Rund um die Feiertage werden von den Lieferanten oft die Bestelltermine verschoben, allen voran natürlich unsere Edeka-Großhandlung. Dazu kommen seit einiger Zeit noch einige coronabedingte spezielle Veränderungen, um den Lieferengpässen der letzten Wochen Herr zu werden, was übrigens ganz hervorragend geklappt hat.
Nicht geklappt hat bei mir der Blick auf meine eigenen Notizen auf dem Kalender im Kassenbüro.
Gestern bis 14 Uhr hätten wir die Bestellung zu Dienstag senden müssen und nicht bis heute 14 Uhr, wovon ich reflexartig ausgegangen war. Ich hatte nur noch auf dem Schirm, dass die Uhrzeit um sechs Stunden nach vorne gelegt war, normalerweise senden wir bis 20 Uhr. Dass wir zusätzlich noch einen Tag früher … Egal, das Kind hat sich nun beim Brunnen erbrochen, wobei der Krug in den selben gefallen ist oder so ähnlich. Glück im Unglück: Ich hatte in den letzten Wochen den Warenbestand hier im Markt gewaltig aufgestockt. Wenn schon vieles nicht lieferbar ist/war, so sollte zumindest der Rest bis zum Anschlag voll sein. Davon profitieren wir jetzt.
Die Bestellung zu Donnerstag müsste dann spätestens am Dienstag um 14 Uhr übertragen werden, die werde ich am Montag in aller Ruhe erledigen. Und das
mir …
Cecil Bødker ist die Autorin der Kinderbücher Silas (die 1981 mit Patrick Bach
verfilmt wurden). Diese Bücher, insgesamt mehrere hundert Seiten, habe ich mit sieben Jahren schon verschlungen. Ich würde behaupten, dass diese Geschichten um den jungen Silas und vor allem seine Freiheit und Ungezwungenheit mein Leben maßgeblich beeinflusst haben.
Außer Silas kannte ich nichts von Cecil Bødker, ich würde sie damit nicht gerade als meine Lieblingsautorin bezeichnen – aber immerhin entstammte Silas aus ihrer Feder und somit war sie doch letztendlich eine bedeutende Persönlichkeit für mich, die ohne ihr Wissen mit ihren niedergeschriebenen Gedanken wohl prägend für mich war.
Vor wenigen Wochen erst habe ich mir den ersten Silas-Band als Hörbuch während meiner Radtouren angehört und nun ist Cecil Bødker am vergangenen Sonntag
im Alter von 93 Jahren verstorben. Obwohl ich mir ihr als Mensch nie zu tun hatte, verspüre ich dennoch eine Trauer in mir. Ich wünsche ihr allen Frieden und werde sie mit ihren Büchern in Erinnerung behalten.
Mutter kommt mit Kind in den Laden, Kind stellt sich auf die hintere Ablage des Einkaufswagens und hält sich am Griff des Einkaufswagens fest.
Mutter nimmt ein Desinfektionstuch und wischt den Griff ab, während das Kind die Hände hebt.
Kind fasst den Griff wieder an mehreren Stellen an, während die Mutter das Tuch wegwirft.
Mutter nimmt ein neues Tuch, wischt die Hände des Kindes ab.
Kind fast den Griff erneut an.
Großes Kino.
Zentis
Aachener Pflümli gab es immer im berühmten Kunststoffbecher, neuerdings wird dieses Pflaumenmus in Gläsern ausgeliefert, was aus mehreren Gründen ein guter Schritt nach vorne ist.
Das Glasgefäß ist auch bestimmt teurer als der Plastikpott, aber dennoch staunte ich über die mit der Änderung einhergehende und nicht zu übersehende Preiserhöhung. Vielleicht war der Schritt auch lange fällig, weil durch nach und nach gestiegene Lohn- und Rohstoffkosten das Pflaumenmus längst keine schwarzen Zahlen mehr schrieb, aber so eine schlagartige Änderung wirkt natürlich erst mal wie ein Hammer:
Alt: 450g-Becher für 1,79 € (3,98 €/kg)
Neu: 350g-Glas für 1,89 € (5,40 €/kg)
Das ist mal knackig. Sollen die Kunden jedoch selber entscheiden. Wenn das Produkt nun nicht mehr läuft und nach zweimaligem Ablaufen von uns ausgelistet wird, dann ist es eben so. (Glaube ich jedoch nicht …)
Die auf dem Blogeintrag von damals
abgebildete Frühstücks-Bowl hat Ines sich nun zu Hause (ein paar Monate vor Erreichen des aufgedruckten Haltbarkeitsdatums) zum Frühstück einverleibt. Genauer gesagt: Einverleiben wollen.
Zitat: "
Das Zeug schmeckt widerlich. Irgendwie so, als hätte ich was schimmeliges gegessen. Der Nachgeschmack ist echt ekelig, das kommt in die Biotonne."
Chance auf Einlistung: Null.
Von
Veganz gibt es neben vielen anderen Produkten auch mehrere Sorten vegane Pizza, nach der uns schon längere Zeit Kunden gefragt haben. Über unsere Großhandlung bekommen wir leider keine derartigen Produkte und auf Veganz bin ich erst vor ein paar Wochen gestoßen. Aber immerhin kann ich dort Ware in moderaten Mengen (also nicht gleich palettenweise) bekommen und so haben wir nun endlich regelmäßig drei Sorten vegane Pizza im Sortiment.
Momentan jedoch ohne Verfügbarkeitsgarantie. Die Auslieferung erfolgt mit einer Spedition im Kühllastwagen und die Kapazitäten der Speditionen sind derzeit bekanntlich sehr, sehr knapp und Lieferungen verzögern sich gewaltig oder fallen sogar ganz aus. Hoffentlich wird das bald mal wieder besser.
Glaubt ja nicht, dass ich ab Montag, wenn ich sie denn trage, mit einer langweiligen Maske hier herumlaufe. Wenn ich mal keine Lust auf die schnöden Einwegdinger habe und diese hier gerade trocken und sauber ist, werde ich mir den kleinen Trötefanten vom WDR umbinden.
Eiweiß, Eiweiß, Eiweiß … Proteine sind neuerdings nicht nur bei Sportlern buchstäblich in aller Munde, Proteinriegel sind nicht nur im Fachgeschäft oder Verkaufsautomaten des Fitnessstudios zu bekommen, sondern liegen längst neben Mars und Duplo an jeder oder zumindest vielen Supermarktkassen. Neu im Sortiment und zum Thema passend haben wir "Mein Q", eine H-Milch mit zusätzlichen Proteinen.
Vielleicht mögen mich ja die Ernährungs-Profis korrigieren, wenn ich hier verkünde, dass das Produkt aus meiner Sicht reichlich unsinnig ist. Ja, mit 8,2 % Eiweiß hat "Mein Q" tatsächlich wie aufgedruckt
mehr als doppelt so viel Protein wie vergleichbare Trinkmilch (ca. 3,5 %) – aber letztendlich gibt es viele Lebensmittel mit einem grundsätzlich deutlich höheren Eiweißanteil als Milch, so dass dieser nicht ganz günstige Zusatznutzen regelrecht verdampft, falls man sich nicht zufällig fast ausschließlich von (dieser) Milch ernährt.
Aber wer sie haben möchte, findet sie nun auch bei uns …
Ab Montag gilt bekanntlich die offizielle Maskenpflicht im Einzelhandel und dem öffentlichen Nahverkehr. Jetzt schon laufen deutlich mehr Leute mit Masken, selbstgenähte wie gekaufte, hier im Laden herum.
Ohne auf das ewige Streitthema sinnvoller oder nicht vorhandener Infektionsschutz eingehen zu wollen, und bitte auch keine Grundsatzdiskussion dazu in den Kommentaren: Ich finde das mit den Masken total befremdlich. Man erkennt die Leute häufig nicht, sieht überhaupt keine Mimik mehr, kein Lächeln, keine Stimmungen, einfach gar nichts. Das finde ich jetzt schon unglaublich störend und dabei laufen nur maximal 15 Prozent der Kunden mit Maske hier in den Laden.
Ich glaube, ab Montag mache ich nur noch Jobs im Hintergrund hier.
Neu im Sortiment haben wir von unserer Eigenmarke ("EDEKA", nicht "gut&günstig") Rinder- Gulasch- und Gemüsesuppe in kleinen Konservendosen. Der Kollege, der die drei Sorten im Regal platziert hat, machte mich auf den Strichcode mit dem Kochtopf aufmerksam: "
Hast du den schon?", wollte er wissen. Nein, hatte ich bislang nicht. Vielen Dank.
Mein Resümee nach der Pressekonferenz des Bremer Senats zur Corona-Lage:
– Es wird "Maskenpflicht" genannt.
– Trotz dieses Namens bleiben Missachtungen (vorerst) straffrei. Der Senat hofft auf das Verständnis und das Mitwirken der Bürger.
– Es werden ausdrücklich keine medizinischen Masken empfohlen. Ein Schal, ein gefaltetes T-Shirt oder eine selbstgenähte Maske reicht aus.
– Interessant für den Einzelhandel: Diese Pflicht betrifft nur das Publikum beim Einkauf, also nicht uns Mitarbeiter. Das war gerade die klare Aussage unseres Bürgermeisters und sorgte hier buchstäblich für erleichtertes Aufatmen.
Meine neuerlich vernachlässigte Gründlichkeit bei der SB-Fleisch-Bestellung sollte mal überdacht werden. Nun haben wir wieder einmal Thekennachfüllpackungen bekommen, diesmal marinierte Maiskolben. Sind auf dem Grill bestimmt lecker, aber wer kauft denn gleich so eine Großpackung davon? Eben …
Die gestern in einem Nebensatz erwähnten mehreren hundert Gesichtsmasken, die auch wir hier in Bremen ab Montag verwenden müssen, sind soeben geliefert worden. 500 Einwegmasken klingt viel, aber wenn man mal davon ausgeht, dass grundsätzlich jeder Mitarbeiter eine trägt und eine Maske maximal drei Stunden verwendet, reicht der Bestand gerade mal für 2,5 Wochen.
Mal schauen, wie das in der Praxis wird und wie wir an Nachschub kommen …
(Vorsichtshalber gibt es noch Stoffmasken, dazu später mehr.)
An unserer Eingangstür prangten rechts unten zwei Aufkleber: Einerseits der vom NABU für die
KORKampagne, gleich daneben der von der Handelskammer aus dem Jahr 2016 mit dem Hinweis darauf, dass wir ausbilden. Damals
stimmte das auch noch, nach Jahren hatte ich mich wieder dazu hinreißen lassen, einen Auszubildenden einzustellen.
Inzwischen haben sich beide Azubis erledigt und ich werde auch in den nächsten Jahren keinen neuen Auszubildenden einstellen. Der Aufkleber war, neben den sichtbaren Abnutzungen auch inhaltlich komplett überholt.
Nur Korken, die sammeln wir immer noch fleißig.
Fundstück von mir selber auf einer Packung "Pasta-Sauce Tomate-Sahne" unserer EDEKA-Eigenmarke (nicht gut&günstig): Ein Strichcode, in dem sich beinahe schon unauffällig zwei Tomaten tummeln. Nette Idee.