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Einkaufsliste

Dass unsere Kleine mit ihren knapp dreieinhalb Jahren das Wort "Einkaufsliste" kennt, finde ich aufgrund der Tatsache, dass sie zwar nicht unbedingt in, aber auf jeden Fall sehr intensiv mit einem Supermarkt aufwächst, gar nicht weiter verwunderlich.

Süß fand ich eben hier im Büro, dass sie, nachdem sie nach einem Zettel und einen Stift gefragt hatte, selber eine Einkaufsliste aufgeschrieben hat. Dann nahm sie sich noch ein rotes Körbchen und schon konnte es losgehen. Das dann aber mit Mama und einer zugegebenermaßen etwas weniger kryptischen Liste. :-)


Neinsagen!

Nicht immer allen Leuten entgegenkommen, auch mal "NEIN!" sagen können – das musste ich erst lernen. Kam bei mir zwar schon vor rund 15 Jahren, aber schließlich konnte ich es dann. Tat auch gar nicht weh. Bis dahin habe ich immer versucht, allen Leuten irgendwie zu helfen. Sicherlich keine verkehrte Eigenschaft, aber wenn man sich dann hinterher über die sich daraus ergebenden eigenen Einschränkungen ärgert (ohne etwas daraus zu lernen), ist es auch nicht gut.

Rund ein halbes Jahr, nachdem ich mit meiner Selbstständigkeit hier angefangen hatte, bekam ich eine Anfrage von der Geschäftsleitung unserer SPAR-Zentrale, ob ich Interesse an der Ware aus einem geschlossenen SPAR-Markt hätte. Da wären sicherlich auch ein paar schlechte Artikel dabei, aber unterm Strich hätte ich mit dem großzügigen Sonderpreis eine gute Chance, hier etwas Geld reinzuschaufeln. (Das war die Sache mit den Glückwunschkarten, die ich hier im Blog Anfang 2008 schon einmal erwähnt hatte.)

Letztendlich waren damals in besagter Konkursmasse sehr, sehr viele Artikel, die wir hier überhaupt nicht im Sortiment hatten. Wir sind die Sachen dann auch irgendwie losgeworden, aber Spaß gemacht hatte das alles nicht.

Etwa ein Jahr später sprach mich der Unternehmensberater unserer Zentrale erneut an, ob ich ihm noch einmal aus einem anderen zu schließenden Markt die Ware abnehmen würde. Spontan erinnerte ich mich an das Drama mit den nicht gelisteten und teilweise abgelaufenen Artikeln und natürlich auch an die große Kiste mit den Glückwunschkarten. Ich mochte ihn nicht vor den Kopf stoßen und druckste herum:
Jaaaaa…

Würden Sie die Sachen abnehmen?

Ach, ich weiß nicht.

Wenn Sie nicht wollen, dann nicht.

Ich würde Ihnen ja gerne helfen.

Sagen Sie einfach nein!

Hmmm, könnte ich vielleicht nur einen Teil…

Sagen Sie nein!

Nein.

Alles klar, ich frag mal weiter rum. Danke aber.
War gar nicht so schwer. :-)

(Dialog sinngemäß wiedergegeben – hey, das ist 15 Jahre her.)

2 Jahre Windows Phone

Heute habe ich mein Lumia übrigens genau zwei Jahre.

Die einzige Sache, die ich ernsthaft verfluche, ist das unfähige Navi mit der "Here Drive"-App. Wer sich darauf verlässt, kann auch direkt an jeder Kreuzung eine Münze werfen und bei Kopf nach links und bei Zahl nach rechts fahren. :-(
(Dafür hat man ja noch sein Stand-Alone-Navi von Tomtom (go 300), das mich, obwohl mittlerweile deutlich über 10 Jahre alt, noch nie in die Irre geleitet hat.)

2 x UV weg!

Vor ein paar Wochen rief mich der Kundenbetreuer der ERGO-Versicherung an und wollte mir zu meiner bestehenden Unfallversicherung ein neues Angebot machen: Mehr Leistung für (natürlich) auch etwas mehr Beitrag. Die Versicherung hatte ich einst bei der Hamburg-Mannheimer abgeschlossen und damals rund 250€ pro Jahr bezahlt. Durch diverse Erhöhungen waren wir nun so bei knapp 500€ pro Jahr. Ich sagte am Telefon zunächst zu, so dass der Herr Versicherungsfachmann schon alles vorbereitete und nur noch für eine Unterschrift hier zu mir in den Laden kam. Unangemeldet erwischte er mich "aufm Sprung", meinte aber, dass er ja nur eine Unterschrift bräuchte und ich ihm vertrauen könne. Tat ich nicht, unterschrieb ich nicht. Ich unterschreibe nie solche Dinge zwischen Tür und Angel. Am nächsten Tag sollte er wiederkommen.

Das tat er auch und ich war etwas überrascht: Mein bestehender Vertrag hätte nämlich nicht nur angepasst werden sollen, sondern ich hätte eine komplett neue Versicherung mit neuer mehrjähriger Mindestlaufzeit abgeschlossen. Hallo? Geht's noch? ("Sie können mir vertrauen…" – höhöhö)

Ich unterschrieb das nicht und bat um ein paar Tage, um darüber nachzudenken. In diesen paar Tagen dachte ich tatsächlich viel über den Sinn und Unsinn einer Unfallversicherung nach. In vielen Fällen zahlt sie ohnehin nicht, für Unfälle während der Arbeitszeit habe ich meine Absicherung, Krankenhaustagegeld bekomme ich von meiner Krankenversicherung. Aber wenn was passiert? Meine Fresse… Das ist doch gerade das Geschäftsmodell von Versicherungen: Man kann alles gegen alles versichern lassen und verkauft wird es einem mit dem guten Gefühl der Sicherheit. Ich glaube, es wird über kaum eine Versicherung so kontrovers diskutiert, wie um den Sinn oder Unsinn einer Unfallversicherung.

Ergo (pun intended): Statt einer Unterschrift unter einer teureren Unfallversicherung bekam der Vertreter von mir die Kündigung für die bestehende. Dabei fiel mir auf, dass meine alte winzige UV bei einer anderen Versicherung, die ich längst als erledigt angesehen hatte, auch noch existierte. Die ist nun auch zum nächstmöglichen Termin gekündigt. Macht für mich etwas mehr als 500 Euro mehr im Jahr. Auch gut. :-)




24.00

Als ich um Mitternacht auf die Uhr unseres Backofens zu Hause guckte, staunte ich. Ich glaube, ich habe in meinem ganzen Leben noch nie eine Digitaluhr gesehen, welche die Zeit so anzeigt: 23:59, 24:00, 00:01, 00:02 und so weiter. Normalerweise kommt doch immer nach 23:59 direkt 0:00.

Habt ihr das schon mal irgendwo gesehen? :-)


Klarmachen bei Rossmann

Privates Erlebnis in einer großen Rossmann-Filiale hier in Bremen. Wir standen an der Kasse, als zwei relativ kaputte Typen hereinkamen. Sie hatten die vor allem für Junkies typischen Erscheinungsmerkmale (vor allem die fehlende Körperspannung), die bei uns den Adrenalinspiegel schlagartig ansteigen ließen.

Einer der beiden rannte direkt nach hinten in den Laden, der andere fragte lallend und mit heiserer Stimme die Kassiererin: "Kann man hier Bier kaufen?"

Diese antwortete: "Hier gibt es kein Bier."

Der Typ schwankte, hielt sich am Kassentisch fest und gröhlte, so laut er es eben konnte, seinem Kollegen im Laden zu: "Komm raus hier! Hier gibt's kein Bier!"

Typ 2 kam nach vorne und ranzte den ersten, der ihm währenddessen schon ein paar Meter entgegengekommen war, im Vorbeigehen an: "Mann! Ich wollte hier was klarmachen!"

Typ 1: "Ich hab keinen Bock auf Polizei, ich will mein Bier."

Und raus waren sie.

Bier im Kühlschrank

Dieser Moment, wenn man eine Bierflasche in den Kühlschrank gelegt hat, der Kronkorken sich beim Schließen der Tür an einem der Fächer in der Tür verhakt und man beim unbedarften Öffnen des Kühlschranks die Flasche aus dem Fach zieht.

Bilanz: Eine zertrümmerte Nobilia-Frontplatte vom Gefrierfach, Augustiner hell in der ganzen Küche und an den Schränken verteilt, Scherben und Splitter auf dem Fußboden, ein langer Splitter im Fuß und folglich auch kein Augustiner hell zum Abendessen.

(Nachtrag: Also letztendlich hatten wir dann ja zumindest eine Flasche, die wir uns geteilt haben. Das Foto ist natürlich erst nach dem Missgeschick entstanden und wurde von mir mit der verbliebenen Flasche nachgestellt.)


Selbstgemachte Schmalzkuchen

In der kalten Jahreszeit schmecken Schmalzkuchen besonders lecker. Die Weihnachtsmärkte sind längst vorbei, der nächste Jahrmarkt ist auch noch nicht in Sicht. Wir haben einfach mal Schmalzkuchen selber gemacht: Hefeteig anrühren, ausrollen, in Rechtecke schneiden und kurz in heißem Fett baden.

Einfacher als erwartet, genauso lecker vom Markt. Die große Schüssel haben wir mit vier Personen in einer knappen Viertelstunde geleert. :-)






Elchkäse

In irgendeinem anderen Laden hatte Kollege Gregor einen reduzierten Käse gefunden. Kein "Elchkäse" (im Sinne von aus Elchmilch hergestellt), sondern einfach nur ein Kuhmilchkäse in Elchform. Aber nett, dass er an den Elchfan in mir gedacht und mir eine Packung mitgebracht hat. :-)


Exotische Leergüter ins Bierdosenmuseum

Ein Bekannter von uns hat vor einer Weile ein Hobby-Bierdosenmuseum eröffnet. Erst jetzt kam mir der Gedanke, dass ich ihm meine exotischen Bierflaschen und -Dosen anbieten könnte. Ein paar hat er mir schon dankend abgenommen. So haben sie wenigstens noch eine Zukunft – bei mir kommt das Zeug nämlich normalerweise nach dem Fototermin in den Schrott.

Teilweise aufgetaute Gänse

Ist schon cool (oder auch buchstäblich eher gar nicht), wenn man privat in der Vorweihnachtszeit bei einem größeren Mitbewerber ist und in einer kleinen Tiefkühltruhe Weihnachtsgänse liegen, die allerdings, da die Truhe deutlich über die Füllhöhenmarkierung hinaus befüllt wurde, allesamt im oberen Bereich nicht nur an-, sondern regelrecht aufgetaut sind. Sprich: Sie waren oben schon warm.

Hab's dann nicht weiter verfolgt, aber die Mitarbeiterin, der ich das gesagt hatte, wirkte eher desinteressiert.

Naja, ist nicht mein Problem… :-O

Wabbel-Einweg

Mit dem Einweg-Pfand sollte gegen den sinkenden Mehrweganteil im Getränkesortiment gesteuert werden. Hat nicht ganz funktioniert, denn seit sich Einweg durch die Bepfandung für den Kunden wie Mehrweg anfühlt, ist der Anteil der Einwegverpackungen auf über 50 Prozent gestiegen. Bleibt zu hoffen, dass das, was hier in dem großen Container allmonatlich abgefahren wird, tatsächlich irgendwann sagen kann, dass es im ersten Leben eine Flasche war.

Darauf wollte ich aber eigentlich gar nicht hinaus.

Ich wollte mich ganz privat über diese SCH… Wabbelflaschen auslassen, die in geöffnetem Zustand so schwer und weich sind, dass sie einem buchstäblich durch die Hand rutschen können und dabei, zum Beispiel wenn man in der Nacht mit Durst aufwacht und schlaftrunken die geöffnete Flasche zu bewegen versucht, zur unfreiwilligen Dusche für sich selber, das Bett und den Fußboden werden können.

Absolutes PRO für Mehrweg, vorzugsweise Glasflaschen.

(Wasser in Glasflaschen ist übrigens das Hauptgetränk bei uns zu Hause. Neben dem Bett hatte ich noch eine angebrochene Limoflasche aus dem Arbeitszimmer stehen…)

Ergo: Nix ERGO

Vor ein paar Tagen habe ich von der Ergo-Versicherung, bei der ich meine private Unfallversicherung habe, ein Angebot für einen neuen Vertrag bekommen. Etwas teurer, etwas mehr Leistung im Fall der Fälle. Der bereits ausgefüllte Antrag liegt hier zur Unterschrift auf dem Schreibtisch, aber ich hadere – denn es ist ein komplett neuer Vertrag mit neuer Mindestlaufzeit.

Heute kam mit der Post, ich staunte nicht schlecht, als ich dem Umschlag öffnete, eine Versicherungsurkunde der Ergo – und zwar für genau die Leistungen, die in dem Antrag angeboten wurden. Ab 1. Januar 2017 mit einer Laufzeit von fünf Jahren… Hallo?

Da war der Versicherungsfachmann, der mich betreut, wohl etwas übereifrig. Da darf er jetzt erst mal einen Widerspruch an seine Gesellschaft schreiben, außerdem ist es für mich beschlossene Sache: Ich werde den alten Vertrag laufen lassen.

Wenn überhaupt!

Nach dem ganzen Drama habe ich mir mal ausführlich durch den Kopf gehen lassen, wie sinnvoll diese Versicherung, die immerhin rund 500€ pro Jahr kostet, überhaupt für mich ist. Vielleicht hat die Ergo sich jetzt ins eigene Fleisch geschnitten und bekommt nicht zukünftig mehr Geld von mir, sondern gar keins. Ich werd's mal ein paar Tage sacken lassen…

So fern und doch so nah

Rund ein halbes Jahr nach Ende nach meiner Ausbildung Anfang 1997 bin ich kurz mit einer damaligen Kollegin zusammen gewesen. Das ging dann schneller wieder auseinander, als es angefangen hatte und mangels sozialer Netzwerke zu der Zeit haben wir auch nie wieder etwas voneinander gehört.

Und nun, 19 Jahre später, bin ich eher zufällig darauf gekommen, dass sie in einem Supermarkt hier im Stadtteil seit Jahren schon als Filialleiterin tätig ist. Erstaunlich, dass man sich da nicht eher mal wieder über den Weg gelaufen ist. Ich werde es aber bei dem einmaligen "Hallo"-Besuch bei ihr im Laden belassen – staune aber immer noch, wie klein die Welt doch ist.

Man sieht sich eben wirklich immer zweimal… :-)