Trittbrettfahrern sein sollen, sehe ich vor allem besprayte Züge ...

Brückenpfeiler oder ähnliches, das versteh ich und so etwas, was nicht nur ein Tag ist, verschönert solch graue Sachen ja wirklich.
Aber Züge, auch wenns nicht die Fenster berührt, ist eben doch Sachbeschädigung, die teuer entfernt werden muß. Züge sind eben kein öffentlicher Raum, der "in seiner Erscheinung keine weitere Bedeutung hat", und dafür hab ich dann kein Verständnis mehr.

Ist damit leider dann doch nur eine weitere Sprayergruppe, die vielleicht große Töne von sich gibt, aber nix anderes als viele andere aus der Szene macht, auch wenn die Füchse etwas niedlicher sind als Schriftzüge.

someone am :

Habe hier letztens im an sich relativ wenig besprühten nordwestdeutschen Raum zum ersten Mal in einem Zug gesessen, dessen erster Wagen komplett grau grundiert war. Inklusive Fenster. Das eigentliche Motiv war dann einigermaßen hingepfuscht, farb- und einfallslos.

Da hat mir dann auch erstmals komplett jedes Verständnis für die Leute gefehlt, die sowas machen. Und ich dachte, sowas gäbs nur in Berlin oder ähnlichen "failed cities".

Chris_aus_B am :

Motivvorschlag: "Fuchs, du hast die Gans gestohlen" :-D

eigentlichegal am :

Ein Fuchs in Polizeiuniform und die Unterschrift
Fucs the police

....aber ich glaube, da stoße ich bei Björn auf keine Begeisterung

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