Dieses Jahr fällt Heiligabend nicht nur mal wieder auf den 24. Dezember, sondern zufällig auch auf einen Sonntag. Daraus ergibt sich, dass wir "klassischer LEH" innerhalb eines festgelegten Zeitfensters für drei Stunden öffnen dürfen.
Zuletzt fiel Heiligabend im Jahr 2017 auf einen Sonntag. Damals hatte ein Kollege Lust auf die kurze Schicht und hat aus eigenem Antrieb noch eine Handvoll andere Kolleginnen und Kollegen motiviert, ebenfalls mitzumachen. Es war gut was los hier und alle hatten ihren Spaß. Als ich in einer Facebook-Gruppe darauf hingewiesen hatte, wurde ich niedergemacht, kurioserweise war auch eine damalige Kundin unter den Kommentatoren, die dann Heiligabend selber hier im Laden stand. Scheinheiliger geht's nicht.
Auch in diesem Jahr hätte ich niemanden gezwungen, an Heiligabend zur Firma zu kommen. Aber der selbe Kollege hat wieder herumgefragt und auch in diesem Jahr haben sich eine Handvoll andere Mitarbeiter bereiterklärt, zu arbeiten. Eine Kollegin wird, nach dem derzeitigen Stand der Planungen zumindest, ihren kleinen Sohn mitbringen, der dann zusammen mit unserer Tochter an der Kasse wieder Schokolade verteilen darf.
Bevor uns und vor allem meine Mitarbeiter also jemand in vorauseilendem Gehorsam bemitleiden möchte: Ich glaube, wir werden an dem Tag neben der Arbeit auch wieder viel Spaß haben.
Wenn sich Preisschilder nicht an den Regalen in Scannerleisten oder anderen speziellen Befestigungsmöglichkeiten unterbringen lassen, müssen sie eben geklebt werden. An Aufstellern und Kartons pappen wir die Schilder meistens mit einem Klebestift fest. Hält wunderbar und geht schnell.
Am Gehäuse unserer Smokythek sollte man auf diese Methode eher verzichten …
Dinge, die man aus dem Auto heraus nicht wahrnimmt … Dieses Spinnennetz befand sich genau in einem sonnigen Bereich zwischen den Büschen am Straßenrand und strahlte Ines und mich so hell an, dass wir einfach zurückfahren, absteigen und ein paar Fotos schießen mussten.
Das neue Telefon an der Kasse hatte immerhin rund drei Jahre schadlos überstanden. Nun meldeten sich die Kollegen zu Wort, dass der Hörer gebrochen sei.
Ich hinterfrag's nicht mehr …
(Ließ sich zum Glück mit Sekundenkleber wieder flicken.)
Mit den gestiegenen Energiekosten kämpfen alle, wir hatten bislang relativ viel Ruhe, da wir einen langfristigen Vertrag bei Lichtblick hatten, der nun aber Ende 2023 ausläuft.
Ab Januar werden wir (auch bei Lichtblick) mal testen, wie es mit täglich neu kalkulierten Strompreisen vom Spotmarkt in Paris läuft. Dass wir hier ab Januar monatlich einen kleinen vierstelligen Betrag mehr für Strom zahlen werden, ist schmerzhaft aber nicht lebensbedrohlich.
Etwas Hoffnung habe ich ja hinsichtlich der Idee mit einer PV-Anlage hier auf dem Dach. Aber bis die steht, muss ich nun zunächst unsere nächste Eigentümerversammlung abwarten und dort das allgemeine Okay bekomme. Erst danach können die konkreten Planungen starten und bis es dann so weit ist, werden auch noch Monate vergehen. Es würde mich jedenfalls wundern, wenn so eine Anlage vor Ende 2024 hier ihre Arbeit verrichtet …
In einer Stellenanzeige suchte ich Aushilfen zum Ware Verräumen und hatte die Arbeitszeiten direkt mit angegeben: "Regelmäßig dienstags und freitags ab 8 Uhr"
Anruf eines Bewerbers, der mich daraufhin via E-Mail kontaktierte und ich den ich in der Folge zu einem Termin am Freitag um 11 Uhr eingeladen hatte: Er kann nicht um 11 Uhr kommen sondern frühestens ab 13 Uhr, da er im Schichtdienst arbeite. Und deswegen könne er auch nur jeden zweiten Freitag.
Er brauchte dann erst gar nicht mehr zu erscheinen.
Ob nun tatsächlich eine Datenpanne bestand / besteht, das klären wir gerade im Hintergrund. Aber auch, wenn dieser Kommentar keinen ernstzunehmenden Hintergrund hat, so habe ich eine Maßnahme soeben umgesetzt, die ich schon lange geplant hatte.
Ich habe diesen Vorfall nämlich als Anlass dazu genutzt, endlich mal sämtliche hier hinterlegten (fremden) Nutzerdaten zu löschen. Es gibt somit ab sofort keine registrierten Kommentatoren mehr, aber da die Namen ohnehin teilweise mehrfach verwendet werden konnten und auch wurden, spielt das wohl ohnehin keine große Rolle.
Man kann also ab sofort fast gänzlich anonym kommentieren Die IP-Adressen werden natürlich dennoch weiterhin geloggt, um im Falle von Rechtsverletzungen wie Beleidigungen oder Propaganda gegen den entsprechenden Verfasser vorgehen zu können.
Unsere Videokameras hier im Markt sind allesamt IP-Kameras. Der Rekorder greift übers Netzwerk auf die Daten zu, aber natürlich ist es genauso möglich, mit jedem anderem Gerät im Netzwerk auf die Kameras zuzugreifen.
Auf dem PC in meinem Büro habe ich eine Software installiert, mir der ich mir nicht nur die einzelnen, sondern auch die Ansichten sämtlicher Kameras als Gesamtübersicht anzeigen lassen kann. Ein Feature ist, dass ich auf jedem beliebigen Monitor des Systems jede Kamera dauerhaft anzeigen lassen kann. Der dritte Bildschirm hier ganz rechts zeigt auf diese Weise permanent die für mich vier wichtigsten Ecken hier im Laden an: Den Raum vor dem Leergutautomaten, den Gang mit Alkohol, den Hauptgang mit dem Kaffeeregal und den Bereich vor der Kasse.
So wie man beim Autofahren immer mal in den Rückspiegel guckt, lasse ich so immer mal zwischendurch den Blick auf den Monitor ganz rechts wandern. Wie voll ist es an der Kasse? Steht eine verdächtige Person vorm Kaffee oder den Spirituosen? Was passiert beim Leergut? Gerade letzteres mag für Außenstehende uninteressant wirken, ist für uns jedoch unglaublich aufschlussreich, Anhand des abgegebenen Leerguts haben Ines und ich schon sehr häufig unsere Entscheidung zwischen "harmlos" und "bleib dran" getroffen. Oft genug erfolgreich, was uns in unserer Vorgehensweise bestätigt!
Welches Leergut verdächtiger als anderes ist, lässt sich pauschal nicht beantworten und hier auch nur mühsam erklären. Ein Beispiel möchte ich geben: Jemand, der ein paar leere Dosen "V+ Curuba" abgibt ist eher verdächtig als jemand mit einer leeren Kiste Mineralwasser.
Da haben wir gerade angefangen, uns bei teilweise 30 Grad im Schatten an die Herbst- und Weihnachtssüßwaren zu gewöhnen, die seit voriger Woche hier im Laden stehen – und schon trudelt hier auch der Katalog für die Bestellung der Hasen und Eier für das Osterfest 2024 ein.
Ja, dieser antizyklische Umgang mit den Festen macht die Arbeit im LEH mitunter schon sehr seltsam. In diesem Sinne: Gutes neues Jahr oder so.
Da kommt man morgens um 7 Uhr zur Firma und wird von dem Kollegen, der einem die Tür geöffnet hat, mit den Worten begrüßt, mal gründlich zu schnuppern, vor allem in der Nähe des Leergutautomaten. Das tat ich natürlich und es roch angenehm nach Rosen.
Leider nicht. Es roch nach Verwesung und Fäulnis. Der Geruch war am stärksten in der Nähe des Crunchers unseres Leergutrücknahmegeräts und als ich die Klappe öffnete, um die Kunststoffwanne zu inspizieren, übergab ich mich fast an Ort und Stelle.
Mit vielem Würgen und mehrmals kurz davor, ins Lager zu reihern, schafften wir es, die Wanne nach draußen zu schubsen und deren Inhalt in den großen Container zu schütten. Danach ging es wieder etwas, den Rest erledigte viel Anti-Geruchs-Spray, das wir in der Wanne und innerhalb des Leergutautomaten großzügig auf sämtlichen Oberflächen verteilten.
Langsam wird es wieder besser. Ich kann ja wirklich viel ab und bin von allen mir bekannten Personen am wenigsten geruchsempfindlich, aber das hat sogar mich an meine Grenze gebracht.
Was mag da jemand reingeworfen haben? Und will ich das wirklich wissen?
Ich hatte privat etwas bestellt, das ich wie üblich zur Firma schicken ließ. In der Anschrift hatte ich natürlich ganz vorsorglich auch den Hinweis auf den EDEKA-Markt angegeben. Man kennt ja das Problem, dass die Paketboten immer nur auf die Klingeln hier nebenan an der Tür zu den Wohnungen gucken.
Hier die Versandbestätigung, mit dieser Versandadresse sollte selbst der stieseligste Paketbote es schaffen, mir diese kleine Sendung zuzustellen.
Plötzlich ploppte bei mir diese E-Mail von GLS auf:
Paketdienste sind bekanntlich förderlich für die Kreativität, da man sich ständig neue Schimpfwörter ausdenkt, und so plante ich, einen ganz sicherlich nicht netten Blogeintrag daraus formulieren. Vorher wollte ich noch beim telefonischen Kundendienst von GLS meinen Frust loswerden.
Dort erfuhr ich dann, dass das Paket (angeblich) auf einem falschen Fahrzeug gelandet war und nun in einem falschen Stadtteil umherkutschiert würde. Am Folgetag sollte ich es aber ganz sicher zugestellt bekommen.
Wenn das nicht nur eine faule Ausrede oder Bestandteil des Callcenter-Scripts war, hätten sie das lieber ehrlich direkt kommunizieren sollen. Oder notfalls etwas nur etwas schwammiger formuliert im Sinne von "es gab ein Problem mit der Zustellung" oder ähnlich.
Aber dieses Thema mit dem nicht aufzufindenden, winzig kleinen und vollkommen unscheinbaren EDEKA-Markt hatten wir doch schon so oft, da stelle ich gar keine Rückfragen mehr, sondern unterstelle automatisch komplette Unfähigkeit. Grmpf!
Damit unser Regal mit Cornflakes und sonstigen Frühstückscerealien nicht noch länger so traurig leer aussieht, hatten wir nicht ganz ohne Bauchweh (auch ohne Verzehr der Produkte) so ziemlich alles bestellt, was wir noch über unser Großlager bekommen können – wobei es sich ausschließlich um Produkte von Nestlé handelte. Das Problem ist, dass es kaum Alternativen gibt. Dieser Markt wird von zwei großen Unternehmen aus den USA beherrscht. Von einem haben wir jetzt fast sämtliche bei uns gelisteten Produkte drin und von dem anderen werden wir wohl bis auf Weiteres und vielleicht auch für immer keine Produkte mehr bekommen. Das Problem hat ja nicht nur die EDEKA, auch bei REWE findet man meines Wissens nach zumindest derzeit keine Produkte von Kellogg's mehr.
Brüggen hatte auch solche Produkte im Portfolio, aber da soll es gerüchteweise zukünftig nicht mehr viel geben. Bleibt noch Weetabix. Das sind jedoch allesamt Artikel, die ich über einen Importeur bekommen kann, was sie nicht günstiger macht. Der Rest sind vereinzelte Bio-Produkte und eben unsere Handelsmarken der EDEKA. Das war's. Mehr Markt für diese Frühstückscerealien gibt es nicht.
Bevor der nächste Gründer mit dem siebenhundertoktillionsten Müsliriegel (zuckerfrei, vegan, in kunststofffreier Folienverpackung und pro verkauftem Karton wird ein Baum gepflanzt) zugrunde geht, wäre ein neues Cerealien-Label vielleicht durchaus mal einen Versuch wert.