Damit die Wand nicht ganz so trostlos aussieht, haben wir da einfach mal sämtliche Aufsteller aus dem Laden als eine lange Straße hintereinander aufgestellt.
Als Dauerlösung taugt das natürlich auch nicht, aber soll ja auch nur für maximal 1,5 Wochen sein. Dennoch werde ich morgen mal Schilder basteln, die auf die momentane Situation hinweisen.
An dieser Stelle hing mal der große
Heizkörper, davor befand sich vor Urzeiten mal die Tafel für Kleinanzeigen von Kunde zu Kunde.
In der Zwischenzeit war die Fläche zu einer wilden Plakatwand mutiert, was ich bislang auch geduldet habe. Nun ist damit aber erstmal Schluss, die Wand wird nun in den nächsten Tagen vernünftig aufbereitet, gestrichen und dann kommt da eine große Kork-Pinnwand hin, an der die Leute ihre Zettelchen dann mit Nadeln befestigen dürfen.
(Eine "echte" Pinnwand aus Kork wäre jedenfalls meine favorisierte Lösung. Allerdings weiß ich noch nicht, wie man die Korkplatte(n) gleichzeitig ausreichend an der Wand befestigen kann, sie aber ohne große Mühe ersetzbar bleiben. Vielleicht wird's auch eine andere Lösung geben, da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.)
Hier seht ihr übrigens den Grund, warum wir diese alten Kunstoff-, Fliesen-, PVC-, Wasauchimmer-Beschichtung nicht vollflächig abreißen: Teilweise löst sich der Kleber, teilweise aber eben auch nicht. Entweder geht man da mit Werkzeug und viel Kraft ran oder man spachtelt das alles mit Glättspachtel über, so wie wir es nun hier im vorderen Bereich tatsächlich tun werden.
Aber wozu sollte man sich sonst die Mühe machen, wenn der untere Teil dieser Wand auch zukünftig nicht mehr zu sehen sein wird? Das kostet Zeit und Geld und bringt uns kein Stück weiter.
Nach dem das gestern abgebaute Regal nun
über elf Jahre dort stand, haben wir entsprechend viele Hinterlassenschaften irgendwelcher achtbeinigen Untermieter gefunden.
Das sieht in anderen Läden nicht anders aus, nur rede
ich darüber.
Ein Mann, der kein Deutsch sprach, suchte ein Mittel, weil er "a white horse" in seiner Wohnung hätte. Ich dachte bislang immer, diese Schimmel-Wortwechselspielchen gäbe es gar nicht im wahren Leben.
Im
Laden an der Ecke tut sich was: Angeboten werden dort demnächst Reparaturen von Handys, Smartphones und ähnlichen Geräten.
Immerhin kein "Café" oder eine Spielhölle …
Wenn die Fehlersuche zum Albtraum wird …
Letzter Stand hier im Laden: Das Regal ist weg, die Fläche ist gereinigt und die rot-weiße Zierleiste oben an der Decke ist weg.
Jetzt gucken wir auf irgendwelche uralten und inzwischen total spröden Plastikfliesen, die wir auch nicht entfernen werden. Vielleicht streichen wir sie mit der grünen Farbe über, aber auch das ist eigentlich Zeit- und Materialverschwendung, denn den Bereich wird man auch zukünftig nicht mehr sehen.
Heute kommen keine weiteren Meldungen von mir, ich habe einen privaten Termin und bin mal raus. Mit der Wand geht's morgen weiter.
Bei einem der hier regelmäßig stattfindenden Testkäufe hat der Testkäufer einen meiner Mitarbeiter wie folgt beschrieben:
Ich wundere mich zwar, dass da nicht einfach nur ein Name stand, denn eigentlich tragen wir alle Westen und Kittel mit aufgesticktem Namen, aber über diese anscheinend sehr detaillierte Personenbeschreibung wundere ich mich zugegebenermaßen noch viel mehr.
An dem Abend waren
drei Mitarbeiter hier. "Männlich" passt also auf jeden Fall – aber die restlichen Informationen in der Beschreibung lassen sich beim besten Willen keiner Person so richtig zuordnen.
Nummer eins:
32 Jahre alt, das könnte passen. Er ist aber weder blond noch auch nur annähernd 1,90m groß. Der kann es nicht sein.
Nummer zwei:
Die Größe passt zwar, aber das Alter definitiv nicht. Der gute Mann ist ja schon kurz vorm Rentenalter.
Nummer drei:
Auch 32 Jahre alt und auch nicht ganz klein – aber für "halblange Haare" reicht seine Frisur nach meinem Verständnis eigentlich nicht. (Wobei ich ja nun auch kein Maßstab für Haarlängen bin…)
Aber immerhin war die Bewertung positiv, da will ich nicht zu hart sein.
Von einer Firma, die Werbegeschenke produziert, habe ich diesen Kugelschreiber mit individuellem Werbeaufdruck als Muster bekommen. Der Kuli ist toll, der Preis augenscheinlich auch fair. Aber "jetzt schnell bestellen" werde ich die Stifte mit dem Aufdruck bestimmt nicht. Denn auch, wenn meine Firma offiziell "Neustädter Frischmarkt e.K." heißt, wäre es die reinste Geldverschwendung, diese Kulis als Werbemittel breit zu streuen …
Dann lieber "SPAR-Markt Björn Harste", aber auch das ist momentan fast schon sinnlos, da die Umflaggung auf Edeka bevorsteht. Zwar noch nicht in den nächsten Wochen, aber es wird kommen.
So sieht das alte Regal jetzt aus. Inzwischen auch schon wieder nicht mehr, da mein Azubi mit Akkuschrauber bewaffnet die ganzen Holz-Zierleisten abgebaut hat. Die sind abgängig und werden entsorgt. Der Rest vom wird planmäßig zur Halle kommen, idealerweise noch heute.
Die ersten besorgten Kunden haben gestern Abend schon gefragt, ob wir schließen. Nein, natürlich nicht! Im Gegenteil: Wir nehmen Anlauf für ein paar großartige Veränderungen!
Die Platzierung der Länderspezialitäten und Cornflakes haben meine Mitarbeiter gestern noch beendet. Dafür, dass das erst mal nur ein Provisorium sein soll, ist die Anordnung der Produkte relativ gut geworden. Endlich ist mal wieder alles thematisch zusammengefasst und blockweise untergebracht. Könnte fast so bleiben, aber langfristig sollen die Artikel planmäßig auf den Regalen oberhalb der neuen Tiefkühltruhen stehen. (Bis auf die Cornflakes natürlich!)
Das in den Kommentaren schon angesprochene Risiko, dass Ware an den Ecken heruntergerissen werden könnte, besteht natürlich. Ich bleibe mal optimistisch und hoffe, dass alles klappt. Notfalls stellen wir an die Enden der beiden kleinen Gondeln einfach jeweils einen Aufsteller als Abstandhalter. Das hat sich bei den beiden anderen frei stehenden Gondeln, die seit rund zwölf Jahren hier schon fest zum Laden gehören, auch bewährt.
Die asiatischen Produkte sind schon mal komplett neu in der provisorischen Rollgondel untergebracht. Nun noch die Schilder ran und ein weiteres Viertel der Arbeit ist erledigt.
Wir sind dabei, alles umzuräumen – aber es sind wirklich viele Artikel in dem Regal. Vor allem sehr viel Kleinkram in Form von Speisezutaten, Gewürzen und Saucen, weshalb die Arbeiten nur langsam voranschreiten.
Wir schaffen das! [tm]
So sieht nun erst mal unser neues Cornflakesregal aus:
Dieser Moment, in dem man selbstgemachten Apfelkuchen von jemandem geschenkt bekommt, der Körperhygiene nur aus Filmen kennt …