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Wer fremdelt mit der REWE?

Vor ein paar Tagen hielt mir eine Kollegin einen Bio-Camembert unserer Eigenmarke vor die Nase und forderte mich zu einem kleinen Suchspiel auf. Man achtet nicht gleich drauf, auch ich hatte mehr nach optisch deutlich auffälligeren Merkmalen gesucht, aber schließlich erschloss es sich mir …

Da hatte wohl der Praktikant bei den Milchwerken Oberfranken die falsche Rolle Etikettenpapier in die Verpackungsmaschine eingelegt. :-P

Erstaunlich, dass wir nur noch ein Exemplar davon vorrätig hatten. Aufgrund der "falschen" (Zumindest unserem Kassensystem unbekannten) Artikelnummer hätte zumindest irgendjemand mal zwischendurch feststellen müssen, dass der Käse an der Kasse nicht scanbar ist.

Zwischendurch hatte es auch die Edeka gemerkt und die Camemberts per Warenrücknahme aus den Läden nehmen lassen. Und nein, das war nicht die erste, zaghafte Andeutung darauf, dass hier nächste Woche ein REWE-Markt in der Gastfeldstraße zu finden sein wird. ;-)




Vier. In Worten: Vier.

Die unterschiedlichen Artikel stehen bei uns im Laden unterschiedlich breit in den Regalen. Vieles ist einreihig, manches doppelt, manche Produkte machen sich richtig breit, da wir einfach viel davon brauchen.

Vom Kaffeeweißer unserer Eigenmarke brauchen wir nicht ganz so viel, da aber der Platz im Regal noch vorhanden und mit keinem anderen Artikel zu füllen war, stehen von dem Kaffeeweißer gleich vier Gläser nebeneinander. Vier.

Witzig daran ist, dass dieses Produkt in Kartons zu je zwölf Gläsern geliefert wird. Und jetzt wird’s spannend: In den Kartons stehen die Gläser 3 breit und 4 lang. Bietet sich auch an, denn Kartongrößen mit 2 x 6 Gläsern oder 12 Gläsern hintereinander in Reihe wäre ein wirklich unpraktisches Format für dieses Produkt.

Aus dieser Kartongröße ergibt sich ein praktischer Nebeneffekt: Wenn der Kaffeeweißer leer ist, komplett leer, quasi ausverkauft, und ich vier Kartons bestelle, könnte man nicht nur theoretisch, sondern auch sehr praktisch (was sogar sehr praktisch ist) zwei Kartons übereinander und zwei voreinander stellen – exakt so, dass die Regalbreite und Fachbodentiefe perfekt ausgenutzt ist. Ist das nur ein reiner Zufall? Ich glaube nicht. ;-)

Aber die beste Theorie nützt nichts, wenn ein Mitarbeiter und Freigeist die starren Grenzen eines Pappkartons oder gar eines Fachbodens in einem profanen Kondensmilchregal in Grund und Boden ignoriert und den Karton mit der schmalen Seite voran ins Regal stellt und die restlichen Gläser irgendwie lose drumherumwürfelt.


Sharing but not Caring

Vor ein paar Wochen war ein Außendienstmitarbeiter der Firma Share (oder auch einer Agentur, die Share im Portfolio hat) bei uns und hat die Produkte vorgestellt. Ich war etwas skeptisch, wollte ihm aber eine Chance geben.

So einigten wir uns auf einen kleinen Auftrag: Insgesamt fünf Kartons, 3x Riegel und 2x Linsenchips, wollten wir hier auf einem winzigen, schlanken Pappdisplay anbieten. "Und dann mal gucken, was passiert …" – eben. Probieren geht bekanntlich über studieren.

Die Ware kam einige Tage später, das Display war nicht dabei. Da ich die Visitenkarte vom Vertreter nicht mehr finden konnte (weshalb ich auf eine Agentur tippe, da ergibt sich nicht immer aus den Karten, für welche Produkte jemand zuständig ist), wollte ich zunächst noch ein paar Tage warten.

Das tat ich auch und nach einer Woche kam ein zweites Paket. Nicht das leere Display, sondern noch einmal die gleiche Ware wie zuvor. Nun hatten wir also entgegen der Absprache sechs Kartons Riegel und vier Kartons Linsenchips – aber kein Pappdisplay. Grmpf.

Aufgebracht versuchte ich nun, Share direkt kontaktieren. Eine Telefonnummer habe ich nicht gefunden, diese Information halten sie nämlich sehr sparsam zurück und auch im Impressum ist keine Telefonnummer angegeben. Ich schrieb eine E-Mail und bat darum, innerhalb von zwei Tagen einen Lösungsvorschlag abzuliefern, ansonsten würde ich die komplette Ware in einen Karton stecken und ihnen zurücksenden. Das Paket war schon gepackt und sollte zur Post, als mir einfiel, dass das fatal enden könnte. Die Abrechnung erfolgt über die Edeka (Übliche Vorgehensweise bei Streckenlieferanten, die Edeka begleicht die Rechnungen beim Lieferanten und zieht die Summe von mir ein) und falls die Rechnung oder beide Rechnungen nicht gestoppt würden, könnte ich auch noch meinem Geld hinterherlaufen.

So entschied ich, dass wir die Ware jetzt hier einfach ins Regal stellen und abverkaufen. Wenn der uns aber noch mal Ware anbieten möchte, muss der ganz kleine Brötchen backen.

(Inzwischen habe ich übrigens eine Telefonnummer bei den Infos zum Widerrufsrecht vom Onlineshop gefunden, aber ist mir jetzt auch wumpe.)


SPAR-Markt in Turgi / Schweiz

In der Bahnhofstraße in Turgi / Baden in der Schweiz hat Tom diesen SPAR-Markt entdeckt. Für meinen persönlichen Geschmack hat er das Foto direkt im richtigen Augenblick geschossen. Ich liebe die blaue Stunde, wenn Beleuchtung schon wirkt, aber man dennoch alles noch erkennen kann.

Vielen Dank für die Zusendung des Bildes. :-)

Hier ist der Markt übrigens bei Google Street View zu sehen.

Für die große Ansicht auf das Bild klicken!

Ich und mein Tesla Model Y (18.06.26)

Wir haben übrigens seit ein paar Tagen die 10.000 km voll. Echt erstaunlich, wie viel wir mit dem Auto fahren – obwohl wir nicht "nur weil das Auto neu ist" nun besonders viel damit fahren und auch keine unnötigen Spazierfahrten unternehmen. Es ergibt sich einfach so und weil das Wetter in der ersten Jahreshälfte auch so oft so mies war, dass wir nicht mit dem Rad zur Arbeit fahren wollten, kamen noch mehr Kilometer auf die Uhr, als man es eigentlich von uns kennt.

Hochgerechnet würden das also rund 20.000 Jahreskilometer. Das wäre für uns schon wirklich ungewöhnlich viel.


XP-Lizenz

Auf einem alten PC aus der Firma, den ich beim Aufräumen in der Halle für den Elektroschrott bereitgestellt habe, war mir noch der Aufkleber mit dem Product Key einer "Windows XP Professional"-Version aufgefallen. Falls also noch jemand den unbändigen Drang verspürt, dieses tolle aber leider in die Jahre gekommene OS auf einem alten PC zu installieren – hier, geschenkt. ;-)


Sprite Zero Sugar MinChill

Als Aktionsartikel haben wir derzeit die Sprite in der "Mint"-Version hier stehen. Der Abverkauf ist bislang eher zurückhaltend, dabei laufen die Produkte aus dem Hause Coca Cola sonst eigentlich immer ganz gut.

Ich hatte eben die Idee, sie auch mal zu probieren. Zwei Kollegen bekamen das mit und warten mich vor: Hinten im Aufenthaltsraum steht eine offene Flasche für die Kollegen. Ausnahmslos jeder, der sie hier aus dem Team probiert hat, mochte sie nicht. Ach, so schlimm wird es schon nicht werden, dachte ich, und nahm mir eine eigene Flasche mit nach hinten.

Der erste Schluck war schon hart. Der zweite war kaum besser. Nach dem dritten Versuch ging es dann. Versuch Nummer vier hat mir den Rest gegeben, woraufhin ich den Rest aus der Flasche ("Rest", sie war ja noch fast voll …) direkt in den Ausguss geschüttet habe.

Jetzt habe ich wirklich Sorge, dass wir auf der halben Palette mit den vielen Flaschen sitzenbleiben werden. Ich meine, diese Sprite schmeckt wie die flüssige Form eines Montagmorgens, die auch keine Erfrischung sondern eine Mutprobe bietet.

Nee, ernsthaft: Nach dem ersten Schluck war ich mir schon gar nicht mehr sicher, ob es sich überhaupt um eine neue Sprite-Sorte oder um eine besonders kreative Verhörtechnik handelte. Nach dem zweiten Schluck war mir das auch egal und ich hätte alles gestanden, noch bevor man mir überhaupt eine Frage gestellt hätte.

Kurz: Keine Wiederholungsgefahr. Brr …


Suse-Linux auf den Kassen

Fakten vorweg: Auf unseren neuen Kassen läuft übrigens Suse-Linux.

Da hatte ich aber echt gestaunt, als ich beim Bootvorgang das Chamäleon entdeckt habe. Schon Mitte der 90er-Jahre war Windows verrufen und man wenn man cool war und unabhängig sein wollte, ist man auf Linux umgestiegen.

Damals gab es von Suse (SuSE Linux GmbH) ein Komplettpaket zu kaufen. Das hat, wenn ich mich richtig erinnere, knapp 100 DM gekostet und versprach einfaches Linux für Alle. Wir sind nie Freunde geworden und im Laufe der Jahre habe ich noch einige weitere Versuche gestartet, auf Linux umzusteigen. Linux hat bekanntlich viele Freunde, aber die sucht es sich leider auch selber aus. Auf jeden Fall kam die Erinnerung wieder hoch, als ich das Suse-Logo bei uns auf den Kassenmonitoren gesehen habe, wenngleich das Unternehmen dahinter heute ein anderes als damals ist. Trotzdem lustig, denn gefühlt habe ich seit drei Jahrzehnten nichts mehr von Suse-Linux gehört und gesehen – und plötzlich laufen unsere Kassen hier im Laden damit.

Aber Linux ist echt so ein Ding für sich. Immer wieder hört man von Leuten leichtfertig "steig doch auf Linux um, dann musst du dich nicht mehr mit Windows und Microsoft abgeben". Nee, dann muss man sich mit Linux abgeben. Das System ist nun wirklich nicht intuitiv zu bedienen, schon gar nicht, wenn man die Windows-Welt verinnerlicht hat. Wer was anderes sagt, lügt.
Als wir vor ein paar Monaten für den 3D-Drucker unserer Tochter einen PC brauchten, habe ich mich für einen Mittelklasse-PC von Lenovo entschieden, der bei uns herumstand und auf dem ich nun einen allerletzten Linux-Versuch wagen wollte. Auf der Maschine läuft jetzt Ubuntu und nur mit viel, viel, viel Hilfe von ChatGPT, dem ich einfach irgendwann nur noch Fotos von den einzelnen Fehlermeldungen und Bildschirmausgaben geschickt habe und mir erklären ließ, was Linux da überhaupt von mir will und was ich da nun machen muss, habe ich den Rechner überhaupt zum Laufen bekommen und konnte ein paar Anwendungen darauf installieren.

Ich glaube, Linux-Nutzer möchten in Wirklichkeit eigentlich unter sich bleiben. Sonst gäbe es längst mal eine Distribution für Dummies, die windows-ähnlich einem viele Schwierigkeiten bei der Installation (sowohl vom OS als auch von einzelnen Anwendungen) abnimmt.

Aber darauf wollte ich eigentlich gar nicht mit diesem Beitrag hinaus. Mir ging es bei nur um die Erinnerung an alte Zeiten aufgrund der Kasseninstallation. :-)

Käsediebin (+ Honig + andere Waren)

Eine Frau aus der BTM-Szene stecke sich ein Glas Honig unserer Eigenmarke, eine Dose Sprühsahne und eine Packung Vanillesauce in ihre Handtasche und hätte mit dieser Ware im Verkaufswert von rund zehn Euro vermutlich unbemerkt den Laden verlassen können.

Gescheitert ist der unbemerkte Diebstahl daran, dass sie auch noch für rund 60 Euro Käsestücke aus dem Kühlregal mitgehen lassen wollte, der natürlich gesichert ist und folglich den Alarm der Warensicherungsanlage auslöste. Eine Kollegin schaffte es noch, ihr die mit dem Diebesgut gefüllte Tasche vor dem Laden zu entreißen, die Diebin konnte jedoch erfolgreich flüchten.

Auch gut. Wir haben die Ware zurück und eine Anzeige hätte sowieso vermutlich keine nennenswerten Konsequenten für die Frau gehabt.


Intex Wet Set

Ich hatte mich dazu hinreißen lassen, in der Vorbestellung einen Karton mit sechs Kinderplanschbecken (mehr sind sie auch nicht bei beeindruckenden 1,47 m Durchmesser) zu ordern. Eines ist schon verkauft, wenn das Wetter ab dem Wochenende mitspielt, könnte es mit den anderen auch noch was werden. Der Preis (8,99 €) sollte jedenfalls nicht ein Grund sein, die aufblasbaren Dinger nicht zu kaufen.

Kurioserweise steht auf den Kartons nur "Wet Set Collection" und der Markenname "Intex". Verkauft wird das Produkt wohl vor allem über das Bild. Lediglich im Kleingedruckten auf der Rückseite ist die wohl sachlich korrekte Bezeichnung "Drei-Ring-Pool" zu finden.


Leergutbons von der Automateneinrichtung

Ein Kollege hat die Rückseite unseres Leergutautomaten gereinigt. Dabei ist er sehr viel gründlicher vorgegangen, als andere Kolleginnen und Kollegen es in den letzten Jahren getan haben. Anschließend hielt er mir einen Stapel Leergutbons vor die Nase, die er während der Arbeit gefunden hatte.

Dabei sind die Bons durchaus bemerkenswert!

Sie sind auf den 16. Februar 2021 datiert. Das ist der Tag, an dem das Gerät hier aufgestellt wurde. Sie lagen nun also seit über fünf Jahren da auf dem Steuergerät im Hintergrund. Die Bonnummern sind zwar klein (17, 21 und 22), aber das spielt keine Rolle. Der Zähler wird bei 999 immer wieder auf 0 gesetzt, die Nummern wiederholen sich also ständig.

Witzig ist dabei noch, dass auch ein Teil der Geräteeinrichtung protokolliert wurde. Auf dem Bon Nummer 17 ist die Uhrzeit mit 2:34:14 PM angegeben und das Datum war der 02/16/2021. Nur vier Bons und ein paar Stunden später hatten wir es 15:44:29 (Uhr) am 16.02.2021. Das Gerät ist also in der Hinsicht auch für die internationale Aufstellung zu gebrauchen.

Zeitkapseln sind toll. :-)


Echte Stockvideos in meinen LD-Beiträgen

Vor ein paar Wochen hat die Lebensmittelzeitung direkt meine vielen Ladendieb-Videos, die ich hier seit einer Weile veröffentliche, zum Thema gemacht: Schulung mitten aus dem Leben – Edeka-Kaufmann macht Klau-Videos zum Lehrstück

Das fand ich schön.

Da aber noch mehr Leute und Redaktionen die Inhalte der LZ (direkt) zu sehen bekommen, war diese Geschichte nach einer Weile auch in anderen Stellen im Internet zu finden. Das ist auch schön.

Auf infranken.de findet man das Thema beispielsweise unter dem Titel Edeka-Chef zeigt ungeschönte Überwachungsaufnahmen - so gehen Ladendiebe vor.

Schräg daran ist jedoch, dass der Beitrag nicht mit meinen Videoschnipseln garniert wurde, sondern mit einer Aneinanderreihung von irgendwelchen Stock-Videos, in denen auch "Ladendiebe" zu sehen sind – natürlich vollkommen unverpixelt.

Ich mache jedenfalls weiter und bleibe beim Verpixeln. Nicht, dass am Ende noch jemand glaubt, die Leute aus den Stockvideos wären echt. :-P

Lustige Strichcodes – 815

Fundstück von Ines in der heimischen Küche auf einer Dose Bio-Goldmais von Bonduelle: Ein Strichcode mit Maispflanzen. Die Chance, die Stängel und Blätter aus den Strichen wachsen zu lassen, ließ der Designer leider verstreichen …