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Nervöser MediaMarkt

Ich hatte Anfang April im Onlineshop von MediaMarkt einen Artikel bestellt, der mit mehreren Wochen Vorlauf nur lieferbar war. Schließlich bekam ich am 21.4. folgende E-Mail:

Hallo Bjoern Harste,
dein Paket befindet sich in den Startlöchern.
Du hast in unserem Onlineshop am 06.04.2026 die Bestellung (Bestellnummer: xxx) getätigt. Deine gewählte Zahlungsart ist Vorkasse.

Bitte überweise den Betrag in Höhe von 949,00 Euro innerhalb von 14 Tagen auf folgendes Konto: […]
Sehr schön, ich freute mich und wollte die Überweisung im Laufe der Woche von der Firma aus absenden.

Am 24.4. kam eine weitere E-Mail von MediaMarkt:

Hallo Bjoern Harste,
es tut uns leid. Deine Bestellung muss storniert werden.

Leider haben wir keine vollständige Zahlung von dir erhalten. Daher müssen wir deine Bestellung (Bestellnummer: xxx) stornieren.

Die folgenden Artikel werden storniert: […]
Offenbar versteht man bei MediaMarkt unter einem 14-tägigen Zahlungsziel ein eher dynamisches Konzept – also quasi eines, das rückwirkend beginnt und im Zweifel nur mit entsprechender Zeitreise zuverlässig eingehalten werden kann.

Aber gut, dann eben nicht und so habe das Stückchen Technik dann auf dem kurzen Dienstweg direkt beim Hersteller geordert …

Payback-Frage

Tom hatte eine Frage zum Umgang mit Payback:

In "meinem" Edeka fragte der Kassierer die Leute in der Schlange vor mir ob die Payback benutzen. Bei allen Kunden die verneinten inkl. mir selbst, scannte der Mitarbeiter blitzschnell sein eigenes griffbereites Handy um die Punkte zu kassieren.

Meine Frage: ist das erlaubt?

Und was würdest du als Chef machen: Abmahnung? Oder sogar sofort kündigen nach dem Motto wer das macht unterschlägt auch Pfandflaschen? Oder eher im Gegenteil: raffiniert das System gespielt?

Außerdem würde es mich interessieren ob du als Eigentümer/ Kaufmann finanzielle Einbußen hättest, z. B. durch Provisionszahlungen / Kostenlos /weniger Gewinn etc.
Das ist ganz sicher nicht erlaubt und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass der genannte Kassierer das schon länger gemacht hat oder noch längere Zeit danach gemacht haben wird.

Als wir Payback Anfang letzten Jahres gerade neu hatten, haben wir auch an einem Tag mal ein paar Dinge ausprobiert, wozu wir eine Karte als Testkarte an die Kasse gelegt hatten. Unter anderem wollten wir etwas Punkte-Guthaben ansammeln, um den Vorgang der Auszahlung/Verrechnung mit einem Einkauf zu testen. An dem Tag hatten wir zehn Buchungen auf der Karte und drei Tage später bekam ich eine E-Mail der Edeka Konzernrevision mit der Info, dass besagte Karte auffällig oft benutzt worden ist und der Bitte, zu prüfen, ob das so alles in Ordnung ist.

Alles war neu und natürlich haben wir viel damit herumprobiert. Das war natürlich absolut plausibel, zumindest von meinem Standpunkt aus betrachtet – wie nun der oben erwähnte Mitarbeiter anderthalb Jahre nach Payback-Einführung das ständige Erfassen der eigenen Karte plausibel erklären möchte, nun, dazu habe ich keine Idee.

Die Frage, die nun vermutlich alle interessiert, kann ich übrigens auch nicht beantworten: Gibt es irgendwelche Konsequenzen seitens der Edeka oder Payback für den Mitarbeiter oder gar seinen Arbeitgeber? Da der Mitarbeiter sich eine Leistung erschleicht, die bei einem Einkauf direkt als Geld verrechnet werden kann, denke ich, dass er da schon zumindest ansatzweise mit dem Strafgesetzbuch in Konflikt gekommen ist. Aber ich bin kein Anwalt und auch kein Payback-Mitarbeiter und kann dazu wie gesagt überhaupt nichts konkretes sagen.

Unmittelbare finanzielle Einbußen hat der Einzelhändler / Arbeitgeber des Mannes wohl nicht und schon gar nicht in einem Rahmen nennenswerter Größe, aber letztendlich trägt sowas die gesamte Gemeinschaft.

99 ml

Fundstück auf einem Ingwer-Shot von True Fruits. WARUM packen die da nur 99 ml in eine Flasche, statt glatte 100? Erlaubt ist es ja, aber warum entscheidet sich ein Hersteller für so eine Füllmenge? Nur weil man es kann? Oder damit darüber gebloggt und gesprochen wird? (Glückwunsch, das war jetzt erfolgreich.)

Frei nach Asterix: Die Spinnen, die Bonner!

Nachtrag: Mea culpa, mea culpa, mea maxima culpa! Die Befreiung von der Pfandpflicht hatte ich überhaupt nicht auf dem Schirm. Wie Kommentator TOMRA richtig geschrieben hat, sind nur Behältnisse von 100 bis 3000 ml Inhalt pfandpflichtig. Wie man das mit den 99 ml jetzt findet, muss jeder selber wissen, es schwingt IMHO ein "Gschmäckle" mit.


kukki Cocktails

Ich wollte sie zwar nie haben*, aber nun sind sie bei uns zu bekommen: Die Cocktails von kukki, zumindest drei Sorten (Caipirinha, Mochito & Sex on the Beach), findet ihr ab sofort bei uns in der Tiefkühltruhe.

Ja, in der Tiefkühltruhe! Die Flaschen werden mit der TK-Ware ausgeliefert, der Inhalt ist gefroren und sie werden auch tiefgekühlt verkauft. Das funktioniert, weil der Inhalt eingefroren wird, bevor der Kronkorken auf die Flasche kommt. (Darum steht wohl auch auf den Flaschen, dass man sie nach dem Auftauen nicht wieder einfrieren soll, das könnte Scherben und unnötige Sauerei im heimischen Tiefkühlschrank verursachen.)

Erster Test von Ines: Erstaunlich lecker.

Mal gucken, wie viele Kunden uns in der nächsten Zeit panisch mitteilen werden, dass da jemand gefüllte Flaschen in die Tiefkühltruhe getan hat. :-)

*) Ich habe die Cocktails nicht bestellt und es hat sich auch keine Kollegin gefunden, die dafür verantwortlich war. An einen vertauschten Artikel glaube ich nicht, dann hätten wir nicht gleich drei verschiedene Sorten sondern nur maximal eine bekommen, also könnte es eine zentralseitige Zuteilung gewesen sein. Sowas kommt mal vor.


Lustige Strichcodes – 802

Fundstück von Ines in der heimischen Küche auf einer Packung "Mini Pak Choi" Kohl unserer Eigenmarke. Die markanten Blätter hätten zwar bei entsprechender Gestaltung schön aus dem Strichcode wuchern können, aber in diesem Fall soll der geschwungene obere Rand des Codes vermutlich eher eine Schüssel darstellen, in welcher die Blätter liegen …


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Ersatzoberplatten für die Fluchttürhaube

Die Fluchttürhaube an unserem Notausgang, 2021 installiert, wird mit zwei Kunststoffplatten gehalten, die jeweils an zwei dünnen Kunststoffhalterungen sitzen. Diese Halterungen reichen, damit die Plomben, "Oberplatten" genannt, nicht von alleine abfallen, die Haube aber mit minimalem Kraftaufwand abgerissen werden kann.

Als Notausgang musste die Tür zum Glück noch nie herhalten (als "Noteingang" dagegen schon) und es hat auch noch nie irgendjemand unbefugt versucht, durch den Weg aus dem Laden zu kommen – das hilft aber auch nicht weiter, aufgrund des Zaunes mit baldigem Übersteigschutz ist die Flucht vom Hof schließlich nicht so ohne Weiteres möglich. Aber etliche Male haben unvorsichtige Kollegen die Fluchttürhaube schon mit Rollcontainern oder Kartons abgerissen, was jedes Mal rund 6 Euro kostet, denn so eine Platte ist kaum unter 3 Euro zu bekommen.

Da sich mein Vorrat mal wieder dem Ende neigte, habe ich ein kleines Vermögen in ein paar Gramm Plastik investiert und hoffe nun, dass das ein paar Jahre reichen wird.

(Natürlich kam schon der Gedanke, die Dinger mit dem 3D-Drucker nachzubauen. Einen Versuch wäre es wert, aber ich sehe da keine große Chance, dass das hält. Wenn ich Langeweile (lol) habe, baue ich so eine Platte mal mit dem CAD-Programm nach und werde es testen.)


Glitzer-Korken

Es war recht mühsam, den Anblick so festzuhalten, dass ich es hier zeigen konnte. Ein paar unterschiedliche Aufnahmen in einer Schleife zeigen das Glitzern der auskristallisierten Weinstein-Partikel an einem Flaschenkorken. Hatte ich zugegebenermaßen bis dahin noch nie selber so gesehen und musste es natürlich festhalten.

Ich muss leider zugeben, dass der Anblick des Fotos in der Wikipedia zum Thema Weinstein deutlich beeindruckender ist. :-)


Oster-Reste bei Budni

Dieses Foto habe ich von Stephan bekommen, das er heute in einer Budni-Filiale bei Hamburg geknipst hat. Mit Drogerieartikeln lässt sich wohl nicht mehr so viel Geld verdienen, warum sonst sollten sich immer mehr Drogeriemärkte die Läden mit Lebensmitteln aller Art füllen?

Aber was für Massen! Hinter den beiden Goldhasen-Aufstellern kommt ja noch ein XL-Display von Lindt, das auch noch gut gefüllt ist. Jetzt noch! Ostern ist drei Wochen her, da hätte ich doch längst mal irgendein Konzept auf die Fläche gebracht, um die Ware loszuwerden. Mit "bis zu" 50% Rabatt hält sich das Kaufinteresse offenbar in sehr eng abgesteckten Grenzen und mit jedem Tag, der verstreicht, dürfte es schwieriger werden. :-O


4 gebrauchte Kameras

Parallel zu der Kamera, die hier nun auf unserem Hof ihren Dienst erledigt, hatte ich bei kleinanzeigen.de auch ein paar gebrauchte Jovision-Kameras entdeckt. Drei Stück für 65 Euro. Eine vierte mit defektem Stecker gab es kostenlos als Ersatzteil oder zum Ausschlachten dazu.

Die Kameras kamen wie bestellt und sehen leider sehr viel ramponierter aus als die, die ich für die Außenwand bekommen hatte. Die Gebrauchsspuren und Beschädigungen aus dem (vermutlich) harten Alltag auf einem Bauernhof sind nicht zu übersehen. Verschmutzungen, ausgerissene Schraubenlöcher, eine abgebrochene und schon mal geklebt gewesene Halterung. Nichts, was nicht zu schaffen ist, aber "plug & play" sind diese Kameras nicht. Auf den ersten Blick auch schon wieder nicht aufgrund fest eingestellter IP-Adressen, die nicht mit unserem Netz hier kompatibel sind und auf den zweiten Blick auch nicht, weil sie passwortgeschützt sind. Die Zugangsdaten habe ich inzwischen aber vom Verkäufer nachgereicht bekommen.

Wenn ich in den nächsten Tagen Zeit finde, werde ich mich mal um die Kameras kümmern und gucken, wieviel damit noch anzufangen ist.



Hinsichtlich der Kamera mit dem "kaputten Stecker" war ich optimistisch, sie doch irgendwie gebrauchen zu können – bis zu dem Moment, wo ich sie testen wollte. Der Stecker besteht nämlich nicht nur aus einem Gehäuse für einen Netzwerkstecker, einen solche hätte ich wohl relativ problemlos selber wieder anbauen können, sondern beinhaltet eine Schaltung (vermutlich für die Stromversorgung via PoE) auf einer doppelseitig bestückten Platine. Die kommt aber einem Totalschaden gleich. Abgerissene Bauteile, durchgebrochene SMD-Bauteile, abgerissene Leiterbahnen – und der noch vorhandene Rest ist komplett korrodiert. Ich vermute mal, diese Kamera ist ein Fall für den Elektroschrott.

Aber ich werde zumindest noch versuchen, die heile Halterung der Kamera mit dem kaputten Stecker für die Kamera mit der kaputten Halterung zu verwenden. Mal gucken, was daraus wird …


Zigarettentrickdiebe

Ein Kollege kam etwas belämmert zu mir ins Büro. In der Hand hielt er eine volle Einkaufstüte. Noch während er erklärte, ahnte ich bereits, was passiert war. ein Pärchen hatte einen nicht ganz kleinen Einkauf auf das Kassenband gestapelt, vorne weg die beiden Schachteln Zigaretten, die sie aus dem auf Anfrage freigeschalteten Automaten gezogen hatten.

Da diese beiden Schachteln zuerst den Weg über den Scanner gefunden hatten, hat das Diebespärchen sie unauffällig bereits in die Jackentaschen gesteckt. Der restliche Alibi-Einkauf wurde in einer Papiertüte verstaut. Anschließend wollten sie bargeldlos mit Karte bezahlen und dabei stellte sich wenig überraschend heraus, dass die Karte nicht funktionierte.

"Können wir den Einkauf eben hier stehenlassen? Dann holen wir eben Geld", fragte die Frau. Sie durften. In dem ganzen Hin und Her war meinem Mitarbeiter nicht aufgefallen, dass die beiden Zigarettenschachteln nicht dabei waren. Das Pärchen kam natürlich nicht wieder und so verschwanden Zigaretten im Wert von exakt 30 Euro.

Es ist unfassbar, wie man tagein, tagaus an wirklich allen Ecken und Enden sein Eigentum bewachen muss. Was ist nur aus unserer Gesellschaft geworden? Das macht doch alles keinen Spaß mehr. :-(

Drei installierte Waschtischarmaturen

Nach (mit den üblichen betriebsbedingten Unterbrechungen) insgesamt rund anderthalb Stunden Arbeit war es geschafft: Alle drei berührungslosen Waschtischarmaturen waren getauscht. Die beiden in der Damen- und Herrentoilette, für die ich aufgrund der räumlichen Ähnlichkeit auch fast das selbe Foto hätte verwenden können, und der eine in der Backstube.

Alle funktionieren einwandfrei, man muss nicht mehrmals mit der Hand vor dem Sensor herumwackeln, bevor das Wasser fließt und es fließt auch kein Wasser raus, das nicht rausfließen sollte. Juhu. Damit ist die Baustelle erledigt. Hätte auch ein Sanitärfachbetrieb machen können, aber die kamen ja nicht in die Pötte …






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