Eigentlich hieß es seitens unseres Haushaltswarenlieferanten, dass es die gemischten Displays mit Wand- und Taschenkalender nicht mehr. Zumindest war das letztes und möglicherweise auch schon vorletztes Jahr so. Zu meiner großen Überraschung hatten nun vor ein paar Tagen doch wieder einen dieser Aufsteller bekommen.
Die Kunden wird es freuen, die liefen bei uns nämlich immer super!
Das System ist bis jetzt vorhanden und hat sich bewährt. Nur die eine Konsole, die auf beiden Bildern ganz rechts am Rand zu sehen ist, musste nun umziehen. Rund 40 cm weiter von der Außenkante entfernt habe ich sie nun nach dem Bohren von drei neuen Löchern wieder angebracht.
Der Stabilität der gesamten Konstruktion hat das nicht geschadet, aber so haben wir jetzt die Möglichkeit, einen Putzmittelschrank dort an die Ecke zu stellen. Was nämlich niemand weiß: Wir haben eigentlich drei Toiletten hier – nur eine der drei ist im Laufe der Jahre von einem kurzen Zwischenlager für ungenutzte Reinigungsutensilien zu einem gänzlich unbenutzbaren (weil vollgestopftem!) Raum geworfen. Und genau das werde ich hier in den nächsten Tagen und Wochen ändern. Die Toilette soll wieder schön und vollständig benutzbar werden.
Der speziell konstruierte Stahlschrank ist bereits bestellt, wird aber erst in rund 1-2 Wochen geliefert werden. Bis dahin steht diese kleine Baustelle nun erst einmal wieder still …
Der Fritz-Kühlschrank ist inzwischen komplett eingerichtet und mit Ware bestückt. Sieht gut aus, zumal der Kühler auch so schön hell beleuchtet ist.
Mutmaßlicher Wermutstropfen an der Sache ist, dass der Kühlschrank etwas versteckt und fernab der eigentlichen Fritz-Platzierung in der Getränkeabteilung steht – andererseits gibt jeder dritte Kunde hier auch Leergut ab und kommt daher zwangsläuft an dem Kühler vorbei. Wird schon laufen.
Und die Ware aus dem Beck's-Kühlschrank verkauft sich ja auch gut …
Nach der ersten Version durfte unser neuer Azubi mal kreativ werden (mit freundlicher Unterstützung durch seinen Ausbilder) und den Aufbau mit der Weihnachtsware neu gestalten. Nun sie die bunten Displays allesamt vorne, auf der Rückseite verstecken sich die hässlichen, braunen Kartons mit unseren Eigenmarken-Artikeln.
Den meisten Menschen wäre es vermutlich egal, ich finde es schöner so:
Nach zwei Jahren ist bei uns Anfang dieser Woche die nächste Treuepunkte-Aktion mit Schleich-Tieren angelaufen. Das Motto dieser von diversen Pferden dominierten Menagerie lautet passenderweise "Horse Club". Neben den Pferden findet man aber auch viele andere Tier quer durchs Portfolio, das dieser Planet zu bieten hat: Feuersalamander, asiatischer Elefant, Alpen-Steinbock, Roter Panda, Tigerhai, Grizzlybär und viele andere.
Bis zum 18.Oktober 2025 läuft die Aktion. Pro 5 € Einkaufswert erhält man einen Treuepunkt und mit fünf dieser Treuepunkte kann man eines der Tiere für 3,79 € bei uns und anderen Edekas käuflich erwerben. Wer bei Aldi einkauft erhält Untreuepunkte und daher in der Folge auch keinen Zoo, ganz einfach.
Nachtrag: Mir ist gerade aufgefallen, dass es sich quasi um zwei parallel laufende Aktionen auf dem selben Aufsteller handelt: Links "Horse Club", rechts "Wild Life". Das erklärt das bunte Sammelsurium.
Seit ein paar Wochen haben wir von unserer Eigenmarke Aufbackbrötchen mit dem Namen "Gute-Laune-Brötchen" im Sortiment.
Keine Ahnung, welcher Schalk mich geritten hatte, aber die Steilvorlage musste ich natürlich auch mal wieder ChatGPT zum Fraß vorwerfen: "Hey, ich habe einen Bilderauftrag für dich: Wir haben einen Artikel im Sortiment, der sich "Gute Laune Weizenbrötchen" nennt. Sind natürlich nur langweilige Aufbackbrötchen – aber DU kannst da bestimmt ein richtig schickes lustiges Bild draus zaubern. Fotorealistisch und sehr detailreich gestaltet bitte in der Umgebung eines Supermarktes."
Die gute Laune können die Brötchen definitiv nicht verbergen. Sie sehen aus, als hätten sie gerade den Hauptgewinn im Lotto mitgenommen und wollten diese Information dabei doch für sich behalten.
Es sind zwar noch über vier Jahre bis zum fraglichen Termin, aber diese Geschichte mit dem Ende des Hauptmietvertrags ist mir aus unterschiedlichen Gründen persönlich sehr wichtig. Wenngleich es noch gar nicht akut war, andererseits wissen wir ja alle, wie schnell die Jahre wegrennen, wollte ich da unbedingt Nägel mit Köpfen machen, um meinen inneren Frieden herzustellen.
Dieses Schreiben habe ich vorhin in den Briefkasten geworfen:
Kündigung des bestehenden Gewerbemietvertrags
Mietobjekt: Bremen OT Neustadt, Gastfeldstraße 29-33
Sehr geehrte Damen und Herren,
der zwischen uns bestehende Gewerbemietvertrag vom 01. Mai 2000 nebst sämtlichen nachträglich geschlossenen Vereinbarungen über die Geschäftsräume in der Gastfeldstraße 29-33, 28201 Bremen wurde von Ihnen durch die Ausübung der letzten Verlängerungsoption bis zum 31. Oktober 2029 verlängert. Weitere Optionsrechte bestehen nicht.
Vorsorglich kündige ich hiermit das Mietverhältnis fristgerecht zum 31. Oktober 2029, sodass das Vertragsverhältnis zu diesem Zeitpunkt auf jeden Fall endet.
Gleichzeitig weise ich ausdrücklich darauf hin, dass einer stillschweigenden Verlängerung des Mietverhältnisses nach § 545 BGB widersprochen wird. Eine Fortsetzung des Mietverhältnisses über den 31. Oktober 2029 hinaus ist daher ausgeschlossen, sofern keine neue schriftliche Vereinbarung getroffen wird.
Zur Vermeidung von Missverständnissen ersuche ich Sie um schriftliche Bestätigung bis spätestens 31. Oktober 2025, dass das Mietverhältnis zum 31. Oktober 2029 endet.
Da das nun noch nicht so akut war, habe ich mir die Mühe gespart, diese Kündigung als Einschreiben zu versenden. Das kann ich im Zweifelsfall in zwei Jahren immer noch nachholen.
Keine Panik, Leute: Das betrifft ja nur eine bestehende und vollkommen nutzlose bürokratische Regelung, aufgrund derer wir vor allem komplett sinnfrei Mietzahlungen hin und her schieben und die zum 31. Oktober 2029 enden soll. Dies hat keinerlei Einfluss auf den Geschäftsbetrieb hier oder gar das Blog.
Die erste Ware steht im Laden, aber so wie die Displays jetzt noch angeordnet sind, sollte es nicht bleiben. Die hässlichen braunen Discount-Kartons können nach hinten und auch eine einheitliche Höhe wäre schön. Da werden wir später noch einmal etwas nachjustieren müssen …
Uns fiel ein etwas abgewrackter und vor allem reichlich nervös wirkender Mann im Laden auf, der sofort unsere inneren Alarmglöckchen triggerte. Sie klingelten mit voller Lautstärke. Der Mann ging hier hin, ging da hin, prüfte beim Kaffee, beim Käse, beim Alkohol, bei der Schokolade und ging schließlich in Richtung Kasse. "Na, doch nichts gefunden?", dachte ich noch, als er sich einen Kasten mit insgesamt 40 einzelnen Feuerzeugen nahm, die für den Einzelverkauf bestimmt sind und jeweils 1,99 € kosten. Während die Kassiererin mit einem Kunden beschäftigt war, nahm der Mann den Kunststoffeinsatz, in dem die Feuerzeuge stecken und ließ in in seiner Tasche verschwinden. Unmittelbar darauf, ging er hinter den an der Kasse stehenden Kunden vorbei und wollte den Laden verlassen.
Er kam nur bis kurz vor den Ausgang, denn dort standen wir bereits mit vier Leuten und haben ihn aufgehalten und nach hinten ins Lager komplimentiert. Er kam mit uns und stellte sich auch an den üblichen Platz. Das ist uns wichtig, denn dort haben wir eine Kamera, deren Bilder ebenfalls aufgezeichnet werden. Reiner Selbstschutz, denn damit protokollieren wir einerseits, dass wir den Leute nichts Böses tun, andererseits aber auch, wenn die gestellten Diebe irgendwelche Dummheiten machen.
Der Feuerzeug-Dieb hatte keinerlei brauchbaren Papiere dabei und so riefen wir die Polizei hinzu. Während wir warteten, pöbelte der Mann die ganze Zeit herum und beleidigte reihum mich und meine Mitarbeiter. Irgendwann hatte er wohl keine Lust mehr, herumzustehen und hockte sich irgendwie schief auf den Boden. Das sah reichlich unbequem aus und obwohl er mich gerade beklauen wollte, versuchte ich es noch mit einer netten Geste. Ich nahm eine leere Bierkiste vom Stapel und sagte währenddessen zu dem Dieb. "Willst eine Kiste zum drauf sitzen haben? Ist vermutlich bequemer." Als ich ihm den leeren Rahmen gerade entgegenhalten wollte, kam seine Antwort in voller Lautstärke: "Mann, halt doch die FRESSE!"
Dann eben nicht. Stehst halt weiter herum. Die Kiste kam wieder auf den Stapel.
Wir warteten weiter auf die Polizei, er pöbelte unterdessen ebenfalls immer weiter. Wenn wir Mitarbeiter uns miteinander unterhielten war das ein Grund für ihn, uns zum "Fresse halten" aufzufordern. Immer wieder versuchte er mit Flüchen und irgendwelchen Drohgebärden, irgendetwas zu erreichen. Da wir zeitweise mit fünf Leuten auf ihn aufpassten, traute er sich wohl doch nicht so richtig, sich gegen uns durchzusetzen. Wäre interessant gewesen, denn ein Bekannter, der seit 15 Jahren Judo macht und auch schon Turniere gewonnen hat, stand diesmal mit dabei. Aber so weit eskalierte es dann doch nicht und schließlich kam die Polizei.
Es dauerte keine Minute, da waren die Beamten von dem Typen auch schon entsprechend genervt. "Haben Sie einen Ausweis dabei?", fragte ein Polizist. Der Dieb verneinte unfreundlich. "Haben Sie irgendwelche anderen Papiere dabei, auf denen steht, wer Sie sind?", bohrte der Polizist nach. Da brach es aus dem Täter laut und unfreundlich hervor: "Mann, ich hab schon ein paar Mal gesagt, dass ich keinen Ausweis habe. Kapieren Sie das nicht? Sind sie dumm?"
Ich liebe es, wenn die Cops solche Idioten angekettet rausführen und mit zur Wache nehmen.
Erstaunlich schnell konnte der Typ losflitzen, als die Flaschen den Alarm der Warensicherungsanlage ausgelöst hatten – und das, obwohl er die drei Buddeln vorne in seine Hose gestopft hatte.
In sein Handtäschchen haben die Flaschen wohl nicht gepasst.
Der Fritz-Kühlschrank ist nicht nur schon geliefert worden, sondern wir haben ihn auch schon ausgepackt und an seinen zukünftigen Standort geschoben. Sogar kalt ist er schon, nur noch etwas inhaltslos.
Das möchte jedoch morgen Nachmittag der Fritz-Außendienst ändern. Soll er gerne tun, die Zeit dafür ist bei uns nämlich auch eigentlich gar nicht übrig.
Der Container ist inzwischen noch voller als gestern. Die Leerung hat natürlich nicht geklappt. Diesmal lag es aber nicht an den parkenden Autos und der Situation in der Seitenstraße. Da war gestern wirklich alles frei und es hätte sogar ein sehr viel größerer LKW hier reinfahren können – aber irgendjemand beim Entsorgungsunternehmen hatte den Termin für heute statt für gestern eingetragen.
Unser Anhänger steht da natürlich noch, nur diesmal stehen Autos, unter anderem ein Kleintransporter, ohne großen Abstand zum Hänger vor und hinter unserem Fahrzeug. Genau neben der Einfahrt parkt auch ein Auto, falls da nicht noch ein paar Autos wegfahren, wird das mit dem LKW definitiv nichts heute. Wo wir das Material aus dem Leergutautomaten dann noch lassen sollen, erschließt sich mir nicht.
Es hätte gestern so schön klappen können … Was nützt die beste Organisation, wenn Dritte einem diese kaputtmachen?
IHR seht nur einen Haufen Kartons und Aufsteller, ICH sehe Spekulatius, Lebkuchen, Dominosteine. Aber darum werden wir uns später kümmern, nun müssen wir zunächst trotz dreier Krankmeldungen unsere reguläre Lieferung in die Regale bekommen …