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Schweineteile

Ich habe vor ein paar Tagen im Rahmen der "Schlachtesft-Aktion" (die ich alleine schon deswegen nicht mitmache, weil ich hier keine Frischfleischtheke im Haus habe) viele Plakate bekommen, auf denen die unterschiedlichsten Schweineteile beworben waren. Das Plakat mit den "Pfötchen" hatte ich aufbewahrt, weil ich immer noch etwas dazu schreiben wollte.
Und nun ist mir auch wieder eine E-Mail eingefallen, die ich Anfang September bekommen hatte:
Hallo Björn,

als (meistens stiller) Besucher Deines Blogs ist mir hier im Supermarkt mal wieder folgendes aufgefallen (s. Bild im Anhang).

Ich wohne seit 4 Jahren auf der Insel Föhr und ich kenne das nur von hier. Meistens im Herbst werden hier beim Metzger und in den Supermärkten halbe Schweine zum Kauf angeboten. Ist das nur mir bislang durchgegangen oder wird das überall (in ganz Deutschland) ganz normal an der Supermarktfleischtheke so verkauft. Ich muss mal darauf achten ob hier einer mal so ein halbes Schwein im Supermarkt spazieren führt. Das müsste einem doch zwischen Schokoriegel und Müsli auffallen, oder…

[...]

Viele liebe Grüße von der Insel Föhr
Dabei war dieses Foto:



Ich habe mich auch schon immer gefragt: Wird das wirklich gekauft? Wer schlägt bei diesen Angeboten zu und deckt sich mit Schweinevierteln, -hälften, Pfötchen, Schwänzen, Köpfen und sonstigen Stücken ein? Ich kenne niemanden, der das tut und wenn, könnte ich mir nur vorstellen, dass die Hauptzielgruppe mindestens eine Generation älter als ich und überwiegend auf dem Land wohnhaft ist.

AGG-Versicherung

Ich habe ein Schreiben von meiner Versicherung bekommen: Es besteht die Möglichkeit, die Betriebshaftpflichtversicherung derart zu erweitern, dass eventuell durch Verstöße gegen das AGG verhängte Schmerzensgelder durch die Versicherung beglichen werden.

Die unzulässigen Gründe für eine Benachteiligung sind: Ethinsche Herkunft, Geschlecht, Religion, Behinderung, Alter und sexuelle Identität. Unter unseren Kunden ist alleine schon stadtteilbedingt so ziemlich alles vertreten. Desweiteren hatte ich wohl schon zu jedem der genannten Punkte "beispielhafte" Mitarbeiter: Ghanaer, Türken, Russen, Pakistani, Lesben, Schwerbehinderte, Männer, Frauen, Schüler, Rentner, Muslime, Christen, Atheisten - und wenn es Probleme gab, dann immer nur aufgrund der Arbeitsleistung oder anderer betrieblicher Gründe.

Ich glaube auch nicht, dass sich zukünftig aus derartigen Dingen ein Streit entwickelt, der erst durch einen Richter entschieden wird. Wenn man in einem respektvollen Umgang miteinerander Lebt, sollte das doch gar kein Problem sein.

Aber wer weiß, wie weit die aus dem Internet bekannte Abmahnwelle ins reale Leben schwappt. Wenn sich irgendwann Leute, denen man gar nichts Böses will, durch ein Augenzwinkern oder Nichtbeachten dazu inspiriert fühlen, sich diskriminiert zu fühlen und auf Schmerzensgeld zu klagen, wandere ich aus.

Manfred ist krank

Kleine Überraschung: In der Ablage im Lager, in der wir alle Lieferscheine, teilweise Tagespost und sonstige Dokumente zwischenlagern, habe ich eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung gefunden. Spontan verschlechterte sich meine Laune. Krankheitsfälle sind immer ärgerlich, aber wenn einem niemand bescheid sagt und die "gelben Scheine" einfach kommentarlos reingereicht werden, ist das schlichtweg eine Frechheit.

Große Überraschung: Ich habe keinen Manfred.

1600 Flaschen

So sehen die Logipacks übrigens komplett bestückt aus. Auf dem Foto seht ihr zwei Europaletten, auf denen insgesamt exakt 1600 leere Bierflaschen stehen. Die selbe Anzahl Flaschen hätte zwar auch mit gewöhnlichen Getränkekisten auf die Palette gepasst, aber auf den Platten sieht man sie fast vollständig, so dass der Anblick schon recht beeindruckend ist.

Der Fahrer hat zwar etwas gejammert, weil er mit den Paletten über zwei Bleche die beiden Absätze runterfahren musste, aber mit genug Stretchfolie passte das schon... :-)


Die Kälte?

Es ist wirklich kalt draußen. Das könnte der Grund sein, warum heute Nacht relativ wenig los ist. Der extreme Gegensatz zum letzten Montagmorgen, denn da haben wir bislang einen Kundenrekord im Zeitraum von 0-6 Uhr gehabt.

Aber heute... Wenn nicht dennoch so viel zu tun wäre, könnte man hier glatt einschlafen.

Jetzt schon 6:1

Das Spiel Werder Bremen gegen Arminia Bielefeld steht jetzt (in der 71. Minute) bei 6:1. Daran wird sich wohl nicht mehr sehr viel ändern, aber das erklärt, warum es seit knapp 1,5 Stunden hier so absolut ruhig im Laden ist.

Wenn Werder gewinnt, dürfte hier in absehbarer Zeit Hochstimmung im Laden herrschen. :-)

Bontext zum Leergutautomaten

Ich gebe zu, dass der Text stellenweise etwas holprig klingt, allerdings ist das Platzangebot für zusätzliche Informationen auf meinen Kassenbons leider nur sehr beschränkt.

Egal, liest ja eh niemand. :-|


Mahnung bekommen

Servus!

Du mir schicken krasse Mahnung.

Leider ich nix bekommen haben Rechnung bislang.

Wenn du mir nix schicken Rechnung, ich nix zahlen können.

Falls du mir schicken anstatt erste Rechnung zweite Mahnung und ich deswegen zahlen sollen fünf Eurotaler mehr, ich böse und nie wieder bestellen zuckersüße Muhmuhbonbons.

Gruß,
Häuptling von SPAR-Markt Gastfeldstraße, Björn Harste.


Hab's dann doch etwas seriöser formuliert. :-)

Combined, mal wieder...

Eine Frau wollte mich sprechen, es würde um "wichtige Dinge für Selbständige gehen". Ich unterbrach meine Büroarbeit, ging hin und die mit der Mappe unter dem Arm plapperte gleich los, dass sie von "der Combined" wäre und mit gerne "ein paar für Selbständige sehr interessante Dinge zeigen würde.".

Ich fragte: "Combined? Wenn das die Combined Versicherung ist, möchte ich mit Ihnen nichts zu tun haben."

"Warum denn nicht, wenn ich fragen darf?"

Ich erklärte ihr dann, dass ich nicht so wild darauf bin, bei einer Versicherung versichert zu sein, die einen quasi an der Haustür zu vorschnellen Abschlüssen drängen möchte.

BOUT.W.LIM. - Teil 2

Ich konnte das Rätsel lösen. Durch die Mehrwertsteuer ließ sich der Artikel schon recht gut eingrenzen und mit großer Wahrscheinlichkeit fiel er in den Bereich NonFood oder Getränke. Die größte Chance, einen Artikel mit mir unbekanntem Namen dabeizuhaben, erhoffte ich mir beim Wein, weshalb ich dort zuerst suchte. Und Bingo: Ein "Imiglykos"-Weißwein von der Insel Limnos, abgefüllt durch das Weingut John Boutari.

Im Regal fehlt eine Flasche, das Warenwirtschaftssystem behauptet, wir hätten zwei verkauft. Daraus schließe ich folgendes:

Der Kunde, der vorhin hier war, hat den Wein tatsächlich nicht gekauft. Wohl aber der Kunde oder die Kundin vor ihm. Nachdem dessen Einkauf bezahlt war, geschah es: Beim Einpacken der Ware ist irgendwie die Flasche unbemerkt so in die Nähe des Scanners geraten, dass der Strichcode gelesen und gebucht wurde und somit als erster Artikel auf dem nachfolgenden Kassenbon auftauchte. Zuhause folgte natürlich beim Kontrollieren des Kassenbons die unangenehme Überraschung.

BOUT.W.LIM.

Ein Stammkunde hat gerade etwas reklamiert. Auf seinem Kassenbon würde ein Teil stehen, dass er folglich auch mitbezahlt, aber zu Hause nicht in seiner Tasche gefunden hat. Außer den übrigen Dingen auf dem Bon hätte er auch gar nichts anderes kaufen wollen.

Wenn wenigstens der Text auf dem Kassenbon zu entziffern wäre. Nach Jahren der Übung bin ich inzwischen recht fähig, kryptische Kürzel in Verbindung mit einem Preis einem bestimmten Artikel zuzuordnen.

Zu gewinnen gibt es nichts, aber vielleicht errät ja jemand, was

BOUT.W.LIM. 3,79€

sein könnte. Einen Tipp habe ich: Der Atikel unterliegt dem regulären Steuersatz von 19%.

Die 3,79€ hat er übrigens dennoch bekommen.

Besuch vom Blogleser

Gerade eben hat sich ein Kunde an der Leergutannahme geoutet: Er sei "Blogleser und Flaschensammler aus Hamburg" und wollte nun doch auch mal bei mir sein Leergut loswerden.

Neben vielen kleinen Überraschungen und Mitbringseln habe ich damit heute zum ersten Mal etwas weniger Nettes überreicht bekommen: Einen schwarzen Müllsack, halbvoll mit schmierigen und versifften Bierflaschen. Danke dafür.

Nebenjob?

Ein Trio aus Heranwachsenden mit Migrationshintergrund schlich eben relativ lange durch den Laden. Sie guckten hier, gingen dorthin, fassten da was an, verteilten und gruppierten sich wieder und blickten bewusst in diese und jene Kamera. Wohl ohne zu wissen, dass ich sie schon seit mehreren Minuten durch eben diese beobachtete.

Während ich einen von ihnen beobachtete, gingen die anderen beiden in Richtung Getränkeabteilung und Leergutannahme. Da dort zu dem Zeitpunkt einige Kunden standen und Getränke generell nicht zu den diebstahlsgefährdeten Artikeln gehören (Von Spirituosen mal abgesehen, aber die stehen hier in einer anderen Gegend), beachtete ich die beiden nicht weiter.

Plötzlich hörte ich ein Rascheln im Lager. Ich sah aus der Tür, die beiden, die mitten im Lager standen, drehten sich um: "Sind Sie der Chef?"

Ihr könnt mal raten, wonach die beiden gefragt haben. Nein, kein Praktikumsplatz. Nach einem Nebenjob. Wovon träumen die? Dass ich mir hier dunkle Gestalten, denen ich kein Stück über den Weg traue und die in meinem Lager herumschleichen, freiwillig ins Haus hole?!? :-O

Termin für den Leergutautomaten

Gerade eben habe ich den Termin für den Einbau meines Leergutautomaten erfahren. Noch 2,5 Wochen muss ich warten, doch dann ist es am 15. Oktober endlich so weit und die langersehnte Technik wird installiert.

Bis dahin müssen nach wie vor noch viele Dinge geregelt werden. Stromanschlüsse, Licht, Telefon, Umhausung etc. Aber das wird schon. Auf jeden Fall werde ich vorab schon Schilder aufhängen mit der Bitte, am 15. und 16. Oktober nur eingeschränkt Leergut herzubringen. Für den Aufbau des Automaten werden wir die aktuelle Leergutannahme komplett derangieren müssen und, ehrlich gesagt, davor graut mir sehr.

Praktikanten auf Stellensuche

Bei den ersten beiden war's noch unspektakulär. Nach der dritten Person, die heute nach einem Praktikumsplatz gefragt hat, habe ich mir vorgenommen, darüber einen Blogeintrag zu schreiben. Bin bislang aber noch nicht dazu gekommen. Nachdem sich gerade Nummer vier gemeldet hat, habe ich mich sofort an den Rechner gesetzt und losgeschrieben.

Wenn ich das richtig verstanden habe, haben sie wohl allesamt irgendwelche Maßnahmen der Agentur für Arbeit vor sich und benötigen dafür eine Stelle in einem Betrieb. Man hört ja oft, dass z.B. angehende Akademiker noch während oder direkt nach ihrem Studium ein Praktikum nach dem anderen machen "dürfen" und so eigentlich nur als billige Arbeitskraft ausgenutzt werden. Ich muss mir sowas ja sogar für Auszubildende vorwerfen lassen...

Langzeit-Praktikanten nehme ich jedenfalls inzwischen grundsätzlich gar nicht mehr.