Aus einer Bewerbung: "Ich passe in jedes Team, da ich mich mit jedem gut verstehe."
Es hat aus unterschiedlichen Gründen nicht geklappt mit uns, aber bei der Phrase steht man schon kopfkratzend dar.
Wie deutet ihr so einen Ausdruck?
Wir warteten mit einem erwischten Ladendieb auf die Polizei. Während wir wie üblich gelangweilt an der Lagertür herumstanden, saß der Mann in den späten Zwanzigern auf einer von uns angebotenen Getränkekiste.
Zwischendurch äußerte er den Wunsch, dass er gerne eine Tasse Tee hätte.
Die Chance für die Frage, ob sie auch noch etwas Gebäck dazu reichen dürfe, ließ die Kollegin leider ungenutzt verstreichen.
Alter, wir sind doch keine Teestube. Was auch immer der Typ geraucht hatte, ich hätten davon auch gerne etwas. Macht das Leben bestimmt einfacher.
Der junge Mann, der hier
vor ein paar Wochen Kaffee und Flohsamenschalen zu klauen versucht hatte, war übrigens in Berlin gemeldet. Von der dortigen Staatsanwaltschaft kam nun Post.
Noch einmal zur Erinnerung, das hier war sein Eink
lauf:
Zwei nicht lebensnotwendige Artikel im Gesamtwert von rund 15 Euro.
Die Antwort der Staatsanwaltschaft sah so aus:
Wenn man die Grenze noch Höher legen würde, könnte man die Gerichte noch weiter entlasten. Man könnte die Grenze ja bei 950 Euro setzen, dann hat man die selbe Situation wie beim "Petty Theft" in Kalifornien, wo Diebstähle unter der Grenze von 950 $ nur noch als Bagatelle und nicht als Straftat verbucht werden.
Ich habe dafür
kein Verständnis, wirklich nicht. Diese Antwort von einer Staatsanwaltschaft kommt doch dem Freibrief für Diebstahl gleich.
Vom morgens reduzierten Fleisch mit dem MHD des aktuellen Tages hatte eine Kollegin für sich selber eine Packung Rinder-Hackfleisch gebunkert. Sie hatte die Packung in einen Korb gelegt, der in einem Einkaufswagen stand, in dem sich neben ihrem Getränk unter anderem ein paar Arbeitsutensilien, Klemmbrett mit Listen, der Etikettendrucker und ein MDE-Gerät befanden.
Irgendwann kam sie zu mir und wollte wissen, ob ich ihr Fleisch weggenommen hätte. Ich brauchte gar nicht unschuldig zu tun, ich hatte wirklich keine Ahnung – aber nach einem Blick in die Videoaufzeichnung waren wir schlauer: Ein Stammkunde hatte die Packung in dem Wagen entdeckt und schlichtweg rausgenommen und in seinen eigenen Einkaufskorb gelegt und schließlich gekauft.
Tzja, Pech, würde ich sagen.
Einen etwas schrägen Kunden, der durch ein etwas sonderliches Verhalten aufgefallen war, kommentierte ich hinterher laut vor mich hinsprechend mit "OMG."
Eine Kollegin stutzte bei diesen Worten, guckte mich irritiert an und sagte zu mir: "Was war das denn? OMG? Das sagen doch nur junge Leute."
Ich weiß zugegebenermaßen auch nicht, woran das liegt, dass die anderen Leute in meinem Alter allesamt deutlich älter sind.
Eine Mutter mit einem kleinen Mädchen im frühen Kindergartenalter kaufte ein. Die Kleine steuerte Kühlregal direkt auf die süßen Snacks und Pudding zu und wollte einen Becher
Paula haben. "Nein, die kaufen wir nicht, da ist Zucker drin."
Dann wollte das Kind Nudeln haben. "Nein, die kaufen wir nicht, da ist Zucker drin."
Die beiden Becher Mousse au Chocolat ließen die Augen des Mädchens erstrahlen, der Glanz verschwand jedoch gleich wieder, als die Frau erklärte, dass ein Becher für sie selber und einer "für Papa" wäre.
Die Frau verteufelte pauschal noch mehr Produkte, überall sei Zucker drin.
Jungejungejunge … Das Kind tat einem schon Leid. Kann natürlich sein, dass die Kleine eine Form von Diabetes oder eine andere Erkrankung hat, das können wir nicht beurteilen. Da die Mutter aber alternativlos alles abgetan hat, wirkte das auf uns für ihre Tochter eher wie ein aufgezwungenes "gesundes" Leben.
Wir haben so ein Mädchen auch im Umfeld. Als ich eine 1200g-Dose Maoam-Kracher heimlich mit auf das "Öko-Buffet" (vollkorn, glutenfrei und natürlich vegan) des Sommersfestes geschmuggelt hatte, die übrigens von allem Mitgebrachtem zuerst leer war, hatte das Mädchen, dem von ihren Eltern alles "Ungesunde" vorenthalten wird (Philosophie, nicht medizinisch begründet), sich davon außerhalb der Sicht ihrer Eltern händeweise einverleibt.
Ich hatte mal wieder Lust auf Unfug und habe meine Kamera (in Form meines alten Google-Pixel-Handys (Pixel 3)) einfach mal hinten auf den LKW gestellt, als der Container aufgeladen wurde.
Ist jetzt keine weltverändernde Ansicht, aber auch mal interessant:
Vor vielen Jahren hatte ich hier mal den
Strichcode einer Packung Spekulatius der Marke Coppenrath gezeigt. Nun war mir auf den "Choco Cookies" des selben Herstellers dieser Strichcode aufgefallen.
Ähnlich? Ja. Identisch? Ja … iiiin. Grundsätzlich ist es wohl das selbe Motiv, das dort verwendet wurde. Schön finde ich aber, wie ein paar winzige Anpassungen an die leicht geänderten Striche aufgrund einer anderen Artikelnummer vorgenommen worden sind:
Beim Abrechnen einer Kasse fiel mir auf, dass einige 5-Euro-Banknoten, die sich hintereinander in dem Geldpaket befanden, noch so schön neu aussahen. Bei genauerer Betrachtung stellte sich zu meiner Überraschung sogar heraus, dass sie alle über fortlaufende Seriennummern (UA2247467
115 bis UA2247467
187) verfügen. Nicht gut zum Begleichen von Lösegeldforderungen, aber zumindest mit Blogpotential.
Eigentlich hatte ich vor, die Banknoten auf dem Bild freizustellen und den grünen Hintergrund (aka Schreibtischunterlage) zu entfernen oder zumindest etwas farbneutraler zu gestalten. Weder Photoshop Elements noch Paint Shop Pro ließen sich dazu motivieren, das Bild zu bearbeiten, selbst ein versuchter Workaround, das Bild aus kleinen Teilstücken via Copy&Paste zusammenzufrickeln, endete erfolglos. Daher gibt es nur die verkleinerte Version aus meinem Bildbetrachter.
Eine junge Frau hatte in der oberen Ablage des Einkaufswagens, die mit heruntergeklappter Lasche auch als Kindersitz zu benutzen ist, einige Waren im Wert von Knapp 40 Euro zusammengesucht.
Die Artikel reichten einmal quert durchs Sortiment, sie war also nicht speziell auf die die üblichen Produkte wie Käse, Kaffee oder Schokolade aus. Das machte sie im ersten Moment auch unauffällig, denn sie fiel gar nicht mit typischem LD-Verhalten auf. Selbst ich hätte mir dabei vermutlich nichts Böses gedacht.
In einem der Gänge packte sie wie beiläufig das ganze Zeug in ihre mitgebrachte Tasche, die bis dahin ebenfalls geschlossen und unverdächtig im Einkaufswaren stand.
Zum Verhängnis wurde ihr letztendlich, dass sie auch Artikel dabei hatte, die wir mit Klebeetiketten unserer Warensicherungsanlage versehen hatten, so dass an der Kasse der Alarm ausgelöst wurde.
Dass verbeulte oder zusammengedrückte Dosen leicht mal übervoll wirken, hat vermutlich jeder schon gesehen. Bei dieser Dose Monster, die absolut unversehrt aussah, haben sie in in der Abfüllung wohl etwas zu gut gemeint. Nach dem Öffnen stand die Suppe direkt bis deutlich über den Deckel.
Das hatte ich so auch noch nie:
Eine Kundin hatte noch eine Frage zu einem Artikel, den ihr eine Kollegin im Regal gezeigt hatte. "
Ich hätte Sie jetzt gar nicht deswegen gestört, aber ihre Putzfrau ist da nicht mehr in dem Gang", entschuldigte sie sich bei mir.
Ich guckte vermutlich nicht nur leicht irritiert. "Unsere Putzfrau hat seit seit heute früh 9 Uhr Feierabend, die sollte da gar nicht gewesen sein. Mit wem haben Sie denn da gesprochen?"
"Doch, doch, die ist aber jetzt schon zur Kasse gegangen."
Unsere
Perle kommt doch nicht zum Einkaufen am Nachmittag zu uns, dafür wohnt sie zu weit weg. Das Fragezeichen in meinem Kopf wurde noch ein Stückchen größer.
Inzwischen war ich mit der Kundin zu besagtem Gang gegangen, in dem ein Wischeimer und ein paar Lappen lagen. Da wurde mir einiges klar. Sie hatte nicht mit unserer Putzfrau geredet. Die Frau dort ist zwar auch am (Regale) putzen, aber primär arbeitet sie bei uns als Kassiererin und das Auswischen der Regale war nur ein Job für die Zeit, wenn gerade keine zweite Kasse benötigt wurde.
Kaffee (Eines der Top-Klaugüter) sicherten wir schon immer. Die klassischen
Klebeetiketten waren bislang immer ganz hilfreich, da wir inzwischen einige Techniken entwickelt haben, sie relativ unsichtbar anzubringen. Das klappt jedoch nicht bei jedem Artikel.
Die Kaffeetüten von der
Union Rösterei hier aus Bremen sind für die Klebeetiketten beispielsweise nicht so gut geeignet. Zum einen gibt es keine Versteckmöglichkeiten in Form von umgeklebten Laschen, andererseits ist das Papier relativ rau, so dass der Kleber aufgrund der vielen Papierfasern nur schlecht hält und die Etiketten daher relativ leicht entfernbar sind. Aber es gibt ja noch Alternativen, zum Beispiel Sicherungsetiketten mit sehr viel größeren Klebeflächen, die man sehr viel schwerer und schon gar nichts rückstandsfrei entfernen kann, damit sichern wir diesen Kaffee seit einer Weile konsequent.
Wie jemand auf die Idee kam, die Sicherung auf das Etikett mit den Infos zu Röstung und Aroma zu kleben, weiß ich auch nicht. Ist nicht lebenswichtig, aber merkt man das denn nicht? Kopfkratzend …
Honza hat noch einen kleinen "EUROSPAR"-Taschenkalender gefunden, der von einem Eurospar-Markt in
Cieszyn stammt, den es offenbar nicht mehr zu geben scheint. An der Adresse ist laut Google Maps kein SPAR-Markt ansässig und auch bei
Google Street View ist kein rot umrandetes Kieferngewächs zu entdecken.
Dennoch natürlich vielen Dank für die Zusendung.
Ein Mann betrat unseren Laden, bei dem Ines' innere Alarmglöckchen sofort losschrillten. Sie kam zu mir ins Büro geflitzt und wies mich an, sofort einen Blick auf die Videoanlage zu werfen. "Der ist auf dem Weg zur Leergutannahme", erklärte sie mir, als ich nicht genau wusste, in welchen Kameraansichten ich nach ihm suchen sollte.
Als er vor dem Leergutautomaten stand, seine Tasche öffnete und eine Flasche nach der anderen in den Automaten steckte, entspannten wir uns wieder. "Ach, der ist harmlos" extrapolierten wir beide anhand des abgegebenen Leerguts: Club-Mate-Flaschen und Saftflaschen von Voelkel, dazu noch ein paar Augustiner-Bierflaschen. Das ist nun gerade nicht die typische LD-Mischung. (DIE gibt es auch!)
Wir guckten ihm dann nicht weiter hinterher.