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Ex: Deutschlandriegel und Blackbar

Die Deutschlandriegel waren Ende Februar übrigens nicht "super abverkauft", wie ich gedacht (und vielleicht auch gehofft) hatte, sondern schlichtweg abgelaufen gewesen, so dass sie über den Restetisch zu Sonderpreisen den Weg nach draußen gefunden hatten. Davon wusste ich leider nichts und hatte die Riegel nachbestellt, sowohl den Deutschlandriegel als auch seinen fruchtigeren Kollegen "blackbar".

Inzwischen ist ersterer wieder abgelaufen und die schwarzen Riegel sind in wenigen Wochen dran. Nun liegen sie alle wieder einmal zum Sonderpreis auf dem Restetisch und diesmal werden sie nicht nachbestellt. War ein Versuch, einem kleinen Hersteller eine Chance zu geben – aber zweimal im Regal abgelaufen heißt wohl ganz klar, dass dafür bei uns kein Markt besteht.


Markise und Klimaanlagen (Findorff / 16.06.20 / Teil 6)

Wir hatten seit dem Gespräch mit der Hausverwaltung die stille Hoffnung, dass die Markise und die beiden Klimaanlagen im Gebäude verbleiben können, vielleicht sogar unter anteiliger Anrechnung auf die noch zu leistende Renovierung. Immerhin würden diese Teile einem eventuellen Nachmieter nutzen. Durch die große Schaufensterfront mit fast perfekter Südlage verwandeln sich die Räume bei Sonnenschein nämlich in den reinsten Backofen.

Aber die Eigentümer des Objekts möchten, dass auch diese Installationen restlos verschwinden. Okay, kein Problem. Nur etwas blöde, dass wir das jetzt erst vier Wochen nach dem Gespräch erfahren haben … :-|

Sprachlos. Fassungslos. Verständnislos. (Findorff / 16.06.20 / Teil 4)

Gestern Mittag wurde übrigens endlich die Kleineis-Truhe von einer Spedition abgeholt. Einen Termin zu finden, war etwas mühsam, hatte aber letztendlich funktioniert.

Das Gerät ist nicht sehr schwer, aber doch unhandlich und außerdem will man damit ja pfleglich umgehen und so wollte ich dem Fahrer unaufgefordert zur Hand gehen. Zuerst, als er die rollbare Truhe über eine Türschwelle bugsieren wollte. Als ich mich positionierte, um das Teil anzuheben, zeigte er mir seine Methode: Einen Meter Anlauf und mit einem Schwung über den Huckel. Mein Technikerherz schmerzte.

Als er an der hohen Stufe zum Gehweg ankam, wollte ich wieder mit anfassen, aber auch hier lehnte er wieder ab. "Brauchst nicht, ich mach das so", sprach's und ließ die Kühltruhe polternd zu Boden krachen. Meinen schmerzverzerrten Blick kommentierte er jovial: "Das Teil geht sowieso in die Presse. Da muss man nicht mehr sanft mit umgehen."

Alter … Dafür so einen Sermon mit dem Termin. Wir hätten die Truhe dutzendfach verschenken und sogar verkaufen können, unser Schrotti hätte sie liebend gerne genommen. Immerhin funktionierte sie noch einwandfrei, hat nur ihre Gebrauchsspuren gehabt. So eine Ressourcenverschwendung löst nur Kopfschütteln und Unverständnis bei mir aus. Fassungslosigkeit beschreibt es sogar noch besser. :-(


Defekter Aufzug (Ernsthaft!) (Findorff / 16.06.20 / Teil 3)

Man möchte es kaum für möglich halten, aber zwei Wochen vor unserem offiziellen Auszug hat sich der Lastenaufzug noch einmal zu Wort gemeldet und brauchte einen Technikereinsatz. Ein Gleichrichter war im Schaltkasten abgeraucht ("gleich riecht er", den Spruch lernt man ja schon früh, wenn man sich für Elektrokram interessiert) und so ließ sich der Aufzug zu keinerlei vertikalen Aktivitäten mehr motivieren.

Das war aber schlecht, denn noch stehen ein paar große Dinge im Keller, die noch nach oben müssen, angefangen bei den vier großen Behältern für Pappe und Altpapier …

Also haben wir tatsächlich noch einen Monteur damit beauftragt, den Lift wieder flottzumachen. Damit hatte ich so kurz vor Schluss nun zugegebenermaßen auch nicht mehr gerechnet.

Abbau alte Leuchtwerbung (Findorff / 16.06.20 / Teil 2)

Nur mit einer Leiter war es nicht möglich, die komplette Außenwerbeanlage vom Markt in der Münchener Straße zu demontieren. Wir hatten es zunächst zwar versucht, dann aber doch das Rollgerüst bei mir aus der Halle geholt.

Damit war der Job dann innerhalb von einer Stunde erledigt. Wie ihr auf dem Foto seht, habe ich die gesamte Anlage selber abgebaut, da unser Schrotti an anderer Baustelle zu beschäftigt war … War gestern in der sengenden Mittagssonne eine wirklich schweißtreibende Arbeit, aber damit ist der Laden nun zumindest nach Außen hin neutralisiert und lässt keine Rückschlüsse mehr auf die letzten 14 Jahre zu.



Momentan stehen die Sachen noch im Markt und warten auf die Abholung. In Bodennähe fällt einem erst auf, wie groß so ein Leuchtkasten ist. Der große misst immerhin knapp sechs Meter, das ist schon unhandlich:


Packtisch-Kundenzettel-Einstecker (Findorff / 16.06.20 / Teil 1)

Der Packtisch aus Findorff ist zwar unlängst schon verschrottet worden, aber eine Idee musste ich archivieren: Die Rückwand des Tisches war als Von-Kunde-zu-Kunde-Wand gestaltet und zwar nicht als Pinnwand aus Kork, wie bei uns hier in der Neustadt, sondern sie haben damals einfach die Scannerleisten für Regaletiketten dort aufgeklebt, so dass die Leute Zettel und Notizen beliebiger Größe dort einfach einstecken konnten. Auch eine gute Idee.

Erstaunlich übrigens, dass die Leisten so lange gehalten haben. Im harten Einsatz im Laden an den Regalen tauschen wir die Dinger regelmäßig aus, weil irgendwelche Teile abgebrochen oder eingerissen sind … :-)


VIG-Anfrage 2019

Vor gut einem Jahr wurde eine VIG-Anfrage über die Berichte der Lebensmittelüberwachung aus meinem Laden gestellt. Konkret wurde Einsicht in die letzten drei Berichte gefordert.

Ich habe zwar nichts zu verbergen gehabt, die letzten Kontrollen hatten außer irgendwelchen Ehren-Funden ("Da unterm Regal könntet ihr mal fegen …") keine schwerwiegenden Mängel ergeben. Dennoch ist der gewöhnliche Modus Operandi der Edeka-Rechtsabteilung, dass bei solchen Anfragen erstmal Einspruch erhoben wird. Das ging eine Weile hin und her, Details habe ich nur am Rande mitbekommen, da Anwälte den Löwenanteil der Arbeit übernommen haben.

Nach dem Einspruch musste der Fragesteller seine persönlichen Daten preisgeben, was er damals scheinbar auch getan hatte. Name und Adresse waren eine existierende Firma hier in Bremen und so versuchte ich es einfach mal direkt mit einem Gespräch und rief dort an. Vielleicht konnte mir der gute Mann ja erzählen, wieso das Interesse an den Kontrollberichten so groß sei, zumal gerade wir im Grunde gar nicht mit offenen Lebensmitteln (von den Aufbackbrötchen abgesehen) herumhantieren. Da gibt es in jeder kleinen Imbissbude ein deutlich größeres Gefährdungspotential für die Gesundheit der Kunden.

Nachdem ich die Telefonnummer der Firma rausgesucht hatte, rief ich an und erlebte eine kleine Überraschung: Diese Person gibt es dort nicht. Nie gehört wurde der Name von der Mitarbeiterin, die mir versicherte, jeden einzelnen dort zu kennen. Netter Versuch, aber damit war klar, dass der Antragsteller immer noch anonym war. Das meldete ich so zurück und nun, Monate später, kam die Info, dass die Behörde den Vorgang eingestellt hat, da der Antragsteller seine Identität nicht mitgeteilt hat. Dann eben nicht.

Vielleicht war es auch nur irgendjemand aus den Weiten des Internets, der da mal aus einer Laune heraus, aus Langeweile oder um vermeintlich mir das Leben schwer zu machen die Einsichtnahme angefordert hat. Natürlich provoziere ich das mit diesem Beitrag direkt wieder, aber wie gesagt, einerseits habe ich diesbezüglich keine Geheimnisse (die schlimmsten Sachen stehen ohnehin hier im Blog) und andererseits müsste derjenige den Schutz der Anonymität verlassen und seine persönlichen Daten bekanntgeben.

Und mal ehrlich: Wenn man mit mir nicht reden kann, mit wem dann? Wer eine Frage hat, soll herkommen und es mal mit persönlicher Verbalkommunikation probieren. Funktioniert meistens am besten …

Aber in blau!

Kunde: "Ich hätte gerne was zum auf die Schuhe tun, aber in blau."

Habe dann mal auf meinen Nachbarn verwiesen. Wir haben zwar auch ein Grundsortiment an Schuhpflegeprodukten hier im Regal stehen, aber blaue Schuhcreme, die hat der Herr nämlich gesucht, ist dann eher nicht hier bei mir im Sortiment zu finden. :-)

Benutztes Kindersitz-Fach

Unsere Einkaufswagen haben allesamt in der Rückseite einen integrierten Kindersitz. Bei diesen Kindersitzen können mit einer kleinen hochklappbaren Lasche die beiden Öffnungen für die Beine verschlossen werden, so dass man ein kleines Fach im Einkaufswagen erschafft, das für empfindliche oder kleinere Teile gedacht ist.

Dass es mal jemand nutzt, sieht man selten. Hier aber mal ein Heavy User. :-)


Die Außenwerbung in Findorff

Ein vermutlich letzter Blick auf die Außenwerbeanlage am (Ex-)Markt in der Münchener Straße. Im Idealfall hat unser Schrotti das ganze Zeugs schon abgebaut, wenn ihr diese Zeilen hier lest. "Tenter" ist da zwar schon seit Jahren nicht mehr drin, da seit Jahren nicht mehr existent, aber irgendwie gehörte das Schild immer mit zur Erscheinung des Ladens. Ist jetzt ja auch irgendwie egal …



Außer der langen Installation über den Schaufenstern haben / hatten wir auch einen kurzen Leuchtkasten an der Seite zur Starnberger Straße hängen:


Mal wieder "kostenloses" Biometriezeugs (3)

Die Rufnummer ist zwar vermeintlich seit knapp einem Jahr in der Sperrliste, aber nun hat eine Mitarbeiterin von "Bioprotect" mit einer anderen Durchwahl angerufen und mich so erfolgreich ans Telefon bekommen.

Man will mir nichts verkaufen, sondern mich nur als total interessanten Referenzkunden für unsere Branche gewinnen und mir hier für 15.000 Euro Material einbauen, Zugangskontrollen, Alarm- und Videotechnik.
Im Grunde ohne Luft zu holen, schlug mir die Anruferin zwei Termine um die Ohren: "Unser Mitarbeiter, der Herr Meiermüllerschulz, würde Sie gerne nächsten Donnerstag besuchen und hätte dazu noch einen Termin um 10 Uhr und einen um 13:30 Uhr frei, welcher würde Ihnen besser passen."

"Wäre es nicht sinnvoller, mich generell nach meinem Interesse an Ihrem Angebot zu fragen, bevor Sie mir direkt Termine nennen?"

Die Anruferin konnte sich nicht vorstellen, dass es Leute gibt, die bei "so einem tollen Angebot" überhaupt kein Interesse haben könnten. Vielleicht gehörte das auch einfach nur zu ihrem Telemarketing-Script, das sie bei den Kunden runterspult …

Hier findet ihr den Blogeintrag von Beitrag Nummer 2.

Selbstgemachte Menthol-Zigaretten

Seit ein paar Wochen sind Mentholzigaretten, bzw. allgemein aromatisierter Tabak, in der EU verboten. Wie immer gibt es aber immer Leute, die solche Verbote geschickt umgehen.

Beim Spiegel wird es als der "bösartige Erfindungsreichtum der Tabakkonzerne" bezeichnet, aber diese Aromatisierungs-Streifen werden auch von anderen Firmen hergestellt.

Außenstehende müssen sich diese Streifen wie ein Duftbäumchen vorstellen, das man in seine Zigarettenpackung schiebt, wodurch die Fluppen nach einer Weile das gewünschte Aroma (also momentan primär "Menthol" und "Ice") annehmen. Ich will das Rauchen nicht schönreden, aber da ist Potential für einen interessanten Markt, so ließe sich der Tabak immerhin in jede gewünschte Geschmacksrichtung umformen.

Irgendwie aber auch interessant, wie Zigarettenindustrie und Regierung seit Jahren schon ein immerwährendes Katz-und-Maus-Spiel abliefern. :-)

Ausbilder-Eignungstest / Praktische Prüfung 2003

Als ich 2003 die Ausbildung der Ausbilder nach der AEVO gemacht habe, gehörte dazu nicht nur eine umfangreiche Ausbildung (die im kleinen Kreis bei Keksen und Tee immer sehr angenehm war), sondern auch eine theoretische und abschließend eine praktische Prüfung. Im Rahmen der Vorbereitungen zu dieser Prüfung musste ich die "Angaben zur Durchführung / Präsentation einer Ausbildungseinheit" mitteilen. Ich hatte mir ausgedacht, dass ich einem angenommenen Azubi erkläre, wie die Farbbänder und Bonrollen an der alten Kasse getauscht werden und was dabei noch zusätzlich zu beachten ist:



In der Beschreibung der Prüfung wird schließlich di Wahl des Berufsfelds des Azubis angegeben, dann folgen Angaben zum Auszubildenden (Welcher Beruf, Alter und in welchem Jahr / Monat befindet er sich) und wie die Lernsituation des Azubis ist: Welchen Schulabschluss hat er, wie ist die Motivation und Lernwilligkeit, in welchen Bereichen / Abteilungen arbeitet er gerne etc. Das sind in dem Moment zwar nur ausgedachte Informationen, aber es ging auch darum sich über solche Dinge Gedanken machen zu können.

Anschließend folgte die genaue Beschreibung des Lernziels:



Danach folgte die Sachanalyse, die eine Beschreibung des Marktes und die Details der Vorgänge an der Kasse beinhaltete:



Was danach folgte, ist leider nirgends festgehalten: Einer der Mitarbeiter des Prüfungsausschusses war mein "Azubi", dem ich in einem Lehrgespräch, wie es auch mit einem echten Auszubildenden hier im Markt ablaufen könnte, erklären musste, wie die Farbbänder und Bonrollen gewechselt werden, worauf man dabei zu achten hat und so weiter. Nach diesem Gespräch musste der "Azubi" die Aufgaben selbstständig wiederholen. Es kam also unter anderem darauf, dass diese Erklärungen verständlich und strukturiert waren. Es hatte damals alles problemlos geklappt, die Prüfung war bestanden und ich durfte meine erste Auszubildende als solche einstellen. :-)

Kleine Anekdote am Rande: Um die Arbeiten an der Kasse korrekt vorführen zu können, hatte ich damals einer unserer Kassen hier aus der Firma abgebaut und das gesamte Geraffel mit zur praktischen Prüfung geschleppt. Die überraschten Blicke waren nicht schlecht. :-D

Preis-Frage

Kunde: "Wie viel kostet diese Salami?"

Ich: "Uhh, ich glaube, 4,99 Euro. Müsste ich aber nachsehen."

Kunde: "Am Regal steht aber 3,99 dran!"