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Exotisches Leergut (35)

Malzbier von Guinness. Die Flasche kommt aus Nigeria ("brewed under licence in Nigeria"), und wird unter dem Label von Guinness vermarktet.

Irgendwie frage ich mich schon die ganze Zeit, was wohl "imported" bedeutet. Und damit meine ich jetzt nicht die Übersetzung, sondern welche Reise das Getränk wohl hinter sich hat. Es ist jedenfalls kein Hinweis auf Irland oder irgendein anderes Land außer Nigeria auf der Flasche zu finden...


Ohne und mit

Eigentlich soll in der nächsten Woche schon mein Leergutautomat installiert werden. Ich freue mich schon sehr, fürchte allerdings zugegebenermaßen auch das anfangs, bzw. vor allem während des Ein- und Umbaus entstehende Chaos. Irgendwie müssen wir dazu das halbe Lager derangieren und haben ein bis zwei Tage nur sehr erschwert die Möglichkeit, Leergut anzunehmen. Kollegen haben schon vorgeschlagen, an dem Tag gar kein Leergut anzunehmen, aber das möchte ich nicht. Hinweissschilder werden bekanntlich aus Prinzip nicht gelesen und Kunden, die ihr Leergut hergeschleppt haben, möchte ich auch nicht wieder wegschicken. Also werden wir hier die Zähne ganz fest zusammenbeißen müssen.

Dies ist der normale Blick ins Lager. Rechts an der Wand stehen die leeren Rahmen, in die wir gewöhnlich die einzelnen Flaschen der Kunden einsortieren:



Der Automat wird ca. 3m von der Tür entfernt stehen. Die Kisten kommen natürlich weg und rund um den Automaten wird mit einer Trockenbauwand der Rest vom Lager abgetrennt werden, so dass aus der jetztigen Leergutannahme ein kleiner, heller Raum wird, den die Kunden betreten müssen, um den Automaten zu erreichen.


Anruf bei Rossmann

Nachdem eben schon wieder eine Kundin den Alarm ausgelöst hat und schon wieder ein bei Rossmann gekaufter Artikel dafür verantwortlich war, habe ich doch bei der Rossmann-Zentrale angerufen.

Ich erklärte der Mitarbeiterin am Telefon, dass ich einen Laden in der Nachbarschaft einer ihrer Filialen betreiben würde und ebenfalls eine Warensicherungsanlage vom Hersteller ADT-Sensormatic im Einsatz hätte. Und ich berichtete weiter, dass ständig, bis zu mehrere Male pro Woche, Kunden mit Rossmann-Waren, die nicht entsichert worden sind, meinen Laden betreten und das dies immer und immer wieder zu unangenehmen und peinlichen Situationen führen würde.

Die Mitarbeiterin versicherte mir, sich darum zu kümmern und zu veranlassen, dass die Anlage hier in der Filiale vor Ort überprüft wird. Ich bin gespannt, wie es ausgeht und habe darum gebeten, informiert zu werden.

Post aus Dublin

Diesen Brief bekam ich gerade. Das mit dem Blog konnte ich nicht so ganz glauben und daher:



Dabei lag ein Feuerzeug und eine winzige Guinness-Flasche. Das Feuerzeug mit dem Werbeaufdruck eines SPAR-Marktes in Dublin musste prompt für den Größenvergleich herhalten. Glaubt mir, die Flasche ist klein. Allerdings ist der (flüssige) Inhalt nicht trinkbar. Zumindest lässt der fett gedruckte Hinweis "Do not Drink" auf der Rückseite darauf schließen. (Warum haben die "drink" wohl mit einem großen "D" geschrieben?!? Ob das wohl Absicht oder ein Schreibfehler war?)



Notiz am Rande: Das SPAR-Logo auf dem Feuerzeug finde ich lustig. Den roten Balken um die Tanne herum rund abzuschneiden, sieht viel besser aus, als unsere "normale" Variante mit geraden Kanten.


Ananassaft alt und neu

Vor ein paar Tagen habe ich eine knapp 15 Jahre alte Flasche Voelkel Ananssaft als Leergut zurückbekommen.
Nicht weiter spektakulär, aber irgendwie schon interessant, mal die alte Verpackung (links im Bild) zu sehen.


Apropos Rossmann

Ich hatte es im letzten Beitrag ja schon angedeutet, wollte aber schon seit längerem einen eigenen Blogeintrag dazu schreiben...

Wenn Kunden, vor allem Kundinnen, an der Kasse den Alarm der Warensicherung auslösen, lautet inzwischen regelmäßig meine erste Frage: "Haben Sie etwas von Rossmann dabei? Etwa in drei von vier Fällen lautet die Antwort "ja". Den verbliebenen 25% widme ich bei Gelegenheit einen eigenen Eintrag.

Meistens haben die Betroffenen irgendeine Tasche dabei und für gewöhnlich piept auch der Handchecker, wenn man ihn von außen an die Tasche hält. Der Rest geht meistens recht schnell: Ich lokalisiere den oder die gesicherten Artikel, lege sie bei uns auf den Entwerter und gut ist's.

Was mich ernsthaft frage: Was passiert hier nur in der Rossmann-Filiale? Sie benutzen Klebeetiketten, um ihre Ware zu sichern. Aber sie entwerten diese Etiketten beim Verkauf nicht oder zumindest in auffälligem Maße nicht immer. Und warum löst dann die Antenne der Anlage keinen Alarm aus, wenn die Kunden schließlich hinausgehen wollen? Fragen über Fragen... Und ich gebe zu, dass ich nicht motiviert bin, mich mit Rossmann in Verbindung zu setzen, um auf den Missstand hinzuweisen. Vor allem deshalb, weil ich keine Lust habe, irgendwie erklären zu müssen, warum ich mich mit dem System so gut auskennen würde...

Also werde ich hier piependen Kunden weiter meine obligatorische Frage stellen: "Haben Sie etwas von Rossmann dabei?"

Nicht weitersagen

Eine junge Frau stand eben an der Kasse und löste den Alarm der Warensicherungsanlage aus. Wie in solchen Fällen üblich eilte ich mit dem Handchecker nach vorne. Die Kundin trug eine relativ große Handtasche bei sich, welche sie mir auch prompt in die Hand drückte: "Hier, sie könne da gerne drin rumwühlen." Nee, wollte ich nicht. Mache ich nie alleine, auch nicht, wenn ich dazu aufgefordert werde.

Einige Sekunden später standen wir zu zweit am Packtisch. Inzwischen hatte ich schon herausgefunden, dass irgendetwas in oder an der Handtasche für den Alarm verantwortlich war und so stellte ich meine obligatorische Frage: "Haben Sie irgendetwas von Rossmann dabei?" Sie bejahte und öffnete die Tasche. Während wir beide hineinblickten, rührte sie in den Sachen herum und entschuldigte sich lachend: "Bisschen unordentlich. Bitte nicht weitersagen." Nein, mache ich nicht. Die Tasche war ziemlich voll und dabei tatsächlich recht wenig geordnet. Ein überdimensionales SchlampenSchlamperetui eben, typisch Damenhandtasche. :-)

Zwei Teile von der Drogerie mit dem Zentauren im Firmenlogo waren tatsächlich mit noch aktiven Warensicherungsetiketten beklebt. Ich entwertete sie und die Kundin freute sich, dass sie nun endlich wieder Ruhe hat. Auch in anderen Läden hätte sie schon oft mit ihrer Handtasche den Alarm ausgelöst, aber nie konnte etwas gefunden werden...

Eingeritzt

Von wegen Edding... Nachdem der Fensterputzer (Danke, Volker!) heute schon da war, fiel uns auf, dass das Tag nicht nur aufgemalt, sondern in deutlich größer tatsächlich in die Scheibe eingeritzt hat. Auf dem Foto kann man das trotz der erheblichen Kontrasterhöhung kaum erkennen. Die dünnen dunklen Linien, die quer durch das Bild laufen, sind die Beschädigung. Meine Glasversicherung wird sich freuen...


Gutes Zeugnis - schlechtes Zeugnis

Dies ist ein Ausschnitt aus einem Arbeitszeugnis, das ich einem meiner Mitarbeiter vor drei Jahren ausgestellt habe. Der Text war ehrlich als gutes Zeugnis gemeint und war nicht bewusst in irgendwelche Floskeln und "Codes" verpackt:
Seine freundliche Art sicherte ihm bis jetzt stets ein sehr gutes Verhältnis zu Vorgesetzten, Kollegen und Kunden. Er ist bei Kunden, Kollegen und Vorgesetzten außerordentlich beliebt. Mit seiner geduldigen, besonnenen Art hilft er neuen Kollegen, sich einzuleben. Er besitzt Führungsqualitäten und ist daher oft dafür verantwortlich, neue Mitarbeiter gründlich einzuarbeiten. Ich habe Herrn Mitarbeiter als einen ehrlichen, hilfsbereiten und pünktlichen Mitarbeiter kennengelernt, mit dessen Umgangsformen ich stets sehr zufrieden war.
Nun kritisierte dieser Mitarbeiter den fett gedruckten Satz: Die Reihenfolge "Kunden, Kollegen und Vorgesetzten" ist negativ behaftet, weil die Vorgesetzten darin erst an letzer Stelle kommen. Den Zeugniscodes nach müsste es richtig "Vorgesetzten, Kollegen und Kunden" heißen. Alles andere, so wie bei mir, ist verdächtig und damit negativ.

Ist das echt so? Ich halte das für reichlich übertrieben. Und außerdem wär's mir doch lieber, wenn der Mitarbeiter vor allem zu Kunden besonders nett wäre.

Schmierkram

Auch ein schönes Bild hätte ich wahrscheinlich nicht so toll gefunden, wenn es mit wasserfesten Stiften auf meine Scheiben gemalt worden wäre. Aber nur eine Abkürzung oder ein paar Initalen auf die Scheibe zu malen, ist unkreativer Schmierkram.

Naja, morgen kommt der Fensterputzer. :-)


Dank an Stefan und Morin

Etwas verspätet nun noch mein Dankeschön-Foto von Stefan und Morin, die hier am vergangenen Freitag von morgens bis abends ihre Firma, ihr Projekt und ihren Kaffee vorgestellt haben. Immer wieder roch es im Laufe des Tages nach frisch geröstetem und frisch gebrühtem Kaffee und viele Kunden haben probiert und waren begeistert.

Danke ihr beiden, dass ihr den Tag so durchgezogen habt.



Ihr "Baby" hatten die beiden auch mitgebracht: Eine echte Arabica-Kaffeepflanze. Die meisten Menschen bekommen so ein Grünzeug niemals live zu sehen. Wer hat schon Zutritt zu einer Kaffeeplantage oder bekommt eine noch keimfähige Kaffeebohne?


Apropos Blut

Der letzte Beitrag hat mich an einen Fall erinnert, der hier, noch einige Zeit bevor ich überhaupt mit diesem Blog begonnen habe, passiert ist:

Im Nachbarhaus prügelten sich zwei Männer. Mindestens einer der beiden war stark alkoholisiert und genau dieser Mann schafft es, hier in den Laden zu kommen und nach Hilfe zu fragen.
Ich erinnere mich nicht mehr an jedes Detail, aber er blutete aus einigen Stellen, unter anderem waren seine Lippen aufgeschlagen. Ich rief einen Krankenwagen herbei und während wir darauf warteten, fragte mich der Typ, ob er sich kurz bei uns waschen dürfte. Er drufte, dann in der Situation wollte ich ihm die Hilfe nicht verweigern.

Aber glaubt mir: Ich habe es sehr bereut, ihn auf die Herrentoilette gelassen zu haben. In seinem Suffkopp hat er das Blut echt überall hingeschmiert: Waschbecken, Armaturen, Fußboden, Wände, Spiegel, Handtuchspender, Mülleimer, Seife, einfach auf alles.

Das war richtig ekelig. :-(